Conrad-Stiftung Bürger* für Mitte

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Bürgerschaftliches Engagement gewinnt zunehmend an Bedeutung. Im Jahr 2009 richtete deshalb das Bezirksamt Mitte von Berlin die „Conrad-Stiftung Bürger* für Mitte“ ein. Das Vermögen der Stiftung wurde von Hans Conrad aus Tiergarten dem Bezirk vererbt. Das Sternchen im Namen soll alle sozialen Geschlechter und Geschlechtsidentitäten gleichberechtigt symbolisieren.

Das Ziel der Stiftung ist es, engagierte Bürgerinnen und Bürger bei Projekten zu
unterstützen, bei denen es um die Gestaltung des Gemeinwesens geht. Das bürger-schaftliche Engagement im Bezirk Mitte lebender Menschen soll dadurch unmittelbar gestärkt werden. Außerdem werden bestehende Strukturen für die Nachbarschaft erhalten und neue initiiert.

Um diese Ziele zu erreichen, wurde zur Unterstützung ein Stiftungsrat berufen…..

Stiftungsrat

Der Stiftungsrat besteht aus bis zu neun Mitgliedern und dem Bezirksbürgermeister als ständigem Mitglied. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ist durch ein
beratendes Mitglied vertreten. Die Mitglieder aus den Bereichen Finanzen, Bildung, Soziales, Wirtschaft, Kirche und Gemeinwesenarbeit sowie Gesellschaftspolitik decken ein breites gesellschaftliches Spektrum ab. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Einhaltung der Stiftungszwecke zu überwachen und bei den konkreten Projekten beratend zur Seite zu stehen. Der Stiftungsrat gibt Empfehlungen zu den Förderkriterien, entwickelt Strategien zum Ausbau sowie zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit.

Stiftungsrat Conrad-Stiftung
(von Links: Ibrahim Büyükşahin - bis Mai 2015- (Direktor Berliner Sparkasse Tiergarten/Wedding); Dr. Herbert Scherer (Vorsitzender); Marc Urbatsch (Hauptausschussvorsitzender BVV Mitte); Prof.Dr. Monika Gross (Präsidentin Beuth-Hochschule - bis Juni 2016); Timo Reinfrank (Stiftungskoordinator Amadeu-Antonio-Stiftung); Dr. Birgit Hoppe (Direktorin Stiftung SPI); Dr. Christian Hanke (Bezirksbürgermeister); Catherine von Fürstenberg-Dussmann bis Oktober 2015 (Vorsitzende Stiftungsrat Peter Dussmann-Stiftung); Martin Kirchner (Superintendent des Ev. Kirchenkreises Berlin Nord-Ost); Petra Patz-Drüke (Leiterin der Geschäftsstelle); Albert Türklitz (Geschäftsführer Möbel-Hübner) – nicht auf dem Foto: Ulli Zelle (Moderator RBB), Herr Germolus - ab Mai 2015 - (Direktor in der Berliner Sparkasse), Frau Özcan Sarigül -ab Oktober 2015 - (Geschäftsführerin Lacomed) Bild: Bezirksamt Mitte

Neue Projekte 2016

„Nachbarschaft neu erleben – Miteinander in der wachsenden Stadt“

Zu diesem Motto hatte die Conrad-Stiftung Bürger* für Mitte die Bürgerinnen und Bürger, Vereine und sonstige Initiativen aufgerufen, kreative Ideen einzureichen.

Dazu erklärt der Stiftungsrat: „Durch die wachsende Stadt spüren wir viele Neuerungen in der Nachbarschaft. Es begegnen sich interessante Menschen, verschiedene Sprachen und Kulturen; die Kieze, das Straßenbild und die Plätze verändern sich. Verbunden mit dem Wandel ist die große Chance, unser Lebensumfeld aktiv mitzugestalten.

Dieses Jahr fördert die Stiftung vier Projekte: „Der Tag der Begegnung an der Wiesenburger Panketafel“ am 10.09.2016 wird auf die vielen Nutzungsmöglichkeiten und die Zukunft der Wiesenburg aufmerksam machen. An einer über 100 Meter langen Tafel können sich dort die Nutzerinnen und Nutzer, die Anwohnerschaft und viele weitere Interessierte umrahmt von einem künstlerischen Programm bei einem gemeinsamen Essen austauschen. Auch bei der „Internationalen Küche für Alle“ geht es um das gemeinsame Erleben. An mehreren Orten in Wedding und Gesundbrunnen werden mit der Anwohnerschaft Gerichte aus den unterschiedlichsten kulturellen Kreisen gekocht und dabei „gerettete“ Lebensmittel verwendet. Das Essen wird begleitet von Vorträgen oder kleinen Filmen aus dem jeweiligen Kulturkreis. Im Nikolaiviertel möchten engagierte Anwohnerinnen und Anwohner im Sommer Baumscheiben bepflanzen und der „lebendige Adventskalender“ lädt zur Weihnachtszeit die Bewohnerschaft im Sprengelkiez zur Begegnung an unterschiedlichen Orten ein.

Die Wiesenburg an der Panke

Das verwunschene Gelände eines ehemaligen Obdachlosenasyls von 1896 an der Wiesenstraße, dem größten und modernsten seiner Zeit, lud am 10. und 11. September 2016 zu einem Festival ein. Am Samstag wurde die Nachbarschaft und Gäste vom Veranstalter Robert Bittner vom Verein „Die Wiesenburg e.V.“ und dem Bezirksbürgermeister Dr. Hanke an die fast 100 Meter lange Wiesenburger Panketafel zur interkulturellen Begegnung und zum Austausch im Rahmen eines gemeinsamen Essens gebeten. Gefördert wurde dieser Teil des Festivals von der bezirklichen Conrad-Stiftung Bürger* für Mitte, um die Wiesenburger – das sind Bildhauer, Tänzer, Filmemacher, Maler, Musiker, Imker und Handwerker – bei ihrem bürgerschaftlichen Engagement für die Schaffung eines sozialen und kulturellem Zentrums in diesem Kiez zu unterstützen. Auf Wunschkarten konnten die Besucherinnen und Besucher ihre Vorstellung der Wiesenburg für die Zukunft schreiben. An beiden Tagen unterhielten unterschiedliche Bands, Theater für Kinder, Hochseilartistik und Vieles mehr die bei strahlendem Wetter gut gelaunten Gäste.

Wiesenburger Festival

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Förderungen 2015

Foto Blackbox

„Hallo Nachbarn, Ihr seid mir nicht egal!“

Unter diesem Motto hatte die Conrad-Stiftung Bürger* für Mitte im Jahr 2015 Initiativen und Organisationen aufgerufen, Vorschläge zu machen, wie das bürgerschaftliche Engagement im Bezirk gestärkt werden kann.

Ausgewählt wurden von dem Stiftungsrat zwei Projekte:
. Der Verein „Club der Polnischen Versager e.V.“ erhielt 10.000,-€ für ein Video- und Workshop-Projekt in der Bezirksregion Brunnenstraße Süd. Unter dem Titel „Black Box Nachbar“ stellten sich sich Nachbarinnen und Nachbarn der Kamera: Wer sind wir? Warum wohnen wir in diesem Kiez? Was würden wir aktiv verändern wollen? In interkulturellen Workshops wurde das Thema Nachbarschaft anschließend aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert und auf dem abschließenden Nachbarschaftsfest der fertige Film präsentiert.

Das zweite ausgewählte Projekt wurde vom Verein „WIR GESTALTEN e.V.“ durchgeführt. Er erhielt 6.800,- € als Anschubfinanzierung für den Aufbau einer Koordinierungsstelle zur „Patenschaftsvermittlung“ für Kinder und Jugendliche, insbesondere auch aus Flüchtlingsfamilien, in der Bezirksregion Brunnenstraße Nord. Darüber hinaus wurde die Betreuung und Qualifizierung ehrenamtlicher Patinnen und Paten aus der Nachbarschaft, ihre Vernetzung mit Schulen und den sozialen Trägern im Kiez gefördert.

Einweihung eines textilen Tipi´s neben der alten Nazarethkirche auf dem Leopoldplatz

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Am 22.05.2015 fand die Einweihung eines aus über 1.200 Quadraten von Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks gehäkelten und gestrickten Tipi´s statt. Diese Art Indianerzelt steht bisher in Remscheid (zwei Stück), Köln, Bonn, Stuttgart, Mühlheim an der Ruhr, Basel und seit Januar 2015 in New York. Das Projekt wurde von der Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck aus Remscheid entwickelt und konnte durch die Förderung der Conrad-Stiftung Bürger* für Mitte umgesetzt werden. Die Trägerschaft liegt bei der ev. Nazarethkirchengemeinde.

Der Bezirksbürgermeister und einige Mitglieder des Stiftungsrates der Conrad-Stiftung Bürger* für Mitte dankten den Aktiven für ihr großes bürgerschaftliches Engagement und übergaben zur Anerkennung besondere Urkunden.

Das Zelt soll zukünftig vor den Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks genutzt werden und eine positive soziale Wirkung entfalten. So wird z.B. das Bibliotheksmobil in dem Zelt Lesungen für Kinder veranstalten.

Sie möchten die Arbeit der Conrad-Stiftung Bürger* für Mitte unterstützen?

Für eine erfolgreiche Umsetzung der Stiftungsziele für die Bürgerinnen und Bürger im Bezirk Mitte sind Spenden oder Zustiftungen herzlich willkommen.

Spende oder Zustiftung?

Während Spenden unverzüglich für die Förderung von Projekten verwendet werden können, fließen die Zustiftungen dem Grundvermögen zu. Informationen dazu bekommen Sie in der Geschäftsstelle. Für beide Formen der Unterstützung können Zuwendungsbescheinigungen für das Finanzamt ausgestellt werden.

Spendenkonto:

Bezirkskasse Mitte von Berlin
IBAN: DE42 1001 0010 0650 5301 02
BIC: PBNKDEFFXXX
Postbank Berlin
Verwendungszweck: “Zuwendung Conrad-Stiftung – SPK 2”

Downloads

Satzung der "Conrad-Stiftung Bürger* für Mitte"

PDF-Dokument (538.2 kB) - Stand: Januar 2015

Bericht über Förderungen 2014

PDF-Dokument (1.2 MB)