Informationen zum Coronavirus

Inhaltsspalte

Klimaschutz ganz praktisch

Hand im Kräuterbeet
Bild: Stefan Körber – Fotolia.com

Willkommen beim Klimaschutztipp des Monats! Klimaschutz leicht gemacht: Ab dem Frühjahr 2019 erwartet Sie hier jeden Monat ein neuer Tipp, wie Sie im (Büro-)Alltag auch in kleinen unaufwendigen Dingen auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit achten können.

Klimaschutztipp Nr. 14 - Grüne Feiertage

Vierter Advent
Bild: Ramona Heim - Fotolia.com

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… Die Festtage stehen unmittelbar bevor. Auch zum Fest der Liebe gibt es viele Möglichkeiten, den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen in diesem Monat hierfür Ideen vorstellen:

Oh Tannenbaum

Jedes Jahr werden in Deutschland ca. 30.000.000 Weihnachtsbäume verkauft. Die meisten hiervon stammen aus Monokulturen, werden stark gedüngt und sind mit Pestiziden behandelt. Dies belastet nicht nur Wasser, Böden und Tiere, sondern auch uns Menschen. Anstatt eines schönen Stück Natur bekommen wir also Chemie nach Hause. Viele der Bäume, z. B. die beliebte Nordmanntanne, werden außerdem aus den nördlichen EU-Ländern importiert, sodass noch zusätzlich Treibhausgase wegen des Transports entstehen.

Doch es gibt umweltfreundliche Alternativen:

  • Wie wäre es mit einem Öko-Weihnachtsbaum mit entsprechendem Siegel? Der Umweltschutzverband Robin Wood stellt eine Liste mit entsprechenden Öko-Weihnachtsbaum-Anbietern zur Verfügung.
  • Ebenfalls besteht in Berlin die Möglichkeit, Weihnachtsbäume zu mieten. Finden Sie mehr Informationen hierzu unter: weihnachtsbaum-mitte.de.
  • Keine Alternative ist jedoch ein Plastikbaum: Er wird aus Erdöl hergestellt und treibhausgasintensiv überwiegend aus Asien importiert. Zwar ist er mehrere Jahre einsetzbar, ökologisch rechnen tut er sich allerdings erst nach mehr als 20 Jahren. Bis dahin werden die meisten Exemplare jedoch unansehnlich und schließlich doch vorzeitig entsorgt.
  • Wer es ganz ursprünglich mag, verzichtet ganz auf den Weihnachtsbaum: Der ursprüngliche christliche Gabenbaum war ein Laubbaumgeäst. Mit etwas Kreativität wird es zum festlichen „Weihnachtsbaum“.

Ganz traditionell können Nüsse, getrocknetes Obst, Plätzchen oder Naturmaterialien zum Verzieren Ihres Baumes genutzt – und später weggeknabbert werden. Nicht nur Kinder haben Freude daran, den Weihnachtsbaumschmuck aus Papier, Stroh oder Holz zu basteln – das Ergebnis: wunderschöner individueller Schmuck, gemeinsame Zeit und Vorfreude für das Fest der Liebe.

Alle Jahre wieder

Geschenkpapier sieht zwar hübsch aus, ist ökologisch aber aufgrund der geringen Lebensdauer und verwendeten Materialien nicht sinnvoll.

Auch hier gibt es schöne Ideen, die Spannung ökologischer in die Höhe zu treiben:

  • Wiederverwendbare weihnachtlich verzierte Beutel schonen die Ressourcen und den Geldbeutel.
  • Für amüsante Überraschung sorgt auch, wenn das ersehnte Geschenk in einem alten Verpackungskarton, zum Beispiel einer Keksschachtel, versteckt wurde.
  • Präsente für Ihre Lieben können auch mit Recyclingpapier verschenkt werden. Dieses kann individuell bemalt und mit Naturmaterialien beklebt werden.
  • Stoffbänder können mehrmals verwendet werden und sparen Klebeband.

Morgen, Kinder, wird’s was geben

So schön es auch ist, wenn uns unsere Wünsche von den Augen abgelesen werden – nicht selten erhalten wir Geschenke, die doch nicht gefallen und schlimmstenfalls schnell entsorgt werden – Schade um die Ressourcen, die für das Präsent auf seinem Weg zum Weihnachtsbaum benötigt wurden. Ein Wunschzettel erspart viel Kopfzerbrechen – und der beschenkten Person die Enttäuschung über ein ungeliebtes Geschenk.

Weitere Geschenkideen für ein grünes Weihnachten:

  • Sind die Geschenke regional und/ oder fair hergestellt, herrscht ungetrübte Freude unter dem Weihnachtsbaum.
  • Noch mehr Weihnachtsstimmung kommt auf, wenn die Geschenke nicht online, sondern gemütlich in den lokalen Geschäften erworben werden. Das spart Treibhausgase und unterstützt die regionalen Händler.
  • Wie wäre es denn mit einer gemeinsamen Unternehmung zu Weihnachten? Gemeinsame Zeit ist besonders wertvoll, insbesondere in Zeiten der Kommunikation über Textnachrichten und sozialen Medien.
  • Auch Spenden, zum Beispiel in Form von Tier- oder Pflanzenpatenschaften sind sinnvolle Geschenke, die keinen Platz wegnehmen.

Wir wünschen frohe und besinnliche Feiertage!

Weitere Klimaschutztipps

Müllsack und grüne Pfeile aus Gras. Recycling-Konzept
Bild: SectoR_2010 - depositphotos.com

Der #Abfallfreitag der BSR steht wieder vor der Tür: Am 20.11.2020 dreht es sich hier rund um die Themen Abfallvermeidung und -trennung. Auch in Sachen Klimaschutz kann man hiermit punkten. Aus diesem Grund beschäftigt sich der Klimaschutztipp in diesem Monat mit dem Thema Abfalltrennung in Büro und Haushalt.

Klimaschutz mit Abfallschmutz

Grundsätzlich gilt: Abfallvermeidung geht vor Abfalltrennung – Anregungen zur Abfallvermeidung finden Sie untenstehend im Klimaschutztipp 8.

Wer jedoch die unvermeidbaren Abfälle auch noch trennt, ermöglicht die einfache Wiedergewinnung von Wertstoffen und somit eine Verringerung des Treibhausgasausstoßes. Denn: Die Neuproduktion von Rohstoffen setzt deutlich mehr Treibhausgase frei als das Recycling von Stoffen. Wenn zum Beispiel 1 t Plastik neu aus Erdöl gewonnen wird, werden durchschnittlich 1,7 t CO2-Äquivalente benötigt, eine Verwendung von Recyclat benötigt hingegen ca. 0,966 t – eine Ersparnis von ca. 44 % an Treibhausgasen! Dies fand eine Fraunhofer-Studie im Auftrag der ALBA-Group heraus.

Pappe- und Papierabfälle: Papier ist nicht gleich Papier

Die Trennung von Papier und Pappe in der blauen Tonne ist in Deutschland am erfolgreichsten und saubersten. Dennoch gibt es auch hier Verbesserungspotential: Verschmutzte Papiere (wie z. B. fettige Pizzakartons), Thermopapiere (wie z. B. Kassenbons), beschichtete Papiere (wie z. B. Fotos) und Hygienepapiere (Taschen- und Einwegtücher) gehören nämlich in den Restabfall.

Verpackungsabfälle: Wo hinein mit dem Drumherum?

In Berlin können in der in der gelben bzw. orangen Wertstofftonne Plastik-/ Metall- und Verbundmaterialien entsorgt werden, unabhängig davon, ob es sich um Verpackungen handelt oder sonstige Gegenstände der gleichen Zusammensetzung. Glas- und Papierverpackungen werden jedoch korrekt separat entsorgt, dies gilt auch für Elektroschrott.

Bio-Abfälle: alles organisch

Bioabfälle werden in der braunen Tonne entsorgt und sind sehr wertvoll für die Biokraftstoffproduktion oder werden kompostiert. Nutzen Sie zum Ausschlagen des Abfalleimers altes Zeitungspapier, dies kann dann ebenfalls im Bio-Abfall entsorgt werden. Bitte nutzen Sie keine Plastiktüten!

Wichtig zu wissen: Die Sache mit den Bioabfallbeuteln

Viele Hersteller_innen bewerben seit einiger Zeit kompostierbare Abfallbeutel. Diese werden folglich oft für biologische Abfälle genutzt. Oft sind sie jedoch nur unter Laborbedingungen vollständig biologisch abbaubar. Hinzu kommt, dass zumindest in Berlin diese Beutel auch nicht zusammen mit dem Bioabfall entsorgt werden dürfen: Sie stören den Sortiervorgang, da die Anlagen nicht zwischen kompostierbaren und herkömmlichen Abfalltüten unterscheiden können. Sollten Sie dennoch biologisch abbaubare Abfalltüten noch ungenutzt zu Hause haben, sind sie gut für die Entsorgung von Restabfällen zu gebrauchen. Sie gehören ebenfalls nicht in die Wertstofftonne.

Zu guter Letzt: der Rest

Neben den bereits erwähnten verschmutzten und beschichteten Papieren sowie Hygienetüchern kann in der schwarzen Tonne für Restabfall der restliche Hausmüll entsorgt werden, beispielsweise Asche, Windeln, Geschirr-/ Spiegel- und Fensterglas sowie Tierstreu.

Weitere Informationen zum Abfallfreitag und Abfalltrennung finden Sie unter:

zuklappen
Eine kleine Schauffel und eine Harke liegen neben 3 Blumentöpfen auf dunkler Blumenerde
Bild: © M. Schuppich/fotolia.de

Grüne Oasen im Mini-Format – Zimmerpflanzen verschönern uns besonders in der dunklen Jahreszeit den Alltag – auch im Büro. Sie haben positive Auswirkungen auf die Psyche, die Luftfeuchtigkeit und tragen teilweise sogar zur Reduzierung der Schadstoffbelastung im Raum bei.
Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz ist ebenfalls möglich, wenn wir unsere grünen Garten-/, Balkon-/ und Zimmergenoss_innen mit der entsprechenden Pflanzenerde versorgen. Die meisten Pflanzenerden bestehen nämlich bis zu 90 % aus Torf, der aus Mooren stammt. Und Moore sind sehr wichtig für den Klimaschutz:

Kleine Fläche – Große Wirkung

Ein Quadratmeter Torf speichert durchschnittlich 20 mal so viel Kohlenstoff wie eine gleichgroße Waldfläche. Damit sind Moore wichtige Kohlenstoffsenken. Werden Moore entwässert, entweichen große Menge an CO₂ und Lachgas – in Deutschland ist dies die Ursache für 2,5 % bis 5 % der gesamten nationalen Treibhausgasemissionen. Mit der Wiedervernässung von Moorstandorten können sogar jährlich 4 – 15,5 Tonnen CO₂-Äquivalente je Hektar eingespart werden.
Übrigens sind Moore auch aus anderen Gründen schützenswert: Sie haben beispielsweise eine positive Auswirkung auf den Wasserhaushalt, auf die Wasserqualität und sind Lebensräume für viele, darunter auch seltene Tier- und Pflanzenarten.

Torffreie Töpfe tun Tolles

Wer also darauf achtet, ausschließlich torffreie Pflanzenerden zu kaufen, schützt aktiv das Klima. Was ist stattdessen drin? Kompost, Holzfasern, Tonminerale bzw. Lavagranulat werden als Alternativen für Torf genutzt. Der BUND e.V. beispielsweise stellt eine Liste über Anbieter von torffreien Pflanzenerden bereit. Viel Freude mit Ihren grünen Zimmergenoss_innen!

Weitere Informationen zum Nutzen von Mooren und dem darin enthaltenen Torf finden Sie unter:

Quellen:

zuklappen
Die bösen Augen - Augen einer Eule
Bild: vladvitek/Depositphotos.com

Sei es aktuell zum Schutz der Gesundheit oder aufgrund anderer Pflichten: Manchmal ist es nicht leicht, sich aktiv für mehr Klimaschutz zu engagieren. Im Klimaschutztipp des Monats stellen wir Ihnen eine Möglichkeit vor, ganz einfach ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen – auch ohne an Präsenz-Veranstaltungen teilzunehmen – und wie man diesem Zeichen Taten folgen lassen kann:
Denn am 28.03.2020, 20:30 bis 21:30 Uhr heißt es wieder: „Licht aus, Klimaschutz an“

Zum 14. Mal initiiert der WWF:

Die Earth Hour

Es war am 31.03.2007 in Australien. In 2,2 Millionen Haushalten ging gleichzeitig für eine Stunde das Licht aus – freiwillig! Sie setzten ein Zeichen für den Klimaschutz und gegen unnötige Energieverschwendung. Es war das erste Mal, dass die Earth Hour durchgeführt wurde. Seit 2008 etablierte sich diese Aktion zum globalen Ereignis. Mittlerweile nehmen jährlich mehr als 180 Nationen daran teil. Auch in Deutschland haben in diesem Jahr bereits 260 Orte ihre Teilnahme bekundet, Berlin miteingeschlossen. Mehr zur Earth Hour erfahren Sie auf der Website des WWF.

Auch in Berlin

Wer an der Aktion teilnehmen möchte, hat die Möglichkeit dies auf der Website des WWF bekannt zu geben. Eine Teilnahme ist für alle möglich: Privathaushalte, Unternehmen, Kommunen. Auf Berlin.de können Sie mehr zur Earth Hour in Berlin erfahren.

Ist das bei einer Stunde denn überhaupt sinnvoll?

Auch wenn die Earth Hour hauptsächlich symbolischer Natur ist – bei ausgeschalteten Lichtern wird Strom gespart. Im Vergleich zum sonstigen Stromverbrauch ist diese Ersparnis jedoch verschwindend gering. Nichtsdestotrotz ist diese Stunde nicht umsonst, denn steter Tropfen höhlt den Stein: Umso größer die Beteiligung ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass mehr Entscheidungsträger_innen, Unternehmen und Menschen zum Umdenken bewegt werden und der Aktion…

…Taten folgen lassen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, unnötige Stromverschwendung zu vermeiden. Drei davon werden im Folgenden aufgeführt. Lesen Sie mehr Tipps auf CO2online.

Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen

Mit Strom aus erneuerbaren Energien allein reduzieren Sie zwar nicht Ihren Stromverbrauch, jedoch den damit verbundenen Treibhausgasausstoß. Nicht selten ist dieser Strom sogar günstiger als herkömmlicher Strom. Im Internet gib es Plattformen, die die besten Ökostromanbieter aufführen: z. B. utopia.de oder EcoTopTen.de.
Als regionaler und kommunaler Direktversorger bieten die Berliner Stadtwerke Öko-Strom an.

Nicht genutzte elektrische Geräte ausschalten, Standby-Modus vermeiden

Kleine Lämpchen an nicht genutzten elektrischen Geräten deuten meist auf unnötige Nutzung von Strom hin: Standby-Modus. Pro Gerät handelt es sich hier zwar um meist kleine Mengen. Bei mehreren betroffenen Geräten können jedoch signifikante Einsparungen verzeichnet werden, wenn diese vollständig vom Strom getrennt werden. Beim Neukauf sind Geräte günstig, die hierfür direkt einen Schalter haben. Abschaltbare Stromleisten sind besonders praktisch, wenn mehrere Geräte gleichzeitig vom Stromnetz zu trennen sind.

LEDs nutzen

LEDs benötigen im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen 90 % weniger Strom und weisen eine deutlich bessere Umweltverträglichkeit als Energiesparlampen auf. Letztere erreichen zwar auch 80 % Stromersparnis, enthalten jedoch Quecksilber und gehören nach der Nutzung in den Sonderabfall. LEDs sind in der Anschaffung zwar etwas teurer, dies rentiert sich jedoch aufgrund ihrer hohen Lebensdauer von ca. 50.000 Betriebsstunden. Energiesparlampen erreichen hingegen ca. 10.000 Stunden. Auf ein gemütliches warmweißes Licht muss auch niemand verzichten – LEDs gibt es in den verschiedensten Lichtfarben. Erfahren Sie mehr hierzu unter anderem auf Lampe.de.
Grundsätzlich gilt jedoch auch bei sparsamen Leuchtmitteln: Wer nur so viele Lampen anschaltet, wie auch wirklich notwendig sind, spart am effektivsten. Dies entlastet die Umwelt nicht nur hinsichtlich des Treibhausgasausstoßes: Auch zahlreiche Lebewesen, die oft gravierend durch künstliche Lichtquellen in ihren Lebensabläufen gestört werden, profitieren davon.

zuklappen
Steak auf einem Grill
Bild: © stockcreations - Fotolia.com

Mit Nahrungsmitteln können viele Hebel in Bewegung gesetzt werden. So trägt eine ausgewogene Ernährung bekanntlich maßgeblich zur Gesundheit bei. Aber wussten Sie, dass man mit der Ernährung auch signifikant Treibhausgase einsparen kann? Der Fleischkonsum hat hierfür das größte Potential – auch ohne gleich vegetarisch oder sogar vegan zu leben.

Der Gesundheit zuliebe…

… sollten laut DGE-Angaben (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) maximal 300 – 600 g Fleisch in der Woche konsumiert werden. Wer diese Empfehlungen befolgt, verringert unter anderem das Risiko, an Krebs zu erkranken. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes können Folge eines übermäßigen Fleischkonsums sein. Tatsächlich wird in Deutschland jedoch derzeit ungefähr doppelt so viel Fleisch verzehrt als empfohlen.

Drei zum Preis von Einem

Neben den gesundheitlichen Vorteilen eines Fleischkonsums in Maßen wird zum Klimaschutz beigetragen: Denn durch Viehhaltung wird eine signifikante Menge an Treibhausgasen freigesetzt, insbesondere Lachgas und Methan.
Auch erfordert die Produktion von tierischen Produkten deutlich mehr Ressourcen (z. B. Wasser, Fläche) als pflanzliche Produkte – Laut einer WWF-Studie erfolgt weltweit 70 % des Getreideanbaus zur Futterproduktion für Nutztiere. Diese Ressourcen könnten also reduziert und für andere Zwecke genutzt werden – z. B. zur Lebensmittelproduktion, Aufforstung…

Lebensmittelverluste vermeiden

Aufgrund des hohen Ressourcenverbrauchs und Treibhausgasaufkommens sind unnötige Nahrungsmittelverluste bei Fleisch umso bedauernswerter. Zum Beispiel könnte der Flächenverbrauch maßgeblich reduziert werden: Würden die deutschen Endverbraucher_Innen damit aufhören, Nahrungsmittel aller Art unnötig zu entsorgen, könnte laut WWF eine Ackerfläche in etwa in der Größe von Mecklenburg-Vorpommern eingespart werden.

Weniger Rindfleisch, mehr BIO und regional

Der Treibhausgasausstoß für die Produktion von Fleisch ist abhängig von der Tierart und der Haltungsform. Rinderhaltung ist aufgrund des hohen Futterverbrauchs und des Methanausstoßes am ungünstigsten für das Klima. Fleisch aus ökologischer Produktion ist ressourcenschonender und umweltverträglicher als Fleisch aus konventioneller Landwirtschaft. Grund hierfür ist beispielsweise die Vorgabe, hauptsächlich regionale Futtermittel zu nutzen. Auch wird hier auf den Einsatz von mineralischem Dünger und künstlich hergestellten Pestiziden verzichtet. Wer zusätzlich noch auf Regionalität seines Fleisches achtet, spart den Treibhausgasausstoß beim Transport ein.

Einfach nachrechnen:

Mit dem Fleischrechner ist es möglich, auszurechnen, wie viel Treibhausgase man durch weniger Fleischkonsum einsparen kann. Auch weitere Informationen werden hier zur Verfügung gestellt.

Gleich einmal ausprobieren

Mehr Beilagen, weniger Fleisch ist zunächst die einfachste Variante, um den Fleischkonsum zu senken. Doch auch ohne Fleisch ist eine vollwertige Ernährung durchaus möglich: Zum Beispiel sind rote Bohnen, Nüsse, Kichererbsen und Tempeh für den täglichen Proteinbedarf gut geeignet. Calcium ist auch in Leinsamen, Mohn, Mandeln, Grünkohl und Kichererbsen enthalten.
Vitamin B12 ist etwas schwieriger, da es hauptsächlich in tierischen Produkten zu finden ist. Vegetarier_Innnen, die zwar auf Fleisch verzichten, aber durchaus Milch- und/ oder Eiprodukte zu sich nehmen, können Ihren Bedarf gut decken. Wer sich vegan und damit ganz ohne tierische Produkte ernährt, ist hier auf Dauer auf Ersatzpräparate angewiesen.
Es gibt hierzu tolle Kochbücher und auch im Internet können leckere Ideen gefunden werden: Einige Beispiele finden Sie untenstehend.
Wenn es um die Mittagspause geht, bieten mittlerweile die meisten gastronomischen Einrichtungen auch vegetarische Alternativen an: Zum Beispiel werden in der Kantine des Rathauses Schöneberg täglich schmackhafte vegetarische und teilweise sogar vegane Mahlzeiten angeboten. Hier gibt es für Mitarbeiter_Innen sogar 20 % Rabatt. Guten Appetit!

Wer mehr zum Thema „Fleisch und Klimaschutz“ erfahren möchte:

Tipps zur vegetarischen und veganen Ernährung u. a.:

zuklappen
Heizungsregler, Taschenrechner und Geldstücke
Bild: Wolfgang-S - Fotolia.com

Haben Sie es gewusst? Ungefähr 70 % des Energieverbrauches im Haushalt entstehen durch das Heizen. Weniger Energieverbrauch sorgt für weniger Treibhausgasausstoß und spart Kosten. Aus diesem Grund dreht sich der Klimaschutztipp in diesem Monat um das Thema Heizen.

Thermostatventil – so funktioniert es

Das Thermostatventil, meist mit den Stufen * (Sternchen), 1, 2, 3, 4, und 5, stellt die gewünschte Raumtemperatur ein, die erreicht und gehalten werden soll, z. B.:
  • * (Sternchen): ca. 5° C, Frostschutz
  • Stufe 1: ca. 12° C
  • Stufe 2: ca. 16° C
  • Stufe 3: ca. 20° C
  • Stufe 4: ca. 24° C
  • Stufe 5: ca. 28° C

Oft wird angenommen, dass die Stufe die Vorlaufwärme der Heizung beeinflusst: je höher die Stufe, je heißer die Heizung. Dies trifft jedoch nicht zu. Das Thermostatventil hat keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit, in der die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird. Eine Raumtemperatur von beispielsweise 20°C wird auf Stufe 3 und auf Stufe 5 gleich schnell erreicht.

In der Nacht Rollläden herunterfahren und die Temperatur senken

Über Nacht lohnt es meist, die Temperatur abzusenken, da viele Räume dann nicht genutzt werden. Hierfür gibt es sogar an den meisten Thermostatventilen ein kleines Mondsymbol: für Nachttemperaturabsenkung.
Über die Fenster (auch im geschlossenen Zustand) entstehen Wärmeverluste. Ein Rollo oder Vorhang davor lässt ein isolierendes Luftpolster entstehen – damit kann weniger Wärme nach außen dringen. Wer die Fenster über Nacht verdeckt, sorgt also für weniger Abkühlung über Nacht.

Orientierungswerte für Raumtemperaturen

Folgende Orientierungswerte für verschiedene Raumnutzungen werden zum Beispiel vom Umweltbundesamt empfohlen.
  • Wohnbereich/ Arbeitszimmer: ca. 20 °C
  • Kinderzimmer: 22°C
  • Badezimmer: 23°C
  • Küche: 18 °C
  • Schlafzimmer: 17 °C.

Natürlich ist das individuelle Wärmeempfinden personenabhängig sehr unterschiedlich. Wichtig ist: Niemand soll frieren oder mit Skijacke im Büro sitzen. Wer jedoch im Winter mit Pullover anstatt nur mit T-Shirt bekleidet ist, kann die Heizung leicht herunterstellen. Jedes Grad weniger spart bis zu 6 % Energie.

Stoßlüften

Ein angekipptes Fenster sorgt für wenig Luftaustausch, jedoch für eine Abkühlung der umliegenden Wände. Dies begünstigt Schimmelbildung. Besser ist eine Stoßlüftung 3-4 mal am Tag, jeweils 5-10 min. Hierbei sollten die Thermostatventile geschlossen werden: Der Temperaturfühler reagiert anderenfalls auf die einströmende kalte Luft und die Heizung wird unnötig hochgefahren.

Automatische Thermostatventile

Mittlerweile gibt es Thermostatventile, die uhrzeitabhängig die individuell gewünschte Raumtemperatur regeln. Teilweise können sie sogar erkennen, wann die Fenster geöffnet sind und fahren die Heizung eigenständig herunter. Solche Thermostatventile können beim Energie sparen helfen mit gleichzeitig höherem Komfort für die nutzenden Personen.

Heizkörper nicht verdecken

Sind die Heizkörper nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt, kann sich die Wärme ungehindert im Zimmer ausbreiten.

Türen schließen zu angrenzenden Räumen

Die Person im angrenzenden Zimmer mag es nicht ganz so kuschelig warm wie Sie? Wenn Sie die Tür schließen, bleibt die Wärme in Ihrem Zimmer. Im Hinblick auf das Heizen lohnen offene Türen nur, wenn sich die Lufttemperatur in den beiden Zimmern ähnelt.

zuklappen
Müll
Bild: Robert Kneschke

Es ist wieder soweit – am 15.11.2019 ruft die BSR zum Abfallfreitag auf. Je mehr hierbei mitmachen, desto besser – denn im Jahr 2017 wurden z. B. 462 kg Haushaltsabfälle in Deutschland pro Kopf und Jahr entsorgt. Weniger Abfall heißt auch weniger Ausstoß von Treibhausgasen. Und somit ist der Klimaschutztipp des Monats der Abfallvermeidung gewidmet.

Wertstoffe

Jede vermiedene Verpackung spart Treibhausgase, da somit auch keine Energie und Ressourcen in deren Herstellung und Entsorgung investiert werden müssen – auch bei recycelten Verpackungen. Mit wenig Aufwand kann man hier die eigenen Abfallberge deutlich verringern:

Einkaufen ganz individuell

Mehrwegbeutel, z. B. aus Baumwolle, können ganz nach eigenem Geschmack und Stil gewählt werden und machen Plastik- und Papiertüten überflüssig.

Dem Mehrweg eine Chance geben

Mit den in Deutschland jährlich verbrauchten Einwegflaschen – 16,4 Milliarden Stück – könnte man aneinander gelegt 135 mal die Erde umrunden.
Mehrwegglasflaschen hingegen können bis 50 mal wieder befüllt werden, Mehrweg-PET-Flaschen bis zu 20 mal. Wer also Mehrwegflaschen wählt, sorgt für weniger Plastikmüll sowie weniger Ressourcenaufwand für die Produktion neuer Flaschen.

Entzücken für den Rücken

Das Leitungswasser in Deutschland ist von ausgezeichneter Qualität. Schonen Sie also Ihren Rücken und schleppen nicht literweise verpacktes Wasser umher – Der Durst kann ebenso mit dem Wasserhahn gestillt werden. Neben Energie und Ressourcen während der Herstellung und Abfüllung des Wassers in Verpackungen wird auch beim Transport gespart.

Ein Gruß von Zuhause

Nehmen Sie sich zum Mittag etwas leckeres Selbstgekochtes in Mehrweg-Behältern mit. Wer hierfür leider keine Zeit hat und die Stärkung doch außer Haus kaufen muss, kann auch hier Verpackungen sparen. Genießen Sie Ihre Mahlzeit entspannt und stilvoll im Gastronomie-Unternehmen Ihres Vertrauens auf abwaschbarem Geschirr.

Raus mit den Dosen

Zu guter Letzt bieten immer mehr Unverpackt-Läden die Möglichkeit, ganz ohne Einweg-Verpackungen einzukaufen.

Nahrungsabfälle

Mit allen Sinnen: Auch die Herstellung von Nahrungsmitteln benötigt Ressourcen und trägt somit zum Treibhausgasausstoß bei. Wenn davon dann Teile unverbraucht entsorgt werden, war dieser Aufwand umsonst. Eine Planung des Einkaufes abhängig vom tatsächlichen Verbrauch wirkt dem entgegen und schont nebenbei den Geldbeutel. Ebenso sind Lebensmittel oft trotz vergangenem Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum schmackhaft und genießbar (Vorsicht bitte jedoch bei Fleisch und Fisch). Vertrauen Sie Ihren Sinnen. Im Internet gibt es zahlreiche leckere Tipps zur Verwertung von Essensresten,
z.B. auf der Internetseite von Restegourmet.

Technische Geräte und Kleidung

Geteilte Freude ist doppelte Freude: Insbesondere große technische Geräte wie zum Beispiel Bohrmaschinen werden nur selten benötigt und verbrauchen die restliche Zeit ungenutzt Platz. Wer solche Geräte mit Freunden und Bekannten teilt oder im Baumarkt ausleiht, hat mehr Platz für andere Dinge und schont noch das Klima, da so weniger Geräte energie- und materialaufwendig hergestellt werden müssen.

Ähnliches gilt für Kleidung: Klimaschonend und kostengünstig kann geschmackvolle Kleidung in Second-Hand-Läden oder Tauschbörsen ergattert werden. Ebenso freuen sich viele Mitbürger_innen über von Ihnen nicht mehr genutzte gut erhaltene Kleidung.

Hilfreiche Links zum Thema:

trenntstadt-berlin.de

kartevonmorgen.de

BSR-Verschenkmarkt

zuklappen
Mann mit Beutel im Supermarkt
Bild: Robert Kneschke

Bio-Lebensmittel – bringt das was, oder erkauft man sich nur ein gutes Gewissen? Diese Frage hört man immer wieder. Zu allererst gilt: Nur die Beschriftung „Bio“ sagt noch gar nichts aus. Es muss auf jeden Fall auch ein vertrauenswürdiges Siegel dabei sein. Aber was bedeuten die häufigsten Bio-Siegel denn eigentlich?

Das sechseckige deutsche Bio-Siegel wurde 2001 geschaffen und offiziell 2012 durch das EU-Bio-Logo abgelöst. Es darf weiterhin verwendet werden, muss aber immer zusammen mit dem EU-Bio-Logo auftauchen.

Das viereckige EU-Bio-Logo (ein aus Sternen stilisiertes Blatt auf grünem Grund) ist verpflichtend für alle in der EU ökologisch erzeugten und vorverpackten Lebensmittel. Ökologisch erzeugt bedeutet verantwortungsvollen Umgang mit Energie und andere Ressourcen, den Erhalt der Biodiversität, den Erhalt des regionalen Ökosystems, Verbesserung der Bodenqualität und Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, die Instandhaltung von Wasserqualität, Verbot von Gentechnik und einen höheren Standard im Tierwohl. Erfahren Sie mehr über diese beiden Bio-Siegel auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft..

Das ist schon einmal ein Anfang. Die Siegel der deutschen Bioverbände (z.B. Bioland, Naturland, Demeter) haben jedoch deutlich striktere Richtlinien als das EU-Bio-Siegel. So dürfen konventionelle Futtermittel (z.B. Soja) nur in einem sehr begrenzten Rahmen oder sogar gar nicht zugefüttert werden, während die EU-Verordnung hier größere Anteile zulässt. Das EU-Siegel erlaubt wesentlich mehr Tiere pro Hektar als die deutschen Bioverbände und verlangt im Gegensatz zu den Verbänden auch nicht, dass die Betriebe rundum ökologisch arbeiten, sondern lässt zu, dass einzelne Betriebszweige ausgenommen werden.

Eine genauere Aufstellung mitsamt Empfehlungstabelle für die unterschiedlichen Siegel finden Sie beim BUND e.V.

Der Kauf von Bio-Lebensmitteln trägt dazu bei, dass der Boden und das Grundwasser nicht mehr so stark mit teils schädlichen Chemikalien belastet werden, dass das natürliche Ökosystem erhalten bleibt, genauso wie Tier- und Pflanzenvielfalt. Sie weisen die Richtung zu einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen des Planeten und bilden damit einen überaus wichtigen Ansatz.

Wem es am Tierwohl gelegen ist, der sollte jedoch über das EU-Siegel hinausgehen und die Siegel der deutschen Bioverbände wählen, oder auch das Siegel von Neuland, das zwar nichts über biologische Landwirtschaft aussagt, aber einen deutlichen Fokus auf artgerechte Tierhaltung legt.

Bio-Lebensmittel gibt es inzwischen in fast jedem Supermarkt und auf vielen Märkten. Zum Beispiel gibt es auf dem Freitäglichen Wochenmarkt vor dem Rathaus Schöneberg einen Bioland Stand.

Über den CO₂-Ausstoß der Lebensmittel geben die Bio-Siegel allerdings keine Auskunft! Hier gelten drei kurze Merkregeln:

  1. Regional: Regional produzierte Lebensmittel haben einen viel kürzeren Transportweg und dadurch einen deutlich geringeren CO₂-Ausstoß.
  2. Saisonal: Saisonal produzierte Lebensmittel verzichten auf energie- und damit CO₂-intensive Treibhausaufzucht.
  3. Vegetarisch/vegan: Tierprodukte haben einen immens viel höheren CO₂-Ausstoß als Gemüse (im Vergleich: ca. 0,2 kg CO₂/kg Wurzel-/Kohl-/Blattgemüse, aber ca. 15,5 kg CO₂/kg Rindfleisch und sogar 25,6 kg CO₂/kg Butter). Den Verbrauch von tierischen Produkten zu reduzieren trägt deutlich zur Verringerung des persönlichen CO₂-Verbrauchs bei.
zuklappen
behindertengerechtes Arbeiten
Bild: Picture-Factory - Fotolia.com

Welche Schritte bieten sich an, um innerhalb des Büros das Klima zu schützen?

Im Zeitalter der Digitalisierung füllen sich die Büros mehr und mehr mit elektronischen Geräten und (idealerweise) immer weniger mit Aktenschränken. Geräte verbrauchen immer Strom, aber meistens um einiges mehr als es notwendig wäre. Selbst wenn Ökostrom verwendet wird, verursacht dieser zwar bis zu 50% weniger CO₂-Emissionen als herkömmlicher Strom, aber er ist nicht völlig CO₂-neutral. Auch hier ist Strom sparen wichtig.

Ein paar einfache Schritte

Schalten Sie Geräte, die Sie gerade nicht brauchen, komplett aus. Der Computer muss nicht die ganze Mittagspause hindurch angeschaltet bleiben, auch nicht im Ruhemodus – auf Bildschirmschoner sollte ganz verzichtet werden, da sie bei heutigen Geräten nicht mehr notwendig sind. Drucker und Scanner werden nicht acht Stunden am Tag verwendet, und auch der Standby-Modus frisst laufend Strom.

Generell gilt: Was blinkt, verbraucht Strom. Einfach den Bildschirm am Ende des Tages nach dem Herunterfahren noch per On-/Off-Knopf ausstellen. Idealerweise sollten alle Geräte außer dem Computer, der nachts für Updates am Netz bleiben muss, über Kippschalter-Mehrfachstecker vollständig vom Netz genommen werden.

Auch beim Licht kann Energie eingespart werden. Wenn man den Bildschirm so stellt, dass einfallendes Tageslicht nicht mehr blendet, wird es unnötig, den Sonnenschein durch Vorhänge auszusperren – und dann am Ende noch eine Lampe dazu zu schalten. Sie sollen keinesfalls im Dunkeln sitzen! Aber überlegen Sie sich, welche Lichtkörper tatsächlich notwendig sind, um ausreichendes Arbeitslicht zu erhalten.

Beim Heizen gilt: Besser Stoßlüften als das Fenster den ganzen Tag in Kippstellung zu lassen. Auch für die Luftqualität ist hier der Effekt besser. – Aber bitte: Beim Stoßlüften die Heizung ausschalten. Am besten wäre es, im Winter nicht auf T-Shirt-Temperatur zu heizen – und vielleicht sogar zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen! Kleine Gymnastikeinheiten zwischendurch halten nicht nur fit, sondern auch warm.
Manche Büros werden recht kalt, wenn man die Heizung über Nacht ausstellt, aber vielleicht ist es trotzdem nicht notwendig, die Heizung auf gleich hoher Stufe laufen zu lassen wie am Tag.

Viel unnötiger Verbrauch kann eingespart werden, indem man sich vorm Feierabend noch einmal um sich selber dreht: Ist die Heizung aus, bzw. nicht höher eingestellt als notwendig? Ist das Fenster zu? Blinkt noch eines meiner Geräte, das nicht über Nacht am Strom bleiben muss? Sind alle Lichter aus?

All das sind wichtige Schritte auf dem Weg zur CO₂-neutralen Verwaltung.

Sollten Sie sich für weitere Energiespartipps für Ihren Computer oder Laptop interessieren, finden Sie weitere Informationen auf der Internetseite des Naturschutzbundes NABU.

zuklappen
Baden an der Dahme
Bild: tomsto - Fotolia.com

Der Sommer ist mit wehenden Fahnen hereingebrochen – da möchte man nicht zuhause bleiben, nicht mal auf Balkonien. Berlin und Brandenburg laden zu zahlreichen Ausflügen ein, und das ganz ohne Auto.

Einfach losgewandert: 20 grüne Hauptwege durch Berlin lassen einen die Hauptstadt aus einer ganz neuen, viel grüneren Sicht betrachten. Kurzbeschreibungen und eine digitale Wanderkarte sind auf der Seite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zu finden. Auch die Berliner Forste sehen sich längst als einladendes Ausflugsziel und veröffentlichen seit vielen Jahren regelmäßige Tipps zur Freizeit im Wald.

Einfach losgefahren: Es mag nicht die erste Assoziation sein, wenn man sich einen entspannten Ausflug vorstellt, aber tatsächlich bietet die S-Bahn Berlin eine Menge an spannenden Ausflugszielen an, die natürlich alle problemlos mit der S-Bahn zu erreichen sind.

Abgefahren, losgewandert: Unter diesem Motto bietet der Wanderservice Brandenburg eine Vielzahl an Wanderrouten an, die alle mit Bus oder Bahn erreichbar sind – und auch für entspannte Rückfahrmöglichkeiten ist gesorgt, ohne dass man im Kreis laufen muss.

Hauptsache los: Bei naturtrip.org können Sie einfach Ihre Postleitzahl eintippen und schon fächert sich eine Vielzahl von Möglichkeiten in Berlin und Brandenburg auf, die mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen sind – da müssen Sie sich nur noch entscheiden. Auch auf Ab ins Grüne lassen sich neue Ausflugsziele entdecken, mit recht ungewöhnlichen Rubriken: Von „Wilde Tiere – hautnah erleben“ bis „Kohle & Dampf – Industriekultur“. Am Ende jeder Beschreibung gibt es Anfahrtstipps. Diese verzichten zwar nicht ganz auf das Auto, aber es gibt immer auch Anfahrtsbeschreibungen mit alternativen Transportmitteln.

Aufgesessen, los gestrampelt: Wer sich gerne auf zwei Rädern fortbewegt hat rund um Berlin jede Menge Optionen für schöne touren. Auf der Seite Reiseland Brandenburg finden Sie viele Vorschläge für Radtouren egal ob 20 oder 200 km. Für Menschen die nicht gerne alleine radeln oder sich einfach mal herum führen lassen wollen bietet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. geführte Radtouren verschiedenster Länge und Schwierigkeitsgrade an. Auf seinem Radtourenportal können Sie bequem nach angebotenen Touren in Ihrer Lieblingsregion suchen.

zuklappen
ein junger Mann kült sich vor einem Ventilator ab
Bild: Depositphotos / tomwang

Die Sonne scheint, das Eis schmilzt im nu und der schweiß fließt: Es ist Sommer! Es ist heiß! Manchen von uns ist es zu heiß – jedes Jahr werden in Deutschland rund 140.000 Klimageräte gekauft und durchschnittlich geht etwa 8% des Energieverbrauchs zuhause für Kühlung und Klimatisierung drauf.

Das geht auch anders.

Wenn Sie feuchte Handtücher oder Bettlaken in der Wohnung oder auch im Büro aufhängen, entsteht beim Verdunsten des Wassers Verdunstungskälte – sollten Sie einen Ventilator besitzen, lässt sich mit diesem diese Kühle hervorragend im Raum verteilen. Auch kühle Fußbäder unterm Schreibtisch können sehr angenehm sein.

Allerdings ist davon abzuraten, kalt zu duschen, denn das signalisiert dem Körper, dass mehr Wärmeproduktion notwendig ist, so dass man schnell in frischem Schweiße steht. Duschen Sie also lieber lauwarm und lassen Sie sich danach von innen mit rohem wasserhaltigem Gemüse und Obst erfrischen. Die Lebensmittel mit dem höchsten Wassergehalt sind die Salatgurke (97% Wassergehalt), Wassermelone (96%), und Kopfsalat, Chinakohl, Eisbergsalat und Tomaten mit jeweils 95% Wassergehalt.

Wie weiter? Wärmequellen in der Wohnung aufspüren! Elektrogeräte produzieren selbst im Standby viel Wärme. Am besten wäre es, die meisten (Kühlschrank und Waschmaschine bitte nach Möglichkeit nicht; diese sollten direkt an Wandsteckdosen angeschlossen sein) an Mehrfachsteckern mit Schalter anzuschließen, so dass Sie bequem mit einer Handbewegung alle Geräte, die Sie gerade nicht benötigen, komplett vom Stromnetz nehmen können. Das senkt nebenbei auch gleich die Stromrechnung und den CO₂-Ausstoß.
Im Büro ist das natürlich etwas schwieriger. Wer schafft es heute schon einen Arbeitstag ohne PC zu verbringen. Aber auch hier hilft es die benötigten Geräte wie z.B. den Drucker nur in Betreib zu nehmen, wenn auch wirklich gebraucht wird.

Nutzen Sie noch Glühbirnen statt LEDs? Dann sollten Sie im Sommer spärlich beleuchten. Glühbirnen wandeln ihre Energie zu 95% in Wärme um, LEDs „nur“ 60-65%.

Falls Sie diese Möglichkeit haben, gilt natürlich: Statt zu versuchen, die Wärme wieder aus der Wohnung hinaus zu bekommen, wäre es am effektivsten, sie gar nicht erst hinein zu lassen: Wenn möglich, lassen Sie Fenster, Türen, Vorhänge und Rollos tagsüber zu und tauchen Sie Ihre Wohnung in ein kühles Dunkel. Kühl ja, dunkel nein? Dann ist vielleicht ein helles Sonnensegel vor dem Fenster die Lösung. Aber Vorsicht: Bei Mietwohnungen könnte es notwendig sein, vorher den Vermieter zu fragen.

Ob zu heiß oder genau richtig: Genießen Sie den Sommer!

zuklappen
zwei Radfahrer auf einer Straße
Bild: offfstock - Fotolia.com

Auch dieses Jahr startet im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg wieder die Aktion “Mit dem Rad zur Arbeit“. Aber warum nur zur Arbeit? Mit dem Fahrrad lassen sich die meisten Kurz- bis Mittelstrecken entspannt zurücklegen und dabei tut man nicht nur seiner Gesundheit was Gutes, sondern auch noch dem Klima.

Schon seit einigen Jahren werden programmatisch mehr Platz, schnellere Routen und sicherere Strecken für Radfahrer in Berlin gefordert und auch umgesetzt und immer mehr Menschen steigen aufs Rad. Tatsächlich lässt sich das Fahrrad ja sehr vielseitig einsetzen – mit ein bisschen Investition lassen sich auch viele leidige Lastentransportaufgaben strampelnd erledigen.

Während das Doppelbett von IKEA wahrscheinlich noch etwas zu sperrig fürs Rad bleibt, bieten neben dem klassischen Fahrradkorb für kleine Einkäufe moderne Fahrradtaschen schon durchaus eindrucksvollen Stauraum von bis zu 40 Liter. Aber Vorsicht! Nicht jeder Gepäckträger ist für Gewichte von mehr als 25 kg ausgelegt. Wenn Sie das Fahrrad häufiger auch zum Einkaufen mitnehmen wollen, könnte es sich lohnen, einen stabileren Gepäckträger anzuschaffen. Auf oekotest.de finden Sie zehn Fahrradtaschen im Test.

Wer den Transport mit dem Fahrrad ganz ernst nimmt, hat die Möglichkeit, entweder einen Fahrradanhänger mit bis zu 60 Liter Volumen und einem Tragevermögen von 30-90 kg zu verwenden (gibt es auch einklappbar), oder sich gleich auf ein Lastenrad zu schwingen. Hier gibt es inzwischen die komfortable Möglichkeit, sich tageweise die kostenlosen Lastenräder der fLotte Berlin, bzw. der fLotte Berlin kommunal auszuleihen.

Pedelecs und E-Bikes

Sie fahren gerne Fahrrad, aber auf die Dauer ist Ihnen das zu anstrengend, und verschwitzt am Zielort anzukommen, ist auch keine Lösung? Dann könnte das Pedelec etwas für Sie sein.

Das Pedelec ist nicht mit dem S-Pedelec zu verwechseln, welches mit Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h im Straßenverkehr dem Mofa gleichgestellt ist, und auch einen dementsprechenden Führerschein (Klasse M) benötigt. Das Pedelec oder E-Bike, um das es hier geht, ist mit einem elektrischen Motor ausgestattet, der sich, wenn eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht ist, selbst ausschaltet. Somit kann das Pedelec in allen Situationen genauso genutzt werden wie das herkömmliche Fahrrad, aber ermöglicht längere Mobilität für ältere Menschen und einen leichteren Transport von Lasten durch die Unterstützung durch den Elektromotor.

Einen aussagekräftigen Vergleich der unterschiedlichen Pedelecs inklusive CO₂-Ausstoß finden Sie auf ecotopten.de.

zuklappen
Weltkugel mit Sehenswürdigkeiten aus aller Welt
Bild: sdecoret - Fotolia.com

Wer richtig früh dran ist, hat den Sommerurlaub schon im Winter geplant, aber nicht immer hat man so pünktlich schon alle Informationen beieinander, die man für eine Urlaubsbuchung benötigt. Sollten Sie jetzt noch eine Reiseplanung ins Auge fassen, haben wir ein paar Tipps für Sie.

Die Reisemöglichkeiten, die sich innerhalb der letzten 70 Jahre eröffnet haben, gehören zu den großen Errungenschaften. Wir können spielend leicht und schnell auf die andere Seite des Globus reisen, andere Menschen, Kulturen, Länder, Landschaften und Sitten kennen lernen. Die “Fremde” öffnet uns ihre Pforten und verliert viel von ihrer Unwägbarkeit. Solche Reisen sind nicht mehr nur den oberen Zehntausend vorbehalten, sondern mehr oder weniger jedem von uns möglich.

Allerdings ächzt und stöhnt der Planet unter der plötzlichen Zusatzbelastung. Jedes Jahr steigt die Anzahl der Flüge weltweit im Vergleich zum Jahr davor – 2017 lag die Zahl bei 41,8 Millionen mit circa 4,1 Milliarden Flugpassagieren mit rund 21 kg Treibhausgas-Emissionen pro Fluggast pro 100km (Was ist der Treibhauseffekt?). Gleichzeitig verlieren viele Menschen aus den Augen, welche lohnenden Reiseziele in der relativen Nähe zu finden wären. Nicht mehr für jeden Urlaub einen Ozean zu überqueren gehört zu den Tipps für den sogenannten Sanften Tourismus.

Wahl der Transportmittel

Abgesehen von der Entfernung spielt auch das Transportmittel eine große Rolle. Ist es wirklich notwendig, mit dem Flugzeug nach Rom oder Istanbul zu fliegen, oder wäre nicht auch ein Bettenabteil im Nachtzug eine Möglichkeit? Muss man mit dem Auto fahren, oder ginge stattdessen eine Fahrt mit Zug oder Fernbus? Selbst nur halb ausgelastet sind diese Verkehrsmittel umweltfreundlicher als PKWs.

Beim Umweltbundesamt finden Sie eine Aufbereitung des Vergleichs der durchschnittlichen Emissionen einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr mit 2017 als Bezugsjahr. Zu den Zahlen der Eisenbahn im Fernverkehr ist anzumerken, dass die Fernzüge der Deutschen Bahn seit Januar 2018 zu mehr als 98% mit Ökostrom fahren und damit ihre Emissionen im Vergleich zu 2017 deutlich gesenkt haben.

Wenn eine Flugreise nicht zur vermeiden ist, kann sie, zum Beispiel mit atmosfair, kompensieren. Hierbei wird zielgerichtet in Klimaschutzprojekte investiert, die Treibhausgase reduzieren sollen wie beispielsweise Aufforstungsprojekte.

Siegel für Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit

Nach der Wahl der Transportmittel gibt es die Möglichkeit, beim Buchen auf Siegel zu achten, die Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit auszeichnen. Der Siegelwust mag teilweise etwas undurchdringlich anmuten. Zwei vertrauenswürdige Siegel sind zum Beispiel Viabono, das 2000 durch eine Initiative des Bundesumweltministeriums ins Leben gerufen wurde, und Tourcert, das ein weitreichendes international anerkanntes Beratungs- und Zertifizierungssystem für die Tourismusbranche entwickelt hat. Eine Übersicht über die meisten Label in der Tourismusbranche finden Sie bei Label Online.

Wenn Sie sich informieren wollen, welche speziellen Anbieter es für ökologisches Reisen und Pauschalreisen gibt, empfehlen wir diesen Artikel von Utopia.de.

Weitere Tipps und Informationen zum umweltfreundlichen Urlaub bietet auch das Umweltbundesamt an.

zuklappen
Straße führt zu einer ökologischen Stadt
Bild: lassedesignen - Fotolia.com

Als Einstieg stellen wir Ihnen den CO₂-Rechner des Umweltbundesamtes UBA vor. In nur fünf Minuten können Sie einen ersten Eindruck gewinnen, wie Sie in Sachen Klimaschutz bisher schon da stehen.

Klimawandel und -schutz ist in aller Munde, ein unerwartet früher Frühling erinnert wieder einmal daran, dass Berlin 2100 das Klima des südfranzösischen Toulouse haben könnte. Doch was trägt eigentlich jeder einzelne zum Klimawandel bei? Durchschnittlich verursachen Deutsche derzeit 11,6 Tonnen CO₂-Äquivalente im Jahr pro Kopf (Was sind CO₂-Äquivalente?).

Das Ziel ist es, diesen Verbrauch auf nur noch eine Tonne pro Kopf zu reduzieren. Dazu muss sich allerdings auch gesamtgesellschaftlich etwas ändern. Circa 1,1 Tonnen pro Bürger_in werden schon allein vom Staat verursacht und in der Rechnung auf die einzelnen Staatsbürger_innen umgelegt – beispielsweise für Infrastruktur, die wir alle nutzen – und können durch den Einzelnen nicht beeinflusst werden. Die restlichen 10,5 Tonnen fallen jedoch in gewissen Grenzen auf jeden selbst zurück und setzen sich aus den CO₂-Emissionen für Mobilität, Ernährung, Heizung, Strom und sonstigem Konsum zusammen.

Das wirkt erst einmal wie ein kaum zu bezwingender Betrag – den eigenen Verbrauch um 90% senken?! Aber Klimaschutz muss nicht so schwer sein. Zwar wäre 90% das Idealziel, aber auch schon 20% machen einen Unterschied – und wer weiß, vielleicht liegen Sie ja selbst bereits unter dem bundesweiten Durchschnitt und der Weg ist gar nicht mehr so weit?

Wie ist Ihre persönliche CO₂-Bilanz?

Finden Sie Ihre persönliche CO₂-Bilanz mit dem kostenlosen CO₂-Rechner des Umweltbundesamtes heraus. Welche Bereiche des Lebens sind besonders CO₂-intensiv? Wie stehen Sie im deutschen Durchschnitt da? Welche Wahlmöglichkeiten gibt es eigentlich, wenn Klimaschutz im täglichen Leben ins Auge gefasst werden soll? Wenn Sie die Zahlen zu Ihrem Heizungs- und Stromverbrauch gerade nicht zur Hand haben sollten, hilft Ihnen der UBA-Rechner auch beim Schätzen.

Nachdem Sie herausgefunden haben, wie Ihre persönliche CO₂-Bilanz in etwa aussieht, gibt es noch die Möglichkeit Ihr persönliches CO₂-Szenario zu erstellen: Welche Änderungen wären Sie bereit, vorzunehmen? Wie viel CO₂ könnte dadurch eingespart werden? Welche politischen Entscheidungen wären Sie bereit zu unterstützen?

Im europäischen Durchschnitt liegt Deutschland mit 11-12 Tonnen CO₂-Verbrauch pro Jahr pro Kopf übrigens auf Platz 23. Nur die Niederlande, die Tschechische Republik, Irland, Estland, und Luxemburg stehen mit bis zu 17,2 Tonnen pro Kopf schlechter da.

zuklappen