Mobbing umfasst systematische Gewalt und schädigende Verhaltensweisen, die sowohl im schulischen als auch im arbeitsrechtlichen Umfeld auftreten können.
Mobbing
Bild: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Auf dieser Seite finden Sie Hinweise und Informationen rund um den Themenkomplex Mobbing in der Schule.
Mobbing tritt überwiegend in Gruppenstrukturen auf, in denen soziale Beziehungen, klare Rahmenbedingungen oder Hierarchien bestehen, zum Beispiel in Schulklassen oder im Kollegium (Beschäftige an Schulen). Es beginnt oft im Verborgenen und wird umso offensichtlicher, je weniger Widerstand dagegen geleistet wird. Zur Beendigung dieser Angriffe ist es wichtig, diese frühzeitig zu erkennen und einzugreifen.
Inhaltsverzeichnis
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Schulischer Kontext
„Ein Schüler oder eine Schülerin ist Gewalt ausgesetzt oder wird gemobbt, wenn er oder sie wiederholt oder über eine längere Zeit den negativen Handlungen eines oder mehrerer Schüler oder Schülerinnen ausgesetzt” ist.“
(Olweus, D. (2006). Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten- und tun können. Bern: Verlag Hans Huber)
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Arbeitsrechtlicher Kontext
Mobbing wird hier als „systematisches Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmer:innen untereinander oder durch Vorgesetzte“ beschrieben. Es handelt sich um fortgesetzte Verhaltensweisen, die das allgemeine Persönlichkeitsrecht oder andere geschützte Rechte verletzen.
(Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 15. Januar 1997 – 7ABR14/96)
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Physisches Mobbing
Physisches Mobbing ist nach außen hin sichtbar und leicht zu identifizieren. Dazu gehören Handlungen wie Schlagen, Stoßen oder Sachbeschädigungen.
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Verbales Mobbing
Hierunter fällt der gezielte Einsatz von Worten, um eine Person zu beleidigen, zu demütigen oder zu verletzen. Verbale Mobbinghandlungen erfolgen oft verdeckt und beinhalten beispielsweise Beleidigungen, Drohungen oder das Verbreiten von Gerüchten.
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Relationales Mobbing
Diese Form zielt darauf ab, eine Person bewusst aus einer Gruppe auszuschließen und sie von sozialen Beziehungen zu isolieren. Relationales Mobbing findet häufig verdeckt statt und weist Überschneidungen zu verbalen Formen auf, wie beispielsweise durch Gerüchte oder Manipulation von Freundschaften.
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Cybermobbing
Die Verwendung digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien (z.B. soziale Medien, E-Mails, Chat-Apps) erweitert traditionelle Mobbingformen. Cybermobbing zeichnet sich durch Anonymität und eine ständige Verfügbarkeit aus und kann Betroffene rund um die Uhr erreichen.
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Das Grundgesetz
Insbesondere Art. 1 I GG „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
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Das Strafgesetzbuch
Häufig verwirklichte Strafgesetze sind insbesondere
- Beleidigung nach § 185 StGB
- Bedrohung nach § 241 StGB
- Üble Nachrede nach § 186 StGB
- Verleumdung nach § 187 StGB
- Körperverletzung nach §§ 223 ff. StGB
- Sachbeschädigung nach § 303 StGB
- Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes nach § 201 StGB
- Vertraulichkeit des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen nach § 201a StGB
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Das Schulgesetz Berlins
Insbesondere § 1 SchulG Berlin: „Auftrag der Schule ist es, alle wertvollen Anlagen der Schülerinnen und Schüler zur vollen Entfaltung zu bringen“ und sie zu Persönlichkeiten heranzubilden, die das staatliche und gesellschaftliche Leben auf der Grundlage von Demokratie, Frieden, Freiheit, Menschenwürde und Gleichstellung gestalten.
Weitere Informationen
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Allgemeine Informationen
- Antimobbingfibel
- Berliner Familienportal – Unterstützung bei Mobbing in der Schule und im Internet
- Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
- Polizei Berlin. Landeskriminalamt. Zentralstelle für Prävention.
- Sicherheit im Medienalltag. Schule fragt. Polizei antwortet. Eine Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer.
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Cybermobbing
- Cyber-Mobbing Erste-Hilfe APP – Verhaltenstipps, Hintergrundinformationen, Tutorials für Jugendliche.
- Digitale Helden
- handysektor. Medienerziehung für Kinder und Jugendliche.
- jugendschutz.net – Kompetenzzentrum für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet
- Juuuport – Alles über aktuelle Internetgefahren wie Cybermobbing & Co
- Klicksafe.de. Informationsportal zur Medienerziehung.
- Polizei Berlin – Gefahren im Umgang mit digitalen Medien.
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Weitere Beratungsstellen
- Cybermobbing-Hilfe e.V.
- Jugendnotmail Berlin – Online-Beratung für Kinder und Jugendliche
- Juuuport – Onlineberatung von jungen Leuten für junge Leute bei Cyber-Mobbing und Mobbing im Internet
- Mobbingberatung
- Nummer gegen Kummer
- Präventionsbeauftragte der Polizei Berlin können bei Fragen zur Prävention und Aufarbeitung von Gewaltvorfällen in den Schulen in ihrem Zuständigkeitsbereich kontaktiert werden.
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Programme für Schulen, die von der SenBJF gefördert werden
- Eigenständig werden – Ein Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung
- Gemeinsam Klasse Sein! Schulprojekt gegen Mobbing und Cyber-Mobbing.
- Lions-Quest
- Mind Matters – mit psychischer Gesundheit gute Schule entwickeln. Unterrichtsmodul „Mobbing? – Nicht an unserer Schule“.
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Workshopangebote für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungsangebote für Lehrkräfte
Eine Auswahl finden Sie unter anderem auf der Webseite des Bildungsservers Berlin-Brandenburg. Dort werden zahlreiche Projekte und Programme zur Mobbingprävention und -intervention gelistet. Über Filteroptionen können Sie gezielt nach passenden Angeboten für verschiedene Zielgruppen suchen.
- Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Bernhard-Weiß-Straße 6
10178 Berlin