Museen Tempelhof-Schöneberg und Erinnerungsorte

Schöneberg Museum, Jugend Museum und Archiv

Schöneberg Museum

Schöneberg Museum
Schöneberg Museum Bild: Pressestelle Tempelhof-Schöneberg

Seit 1994 sind im Altbezirk Schöneberg in zwei Gründerzeitvillen von 1873 und 1879 das Schöneberg Museum, das Jugend Museum und das regionalgeschichtliche Archiv für Tempelhof und Schöneberg untergebracht.

www.museentempelhof-schoeneberg.de

Jugend Museum

Das Jugend Museum
Bild: Pressestelle Tempelhof-Schöneberg

Die „Millionenvilla“ an der Hauptstraße hält eine besondere Attraktion bereit: das Jugend Museum. In schönen Räumen auf drei Etagen bieten wir ein lebendiges Programm für Kinder und Jugendliche und alle anderen.
In unseren Ausstellungen machen wir Geschichte lebendig. Dabei regen wir unsere Gäste an, selbst aktiv zu werden. Manchmal bringt das Jugend Museum Geschichte auch in den Stadtraum – auf einen Platz, einen Schulhof, in eine Straße. Wir greifen zeithistorische Themen auf, die spannend sind. Ein Schwerpunkt liegt im interkulturellen und generationsübergreifenden Lernen.

Öffnungszeiten
Jugendmuseum

Mo – Do 14 – 18 Uhr
Fr 9 – 13 Uhr
Sa + So 14 – 18 Uhr

Für Gruppen Mo – Fr 9 – 14 Uhr nach Voranmeldung
Tel. (030) 90277 6163

Eintritt frei / leider nicht barrierefrei

In Jugendprojekten experimentieren wir mit ungewöhnlichen Lernformen und greifen aktuelle Fragestellungen auf, wie zum Beispiel in unsrem neuen Modellprojekt All Included, Museum und Schule gemeinsam für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.
Wir wollen junge Menschen dabei unterstützen, Fragen an die Geschichte zu stellen und selbst Antworten darauf finden, was das alles mit ihnen zu tun hat. Wir arbeiten zusammen mit Grund- und Oberschulen, Kinderfreizeiteinrichtungen, Jugendzentren, Ausbildungsbetrieben, anderen Kindermuseen europaweit und vielen mehr.

WUNDERKAMMERN-WUNDERKISTEN

heißt die preisgekrönte Dauerausstellung des Jugend Museums für Kinder ab 8 Jahren. Hier gibt es viel zum Entdecken, Staunen und Begreifen. 27 große Kisten warten darauf, erkundet zu werden. Sie bergen kostbare, wundersame und alltägliche Dinge, vom germanischen Opferrind bis zur Lumpenpuppe – und alles hat mit der Geschichte Berlins und seiner Menschen zu tun. Und wer Lust auf mehr hat, findet im Kellerarchiv viele kleine gelbe Kisten. Übrigens: auch Erwachsene dürfen in die Ausstellung!
Zur Ausstellung werden Projekttage für Grundschulen angeboten (ab Klasse 3)

www.villaglobal.de

VILLA GLOBALTHE NEXT GENERATION
ist eine außergewöhnliche Porträtausstellung in 14 Räumen. Hier kann man fremde Türen öffnen und die unterschiedlichsten Menschen kennenlernen: vom Kleinkind bis zur Oma, vom Rapper bis zur Journalistin, vom Mädchen, das Mut zeigt, bis zum jungen Mann, der seinem Traum folgen will. Manche sind in Berlin geboren oder wohnen schon lange hier, andere erst seit kurzer Zeit. Sie alle haben ihre Zimmer in der ersten Etage selbst eingerichtet und sind auch in Videointerviews zu sehen.
Zur Ausstellung werden Projekttage für Schulen (ab Klasse 4) und Seminare für Multiplikatoren zum interkulturellen Lernen angeboten.

Weitere Infos zu Sonderausstellungen, neuen Projekten und dem aktuellen Programm:

www.jugendmuseum.de

Archiv des Bezirks

Archiv zur Geschichte von Tempelhof und Schöneberg

Im regionalhistorischen Archiv des Bezirks wird gesammelt und bewahrt, geforscht und vermittelt. Zum Bestand gehören authentische Objekte der Alltags- und Kulturgeschichte, eine Gemäldesammlung, historische Originalfotografien und Bildpostkarten sowie Fotografien der Gegenwart, Karten und Pläne zur Stadtentwicklung des 19. und 20. Jahrhunderts, regionalhistorische Zeitungen seit 1860 und zahlreiche Dokumente zur Geschichte der beiden Ortsteile. Die inhaltlichen Sammlungsschwerpunkte sind: Ländliches Leben und Dorfgeschichte, Stadtplanung- und entwicklung, Handel, Gewerbe und Industrie, Nationalsozialismus und Judenverfolgung, Nachkriegszeit, Frauengeschichte, Schulgeschichte, Geschichte der Kindheit und Jugend, Geschichte der Migration.
Das Archiv mit seiner umfangreichen Präsenzbibliothek zur Bezirks- und Berlingeschichte steht allen Interessierten offen. Bei Bedarf bieten wir Archivführungen und -projekte für Schulen an.

Telefonische Anfragen:
Mo – Do 10 – 18 Uhr
Frau Liebau Tel. (030) 90277 6214

Archivbesuche nach telefonischer Voranmeldung:
Mo 13 – 18 Uhr
Do 10 – 15 Uhr

www.museentempelhof-schoeneberg.de

Tempelhof Museum

Das Tempelhof Museum hat seinen Sitz in einem alten Schulgebäude an der ehemaligen Dorfaue Alt-Mariendorfs. Es versteht sich als ein lebendiges Berliner Regionalmuseum für alle Generationen und widmet sich der Erforschung und Vermittlung der Geschichte Tempelhofs mit seinen Ortsteilen Alt-Tempelhof, Alt-Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade.
Die Dauerausstellung „Zwischen Feldern und Fabriken – Orte, Menschen, Geschichten“ ist in vier Bereiche gegliedert: “Über die Dörfer”, “Werkstatt Tempelhof”, “Wohnen in Tempelhof” und „Forschen und Erinnern – die Zeit des Nationalsozialismus”. Dazu kommt noch das „Sammelsurium“, wo sich die verschiedenartigsten musealen Schätze finden, darunter das einzig erhaltene Säulenfragment vom Hof der Tempelritter.
Zur Ausstellung gibt es einen unterhaltsamen Hörrundgang für Jung und Alt – ein Museumsvergnügen für die ganze Familie!

Jeweils sonntags um 11.00 Uhr gibt es eine kostenlose Führung durch die Ausstellung. Projekttage für Schulen auf Anfrage.

Öffnungszeiten
Tempelhof Museum

Mo bis Do 10 – 18 Uhr
Fr 10 – 14 Uhr
So 11 – 15 Uhr

Für Gruppen Montag bis Freitag nach Voranmeldung
Führungen sonntags um 11 Uhr

Eintritt frei / leider nicht barrierefrei

Erinnerungsorte

Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße

In dem ursprünglich für die Preußischen Eisenbahn-Regimenter erbauten Kasernengebäude befand sich von März bis Dezember 1933 ein frühes Konzentrationslager unter Führung der SA. Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt der Geschichte des Ortes zu nähern und sich exemplarisch mit den frühen Verbrechen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Der Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße ist der einzige historische Ort des frühen NS-Terrors in Berlin, in welchem sich noch Spuren aus dem Jahr 1933 finden lassen. Die als Haftzellen genutzten Kellerräume sind weitgehend in ihrem damaligen Zustand erhalten.

Öffnungszeiten
Di – Do + So 14 – 18 Uhr
Mo – Fr 10 – 14 Uhr (nur für Gruppen nach Voranmeldung)

Vielfältige Bildungsangebote für Erwachsene und Jugendliche.

Eintritt frei. Die Gedenkstätte ist zugänglich für Rollstuhlfahrer_innen

Regelmäßige Führung jeden Sonntag um 14 Uhr, ohne Anmeldung, Eintritt frei

Verkehrsverbindungen: S-Bahnhof Südkreuz Ausgang General-Pape-Straße/Werner-Voß-Damm | Bus 184, 248 Haltestelle Gontermannstraße | M46 Haltestelle Südkreuz

Mehr zum ehemaligen SA-Gefängnis unter
www.gedenkort-papestrasse.de

Informationsort Schwerbelastungskörper

Der “Informationsort Schwerbelastungskörper” wurde 2009 als ein Teilprojekt des Bund-Länder-Programms Stadtumbau-West der Öffentlichkeit übergeben. Als unmittelbares Zeugnis der nationalsozialistischen Stadtplanung für Berlin hat der Schwerbelastungskörper überregionale Bedeutung. Auf dem Gelände informieren drei Stelen über die Geschichte des Ortes, ein Aussichtsturm macht die städtebaulichen Dimensionen der damaligen Planungen erfahrbar, ein Pavillon steht für Besucherbetreuung und Seminare zur Verfügung.
Die Angebote werden im Kooperationsverbund zwischen dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg und dem Verein Berliner Unterwelten e.V. realisiert.

Informationen zum Geschichtsquartier Papestraße:
www.geschichtsparcours.de
www.gedenkort-papestrasse.de
www.geschichtsquartier-suedkreuz.de

Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch: 14 – 18 Uhr
Donnerstag: 10 – 18 Uhr
Sonntag 13 – 16 Uhr

Karfreitag geschlossen – Ostermontag geöffnet

Eintritt frei. Leider ist nur das Gelände barrierefrei

Ort: General-Pape-Straße / Loewenhardtdamm, an der Kolonnenbrücke
Verkehrsverbindungen: S 1 Julius-Leber-Brücke, Bus 104, 106

Führungen:
Jeden Sonntag (von April bis Ende Oktober) um 12 Uhr Führung mit den
Berliner Unterwelten e.V.,
Dauer 1 Stunde,
Eintritt zur Führung: 6 Euro,
Eintrittskarten vor Ort – keine Reservierung oder Vorverkauf, nur Barzahlung