32/2025 | Schulversuch zu Informatik in der Primarstufe gestartet

zwei Kinder vor einem Laptop mit Tafel im Hintergrund

26. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

An der Berliner Gustav-Falke-Grundschule ist in diesem Schuljahr ein Schulversuch gestartet, mit dem die frühzeitige Stärkung der Informatik-Grundbildung in den ersten Klassenstufen erprobt werden soll. Wir stellen das Projekt in seinen Grundzügen vor.

Außerdem berichten wir über ein in Neukölln seit 2021 laufendes Projekt des Jugendamtes, das das Thema Schuldistanz gezielt angeht, und fassen Ergebnisse des ersten Projektberichts für Sie zusammen.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre.
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Schulversuch zu Informatik in der Primarstufe gestartet

Zum Schuljahr 2025/26 ist an der Gustav-Falke-Grundschule in Mitte ein besonderer Schulversuch gestartet. Unter dem Titel „Informatische Grundbildung in der Primarstufe“ soll die frühzeitige Stärkung der informatischen Grundbildung in den ersten Klassenstufen erprobt werden.

Das Ziel des Schulversuchs ist es, während der sechsjährigen Grundschulzeit die informatische Grundbildung so zu gestalten, dass die Inhalte des Informationstechnischen Grundkurses (ITG) in der weiterführenden Schule angebahnt und die Kinder optimal auf das Wahlpflichtfach Informatik vorbereitet werden. Durch den frühen Kontakt mit diesen Inhalten sollen Fähigkeiten wie algorithmisches Denken, Abstraktion und Mustererkennung ausgeprägt werden. „Informatikkenntnisse werden für unsere Kinder notwendig sein, um Automatisierungsprozesse verstehen, beurteilen und selbst gestalten zu können. Damit eröffnen wir ihnen die Möglichkeit, nachgefragte Kompetenzen der zukünftigen Arbeitswelt zu erwerben und anspruchsvolle Berufe ergreifen zu können.“, sagt auch Sabine Gryczke, Schulleiterin der Gustav-Falke-Grundschule.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird sukzessive ein Curriculum entwickelt, erprobt und evaluiert. Dieses Curriculum „Informatische Grundbildung von Jahrgangsstufe 1 bis 6“ umfasst für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 einzelne Bausteine, die den Sachunterricht in dieser Zeit ergänzen. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 soll dann auf den durch die Grundschulverordnung vorgeschriebenen Bereich der Schwerpunktbildung zurückgegriffen werden. Die hierin vorgesehenen zwei Wochenstunden schaffen in dieser Zeit die zeitlichen Voraussetzungen für den Schulversuch.

An der Gustav-Falke-Grundschule sollen die Kinder in altersgerechten Lerneinheiten spielerisch lernen, was hinter Begriffen wie Programmieren, Daten oder künstlicher Intelligenz steckt. Mit Tools wie XLogo, Scratch, Calliope mini oder Ozobots können sie erste eigene Programme entwickeln und einfache Roboter steuern. Dabei geht es nicht ausschließlich um technisches Wissen, sondern auch um Themen wie digitale Mündigkeit, Medienkritik und Kreativität.

Zur besseren Vorbereitung auf den Unterricht während des Schulversuchs wurden bereits in einer Vorphase verschiedene Settings in einer Arbeitsgemeinschaft erprobt. Dadurch kann mit größerer Sicherheit in den SaPh- und JüL-Klassen gestartet werden. Ein erstes Rahmenprogramm für die Klassen 3 bis 6 wurde bereits entworfen und wird derzeit in Arbeitsgemeinschaften getestet, bevor auch diese Jahrgänge mit dem regulären Unterricht beginnen. Diese Entwicklungsprozesse werden durch interne Fortbildungen und Studientage für die beteiligten Lehrkräfte flankiert.

Der Schulversuch selbst ist auf acht Jahre angelegt und auch für weitere Berliner Grundschulen offen. Er wird durch das für Grundsatzangelegenheiten der Primarstufe zuständige Referat sowie die Fachkoordination der Informatischen Grundbildung in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie der Initiative junior1stein fachlich-pädagogisch begleitet und koordiniert. Die zentrale Steuerung der Koordination erfolgt in Zusammenarbeit mit der Regionalen Schulaufsicht Mitte. Darüber hinaus wird der Schulversuch durch die Universität Trier beratend begleitet.

Prävention und Familienarbeit als Schlüssel - Erster Bericht des Neuköllner Schuldistanzteams veröffentlicht

2021 nahm das Schuldistanzteam des Neuköllner Jugendamtes erstmals seine Arbeit auf, im Sommer ist der erste Bericht für den Projektzeitraum 2021 – 2024 erschienen. Dieser zeigt auf, wie das Projekt erfolgreich im Bezirk etabliert werden konnte und welche Faktoren für die Reduzierung von Schuldistanz eine Rolle spielen können.

Schuldistanz ist ein Phänomen, das viele Lehrkräfte beschäftigt. Nach Angaben des Berichts lag der Neuköllner Durchschnitt von Schulabgänger/-innen ohne Berufsbildungsreife im Schuljahr 2021/22 bei 8,1% und damit deutlich über dem Berliner Durchschnitt von 5,7%. Hinter diesen jungen Menschen, die den ersten Bildungsweg ohne Schulabschluss verlassen, liege meist eine lange Karriere von Schulverweigerung/Schuldistanz. Diese Fälle von Schuldistanz zu verringern, ist Ziel und Aufgabe des 2021 gebildeten Schuldistanzteams des Bezirks.

In einem ersten Schritt wurde hierfür der Handlungsplan für Fälle von Schuldistanz grundlegend überarbeitet. So fanden u.a. die Einbindung der Schulsozialarbeit und weiterer möglicher Partner/-innen (wie Jugendamt, SIBUZ, Gesundheitsamt) sowie der Aspekt einer möglichen Kindeswohlgefährdung stärker Rücksicht. Ziel war es, in einem ersten Schritt eine bereichsübergreifende Arbeitshilfe für Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter/-innen, Mitarbeiter/-innen des Regionalen Sozialpädagogischen Dienstes (RSD) und weitere Fachkräfte zu schaffen, die bei auffälliger Abwesenheit abgestimmte Interventionen ermöglicht.

Mit Blick auf die Arbeitsweise des Schuldistanzteams im Einzelfall steht am Anfang die Übermittlung einer Schulversäumnisanzeige der Schule über das zuständige Schulamt. Diese wird ab fünf unentschuldigten Fehltagen gestellt und erreicht das Schuldistanzteam nach Optimierung des Meldeverfahrens zuverlässig innerhalb einer Woche. Das Schuldistanzteam nimmt umgehend Kontakt mit den Familien auf und bietet Unterstützung an. Parallel läuft eine Sondierung über eine ggf. bereits bestehende Zuständigkeit des RSD sowie eine Einbindung weiterer Akteure wie Schule oder Schulsozialarbeit. Nach Eruierung wahrscheinlicher Gründe für die Schuldistanz startet die auf sechs Monate angelegte Unterstützung innerhalb der Familien.
Die Begleitung durch eine/n Mitarbeiter/-in des RSD-Team Schuldistanz reicht von Anleitungssequenzen in den frühen Morgenstunden, um ein Ritual vor Schulbeginn zu etablieren, über die Begleitung des Schulweges, Familien- und Einzelgespräche, Teilnahme an Schulhilfekonferenzen, Kontaktaufnahme zur Vorstellung bei anderen Fachdiensten und Institutionen bis hin zur Antragstellung von notwendigen Maßnahmen. Im besten Fall ist eine Begleitung nach Ablauf dieser Zeit nicht länger notwendig oder eine Überleitung an andere Angebote im Sozialraum möglich. Sollten sich weiterhin tiefliegende Probleme zeigen, wird eine weitergehende Hilfe (z.B. HzE) eingeleitet.

Ein Blick auf die Zahlen des Berichts zeigt zuerst einen deutlichen Anstieg in der Anzahl gestellter Schulversäumnisanzeigen (2021/2022: 1.984, 2023/2024: 2.630). Dieser Anstieg mag konträr zur Zielsetzung erscheinen, wird vom Neuköllner Team aber als positives Zeichen gewertet, da er die vor Anpassung des Handlungsplans vermutete Dunkelziffer in gemeldete Fälle überführe. Der neue Handlungsplan scheint somit eine erhöhte Meldeverbindlichkeit an den Schulen erreicht zu haben, die die Voraussetzung für die Arbeit des Schuldistanzteams bildet.

Es ist laut Bericht vor allem der prozentuale Anteil der Erstmeldungen, der eine erste prägnante Wirkung des RSD-Teams Schuldistanz verdeutlicht. Die prozentual sinkende Anzahl der Erstmeldungen von 67,2% in 2021/2022 auf 45,2% in 2023/2024 deute darauf hin, dass der präventive Ansatz mit einem frühzeitigen Beratungsangebot greift. Präventive Aufklärung über Anwesenheitsregularien zum Beispiel in Unterkünften für Geflüchtete, Beratungen im multiprofessionellen Team in Schulen, die erfolgreiche Bearbeitung von Schuldistanz bei älteren Geschwisterkindern und der daraus folgende Effekt auf jüngere Geschwister, Mundpropaganda im Umfeld der Familie sowie nicht zuletzt die Umsetzung des Handlungsplans Schuldistanz scheinen eine präventive Wirkung zu haben.

Eine Evaluation unter den Kooperationspartner/-innen in den Schulen legt nahe, dass 90% der Schulen (45 von insgesamt 60 hatten sich zuletzt an der Befragung beteiligt) über die Arbeit des Teams Schuldistanz informiert sind. Rund drei Viertel der Schulen nehmen das Expert/-innenwissen als bereichernd und ergänzend für die Arbeit im Einzelfall wahr. Die Arbeit des RSD-Teams soll auch in Zukunft weitergeführt werden.

Kurznachrichten

Kitaförderungsgesetz: Qualitätsverbesserungen in der frühkindlichen Bildung
Der Berliner Senat hat den Entwurf zur Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes und weiterer Vorschriften beschlossen, das Gesetz soll voraussichtlich zum Jahresbeginn 2026 in Kraft treten. Zentrale Inhalte der Gesetzesänderungen umfassen das Kita-Chancenjahr, den Willkommensgutschein sowie eine verbindliche Sprachförderung. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Verbesserung des Personalschlüssels für Kinder unter drei Jahren sowie der Neuausrichtung der Personalzuschläge. Das Kitaförderungsgesetz ergänzt die bereits beschlossene Schulgesetznovelle und trägt so zu einer Stärkung der gesamten Bildungskette bei.

Leitbild für Kooperation von Jugendhilfe und Schule unterzeichnet
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, und Elvira Berndt, Vorsitzende des Landesjugendhilfeausschusses, haben vergangene Woche das Leitbild für die Kooperation von Jugendhilfe und Schule unterzeichnet. Es definiert berlinweit gültige Grundsätze für die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule von der Kinder- und Jugendorientierung über die multiprofessionelle Kooperation bis hin zu gemeinsamen Konzepten und Strukturen der Zusammenarbeit. Mit dem Leitbild verbinden die Akteure aus der Jugendhilfe und der Schule das Ziel, die Basis für die gemeinsame Bildungs-und Erziehungsarbeit zu etablieren und dadurch Bildungs- und Erziehungschancen für alle Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu stärken.

Spandaus 32. Grundschule feierlich eröffnet
Zum Schuljahresbeginn ist die 32. Grundschule Spandaus mit bislang rund 180 Schüler/-innen in den laufenden Betrieb gestartet, nun ist sie auch feierlich eröffnet worden. Der viergeschossige Compartment-Neubau bietet insgesamt 432 neue Schulplätze und ist der erste seiner Art im Bezirk. Der hohe Vorfertigungsgrad und die modulare Bauweise ermöglichten eine wirtschaftliche und zügige Umsetzung des Bauvorhabens in knapp zwei Jahren. Lediglich die Fertigstellung aller Schulhofflächen und Zuwegungen dauert derzeit noch an, sollen aber bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Erstes Selbstvertretungsgremium der stationären Jugendhilfe gewählt
Bei einem Treffen im Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg haben rund 40 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren aus verschiedenen stationären Einrichtungen eine erste Selbstvertretung gewählt. Das neue Gremium vertritt künftig die Interessen junger Menschen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit und will sicherstellen, dass die Sichtweisen und Anliegen der Kinder und Jugendlichen mehr Gehör finden.

Berliner Schülerinnen unter neu ernannten Anne Frank Botschafter/-innen
Das Anne Frank Zentrum hat 39 Jugendliche aus sieben Bundesländern zu Anne Frank Botschafter/-innen ernannt. Die jungen Menschen haben in den letzten Monaten mit Unterstützung des Anne Frank Zentrums eigene Projekte zur Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus sowie für eine demokratische Gesellschaft und gegen Diskriminierung realisiert. Unter den neu ernannten Botschafter/-innen sind auch drei Schülerinnen aus Berlin, die für ihr Projekt „Stadtspaziergang mit Eis – jüdisches Leben erleben statt urteilen“ ausgezeichnet wurden.

Sieben Schulen erhalten Qualitätssiegel Berlin für exzellente Berufliche Bildung
Staatsekretärin Christina Henke zeichnete in dieser Woche die Bröndby-Schule sowie die Berlin Cosmopolitan School erstmal mit dem Gütesiegel aus, die Gemeinschaftsschule Campus Hannah Höch, die Georg-Klingenberg-Schule, die Hufeland-Schule, die Hugo-Gaudig-Schule sowie die SchuleEins wurden erfolgreich rezertifiziert. Mit dem Qualitätssiegel werden weiterführende Schulen ausgezeichnet, die herausragende Arbeit in der Berufs- und Studienorientierung aufweisen. Zum Schuljahr 2025/26 tragen nun insgesamt 46 Berliner Schulen diesen Titel.

Lehrkräfte und Schüler/-innen für besonderes Engagement in MINT-Fächern ausgezeichnet
Staatssekretärin Christina Henke hat in dieser Woche Solveg Schlinkse (Annedore-Leber-Grundschule) für ihr herausragendes Engagement in der Mathematikförderung im Grundschulbereich sowie Carolin Gerbe (Dreilinden-Gymnasium) für ihr herausragendes und langjähriges Engagement am außerschulischen Lernort NatLab der Freien Universität Berlin geehrt. Darüber hinaus wurden insgesamt 65 Schüler/-innen aus 21 Schulen ausgezeichnet, die das MINT-EC-Zertifikat mit Auszeichnung erworben haben. Die Preisverleihung war Teil der Festveranstaltung „Berliner MINT-Talente 2025“, die von der Senatsbildungsverwaltung gemeinsam mit dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC e.V. ausgerichtet wurde.

Schülerlabor-Netzwerk GenaU aus Berlin erhält Auszeichnung der Körber-Stiftung
Mit der Ausschreibung “MINT-Regionen wirken!” zeichnet die Körber-Stiftung Beispiele vorbildlicher Netzwerkarbeit für die MINT-Bildung aus. Das nun ausgezeichnete Projekt „NATürlich Ausbildung“ des Schülerlabor-Netzwerks GenaU ermöglicht es, Berliner und Brandenburger Schülerinnen der Klassenstufen 9 bis 13 naturwissenschaftliche Ausbildungsberufe direkt am Arbeitsplatz zu erkunden. Über ein Schulhalbjahr hinweg haben sie die Möglichkeit, Frauen zu treffen, die in MINT-Ausbildungsberufen arbeiten. Durch persönliche Begegnungen und das Eintauchen in den Arbeitsalltag erweitern die Mädchen ihren Blick auf berufliche Möglichkeiten im naturwissenschaftlichen Bereich.

Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik geht in eine neue Runde
Mitte September ist der Schulwettbewerb „Eine Welt für alle“ in seine zwölfte Runde gestartet und lädt Schüler/-innen sowie Schulen deutschlandweit dazu ein, sich dem Thema Desinformation aus einer globalen Perspektive zu nähern. Gesucht werden Beiträge, die auf Fakten basieren, Mut machen und andere junge Menschen zum Handeln motivieren. In der Darstellungsform sind Teilnehmende vollkommen frei, eine Teilnahme ist in insgesamt vier Alterskategorien möglich. Auf die Gewinner/-innen warten Preise im Gesamtwert von 50.000 Euro. Die aktuelle Wettbewerbsrunde läuft bis Ende Februar 2026.

Start des 73. Europäischen Wettbewerbs
Deutschlands ältester Schüler/-innenwettbewerb geht in neue Runde. 13 Aufgaben bieten die Möglichkeit, sich kreativ und altersgerecht mit dem Thema „Menschenrechte“ auseinanderzusetzen. Methodische Vielfalt ist dabei ausdrücklich erwünscht: Ob Bild, Text oder Video, Podcast, Comic oder Plakat – alle Ausdrucksformen sind willkommen. Lehrkräfte erhalten im Herbst Unterstützung durch vier Online-Fortbildungen, die praxisnahe Impulse für die Umsetzung im Unterricht liefern.

Save the date: Klimazukunftskonferenz 2025
Mit spannenden Workshops, wissenschaftlichen Vorträgen, Mitmachständen sowie der Möglichkeit zur Vernetzung und Planung eigener Aktivitäten bietet die Klimazukunftskonferenz ein vielseitiges Programm für Kinder und Jugendliche der Klassen 5 bis 13. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Themen wie Klimagerechtigkeit, Nachhaltigkeit im Schulalltag sowie schulischer Umgang mit der Klimakrise. Die Klimazukunftskonferenz wird von der Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung (KATE) e.V., der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie der Stiftung Planetarium Berlin veranstaltet. Die Konferenz findet dieses Jahr am 25. November statt, die Anmeldung wird voraussichtlich ab Ende September möglich sein.

Online-Befragung zum Berufswechsel in die Kinderbetreuung
Das Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen sucht Personen, die aus anderen Berufen/Branchen in die frühkindliche Bildung/Erziehung (KiTa) gewechselt sind und Ihre Erfahrungen teilen möchten. Gesucht werden Berufstätige, bei denen dieser Wechsel nicht länger als 10 Jahre zurückliegt, und die dafür eine berufliche Qualifikation erworben haben oder aktuell noch im Qualifizierungsprozess (z.B. Ausbildung) sind. Die Online-Befragung ist anonym und dauert rund 10-15 Minuten. Eine Teilnahme ist noch bis zum 10. Oktober 2025 möglich.

Termine

27. September, 0.05 – 3 Uhr: Deutschlandfunk Kultur: Eine Lange Nacht über Sektenaussteiger/-innen Im Mittelpunkt dieser Episode der Deutschlandfunk-Produktion „Lange Nacht“ steht das Thema Sektenausstieg. Unter anderem spricht die SektenInfo Berlin über sektenhafte Strukturen und Möglichkeiten, diese zu verlassen. Neben der Live-Ausstrahlung steht die Sendung im Anschluss auch als Podcast zur Verfügung.

30. September, 9 – 18 Uhr: Beratungstag zum „Tag der Legasthenie und Dyskalkulie“ Anlässlich des vom Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie ins Leben gerufenen Aktionstags bietet das Duden Institute Beratungsveranstaltungen für Eltern an. In persönlichen Gesprächen erfahren Eltern, was eine Rechenschwäche oder Lese-Rechtschreib-Schwäche ist und welche Diagnose- und Therapiemöglichkeiten es für Kinder und Jugendliche gibt. Erfahrungswerte bestehen auch für Kindern, die beides zugleich haben. Die Beratungen sind kostenfrei und können sowohl vor Ort als auch online durchgeführt werden.

7. / 9. Oktober, 17 – 19 Uhr: Crashkurs ABC für Eltern und Elternvertretungen in Berliner Schulen Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für Elternmitwirkung in der Schule interessieren und sich einen Überblick über die Möglichkeiten verschaffen wollen. Besprochene Themen reichen von Aufgaben der Elternvertretung über Planung einer Klassenelternversammlung bis hin zur GEV und weiteren Schulgremien. Vorwissen ist für die Teilnahme nicht erforderlich. Die Veranstaltung wird an zwei Terminen angeboten und findet online statt.

11. Oktober, 9 – 15.30 Uhr: Berlin-Tag 2025 Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie lädt zu Deutschlands größter Berufs- und Informationsmesse im Bildungsbereich ein. Interessierte erwarten umfassende Informationen, Vorträge und individuelle Beratungen rund um einen beruflichen Einstieg. Ob Ausbildung, Studium oder Quereinstieg – wer sich für eine Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen interessiert, trifft hier auf unterschiedlichste Arbeitgeber und kann sich direkt vor Ort beraten lassen. Spontanbesuche sind möglich, eine kostenlose Vorabbuchung wird jedoch empfohlen.

13. Oktober, ab 20 Uhr: Mama, was ist los mit dir? Mit Kindern über psychische Probleme reden Gute Eltern wollen alle sein, einfach ist dies aber nicht, denn auch Mütter und Väter haben schlechte Zeiten, fühlen sich niedergeschlagen, sind durcheinander oder trinken mehr Alkohol als gut für sie ist. Kinder merken, wenn es ihren Eltern nicht gut geht, richtig verstehen können sie es aber erst, wenn sie altersgemäß informiert werden. In diesem Online-Seminar erhalten Eltern im Austausch mit Psychologe Andreas Schrappe Informationen zu einer altersgerechten Kommunikation von psychischen Belastungen.

13. – 17. Oktober: Jüdisches Museum Berlin on.tour Seit mehr als 15 Jahren bietet das Jüdische Museum Berlin im Rahmen des Programms JMB on.tour mobile Bildungsangebote an Schulen an. Mitte Oktober ist das Team mit neuen Workshops im Berliner Stadtgebiet unterwegs, eine Anmeldung für die Berliner Tourstopps ist ganzjährig möglich. Die Workshops und die mobile Ausstellung richten sich an Jugendliche ab 12 Jahren sowie junge Erwachsene. Das Repertoire umfasst insgesamt vier Workshops für vier Klassen, die jeweils ca. drei Schulstunden in Anspruch nehmen. Das Angebot ist inklusiv und kostenfrei.

13. – 18. Oktober: #ErasmusDays 2025 Die ErasmusDays bilden eine sechstägige Veranstaltungsreihe, die Schulen sowie andere Einrichtungen nutzen, um den mit Erasmus gelebten Austausch in Europa sichtbar zu machen. Mit mehr als 10.000 Aktivitäten rund um Europa und Erasmus+ gab es vergangenes Jahr einen neuen Rekord. Alle angemeldeten Aktivitäten werden auf der Website gesammelt und sind von dort aus einsehbar. Auch eigene Aktivitäten, egal wie groß oder klein, können noch angemeldet werden.

14. Oktober, 18 – 20 Uhr: Politischer Abend des Landesjugendrings Berlin Der Landesjugendring Berlin lädt zum Politischen Abend unter dem Motto „Demokratie? Nur mit uns! Jugendverbände stärken. Zivilgesellschaft sichern.“ ein. Im Refugio Berlin diskutieren Vertreter/-innen aus Politik, Verwaltung, Fachpraxis und Jugendverbänden, welchen Beitrag Jugendverbände für junge Menschen, die Gesellschaft und eine lebendige Demokratie leisten und welche Rahmenbedingungen sie dafür benötigen.

16. Oktober, 18 – 19.30 Uhr: Zu jung, zu arm, zu leise? Junge Menschen als politische Minderheit In der Reihe „Wer darf mitreden?“ wirft die Landeszentrale für politische Bildung einen Blick auf junge Menschen als politische Akteur/-innen. Obwohl sie die Zukunft tragen, werden ihre Stimmen in politischen Debatten häufig nicht ernst genommen. Wie hängen Alter, soziale Herkunft und politische Repräsentation zusammen? Was ändert sich durch ein Wahlrecht ab 16? Und wie können junge Menschen selbstbestimmt Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen nehmen? Die Veranstaltung lädt ein, über Macht, Mitbestimmung und eine Politik zu sprechen, die alle Generationen im Blick hat.

Fortbildungen / Fachtage

Beteiligungs-Lunch: Innovative Methoden der digitalen Jugendbeteiligung am 30. September
Der Beteiligungs-Lunch bietet einen Raum, in dem sich Akteur/-innen der außerschulischen Jugendbildung fachlich über die verschiedensten Innovationspotentiale, Perspektiven und Methoden der Jugendbeteiligung in Berlin austauschen können. Als Diskussionsgrundlage dieser Session stellt der Gründer des „Politik zum Anfassen e. V.“, Gregor Dehmel, die Plattform kommuki.de vor, die als Open-Data-Plattform seit 2009 Metadaten zu Jugendbeteiligungs-Projekten sammelt und sie mit Hilfe von Suchfunktionen und einem KI-Chatbot kostenfrei zur Verfügung stellt. Gemeinsam stellen sich Teilnehmende die Frage: Welchen Nutzen und welche Grenzen haben Natural Language Processing und Large Language Modells bei der Konzeption und Umsetzung von Jugend-Beteiligungsprojekten?

Aus der Schule in den Beruf – Diskriminierungskritische Schulentwicklung weiterdenken am 1. Oktober
Was passiert, wenn wir Berufsorientierung diskriminierungskritisch weiterdenken? Was heißt es konkret für den Schulalltag und welche ersten Schritte können gemacht werden, um den Übergang von Schule zu Beruf diskriminierungskritisch zu gestalten? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, lädt das Team von Berlin braucht Dich! NEO vom BQN – Zentrum für Diversitätskompetenz zu dieser Netzwerkveranstaltung ein. Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte, Berater/-innen im Bereich Berufsorientierung/ -beratung sowie Ansprechpersonen für Antidiskriminierung und Diversity.

Deutscher Kitaleitungskongress 2025 am 7. + 8. Oktober
Der Deutsche Kitaleitungskongress ist die größte Fachveranstaltung für Kitaleitungen, Fachberatungen und Trägervertretungen im deutschsprachigen Raum. Zahlreiche Speaker/-innen informieren zu zukunftsweisenden Themen, Workshops versprechen sofort anwendbare Lösungen für den eigenen Kita-Alltag. Eine umfangreiche Kongressdokumentation mit Vortrags-Präsentationen und zahlreichen praxiserprobten Arbeitshilfen bietet auch über den Kongressbesuch hinaus Unterstützung für den Arbeitsalltag.

Fachtag Medizinische Kinderschutzhotline am 8. Oktober (Anmeldung bis 30. September)
Im Rahmen des Fachtages, der sich rund um Notfälle im Kinderschutz dreht, erwarten Teilnehmende Vorträge verschiedener Referent/-innen aus unterschiedlichen Berufsgruppen. Unter anderem wird es um körperliche Warnsignale für Kindeswohlgefährdungen, psychiatrische Krisen, Kinderschutz in der Notfallmedizin sowie Eilentscheidungen in Kindesschutzfällen oder das Zusammenspiel von Frühen Hilfen und Schutzauftrag gehen. Die Veranstaltung wird per Streaming kostenfrei zugänglich gemacht, für eine Präsenzteilnahme stehen einige wenige Plätze zur Verfügung. Den Link für die Teilnahme erhalten Interessierte nach einer verbindlichen Anmeldung.

Fachtag Kinder von Inhaftierten am 8. Oktober
Im Rahmen des von der Freien Hilfe Berlin e.V. organisierten Fachtages geht es die systemübergreifende Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Justiz. Mit Impulsen aus der Praxis soll ein lebendiger Diskurs entstehen, der die aktuellen Rahmenbedingungen analysiert und Perspektiven für die Zukunft eröffnet. Um eine Anmeldung vorab per Mail wird gebeten.

Beteiligungs-Lunch: Kolonialismus als Gegenstand partizipativer politisch-historischer Bildung am 8. Oktober
Der Beteiligungs-Lunch bietet einen Raum, in dem sich Akteur/-innen der außerschulischen Jugendbildung fachlich über die verschiedensten Innovationspotentiale, Perspektiven und Methoden der Jugendbeteiligung in Berlin austauschen können. In dieser Session steht der Kolonialismus als Gegenstand partizipativer politisch-historischer Projekte im Mittelpunkt. Zu Gast ist Mit-Organisatorin der Fachtagung „Kolonialismus und Pfadfinden“, Andrea Ries, die in diesem Zusammenhang Tagungsergebnisse vorstellen wird.

Bundestagung Inobhutnahme am 9. + 10. Oktober
Die Bundestagung der Fachgruppe Inobhutnahme wird sich mit zentralen Fragen der Inobhutnahme aus Praxis und Theorie beschäftigen und gemeinsam nach Lösungen für zunehmende Herausforderungen im Arbeitsfeld suchen. Mit Fachvorträgen, Workshops, Fachforen und einer abschließenden Podiumsdiskussion wird der Raum geöffnet für einen vielfältigen und fachlich fundierten Austausch. Die Tagung findet in Erkner bei Berlin statt und richtet sich an öffentliche und freie Träger der Jugendhilfe sowie weitere Vertreter/-innen aus Praxis und Wissenschaft.

Speed-Dating „Lehrkräfte treffen Unternehmensvertreter/-innen“ am 14. Oktober
In der Fortbildungsveranstaltung tauschen sich Schulverantwortliche und Unternehmensvertreter/-innen zu Themen der beruflichen Orientierung wie Betriebserkundungen, Praktika, Schulbesuche von Experten/-innen aus den Betrieben, schulinterne Ausbildungsmessen oder Schülerfirmen aus. In individuellen Gesprächen mit Vertreter/-innen der Unternehmen entwickeln die Lehrer/-innen konkrete Angebote und Projekte für die eigene Schülerschaft und initiieren Schulkooperationen.

Online-Forum Qualitätsentwicklung „Schulmittagessen für alle?“ am 15. Oktober
Im Rahmen des Berliner Tages der Schulverpflegung veranstaltet die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin das Online-Forum Qualitätsentwicklung zum Thema: „Schulmittagessen für alle?! Zugänge ermöglichen und eine chancengerechte Ernährungsumgebung schaffen“. Eingeladen sind Schulleitungen, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte sowie Mitglieder von Mittagessensausschüssen an Berliner weiterführenden Schulen, Eltern, Mitarbeitende der bezirklichen Schulträger und alle, die am Thema interessiert sind.

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