Kitaförderungsgesetz: Qualitätsverbesserungen in der frühkindlichen Bildung
Der Berliner Senat hat den Entwurf zur Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes und weiterer Vorschriften beschlossen, das Gesetz soll voraussichtlich zum Jahresbeginn 2026 in Kraft treten. Zentrale Inhalte der Gesetzesänderungen umfassen das Kita-Chancenjahr, den Willkommensgutschein sowie eine verbindliche Sprachförderung. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Verbesserung des Personalschlüssels für Kinder unter drei Jahren sowie der Neuausrichtung der Personalzuschläge. Das Kitaförderungsgesetz ergänzt die bereits beschlossene Schulgesetznovelle und trägt so zu einer Stärkung der gesamten Bildungskette bei.
Leitbild für Kooperation von Jugendhilfe und Schule unterzeichnet
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, und Elvira Berndt, Vorsitzende des Landesjugendhilfeausschusses, haben vergangene Woche das Leitbild für die Kooperation von Jugendhilfe und Schule unterzeichnet. Es definiert berlinweit gültige Grundsätze für die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule von der Kinder- und Jugendorientierung über die multiprofessionelle Kooperation bis hin zu gemeinsamen Konzepten und Strukturen der Zusammenarbeit. Mit dem Leitbild verbinden die Akteure aus der Jugendhilfe und der Schule das Ziel, die Basis für die gemeinsame Bildungs-und Erziehungsarbeit zu etablieren und dadurch Bildungs- und Erziehungschancen für alle Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu stärken.
Spandaus 32. Grundschule feierlich eröffnet
Zum Schuljahresbeginn ist die 32. Grundschule Spandaus mit bislang rund 180 Schüler/-innen in den laufenden Betrieb gestartet, nun ist sie auch feierlich eröffnet worden. Der viergeschossige Compartment-Neubau bietet insgesamt 432 neue Schulplätze und ist der erste seiner Art im Bezirk. Der hohe Vorfertigungsgrad und die modulare Bauweise ermöglichten eine wirtschaftliche und zügige Umsetzung des Bauvorhabens in knapp zwei Jahren. Lediglich die Fertigstellung aller Schulhofflächen und Zuwegungen dauert derzeit noch an, sollen aber bis zum Jahresende abgeschlossen sein.
Erstes Selbstvertretungsgremium der stationären Jugendhilfe gewählt
Bei einem Treffen im Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg haben rund 40 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren aus verschiedenen stationären Einrichtungen eine erste Selbstvertretung gewählt. Das neue Gremium vertritt künftig die Interessen junger Menschen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit und will sicherstellen, dass die Sichtweisen und Anliegen der Kinder und Jugendlichen mehr Gehör finden.
Berliner Schülerinnen unter neu ernannten Anne Frank Botschafter/-innen
Das Anne Frank Zentrum hat 39 Jugendliche aus sieben Bundesländern zu Anne Frank Botschafter/-innen ernannt. Die jungen Menschen haben in den letzten Monaten mit Unterstützung des Anne Frank Zentrums eigene Projekte zur Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus sowie für eine demokratische Gesellschaft und gegen Diskriminierung realisiert. Unter den neu ernannten Botschafter/-innen sind auch drei Schülerinnen aus Berlin, die für ihr Projekt „Stadtspaziergang mit Eis – jüdisches Leben erleben statt urteilen“ ausgezeichnet wurden.
Sieben Schulen erhalten Qualitätssiegel Berlin für exzellente Berufliche Bildung
Staatsekretärin Christina Henke zeichnete in dieser Woche die Bröndby-Schule sowie die Berlin Cosmopolitan School erstmal mit dem Gütesiegel aus, die Gemeinschaftsschule Campus Hannah Höch, die Georg-Klingenberg-Schule, die Hufeland-Schule, die Hugo-Gaudig-Schule sowie die SchuleEins wurden erfolgreich rezertifiziert. Mit dem Qualitätssiegel werden weiterführende Schulen ausgezeichnet, die herausragende Arbeit in der Berufs- und Studienorientierung aufweisen. Zum Schuljahr 2025/26 tragen nun insgesamt 46 Berliner Schulen diesen Titel.
Lehrkräfte und Schüler/-innen für besonderes Engagement in MINT-Fächern ausgezeichnet
Staatssekretärin Christina Henke hat in dieser Woche Solveg Schlinkse (Annedore-Leber-Grundschule) für ihr herausragendes Engagement in der Mathematikförderung im Grundschulbereich sowie Carolin Gerbe (Dreilinden-Gymnasium) für ihr herausragendes und langjähriges Engagement am außerschulischen Lernort NatLab der Freien Universität Berlin geehrt. Darüber hinaus wurden insgesamt 65 Schüler/-innen aus 21 Schulen ausgezeichnet, die das MINT-EC-Zertifikat mit Auszeichnung erworben haben. Die Preisverleihung war Teil der Festveranstaltung „Berliner MINT-Talente 2025“, die von der Senatsbildungsverwaltung gemeinsam mit dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC e.V. ausgerichtet wurde.
Schülerlabor-Netzwerk GenaU aus Berlin erhält Auszeichnung der Körber-Stiftung
Mit der Ausschreibung “MINT-Regionen wirken!” zeichnet die Körber-Stiftung Beispiele vorbildlicher Netzwerkarbeit für die MINT-Bildung aus. Das nun ausgezeichnete Projekt „NATürlich Ausbildung“ des Schülerlabor-Netzwerks GenaU ermöglicht es, Berliner und Brandenburger Schülerinnen der Klassenstufen 9 bis 13 naturwissenschaftliche Ausbildungsberufe direkt am Arbeitsplatz zu erkunden. Über ein Schulhalbjahr hinweg haben sie die Möglichkeit, Frauen zu treffen, die in MINT-Ausbildungsberufen arbeiten. Durch persönliche Begegnungen und das Eintauchen in den Arbeitsalltag erweitern die Mädchen ihren Blick auf berufliche Möglichkeiten im naturwissenschaftlichen Bereich.
Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik geht in eine neue Runde
Mitte September ist der Schulwettbewerb „Eine Welt für alle“ in seine zwölfte Runde gestartet und lädt Schüler/-innen sowie Schulen deutschlandweit dazu ein, sich dem Thema Desinformation aus einer globalen Perspektive zu nähern. Gesucht werden Beiträge, die auf Fakten basieren, Mut machen und andere junge Menschen zum Handeln motivieren. In der Darstellungsform sind Teilnehmende vollkommen frei, eine Teilnahme ist in insgesamt vier Alterskategorien möglich. Auf die Gewinner/-innen warten Preise im Gesamtwert von 50.000 Euro. Die aktuelle Wettbewerbsrunde läuft bis Ende Februar 2026.
Start des 73. Europäischen Wettbewerbs
Deutschlands ältester Schüler/-innenwettbewerb geht in neue Runde. 13 Aufgaben bieten die Möglichkeit, sich kreativ und altersgerecht mit dem Thema „Menschenrechte“ auseinanderzusetzen. Methodische Vielfalt ist dabei ausdrücklich erwünscht: Ob Bild, Text oder Video, Podcast, Comic oder Plakat – alle Ausdrucksformen sind willkommen. Lehrkräfte erhalten im Herbst Unterstützung durch vier Online-Fortbildungen, die praxisnahe Impulse für die Umsetzung im Unterricht liefern.
Save the date: Klimazukunftskonferenz 2025
Mit spannenden Workshops, wissenschaftlichen Vorträgen, Mitmachständen sowie der Möglichkeit zur Vernetzung und Planung eigener Aktivitäten bietet die Klimazukunftskonferenz ein vielseitiges Programm für Kinder und Jugendliche der Klassen 5 bis 13. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Themen wie Klimagerechtigkeit, Nachhaltigkeit im Schulalltag sowie schulischer Umgang mit der Klimakrise. Die Klimazukunftskonferenz wird von der Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung (KATE) e.V., der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie der Stiftung Planetarium Berlin veranstaltet. Die Konferenz findet dieses Jahr am 25. November statt, die Anmeldung wird voraussichtlich ab Ende September möglich sein.
Online-Befragung zum Berufswechsel in die Kinderbetreuung
Das Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen sucht Personen, die aus anderen Berufen/Branchen in die frühkindliche Bildung/Erziehung (KiTa) gewechselt sind und Ihre Erfahrungen teilen möchten. Gesucht werden Berufstätige, bei denen dieser Wechsel nicht länger als 10 Jahre zurückliegt, und die dafür eine berufliche Qualifikation erworben haben oder aktuell noch im Qualifizierungsprozess (z.B. Ausbildung) sind. Die Online-Befragung ist anonym und dauert rund 10-15 Minuten. Eine Teilnahme ist noch bis zum 10. Oktober 2025 möglich.