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Bild: Pressestelle Tempelhof-Schöneberg

Reallabor Schöneberger Linse
Das Berliner Stadtquartier für Vielfalt & Transformation

Als Beitrag zum Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung „Innovationen für die Energiewende“ reichte das Projektkonsortium, bestehend aus 28 Akteur_innen der Energie- und Mobilitätswirtschaft, am 5. April 2019 die Projektskizze beim BMWI ein.

Im Kontext der Energie- und Verkehrswende erfordert die erfolgreiche Transformation eines Stadtquartiers organisierte, nutzerorientierte Produkte und Prozesse – die Vielfalt entsteht nicht auf Knopfdruck. Mit dem Reallabor Schöneberger Linse (RLSL.Berlin) soll ein wichtiger Beitrag zur Transformation städtischer Infrastrukturen hin zu ökologischen und sozial verträglichen Quartieren und damit für das Gelingen der Energie- und Verkehrswende geleistet werden.
Im RLSL.Berlin entsteht ein innovatives Verfahren für die Entwicklung von Stadtquartieren mit Neu- und Bestandsgebäuden sowie ein Portfolio an Produktbausteinen für die Menschen im Quartier.

Vorgehen

Das Projektkonsortium erarbeitet zum einen ein Standardverfahren, mit dem eine sektorübergreifende Infrastruktur, unterschiedliche Neu- und Bestandsgebäude sowie heterogene Technologien, Akteur_innen und Nutzungsformen vernetzt und betrieben werden können.
Gefundene Lösungen werden gemeinsam mit Nutzer_innen, Betreiber_nnen, Anrainer_innen und Verwaltungsgesellschaften über kompetitive und proprietäre Grenzen hinweg von den Verbundpartner_Innen getestet und optimiert.
Zum anderen werden Angebote entwickelt, die neuzudenkende Quartiersthemen, wie die letzte Meile in Mobilität und Logistik, flexible und bedarfsorientierte Arbeitsplatzlösungen (Coworking) sowie die Vernetzung und Integration des Bahnhofes in das Quartier durch spezifische standort-aufwertende Angebote adressieren und über modular-übertragbare sowie nachhaltige Ansätze lösen.

Mit ihrem Vorgehen wollen die Partner_innen des RLSL.Berlin sicherstellen, dass eingesetzte Eigen- und Fördermittel der nachhaltigen Strukturierung von Infrastruktur sowie dem Investitionsschutz dienen.
Die Erreichung ökologischer und ökonomischer Ziele wird durch ein spezifisches Ziel- und Mess-System begleitet. Dabei erfolgen Monitoring und Steuerung bereits während der Quartiersentwicklung auf Sektor- und Vernetzungsebene.
Durch ein kollaboratives und systemisches Vorgehen sowie durch die wissenschaftliche Begleitung sollen infrastrukturelle und betriebliche Innovationspotenziale für die urbane Lösung und die Daseinsvorsorge nutzbar gemacht werden.
Ziel ist es, parallel zum Planungs- und Bebauungsprozess, ein übertragbares nutzerorientiertes, wie kollaboratives Quartierskonzept zu entwickeln.

Diese wird Open Source, modular, flexibel anpassbar sowie auf andere Quartiere übertragbar sein.
Die Schwerpunkte der Arbeitspakete liegen, neben der Entwicklung von innovativen und bedarfsgerechten Angebotskonzepten für Quartiere, auf der Kopplung von Wärme- und Stromversorgung, der nutzerorientierten Verbindung geteilter und elektrifizierter Mobilitätsangebote, dem Einsatz multifunktionaler IOT-Anwendungen, einem plattformbasierten Management und Sharing von Daten, sowie der Bereitstellung von Betreiber- und Nutzerdiensten.

Logos der Projektbeteiligten