Hansaviertel

Allgemeines

Der Ortsteil Hansaviertel ist der flächenmäßig kleinste von den 96 Ortsteilen Berlins, jedoch einer der am dichtesten besiedelten.

Das Hansaviertel erhielt seinen Namen nach dem im 12. Jahrhundert gegründeten Städtebund der Hansa oder Hanse.

Ca. 90 % der Häuser des größtenteils aus Wohngebieten bestehenden Ortsteils wurden im 2. Weltkrieg durch Luftangriffe zerstört.

Lage

Der Ortsteil ist zwischen dem Großen Tiergarten und der Spree gelegen.

Geschichte

Seit 1875 wurde das Hansaviertel mit Villen und anspruchsvollen Wohnhäusern bebaut.

Gemeinsam mit Moabit kam es 1861 zur Eingemeindung nach Berlin.

Seit 1920 gehörte das Hansaviertel zum ehemaligen Bezirk Tiergarten von Berlin.

Im 2. Weltkrieg wurde das alte Hansaviertel fast vollständig durch Bombenangriffe zerstört, insbesondere im November 1943.

Von 1955 bis 1960 ist ein neugestalteter Wiederaufbau durchgeführt worden. Der Bebauungsplan umfasste 48 Objekte, die heute unter Denkmalschutz stehen. An der Bauausführung beteiligten sich 48 Architekten aus 13 Ländern, z.B. namhafte Repräsentanten moderner Architektur wie Alvar Aalto, Eugène Beaudouin, Luciano Baldessari, Werner Düttmann, Egon Eiermann, Walter Gropius, Bruno Grimmek, Oscar Niemeyer und Max Taut.

Mit der Bezirksfusion am 01.01.2001 wurde das Hansaviertel ein Ortsteil von dem neuen Bezirk Mitte von Berlin.

Der Ortsteil heute

Akademie der Künste
Akademie der Künste
Bild: Bezirksamt Mitte

Das Hansaviertel besteht heute überwiegend aus Wohngebieten mit Neubauten, Gewerbe gibt es hier nur wenig.

Wichtigste Anziehungspunkte des Ortsteils sind das Grips-Theater, ein bekanntes Kinder- und Jugendtheater, sowie die Akademie der Künste.