Zielstellungen und Perspektiven für die Förderung von Projekten der Migrationssozialdienste (MSD) im Förderprogramm Integration (FP INT)

Anlage 3 zur Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des FP INT

Die programmbezogenen Zielstellungen, Zielgruppen und Angebote der MSD stellen im FP INT die inhaltlich fachliche Grundlage für Förderentscheidungen und Ziele der Förderung dar. Gefördert werden zur Erreichung der übergreifenden Zielstellungen die aufgeführten Angebote für die genannten Zielgruppen.

Die angestrebten perspektivischen Entwicklungen stehen unter dem Vorbehalt entsprechend verfügbarer Haushaltsmittel.

  • Förderprogramm

    Migrationssozialdienste

  • Übergreifende Zielstellung:

    • Förderung und Stärkung der persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen von Menschen mit Migrationsgeschichte im Umgang mit Integrationsherausforderungen.
    • Überwindung von Integrationshindernissen und Verbesserung der Teilhabe im Rahmen von Hilfesystemen.
    • Stärkung der gleichberechtigten Partizipation am sozialen, ökonomischen und kulturellen Leben in der Gesellschaft.
    • Einbeziehung von sozialen Integrationsprojekten von Migrant*innenorganisationen (MO) und Wohlfahrtsverbänden in das Förderprogramm.
    • Weiterentwicklung der migrationsgesellschaftlichen Kompetenz in Regeleinrichtungen der sozialen und gesundheitlichen Versorgung sowie Bildungsinstitutionen.
  • Angebote:

    Die Unterstützung der Ratsuchenden und die Sensibilisierung für die Interessen der Zugewanderten wird vor allem durch die folgenden Aktivitäten erbracht:

    • die Bedürfnisse und Interessen der Menschen mit Migrationsgeschichte bei allen gesellschaftlichen Aktivitäten bedenken;
    • Beratungsleistungen (persönliche, telefonische und online Beratung, Erstberatung, Co-Beratung);
    • Präventive Gruppenangebote;
    • Informationsveranstaltungen;
    • Fachaustausch mit weiteren Projekten von MO, Wohlfahrtsverbänden und Regeldiensten;
    • Verweis und Vermittlung an Angebote und Dienste der Regelversorgung.
  • Zielgruppen:

    • Bereits länger in Deutschland lebende Menschen mit Migrationsgeschichte mit Beratungs- und Förderbedarf;
    • Geflüchtete oder langjährig Geduldete und ihre Familien in Abgrenzung zu den Migrationsberatungsangeboten des Bundes;
    • EU-Bürger*innen sowie ihre Familien in Abgrenzung zu den Migrationsberatungsangeboten des Bundes;
    • Ältere Menschen aus der ersten Einwanderungsgeneration;
    • Beschäftigte sozialer Dienste und Einrichtungen sowie MO in den Beratungsfeldern der MSD.
  • Perspektive für den 4. RFV (2026 bis 2030):

    • Modellhafte Erprobung einer Ziel- und Wirkungssteuerung;
    • Gesamtstädtische Überprüfung der Beratungsbedarfe und (Weiter-)Entwicklung der migrationsspezifischen Beratungsangebote im Land Berlin;
    • MSD als migrationsspezifisches Angebot bedarfsorientiert weiterentwickeln und verlässlich im Land Berlin anbieten.

Kontakt

Beauftragte des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration
Sekretariat