Fair Trade Town Tempelhof-Schöneberg

Gemeinsam für Fairness

Aktuelles

Fair-abredung im Rathaus Schöneberg

Theater, Bühne mit rotem Vorhang
Bild: macrovector - depositphotos.com

Die Bittere Wahrheit

Filmabend und Diskussion über den Film
„Zartbitter“ von Angela Spörri

Schokolade macht glücklich! In dieser Hinsicht sind wir uns fast alle einig. Es schmeckt auch einfach zu allem. Im Kuchen, in Keksen, mit Obst oder einfach nur pur. Das einzige schlechte Gewissen, das uns vielleicht nach dem Genuss überkommt, sind die Pfündchen mehr auf der Waage. Aber vielleicht sollten wir die Selbstverständlichkeit der aus einer exotischen Kakaobohne hergestellten Schokolade viel weiter hinterfragen.

Wie kommt Kakao hierher? Wer baut es an? Wie wird es geerntet?

Mit all diesen Fragen beschäftigen wir uns bei der nächsten „Fair-abredung im Rathaus Schöneberg“. Der Dokumentarfilm „Zartbitter“ soll uns helfen, den Gedanken von Fairtrade rund um Schokolade besser zu verstehen.

„Eine einzelne Person kann mit einer Kaufentscheidung vieles verändern. Schließlich entscheiden wir beim Kauf einer Schokolade, einer Banane oder auch Sportschuhen selbst, welche Art von Produktion wir unterstützen möchten. Deswegen ist es mir besonders wichtig, dass sich alle angesprochen fühlen, denn nur gemeinsam können wir etwas bewegen“, wirbt Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler für die Veranstaltung.

Sie und die Fairtrade Steuerungsrunde des Bezirks Tempelhof-Schöneberg laden Sie herzlich zu einer Vorführung des Films

am 17. Mai 2018 um 19:00 Uhr
im Kinosaal (Raum 139) vom Rathaus Schöneberg,
John-F.-Kennedy Platz, 10825 Berlin ein.

Im Anschluss wird eine Diskussion geführt mit Herrn Johannes Schorling, der beim INKOTA-netzwerk die Kampagne Make Chocolate Fair! koordiniert.

Der Eintritt ist kostenfrei und es gibt faire Snacks und Getränke.

Weitere Filme der Reihe sind:

  • Blood in the Mobile – Blutige Handys, am 26. September 2018 um 19:00 Uhr

Über Fairtrade und die Fairtrade Town Kampagne

In vielen Ländern leben Menschen in Armut, obwohl sie hart arbeiten. Sie bekommen für ihre Produkte zu wenig Geld, um davon ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Häufig herrschen unsichere und gefährliche Arbeitsbedingungen.
Der Faire Handel setzt sich für eine Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Situation von Produzent_innen im globalen Süden ein. Garantierte Mindestpreise, die Zahlung eines Fairtrade-Aufschlags und die Vorfinanzierung der Waren helfen aus der Armut. Demokratische Entscheidungsstrukturen, die Vermeidung von Kinderarbeit und die Förderung des biologischen Anbaus sind weitere wichtige Prinzipien, deren Einhaltung unabhängig überprüft wird.

Am 07.September 2016 wurde der Bezirk Tempelhof-Schöneberg offiziell vor dem Rathaus Tempelhof mit dem Fairtrade Town Siegel ausgezeichnet. Tempelhof-Schöneberg war damit offiziell der vierte faire Stadtbezirk in Berlin.
Die Entscheidung, sich mit dem Bezirk auf das Fairtrade Siegel zu bewerben war im November 2014 durch die gesamte Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Tempelhof-Schöneberg getragen worden.

Insgesamt fünf Kriterien mussten erfüllt werden. Neben BVV-Beschluss und Steuerungsgruppe, wurden Einzelhandel und Gastrogewerbe angeworben, die Fairtrade-Produkte anbieten oder benutzen. Auch das Kriterium Öffentlichkeitsarbeit wurde erfüllt. Wichtigster Punkt zum Erlangen des Titels war die Zivilgesellschaft. Hier hatten es die Mitglieder der Gruppe geschafft, mehr Vereine und Kirchengemeinden als nötig zu gewinnen.