Wedding

Allgemeines

Der Ortsteil Wedding im Norden des Bezirks gehört zu den sozial-schwächeren Gebieten. Im Wedding wohnen viele Menschen mit Migrationshindergrund, sozial Schwache und Menschen mit geringem Einkommen. Der Ausländeranteil beträgt ca. 31,16 % (Stand Juni 2013).

Der Wedding wurde zu Zeiten der Industrialisierung als Arbeiterbezirk bekannt und wurde auch Roter Wedding genannt.

Seinen Namen hat der Wedding von einem Adligen aus der Umgebung Magdeburgs namens Rudolphus de Weddinge, welcher um 1200 das Dorf Weddinge nahe des heutigen Nettelbeckplatzes gründete.

Lage

Westlich grenzt der Wedding an den Bezirk Charlottenburg, nördlich an Reinickendorf und nordöstlich an Pankow. Weiter grenzt er im Osten an den Bezirk Prenzlauer Berg, im Südosten an den ehemaligen Bezirk Mitte und im Südwesten an Tiergarten.

Geschichte

Keimzelle und Namensgeber für den früheren Bezirk Wedding ist ein Gutshof, welcher um 1200 an der Panke gebaut wurde.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf Weddinge 1251, wobei es sich um „eine Mühle im Gebiet des Dorfes, welches Weddinge hieß, am Flusse Namens Pankow erbaut“ handelte. Im Jahr 1289 wurde der Wedding beschrieben als „das wirkliche Lehensgut und den mit dem Gehöfte Wedding verbundenen Titel eines Lehensgutes“.

Danach verwilderten die Flächen.

Erst 1601 erwarb Hieronymus Graf Schlick von Passau und Weiskirchen, kurfürstlicher Oberhofkämmerer, etwa 50 Ackerstücke und Wiesen zur Einrichtung einer „böhmischen Meierei“.
Das ehemalige Vorwerksgehöft mit Garten- und Gutsland umfasste etwa das Gebiet zwischen Gerichts-, Reinickendorfer und Pankstraße. Die Gärten rechts der Panke erstreckten sich zur Wedding- und Kösliner Straße. Nördlich der Wiesenstraße folgte die Gutsgrenze dem alten Pankelauf.

Die Kolonie am Wedding wurde 1782 gegründet. Der Verlauf der Panke trennte hierbei das Kolonistenland vom Vorwerksland. Vom Südrand des großen Gesundbrunnen-Gartens, heute etwa Thurneysserstraße, verlief die Grenzlinie auf die Pankstraße zu.

In Jahre 1766 kam es zum Bau des Luisenbads (Artillerie-Exerzierplatz). Auch sind Verpachtungen vorgenommen worden, was zu Grenzveränderungen und Wohnbebauung führte.
In Folge dessen fand zunehmende Verkleinerung des Vorwerkes in der Fläche statt es verlor als landwirtschaftlicher Betrieb an Bedeutung.
Ebenso erfolgte die Verschmelzung von Vorwerk Wedding und Gesundbrunnen zu einem Siedlungsgebiet.

Im Jahr 1861 ist Wedding mit Gesundbrunnen nach Berlin eingemeindet worden.

Von 1945 bis zur Wiedervereinigung im Jahr1 1990 gehörte der Bezirk Wedding von Berlin zum französischen Sektor.

In den Siebzigern siedelten sich bedingt durch den günstigen Wohnraum im Bezirk viele Gastarbeiter und andere Einwanderer an.

Mit der Bezirksfusion am 01.01.2001 wurde der Bezirk Wedding ein Ortsteil von dem neuen Bezirk Mitte von Berlin.

Der Ortsteil heute

Schillerpark im Wedding
Bild: Bezirksamt Mitte

Der Ortsteil Wedding ist heute geprägt durch einen hohen Migrantenanteil und eine hohe Arbeitslostigkeit.

Der Leopoldplatz bietet zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, an welchen es auch in der anschließenden Müllerstraße nicht mangelt

Im Norden des Ortsteils befindet sich die Julius Leber Kaserne sowie der Zentrale Festplatz, auf welchem jährlich zahlreiche Feste und Großveranstaltungen stattfinden.

Erwähnenswert ist die Siedlung Schillerpark, welche 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Zum Erholen und Verweilen laden der Volkspark Rehberge sowie der Schillerpark ein.

Zu erwähnen ist noch das Erika-Hess-Eisstadion, welches nach der ehemaligen Bezirksbürgermeisterin vom Wedding, Erika Hess, benannt ist.