Fair Trade Town Tempelhof-Schöneberg

Gemeinsam für Fairness

Aktuelles

Fair-abredung im Rathaus Schöneberg

The-true-cost-plakat
Bild: Grandfilm Filmverleih

Filmabend und Diskussion über den Film
„The True Cost – Der Preis der Mode“

Wo kommt unsere Kleidung her? Wer hat sie genäht? Und warum ist sie oft so günstig?

Auf der Schnäppchenjagd nach Mode gilt die Regel: je günstiger desto besser. Ein Schal für 3€, ein T-Shirt für 5€ und dazu Schuhe für 10€. Unbedacht und selbstverständlich wird oft in Industrieländern wie Deutschland Kleidung gekauft, die nur für eine kurze Zeit oder in einigen Fällen sogar kaum getragen wird. Die Textilindustrie spricht von „Fast Fashion“. Die Kollektionen in Geschäften werden sehr oft verändert, um Konsument_innen zum häufigeren Besuch und damit auch zum Kauf anzuregen.

„Doch auf wessen Kosten bezahlen wir so wenig für unsere Kleidung? Was steckt hinter „Made in Bangladesh“? In dem Dokumentarfilm „The True Cost“ zeigt Regisseur Andrew Morgan die Auswirkungen der günstigen Mode auf Menschen und die Umwelt in Entwicklungsstaaten“, wirbt Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler für die Veranstaltung.

Sie und die Fairtrade Steuerungsrunde des Bezirks Tempelhof-Schöneberg laden Sie herzlich zu einer Vorführung des Films

am 11. April 2018 um 19 Uhr
im Kinosaal (Raum 139) vom Rathaus Schöneberg,
John-F.-Kennedy Platz, 10825 Berlin ein.

Im Anschluss wird Gründerin Jeanine Glöyer von Jyoti – Fair Works eine Diskussion führen, wie wir in Deutschland durch faire Kleidung für eine bessere Lebenssituation in Entwicklungsländern beitragen können.

Der Eintritt ist kostenfrei und es gibt faire Snacks und Getränke.

Weitere Filme der Reihe sind:

  • Zartbitter, am 17. Mai 2018 um 19 Uhr
  • Blood in the Mobile – Blutige Handys, am 26. September 2018 um 19 Uhr

Über Fairtrade und die Fairtrade Town Kampagne

In vielen Ländern leben Menschen in Armut, obwohl sie hart arbeiten. Sie bekommen für ihre Produkte zu wenig Geld, um davon ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Häufig herrschen unsichere und gefährliche Arbeitsbedingungen.
Der Faire Handel setzt sich für eine Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Situation von Produzent_innen im globalen Süden ein. Garantierte Mindestpreise, die Zahlung eines Fairtrade-Aufschlags und die Vorfinanzierung der Waren helfen aus der Armut. Demokratische Entscheidungsstrukturen, die Vermeidung von Kinderarbeit und die Förderung des biologischen Anbaus sind weitere wichtige Prinzipien, deren Einhaltung unabhängig überprüft wird.

Am 07.September 2016 wurde der Bezirk Tempelhof-Schöneberg offiziell vor dem Rathaus Tempelhof mit dem Fairtrade Town Siegel ausgezeichnet. Tempelhof-Schöneberg war damit offiziell der vierte faire Stadtbezirk in Berlin.
Die Entscheidung, sich mit dem Bezirk auf das Fairtrade Siegel zu bewerben war im November 2014 durch die gesamte Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Tempelhof-Schöneberg getragen worden.

Insgesamt fünf Kriterien mussten erfüllt werden. Neben BVV-Beschluss und Steuerungsgruppe, wurden Einzelhandel und Gastrogewerbe angeworben, die Fairtrade-Produkte anbieten oder benutzen. Auch das Kriterium Öffentlichkeitsarbeit wurde erfüllt. Wichtigster Punkt zum Erlangen des Titels war die Zivilgesellschaft. Hier hatten es die Mitglieder der Gruppe geschafft, mehr Vereine und Kirchengemeinden als nötig zu gewinnen.