Fragen und Antworten: Verkehrssicherung im Revier Grünau

  • Wer hat diese Arbeiten beauftragt und wer führt sie durch?

    Als Dienstleister für die Stadt Berlin und ihre Bewohnerinnen und Bewohner haben die Berliner Forsten ein umfangreiches Aufgabenspektrum. Die Berliner Erholungswälder werden von ihnen seit langem naturnah gepflegt und bewirtschaftet.

    Mit diesem Arbeitseinsatz im Revier Grünau des Forstamtes Köpenick kommen die Berliner Forsten ihren rechtlichen Verpflichtungen nach und arbeiten für die Sicherheit und das Gemeinwohl der Berlinerinnen und Berliner.

    Der zuständige Projektförster, Merlin Lippert, hat die Arbeiten zur sogenannte Verkehrssicherung geplant und mit dem Bezirksamt Treptow Köpenick (Straßen und Grünflächenamt) sowie der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

    Die Arbeiten werden von einer auf Verkehrssicherung spezialisierten Fachfirma durchgeführt, die durch die Berliner Forsten beauftragt wurde.

  • Wann finden die Arbeiten statt?

    Im Zeitraum vom 3. bis 21. März 2025 wird der gesamte Waldrandbereich entlang des Verkehrsknotenpunktes Adlergestell / B96a sowie die beiden dortigen Verkehrsinseln durch eine spezialisierte Fachfirma bearbeitet.

  • Warum sind diese Arbeiten nötig?

    Die Maßnahme dient der Verkehrssicherheit des Verkehrsknotenpunktes B96a / Adlergestell sowie der parallel verlaufenden Rad- und Fußwege.

    Der Fokus liegt auf Bäumen, welche durch ihren Wuchs ein Gefährdungspotenzial darstellen. Jeder Baum entlang der entsprechenden Strecken wurde nach einem Maßnahmenkatalog begutachtet. Einzelbaumweise wurden Entscheidungen getroffen, ob das Absägen toter oder nicht mehr tragfähiger Äste oder das Fällen nötig ist.

  • Was sind Verkehrssicherungsmaßnahmen?

    Dabei geht es um Gefahrenabwehr. Das Betreten des Waldes geschieht grundsätzlich auf eigene Gefahr. Eine erhöhte Verkehrssicherungspflicht wird vom Waldbesitzenden nur z. B. entlang von Straßen oder Bebauungen verlangt. Im Wald ergibt sich die Pflicht jeweils aus der Intensität der zulässigen Erholungs- und sonstigen Nutzung.

    Außerhalb dieser Bereiche mit erhöhter Verkehrssicherungspflicht überlassen die Berliner Forsten alte, absterbende und tote Bäume sich selbst und greifen nicht in diesen natürlichen Prozess ein. Ökologisch ist dieses absterbende und tote Holz sehr interessant, denn es bietet vielen Insekten, Vögeln usw. Unterschlupf und Nahrung.

    Die rasante Dynamik des Klimawandels (insbesondere die Dürrejahre von 2018 bis 2020) führt zu Vitalitätsverlusten und zum Teil schwer kalkulierbaren Folgeschäden an allen Baumbeständen. Geschwächte Bäume zeigen z. B. Risse, wodurch Pilze und Insekten in den Stamm eindringen, was zu Wurzel- und Stammschäden und Instabilität führt. Das Absägen toter oder nicht mehr tragfähiger Äste oder das Fällen nicht mehr standsicherer Bäume kann daher nötig werden. Dazu wird jeder Baum entlang der entsprechenden Strecken nach einem Maßnahmenkatalog begutachtet.

  • Um welche Bäume handelt es sich dabei?

    Es handelt sich überwiegend um Ahorn und Robinien, vereinzelt auch Eichen und Kiefern.

    Orange markierte bzw. nummerierte Bäume wurden einzeln begutachtet. Bei gesunden Bäumen, die zu nahe an die Oberleitung bzw. die Straßenbahnlinie heranwachsen, werden einzelne Äste entfernt. Nicht mehr standsicherer Bäume, bei denen beispielsweise Stamm- und/oder Wurzelfäule festgestellt wurde oder die durch ihren Wuchs ein Gefährdungspotenzial darstellen, müssen gefällt werden.

    Bäume, die Höhlen, Totholz oder Nester aufweisen und ökologisch wertvoll sind, wurden mit einem weißen “H” (Habitatbaum) gekennzeichnet. Sie werden nach Möglichkeit durch Pflegemaßnahmen gesichert und in ihrer ökologischen Funktion erhalten.

    Junge Bäume, welche besonders förderungswürdig sind, wurden zudem weiß oder mit orangenen Ausrufezeichen markiert und werden bei der Bearbeitung geschont.

    Gleichzeitig wird für besonders förderungswürdige Einzelbäume mehr Raum geschaffen, damit sie vitale Baumkronen ausbilden können. Insbesondere Eichen und Linden werden dadurch in ihrem Fortbestand gesichert.

  • Wie werden die Forstarbeiten durchgeführt?

    Die Bearbeitung findet nach Möglichkeit teil- oder im Falle besonders komplizierter Fällungen vollmechanisiert statt. Es kommen ausschließlich Sicherheitsfälltechniken zum Einsatz. Für einzelne Maßnahmen muss dazu eine der beiden Spuren des Adlergestelles bzw. der B96a gesperrt werden.

    Der Rad- und Fußweg wird im Rahmen der Maßnahme ebenfalls beeinträchtigt. Aus Sicherheitsgründen wird es zur streckenweisen Verengung der Fahrbahn und gegebenenfalls zu kurzen Sperrungen von wenigen Minuten kommen. Für die entstehenden Störungen bitten wir um Ihr Verständnis!

  • In welcher Art und Weise wird das entnommene Holz verwertet?

    Das Kronenmaterial sowie einzelne Stämme verbleiben an Ort und Stelle. Sie stehen dem Ökosystem als Lebensraum und Nährstoffquelle langfristig zur Verfügung.

    Das restliche anfallende Holz wird zur Sicherstellung der Begehbarkeit des Bereiches für zukünftige Baumkontrollen von der Fläche entnommen und langfristig genutzt.

  • An wen kann ich mich wenden, wenn ich weitere Fragen habe?

    Die Leiterin des Reviers Grünau heißt Ulrike Lucas.
    Sie ist in der wöchentlichen Sprechstunde dienstags zwischen 14:00 und 18:00 Uhr persönlich und ansonsten per E-Mail unter ulrike.lucas@forsten.berlin.de erreichbar.

    Zu konkreten Fragen der Maßnahme, wenden Sie sich gern per E-Mail an den für den Arbeitseinsatz zuständigen Projektförster Merlin Lippert: merlin.lippert@forsten.berlin.de.

    Das Anliegenmanagement der Berliner Forsten erreichen Sie unter:

    Jeannine Schreiber
    Tel.: (030) 641937-23
    E-Mail: jeannine.schreiber@forsten.berlin.de

Kontakt

Landesforstamt Berlin