29/2025 | Bilanz der Schwimm-Intensivkurse im Fokus der Sommertour

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5.September 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

die Sommertour von Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch, findet heute ihren Abschluss. Ein zentraler Termin in dieser Woche war die Pressekonferenz zur Bilanz der Schwimm-Intensivkurse.

Außerdem sprachen wir vor dem Hintergrund des Weltalphabetisierungstags am 8. September mit der Leiterin der Stiftung Grundbildung, Dr. Theresa Hamilton, über Ursachen geringer Literalität sowie Herausforderungen und Chancen für Betroffene.

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Bilanz der Schwimm-Intensivkurse im Fokus der Sommertour

Berliner Schüler/-innen ab der 3. Klasse, die noch kein Schwimmabzeichen in Bronze haben, können in Schwimm-Intensivkursen während der Ferien Schwimmen lernen. In einer Pressekonferenz am Mittwoch zog Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch gemeinsam mit weiteren Beteiligten eine positive Bilanz zu den in diesem Jahr durchgeführten Kursen.

Genau 2.330 Kinder haben in den ersten fünf Sommerferienwochen an Schwimm-Intensivkursen teilgenommen und dabei insgesamt 700 Seepferdchen, 745 Bronze- sowie 207 Silberabzeichen abgelegt. Mit diesen Zahlen setzt sich ein Trend fort, der bereits in den vorangegangenen Osterferien zu beobachten war. Hier hatten 1.142 Berliner Kinder und Jugendliche (931 Grundschulkinder und 211 Schüler/-innen der Sekundarstufe I) an 116 Kursen teilgenommen und insgesamt 859 Abzeichen abgelegt, davon 289 Seepferdchen, 441 Bronze- und 129 Silberabzeichen.

Gemeinsam mit Vertretern des Landessportbunds Berlin, der Sportjugend Berlin und den Berliner Bäder-Betrieben besuchte die Senatorin am Mittwoch einen Kurs für Grundschüler/-innen beim Berliner Schwimm-Verband im Stadtbad Tiergarten.
Die Schwimm-Intensivkurse werden seit 2018 für Kinder angeboten, die nach der 3. Klasse noch nicht sicher schwimmen können. Der Landessportbund Berlin bietet die Kurse gemeinsam mit der Sportjugend Berlin, dem Berliner Schwimm-Verband und fünf Vereinen (SSC Berlin Reinickendorf e.V., ATV 1861 e.V., SV Berolina e.V., SC John-F.-Kennedy-Schule Berlin e.V. und BSV Medizin Marzahn 1990 e. V.) an. Unter der Anleitung ausgebildeter Trainer/-innen lernen Kinder während der Sommer- und Herbstferien eine Woche, während der Osterferien acht Tage lang, in täglich stattfindenden, je 45-minütigen Kursen das Schwimmen. Die Kurse werden in fünf Schwimmhallen durchgeführt, an einem der Standorte sind zudem inklusive Kurse für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen möglich. Das Angebot wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gefördert und von den Berliner Bäder-Betrieben unterstützt. Die Teilnahme ist für die Kinder kostenfrei.

Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin betonte bei dem Termin die Wichtigkeit, schwimmen zu lernen: „Schwimmen ist nicht nur eine schöne Sportart und ein gutes Training für den ganzen Körper. Schwimmen lernen ist lebenswichtig und deshalb eine Aufgabe der Gesellschaft, da Sicherheit im Wasser die Lebensqualität erhöht, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht und den Zugang zu Bewegung und Sport fördert.“ Christian Krull, Vorsitzender der Sportjugend Berlin, ergänzte: „Kinder müssen schwimmen können, um sicher im Wasser zu sein und Unfälle zu vermeiden. Darüber hinaus bedeutet Schwimmen können noch viel mehr: Schwimmen fördert die Gesundheit, stärkt soziale Kompetenzen, wie Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, sowie Teamfähigkeit und weckt Freude an Sport und Bewegung.“

Auch Senatorin Günther-Wünsch zeigte sich zufrieden – nicht nur mit den aktuellen Teilnehmendenzahlen, sondern auch mit der Entwicklung der Schwimmkompetenzen bei Berliner Schüler/-innen: „Während im Pandemiejahr 2021 noch fast 37% der Kinder am Ende der dritten Klasse nicht schwimmen konnten, liegt dieser Anteil inzwischen bei gut 20%.“ Sie stellte dennoch klar, dass der Anspruch darin läge, alle Kinder zu sicheren Schwimmer/-innen zu machen.

Einen guten Schritt näher kann Berlin diesem Ziel schon in den Herbstferien kommen, wenn die nächsten Schwimm-Intensivkurse angeboten werden.

Von Analphabetismus und geringer Literalität – Ursachen und Perspektiven für betroffene Erwachsene

Etwa jeder achte Erwachsene in Deutschland hat grundlegende Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Anlässlich des Weltalphabetisierungstags am 8. September sprachen wir mit Dr. Theresa Hamilton, Leiterin der Stiftung Grundbildung in Berlin, über Ursachen geringer Literalität sowie Herausforderungen und Chancen für Betroffene.

Frau Dr. Hamilton, wenn von Menschen gesprochen wird, die nicht richtig lesen und schreiben können, denken viele an die Begriffe Analphabetismus oder auch funktionalen Analphabetismus – in den letzten Jahren hört man auch den Begriff der geringen Literalität immer häufiger. Können Sie diese Begrifflichkeiten kurz erläutern?
Der Begriff Analphabetismus bedeutet, dass jemand überhaupt nicht lesen und schreiben kann. Das ist in Deutschland tatsächlich sehr selten. Viele Menschen haben zwar selbst mit dem Lesen und Schreiben von einfachen Texten große Probleme, schaffen es aber trotzdem, Wörter und Buchstaben zu lesen und zu schreiben. Das wird als funktionaler Analphabetismus bezeichnet. Da viele finden, der Begriff funktionaler Analphabetismus wirke abwertend und betone vor allem ein Defizit, ist der Begriff geringe Literalität eingeführt worden. Dieser wird in Forschung und Wissenschaft mittlerweile überwiegend genutzt.

Gibt es ein Einverständnis darüber, bis zu welchem Kompetenzniveau von geringer Literalität gesprochen wird?
Zur geringen Literalität werden drei Kompetenzniveaus gezählt, bei denen Menschen bis zur Buchstaben-, Wort- oder Satzebene kommen. Allen ist aber gemeinsam, dass sie auch kurze Texte mit einfachen Wörtern nicht sinnentnehmend lesen und schreiben können. In Deutschland betrifft das jeden 8. Erwachsenen, bzw. rund 12% der erwachsenen Bevölkerung (LEO-Studie 2018: Leben mit geringer Literalität) oder nach einer neueren Studie sogar jeden 5. Erwachsenen (PIAAC 2023: Internationale Studie zur Untersuchung von Alltagsfähigkeiten Erwachsener). Hinzu kommt die Gruppe Erwachsener, deren Rechtschreibung unter dem Niveau liegt, das mit Ende der Grundschulzeit erreicht wird – das sind zusätzliche 20% der erwachsenen Bevölkerung. Diese Menschen gelten zwar nicht als gering literalisiert, machen aber viele Fehler und laufen Gefahr, ihre bestehenden Kompetenzen weiter zu verlieren und zu gering Literalisierten zu werden.

Was sind aus Ihrer Erfahrung heraus Gründe dafür, dass Menschen bis ins Erwachsenenalter Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben?
Häufig sind Lese- und Schreibschwierigkeiten bei Erwachsenen auf mehrere ursächliche Faktoren und deren Zusammenwirken zurückzuführen: Sie reichen von individuellen und familiären über schulische bis hin zu gesellschaftlich-kulturellen Gründen.

Von der ersten bis zur dritten Klasse erlernen Kinder die Schriftsprache. Kommt es in dieser Zeit zu einschneidenden Ereignissen, die Kinder daran hindern, dem Unterricht ausreichend zu folgen, oder liegen andere Probleme vor, verankert sich die Schriftsprache nicht fest genug. Dann kann es passieren, dass Kinder ausgehend von diesen Lücken nach und nach abgehängt werden. Die Gründe, die dazu führen, dass Kinder in der ersten bis dritten Klasse nicht ausreichend gut lesen und schreiben lernen, sind vielfältig: Die Spanne liegt zwischen Überforderung der Eltern, nicht ausreichender Förderung, Mobbing in der Schule oder Schulabwesenheiten z.B. aufgrund von längeren Krankenhausaufenthalten, bis hin zu Alkoholismus und Gewalt in der Familie. Krankheiten oder neurologische Ursachen, die den frühen Lernprozess unterbrechen, können auch in das Ursachengemenge hineinspielen. Außerdem – und das können sich viele nicht vorstellen – kann man Lesen und Schreiben auch im Erwachsenenalter wieder verlernen, wenn diese Fähigkeiten nicht gefestigt genug sind und man sie nicht ausreichend anwendet.

Welche Möglichkeiten haben Betroffene hier in Berlin, Ihre Lese- und Schreibkompetenzen im Erwachsenenalter noch einmal anzugehen? An wen können Sie sich wenden?
In Berlin bieten zum einen die bezirklichen Volkshochschulen Grundbildungskurse an, zum anderen aber auch freie Träger wie Lesen und Schreiben e.V. in Neukölln oder der Arbeitskreis Orientierungs- und Bildungshilfe in Kreuzberg. Diese Kurse befassen sich neben dem Lesen und Schreiben auch mit anderen Grundbildungsthemen wie Rechnen oder dem Umgang mit digitalen Endgeräten. Eine umfassende Übersicht gibt es im Angebotsverzeichnis auf unserer Webseite, wir sind aber natürlich auch telefonisch zu erreichen unter 030 -255 633 11. Dort beraten wir individuell und finden ein passendes Lernangebot für Betroffene. Darüber hinaus gibt es in fast allen Bezirken ein Alpha-Bündnis, als ein bezirkliches Netzwerk zum Thema. Auch die Ansprechpersonen dort können weiterhelfen.

Viele Betroffene haben nicht die besten Erfahrungen mit Bildungseinrichtungen gemacht, klassische Formate wie Flyer erreichen die Zielgruppe naturgemäß eher schlecht. Wie finden Sie als Stiftung Grundbildung einen Zugang zu Betroffenen und bringen sie mit Ihren Angeboten in Kontakt?
Es ist nicht einfach, die Zielgruppe zu erreichen. Aus unserer Erfahrung eignen sich aber die sozialen Medien, um Betroffene, z.B. über gezielte Werbung, zu erreichen und uns als Ansprechpartner zu etablieren. Ein weiterer, noch wichtigerer Weg ist der über Kontakt – und Vertrauenspersonen: Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten haben in ihrem beruflichen und privaten Umfeld in der Regel Unterstützer/-innen, die den „Schriftkram“ erledigen. Darüber hinaus kommen sie auch bei Erledigungen, sei es beim Behördenbesuch, in der Kita oder in der Arztpraxis, immer wieder mit Personen in Kontakt. Wir sensibilisieren diese Kontakt- und Vertrauenspersonen zum Thema und klären mit ihnen, wie man Betroffene ansprechen und vor allem wohin man weiterverweisen kann – entweder direkt zu einem Bildungsträger oder zu uns.

Am 8. September ist Weltalphabetisierungstag. Was für Aktionen sind in Berlin in diesem Zusammenhang geplant?
Der Weltalphabetisierungstag ist ein wichtiger Tag, um das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Berlin hat hier vielfältige und spannende Angebote zu bieten: von der zentralen Feier im Einkaufszentrum am Storkower Bogen über Lesungen, Bücherboxen oder einen Schreibworkshop bis hin zu Führungen durch das Buchstabenmuseum.
Für einen schnellen Überblick haben wir auf unserer Website eine Auflistung aller Angebote am Weltalphabetisierungstag und um ihn herum zusammenstellt.

Kurznachrichten

Pressekonferenz zum Schuljahresbeginn
Zu Beginn des neuen Schuljahres informiert Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch am heutigen Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz über aktuelle Entwicklungen im Berliner Schulwesen. Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Zahlen und Daten zum Schuljahr 2025/26 sowie die Schwerpunkte der Bildungspolitik. Die Pressekonferenz findet im Oberstufenzentrum für Kommunikations-, Informations- und Medientechnik (OSZ KIM) statt – einer von 15 Berliner Ankerschulen, die im Rahmen des 11. Pflichtschuljahres eine zentrale Rolle für die berufliche Orientierung übernehmen.

Jährlicher Bericht zum Umsetzungsstand der Digitalisierungsstrategie und dem DigitalPakt Schule
Der Berliner Senat hat in dieser Woche den aktuellen Jahresbericht zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie „Schule in der digitalen Welt“ sowie zum DigitalPakt Schule zur Kenntnis genommen. Berichtet wurde u.a. über gestiegene Nutzerzahlen auf dem Berliner Schulportal, den Schulversuch „Hybrides Lernen“, die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften am neu gegründeten Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen (BLiQ) sowie den aktuellen Stand des Breitbandausbaus. Der Bericht wird nun dem Abgeordnetenhaus vorgelegt.

Beratungsangebote für Auszubildende sollen verbessert werden
Auf Vorlage von Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, hat der Berliner Senat den Bericht über die Umsetzung des Beschlusses über die Etablierung einer Beschwerde- und Beratungsstelle für Auszubildende beschlossen. Seit Mai 2025 arbeitet eine zentrale Koordinierungsstelle daran, bestehende Beratungsangebote zu bündeln, Lücken zu identifizieren und die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Betrieben und Trägern zu verbessern. Mobile Teams und regelmäßige Sprechstunden an Berufsschulen und Oberstufenzentren sorgen für niedrigschwellige Unterstützung. Ein neues Fortbildungsprogramm soll Ausbildungspersonal zudem helfen, Konflikte frühzeitig zu erkennen.

Bericht zum Netzwerk Kinderschutz und Frühe Hilfen
Der Berliner Senat hat den vorgelegten Bericht, der über einige der seit 2016 erfolgten Maßnahmen zur Stärkung des Kinderschutzes in Berlin und die Zusammensetzung der ressortübergreifenden Lenkungsgruppe informiert, beschlossen. Zu den realisierten Projekten gehören die Einrichtung von sechs Kinderschutzambulanzen, zwei Notunterkünften, dem Childhood-Haus als zentrale Anlaufstelle für minderjährige Opfer sexualisierter Gewalt, dem Mobilen Schulungsteam Kinderschutz sowie der Fachberatungsstelle gegen den Handel und die Ausbeutung von Minderjährigen. Darüber hinaus sind die Online-Beratung „Jugendnotmail Berlin“ und der „Startbonus Pflegekind“ an den Start gegangen und die verfügbaren Plätze im Berliner Notdienst Kinderschutz erweitert worden. Gemeinsam mit dem Institut für Zirkustherapie wurden zudem therapeutische Angebote für Pflegekinder ins Leben gerufen.

Schulgesetzreform für Schulen in freier Trägerschaft beschlossen
Der Berliner Senat hat den Gesetzesentwurf zur Reform der Schulen in freier Trägerschaft beschlossen und an das Abgeordnetenhaus weitergeleitet. Die geplante Reform soll u.a. zu einer besseren Finanzierung beruflicher Schulen und mehr Planungssicherheit für Träger beitragen. Durch Zuschüsse sollen beispielsweise Schüler/-innen mit besonderem Förderbedarf sowie solche aus wirtschaftlich benachteiligten Haushalten besser gefördert werden.

Aktualisierte Schulbaukarte veröffentlicht
Zum Beginn des neuen Schuljahres ist die Schulbaukarte der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie aktualisiert worden. Mit rund 840 Maßnahmen bildet sie den aktuellen Stand der Berliner Schulbauoffensive ab und gibt zugleich einen Überblick über alle Bau- und Sanierungsmaßnahmen seit 2013/14 bis ins Jahr 2028/29. Über die interaktive Karte können Maßnahmen schul- und bezirksbezogen gesucht werden.

Diskussionspapier der Leopoldina zu Social Media im Kindesalter
Das Diskussionspapier gibt einen Einblick in die aktuelle Studienlage zum Einfluss sozialer Medien auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Anhand dieser Erkenntnisse formulierten die beteiligten Wissenschaftler/-innen Handlungsempfehlungen. So sollen soziale Netzwerke beispielsweise altersgerechter gestaltet werden – z.B. bei den algorithmischen Vorschlägen. Möglichkeiten zur Regulierung werden vor allem auf EU-Ebene gesehen.

Endspurt für junge Filmschaffende beim Kinder- und Jugendfestival „Schulterblick“
Junge Filmschaffende zwischen 6 und 21 Jahren sowie Schulklassen können im Rahmen des Festivals noch bis zum 3. Oktober 2025 ihre Werke einreichen. Ob Kurzfilm, Dokumentation, Trickfilm oder Musikvideo – die Form der Einreichung ist frei wählbar. Entscheidend ist, dass der Ton oder die Untertitel auf Deutsch sind, die Filme eine Länge von fünf bis 30 Minuten haben und nicht älter als zwei Jahre sind. Die besten Filme gewinnen attraktive Preise: Der 1. Platz erhält 500 Euro, der 2. Platz 300 Euro und der 3. Platz 100 Euro. Wer keinen eigenen Film drehen, aber bei der Auswahl der Gewinner mitentscheiden möchte, kann sich per E-Mail für die Kinderjury bewerben.

Stipendien für ein Schuljahr an amerikanischen High-Schools
Der Deutsche Fachverband High School e.V. vergibt auch für das Schuljahr 2026/27 drei Vollstipendien im Gesamtwert von 40.000 Euro für jeweils ein Schuljahr in den USA. Die Stipendiat/-innen leben als Mitglieder einheimischer Familien, besuchen eine örtliche Schule und nehmen in vollem Umfang an sämtlichen Aspekten der Programme teil. Bewerben können sich Schüler/-innen, die aufgrund ihrer persönlichen und schulischen Voraussetzungen für solche Aufenthalte besonders geeignet sind, sich diese ansonsten aber finanziell nicht leisten könnten. Bewerbungen werden noch bis zum 20. September entgegengenommen.

Wilhelm Wernicke Preis ehrt Kinder- und Jugendhilfe im Umfeld des Sports
Mit dem Wilhelm Wernicke Preis würdigt Hertha BSC herausragendes soziales Engagement im Umfeld des Sports, speziell in der Kinder- und Jugendhilfe. Der Preis wird jährlich vergeben und ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert. Bewerben können sich Initiativen und Organisationen aus Berlin und Brandenburg, die sich in der Kinder- und Jugendhilfe im Umfeld des Sports engagieren. Förderbereiche umfassen die sportbasierte Kinder- und Jugendhilfe, Projekte mit präventivem, integrativem oder inklusivem Ansatz, Bildungsarbeit, Gesundheitsförderung und soziale Teilhabe durch Sport sowie die Förderung von Fairness, Toleranz und Solidarität im Rahmen von Kinder- und Jugendarbeit. Eine Bewerbung ist noch bis zum 31. Oktober möglich, die Preisverleihung findet beim letzten Heimspiel des Hertha BSC statt.

Jugendwettbewerb „120 Sekunden“
Seit dem 1. September können sich Jugendliche der Klassenstufen 7 bis 10 sowie Mitglieder der Jugendfeuerwehren für den bundesweiten Brandschutz-Wettbewerb bewerben. Gesucht werden kreative Infokampagnen, die zeigen, wie man sich im Brandfall richtig verhält. Anmeldeschluss ist der 25. November, der Zeitrahmen für die Umsetzung der Kampagnen läuft bis Ende Januar 2026. Die Gewinner/-innen dürfen sich über ein attraktives Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro freuen.

Bewerbungsfrist für Deutschen Jugend- und Naturschutzpreis verlängert
Die Bewerbungsfrist für den Deutschen Jugend- und Naturschutzpreis ist bis zum 26. September verlängert worden. Das Bundesamt für Naturschutz ehrt mit dem Preis, der unter der Schirmherrschaft von Autorin Cornelia Funke steht, das Engagement junger Menschen für den Naturschutz und hilft, dieses sichtbar zu machen. Bewerben können sich Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 21 Jahren mit eigenen Vorhaben und Projekten zum Erhalt und der nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt. Der Deutsche Jugend-Naturschutzpreis wird als nicht zweckgebundenes Preisgeld vergeben und ist auf insgesamt 10.000 Euro dotiert. Honoriert werden ca. fünf Projekte, die Entscheidung darüber fällt eine Jury.

Termine

9. September, 19 – 20.30 Uhr: Online-Elternabend „HaLT – Hart am Limit mit dem Schwerpunkt Alkohol Der Konsum von Alkohol ist unter vielen Jugendlichen weit verbreitet. Nicht selten empfinden Eltern einen angemessenen Umgang mit dem Thema als schwierig und stellen sich die Frage, ob oder wie Grenzen gesetzt werden sollten. In diesem Online-Elternabend erhalten Teilnehmende Informationen rund ums Thema Alkoholkonsum von Jugendlichen und haben die Möglichkeit, mit Expert/-innen und weiteren Eltern ins Gespräch zu kommen.

10. September, 17.30 – 19.30 Uhr: Infoabend zur ehrenamtlichen Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge Gemeinsam mit dem „Netzwerk Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Geflüchtete“ (NWV) laden die Bezirksämter Spandau, Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf Interessierte zu einem Informationsabend ein. Eine offene Gesprächsrunde und Erfahrungsberichte bieten Einblicke in die Aufgaben einer Einzelvormundschaft, das Vermittlungsverfahren und die Begleitungsangebote des Ehrenamtsnetzwerks NWV.

10. September, 13 – 18 Uhr: Total dual 2025 – Messe für duale Studiengänge Junge Menschen haben hier die Möglichkeit, mit über 50 potenziellen Arbeitgeber/-innen ins Gespräch zu kommen und sich zu verfügbaren Studiengängen zu informieren. Die Berufsberater/-innen der Jugendberufsagentur stehen Besuchenden beratend zur Seite. Auf Wunsch werden mitgebrachte Bewerbungsunterlagen durchgecheckt und direkt vor Ort neue Bewerbungsfotos inklusive kostenlosem Profi-Styling geschossen.

10. September, 15 – 18 Uhr: Lesenachmittag für Kinder im Gelben Viertel Kinder und Familien sind im Rahmen des Lesenachmittags auf dem Piratenspielplatz in Marzahn-Hellersdorf zum Zuhören, Mitlesen und Entdecken eingeladen. Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Lesen und Vorlesen für Kinder im Kita- und Grundschulalter. Vor Ort entsteht eine offene, entspannte Atmosphäre mit Decken, kleinen Snacks und einem vielfältigen, auch mehrsprachigen Buchangebot. Kinder können in Geschichten eintauchen, zuhören oder selbst lesen.

13. September, 17 – 1 Uhr: Lange Nacht der Astronomie Die zweite bundesweite Lange Nacht der Astronomie bietet spannende astronomische und größtenteils kostenfreie Erlebnisse für die ganze Familie. In Berlin nimmt das Zeiss-Großplanetarium teil. Der Eintritt zur Veranstaltung inklusive Beobachtungen und Rahmenprogramm ist frei, Tickets für die Kurzprogramme sind für 5 Euro (ermäßigt 4 Euro) vorab erhältlich. Ein bundesweiter Livestream verbindet ab 19 Uhr die teilnehmenden Institutionen miteinander, liefert Hintergrundwissen von Expert/-innen und gibt allen Interessierten, unabhängig vom Standort, die Möglichkeit, live dabei zu sein. Auch der Nachthimmel selbst hat an diesem spätsommerlichen Abend einiges zu bieten: Faszinierende Himmelskörper wie der Saturn mit seinen eindrucksvollen Ringen, der abnehmende Mond sowie Uranus und Neptun laden ein zu einem Blick ins All.

17. + 18. September, 17.30 – 18.30 Uhr: Spotlight Mathe – Einblicke in die Bundesweiten Mathematik-Wettebewerbe Die Bundesweiten Mathematik-Wettbewerbe bieten mit dem Livestream-Format „Spotlight Mathe“ Einblicke in die beiden Wettbewerbe Mathematik-Olympiade in Deutschland und Bundeswettbewerb Mathematik. Die Veranstaltungen richten sich primär an Mathematiklehrkräfte im Schuldienst sowie Studierende des Lehramts Mathematik. In den Livestreams werden aktuelle Aufgaben der Wettbewerbe behandelt sowie mathematische Grundlagen und Problemlösestrategien vorgestellt, die zur Unterstützung im Unterricht und bei der Wettbewerbsteilnahme beitragen sollen. Zusätzlich werden Anwendungsmöglichkeiten für den Mathematikunterricht besprochen. Ein Austausch mit Expert/-innen ist Teil der einstündigen Livestreams. Die Teilnahme an den Livestreams ist kostenlos. Eine Anmeldung ist ab sofort bis kurz vor Veranstaltungsbeginn möglich. Beide Veranstaltungen sind in verschiedenen Bundesländern als offizielle Lehrkräfte-Fortbildung anerkannt. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Webseite des Anbieters.

20. September, ab 13 Uhr: Kinderspieltag bei Hertha BSC Der Weltkindertag am 20. September wird sportlich: Im Rahmen des 6. Spieltags empfängt Hertha BSC den SC Paderborn zu einem Heimspiel im Olympiastadion und lädt zu diesem Anlass Familien zu einem gemeinsamen Fußballerlebnis ein. Mit Unterstützung der Hertha BSC-Stiftung ermöglicht das Kids4Free-Angebot einem vollzahlenden Erwachsenen in den Blöcken A, F, J/K, L, 1-3 sowie 31-33 maximal sechs junge Herthaner/-innen im Alter von bis einschließlich 13 Jahren kostenfrei mitzunehmen. Buchungen für größere Gruppen werden über ein Online-Formular abgewickelt.

Fortbildungen / Fachtage

KI und Desinformation: Medienkompetenz von Schüler/-innen stärken am 22. September
Mit KI-Anwendungen ist es leicht, schnell Informationen in Form von Text, Bild und Video zu erstellen und zu teilen. Doch gerade diese neuen Möglichkeiten bergen auch Risiken: Wie verändert KI die Verbreitung von Desinformation? Und wie kritisch stehen junge Menschen KI-Inhalten gegenüber? In dieser Fortbildung geht es darum, die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen im reflektierten Umgang mit manipulierten Inhalten im Unterricht zu stärken.

Praxis-Salon „Code of Conducts – Haltung und Handeln“ am 24. September
Berliner Einrichtungen der (kulturellen) Kinder- und Jugendarbeit haben verstärkt die Aufgabe, nachhaltige Prozesse zur Förderung von Diversität und Inklusion zu entwickeln. Ziel ist es, diskriminierungssensible Strukturen aufzubauen und langfristig zu verankern. Ein Code of Conduct dient dabei als Leitlinie, die zentrale Werte einer Einrichtung sichtbar macht und deren Haltung sowie Selbstverständnis im Umgang mit Vielfalt widerspiegelt. In der Online-Veranstaltung erwartet Teilnehmende praxisnaher Input mit anschließendem Workshop. Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an Netzwerkmitglieder und Interessierte aus dem Feld der Diversität, Inklusion und Antidiskriminierung im Kontext außerschulischer (kultureller) Kinder- und Jugendbildung.

Antiasiatische Rassismus in Kinderliedern und Spielen am 26. + 27. September
Oft beginnt es mit einem vermeintlichen Scherz: Lieder, Aussagen oder Spitznamen, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen, transportieren antiasiatische Stereotype und hinterlassen bei betroffenen Kindern und Jugendlichen nicht selten ein Gefühl von Ausgrenzung, Scham oder Hilflosigkeit. Wie erleben asiatisch gelesene Kinder und Jugendliche diese Form von Alltagsrassismus im Kindergarten, in der Schule oder auf dem Spielplatz? Welche Gefühle bleiben zurück und wie beeinflussen solche Erfahrungen ihre Entwicklung und ihr Selbstbild? In diesem zweiteiligen Veranstaltungsformat schauen Teilnehmende genauer hin: Wo begegnet uns antiasiatischer Rassismus im Alltag der Kinder und Jugendlichen, welche Folgen hat er und wie können Elternteile und Akteur/-innen im Bildungs-, Kinder- und Jugendbereich darauf reagieren?

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