Eröffnung des Grandmother Film Festivals

Ein leicht verschwommenes Foto, das eine ältere Dame im Rollstuhl zeigt, die von einem jungen Mann geschoben wird. Beide lächeln.
Bild: Balint Revesz (HU)
Pressemitteilung Nr. 504 vom 29.11.2019

Im Rahmen von CrossKultur 2019

Nach dem erfolgreichen Start 2017 in Berlin findet das internationale “Grandmother Film Festival” zum zweiten Mal auch im Rahmen von CrossKultur statt. Vom 6. bis zum 8. Dezember 2019 sind diesmal 30 internationale Produktionen von Künstler_innen im Programm, die sich feinsinnig und persönlich Großmüttern nähern und intime Einblicke in die Beziehungen zwischen den Generationen gewähren.

  • Freitag, 6. Dezember bis Sonntag, 8. Dezember 2019
  • Festival-Eröffnung am Freitag 6. Dezember 2019 um 19:00 Uhr
  • The.Word.Berlin, Neue Kulmer Straße 2, 10827 Berlin

Das Festival zeigt Kurzfilme und lange Spielfilmformate, Dokumentarfilme und Animationen. Sie lassen teilhaben an Familienbeziehungen, die normalerweise nur Nahestehenden vorbehalten sind. In manchen Filmen begegnen wir den Großmüttern und ihren Geschichten, in anderen leben sie durch ihre Hinterlassenschaft und in der Erinnerung ihrer Kinder und Enkelkinder weiter. Durch die internationale Auswahl entsteht eine filmische Reise, die das Publikum mit Familienkonstellationen, Alter, Verletzlichkeit und Tod in verschiedenen Teilen der Welt konfrontiert.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Webseite der Veranstaltungsreihe CrossKultur2019.

Die in Berlin lebende Künstlerin und Kuratorin Sophia Tabatadze hat das Festivalformat konzipiert und es 2016 erstmals in Rotterdam realisiert. Einige ihrer Künstlerfreund_innen hatten bereits Filme über ihre Großmütter gemacht und auch sie begann sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Künstlerin Sophia Tabatadze:

Denn ist man wie ich um die 40 Jahre alt, so ist dies der richtige Zeitpunkt, um einen Film über seine Großmutter zu machen. Andernfalls könnte es zu spät sein. Man merkt, sie wird nicht für immer da sein.

Ein schwarz-weißes Plakat, das mittig eine große Figur zeigt.
Bild: David Lynch, The Grandmother

Alle Filme werden mit englischen Untertiteln gezeigt. Die in Berlin lebenden Künstler_innen sind im Anschluss an die Filme zu einem Gespräch anwesend. Der Eintritt ist kostenfrei.

Festival-Eröffnung und Programm-Höhepunkte

Zur Festival-Eröffnung am Freitag, 6. Dezember 2019 präsentiert die schwedische Künstlerin Hanna Wildow ihren Film “Der Berg der starken, stolzen Frauen” (Mountain of the Strong, Proud Women) aus dem Jahr 2014. In einer Live-Video-Lecture-Performance nähert sich die Filmemacherin ihrer Großmutter Inga Svensson, die ein Archiv um den Berg Omberg aufgebaut hat. In ihrer Performance verbinden sich Narrative, Bilder, Video, Klang und Geschichten zu einer vielstimmigen Collage.

Ein weiteres Highlight des Festivalprogramms ist David Lynch’s Film „Die Großmutter“ (The Grandmother) aus dem Jahr 1970. Der Starregisseur erzählt in seinem unverwechselbaren und surrealen Stil die Geschichte einer Familie. Der zehnjährige, vernachlässigte Sohn flüchtet sich auf der Suche nach Geborgenheit und Liebe auf den Dachboden. Dort findet er eine Tüte mit Samen und pflanzt sie in ein leeres Beet. Der Samen wächst zu etwas Unwirklichem herauf, das schließlich zu einer liebevollen und wohlwollenden Großmutter wird. Doch etwas scheint mit der Großmutter nicht zu stimmen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit den Museen Tempelhof-Schöneberg.

Kontakt:

Museen Tempelhof-Schöneberg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fachbereich Kunst, Kultur, Museen
Brigitte Garde
Telefon: (030) 90277-6227 /-6163
E-Mail an die Museen Tempelhof-Schöneberg