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Chronik des Ortsteils Tempelhof

2001

  • Am 01.01.2001 tritt die Fusion der Bezirke Tempelhof und Schöneberg in Kraft.
    In der Silvesternacht 2000/2001 findet im Rathaus Schöneberg der Fusionsball statt. Unter dem Motto “Tanz in die Zukunft” feiern 600 Gäste dieses Ereignis.
    Nach Mitternacht werden im Goldenen Saal dem ersten Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Dieter Hapel, und seinen Stadträt_innen die Ernennungsurkunden überreicht.

2000

  • Bevölkerungszahl: 191.000

1998

  • Durch Beschluss des Abgeordnetenhauses von Berlin zur Gebietsreform der Berliner Bezirke wird die Zusammenlegung von Tempelhof und Schöneberg im Jahr 2001 festgelegt.

1989

  • Fall der Berliner Mauer

1983

  • Der 100-millionsten Fluggast auf dem Flughafen Tempelhof, seit Wiederaufnahme des zivilen Luftverkehrs nach 1945, wird begrüßt.

1981

  • Der Flughafen Tempelhof wird für den Zivilluftverkehr (vornehmlich für den Geschäftsreiseverkehr) wiedereröffnet.

1979

  • Das ehemalige Gelände des Filmunternehmens UFA am Ufer des Teltowkanals wird von der “Kommune” friedlich besetzt. Daraus entwickelt sich die ufaFabrik,ein selbstverwaltetes Kultur- und Lebensprojekt.

1975

  • Der Flughafen Tempelhof wird für den zivilen Luftverkehr geschlossen.

13. August 1961

  • Die Berliner Mauer wird gebaut.

1953

  • Das Notaufnahmelager Marienfelde wird gegründet. Bis 1990 durchlaufen hier 1,35 Millionen ausreisende und flüchtende Bürger_innen der DDR das notwendige Verfahren, um eine Aufenthaltsgenehmigung für die Bundesrepublik und West-Berlin zu erhalten.

1951

  • In Erinnerung an die Versorgung West-Berlins durch die Berliner Luftbrücke und in Gedenken an ihre Opfer wird das Luftbrückendenkmal, im Volksmund auch “Hungerharke” genannt, errichtet.

1948/1949

  • Während der “Berlin-Blockade” versorgen Amerikaner und Briten über den Flughafen Tempelhof die Stadt mit 1.736.781 Tonnen lebensnotwendigen Gütern. 40 Briten und 31 Amerikaner finden bei der Hilfsaktion den Tod.

1946

  • Es finden die ersten freien Wahlen nach dem Zweiten Weltkrieg statt.

1945

  • General Weidling unterzeichnet im Haus am Schulenburgring 2 die Kapitulationserklärung in Berlin.

1942

  • An der General-Pape-Straße wird ein Schwerbelastungskörper errichtet, um die Belastung des Untergrunds durch einen Triumphbogen zu simulieren. Dies geschieht im Rahmen der Umgestalltungsplanungen der Nationalsozialisten, Berlin in die „Welthauptstadt Germania“ umzubauen.

1941

  • Das Flughafengebäude wird fertiggestellt. Mit einer Bruttogeschossfläche von 307.000 m² ist es für zwei Jahre das flächengrößte Gebäude der Welt.

1939

  • Der neue Zentralflughafen wird fertiggestellt.

1938

  • Das Rathaus Tempelhof wird eingeweiht.

1933

  • Die letzte Sitzung der frei gewählten Bezirksverordnetenversammlung wird abgehalten (Adolf Hitler wird Reichskanzler).
  • Die Nationalsozialisten betreiben von 1933 bis 1936 dass erste deutsche Konzentrationslager im Columbiahaus. Im Jahr 1938 wird es abgerissen.

1927

  • Die Amerikaner Clarence Duncan Chamberlin und Charles A. Levine landen nach erfolgreicher Atlantiküberquerung mit der „Columbia“ in Tempelhof.

1925

  • Das Ullsteinhaus wird von 1925 bis 1927 errichtet. Für 30 Jahre ist es das höchste Hochhaus Deutschlands.

1923

  • Auf dem Flughafen Tempelhof wird der Flugbetrieb aufgenommen.

1922

  • Bis 1923 entsteht in Mariendorf die heute unter Denkmalschutz stehende Monopol-Siedlung.

1. Oktober 1920

  • Tempelhof wird einschließlich der Landgemeinden Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade nach Groß-Berlin als dessen 13. Verwaltungsbezirk eingemeindet.

1913

  • Die Trabrennbahn Mariendorf wird eröffnet.

1910

  • Die preußische Militärverwaltung verkauft den Westteil des Tempelhofer Feldes für 72 Millionen Goldmark an eine Grundstücksgesellschaft. Ab 1911 ensteht dort die Wohnsiedlung Neu-Tempelhof.

1909

  • Der amerikanische Flugpionier Orville Wright stellt auf dem Tempelhofer Feld mit seinem Doppeldecker den Weltrekord im Höhenflug mit 172 Metern auf.

1906

  • Der Teltowkanal wird eröffnet.

1901

  • Die Meteorologen Arthur Berson und Reinhard Süringsteigen steigen mit dem Heißluftballon „Preußen“ vom Tempelhofer Feld auf die Weltrekordhöhe von 10.800 Metern auf, was zur Entdeckung der Stratosphäre im Jahr 1902 führte.

ca. 1900

  • Bevölkerungszahlen:
    • Tempelhof: 9.991
    • Mariendorf: 5.764
    • Marienfelde: 1.946
    • Lichtenrade: 818

1897

  • Luftschiffkonstrukteur Friedrich Hermann Wölfert und sein Mechaniker verunglücken auf dem Tempelhofer Feld mit ihrem ersten benzinbetriebenen Luftschiff.

1888

  • Auf dem Tempelhofer Feld wird mit “Germania 1888” der erste Fußballclub Deutschlands gegründet und ist heute der älteste noch bestehende Fußballverein Deutschlands.

1883

  • Der Maler Arnold Böcklin scheitert auf dem Tempelhofer Feld mit dem Versuch eines motorlosen Flugzeugs.

1844

  • Adolf Kiepert richtet ein Mustergut in der Marienfelder Feldmark ein

1826/1827

  • Das Tempelhofer Feld wird preußischer Truppenübungsplatz und Paradefeld

ca. 1800

  • Bevolkerungszahlen:
    • Tempelhof: 241
    • Mariendorf: 162
    • Marienfelde: 148
    • Lichtenrade: 112

1776/77

  • Auf königliche Anweisung wird der “Königsgraben” als Entwässerungsgraben zwischen Lichtenrade und Marienfelde angelegt.

1772

  • “Soldatenkönig” Friedrich II. richtet auf dem Tempelhofer Feld ein Exerzier- und Paradegelände ein.

1375

  • Lichtenrade wird im Landbuch Karls IV. erstmals als Lichtenrode urkundlich erwähnt.

1351

  • Das Tempelhofer Feld wird erstmals erwähnt.

1348

  • Mariendorf wird erstmalig als “Mergendorp” schriftlich erwähnt.

1344

  • Marienfelde wird als “Merghenvelde” erstmals urkundlich erwähnt.

1290

  • Tempelhof wird schriftlich als “Tempelhoffe” und “Tempelhoven” erwähnt.
  • Die Entstehung der Siedlungen Marienfelde, Mariendorf und Lichtenrade reicht wahrscheinlich ins 13. Jahrhundert zurück, schriftliche Nachweise finden sich erst im 14. Jahrhundert.

1247

  • In einer Urkunde wird Tempelhof erstmalig schriftlich erwähnt

ca. 1240

  • Der Bau der Marienfelder Dorfkirche wird auf den Zeitraum von 1220 bis 1240 datiert.

1190-1200

  • Christliche Ordensritter (Tempelherren) errichten am Nordrand des Teltower Höhenzuges eine Ordenskomturei. In ihrem Schutz legen Bauern das Angerdorf Tempelhof an.