Fairtrade-Bezirk

Mitte ist Fairtrade-Bezirk - Was ist Fairtrade?

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Bild: Bezirksamt Mitte, Pressestelle

Fairtrade ist eine Strategie zur Armutsbekämpfung, welche durch gerechtere Handelsbeziehungen die Situation der benachteiligten Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Südamerika verbessern soll. Ferner soll es die Binnenwirtschaft stärken und langfristig ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abbauen.

Weitere Informationen

Im Dezember 2012 hatte die Bezirksverordnetenversammlung Mitte den folgenden Antrag beschlossen:

„Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin wünscht und unterstützt die Aufnahme des Bezirks Mitte von Berlin in den Kreis der deutschlandweit über 100 und weltweit über 1000 “Fairtrade-Towns” und leistet ihren Beitrag zur Erfüllung der hierfür notwendigen Kriterien.

Das Bezirksamt, insbesondere die Bezirksamtsmitglieder, werden gebeten, ebenfalls einen persönlichen Beitrag dieser Art zu leisten. Darüber hinaus wird das Bezirksamt aufgefordert, der Bezirksverordnetenversammlung einen Überblick darüber zu geben, in welchen Einrichtungen des Bezirks bereits fair und regional gehandelte Produkte angeboten werden und welche Möglichkeiten bestehen, diesen Anteil gegebenenfalls auszubauen.

Diese Maßnahmen, das Prüfungsergebnis und der Wunsch der Bezirksverordneten-versammlung nach Verleihung des Titels “Fairtrade-Town” durch den Fairtrade e.V. an Mitte sind der im Bezirk aktiven Steuerungsgruppe mitzuteilen. Deren Bemühen um die Erfüllung der sonstigen Kriterien soll durch die Informations- und Medienarbeit des Bezirksamtes unterstützt werden.“

Um wirklich Fairtrade-Town zu werden, müssen die folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro Fair Trade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird. Es wird die Entscheidung getroffen, als Stadt den Titel „Fairtrade Stadt“ anzustreben.
  • Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert.
  • Um erfolgreich zu sein, sollte die Steuerungsgruppe aus Vertretern verschiedener Zielgruppen bestehen. Mindestens sollten jeweils folgende Bereiche vertreten sein: Städtische Verwaltung; (Einzel-)Handel, z.B. ein Vertreter eines Weltladens, Eine Welt, z.B. ein Vertreter einer Lokalen Agenda 21-Gruppe. Zudem sind Vertreter aus anderen Bereichen wünschenswert: Kirchen und Nichtregierungsorganisationen, Schulen und Vereine, Medien.
  • In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fair-Trade-Produkte ausgeschenkt (jeweils mindestens zwei).
  • In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen -werden Fair Trade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.
  • Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“.

Das Bezirksamt Mitte

  • ist im Gespräch mit seinen Rathaus Kantinen, damit diese in ihr Angebot Fairtrade-Produkte aufnehmen. Bei der nächsten Ausschreibung soll die Auflage gegeben werden, ein Mindestangebot an Fairtradeprodukten anzubieten,
  • hat alle Schulen, die Eltern- und die Schülervertretungen mit Informationen zu „Fairtrade-Schools“ versorgt und bietet Unterstützung auf dem Weg dahin an,
  • informiert seine Beschäftigten regelmäßig über Aktionen wie die Verteilung von „fairen“ Rosen am Frauentag über seine Aktivitäten und wirbt für ein „faires“ Einkaufsverhalten seiner Beschäftigten,
  • strebt an, in allen Dienstberatungen nur noch fairen Kaffee und Tee anzubieten,
  • hat eine Karte und eine Liste mit allen „fairen“ Einkaufsmöglichkeiten im Bezirk erstellt, die ständig fortgeschrieben wird,
  • prüft, ob bei der Erneuerung der bezirksamtseigenen Mobiltelefone Modelle beschafft werden können, die dem „Fairtrade“-Gedanken nahe kommen,
  • informiert regelmäßig die Medien über seine Aktivitäten und versucht so den Gedanken zu „Fairtrade“ zu verbreiten und
  • arbeitet selbstverständlich in der lokalen Steuerungsgruppe zur Etablierung von Fairtrade im Stadtbezirk mit

Weitere Aktivitäten sollen folgen oder können gerne unter folgender der E-Mail: fairtrade@ba-mitte.berlin.de angeregt werden.
Dies gilt natürlich auch für Hinweise zur Erweiterung unseres virtuellen Einkaufsführers.

Geschäfte mit Fairtrade-Zertifizierter Ware in Mitte

Geschäfte mit Fairtrade-Zertifizierter Ware in Mitte - Karte

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Geschäfte mit Fairtrade-Zertifizierter Ware in Mitte - Legende

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Bild: Bezirksamt Mitte

Am Freitag, den 7. März 2014, erhielten die weiblichen Beschäftigten im Rathaus Tiergarten eine Fairtrade-Rose.