Spielplan

TuD und WABE, Eingang Interkukturelles Haus Pankow, Schönfließer Straße 7

TuD und WABE, Eingang Interkukturelles Haus Pankow, Schönfließer Straße 7

Das Theater unterm Dach ist am Standort Danziger Straße wegen Sanierungsarbeiten geschlossen.

Die aktuelle Spielstätte befindet sich im InterKULTURellen Haus Pankow, in der Schönfließer Straße 7, 10439 Berlin.
Wir teilen uns den Ort während der Sanierungszeit mit der WABE.

Eintritt: 15,00 € / 10,00 € (ermäßigt) / 5,00 € (Sonderpreis)

SIEGFRIED | von Stephan Thiel und Thomas Georgi

Wiederaufnahme-Premiere: Donnerstag, 01.10.2026, 20.00 Uhr
Weitere Vorstellung: Freitag, 02.10.2026, 20.00 Uhr

Stückentwicklung
Siegfried
von Stefan Thiel und Thomas Georgi

Basierend auf wahren Begebenheiten: Der Tenor ist aus­gefallen, deshalb muss der Regie­assistent kurzfristig die Rolle des “Siegfried” in Richard Wagners Oper über­nehmen. Hin- und her­gerissen zwischen Political Correctness und persönlicher Prägung er­scheint die Aufgabe riesig – und die Zeit ist knapp!

Gleichzeitig wird der junge Protagonist von Dating-Coaches mit vermeint­lich hilfreichen Tipps zu “moderner Männlichkeit” versorgt. Es ist so schwer, ein Mann zu sein – bei all den neu­modischen Rollen­bildern sieht ja kein Mensch mehr durch. Gut, dass es noch Vorbilder gibt, an die man sich halten kann: “Siegfried” in Richard Wagners Version beispiels­weise. Könnte er vielleicht als Orientierung dienen? Stark, mutig, furchtlos und blond.

Doch Moment – was passiert eigentlich in dieser Oper? Und war Wagner nicht Antisemit? Die Probe für den großen Auftritt wird zur Heraus­forderung und zur Aus­einander­setzung mit Wagners Welt­sicht und der Frage, warum sich über­kommene Geschlechter­klischees so hart­näckig halten können.

Figurentheater, Esther Nicklas: Socke, Mond und Sterne

Montag, 05.10. und Dienstag, 06.10.2026, 11.00 Uhr

KiA – Theater für junges Publikum
Socke, Mond und Sterne
Materialtheater für Kinder von 2 bis 5 Jahren

Spiel: Esther Nicklas
Regie: Kristina Feix
Kostüm: Heather MacCrimmon

Eine Socke, ein Schirm, ein Tüten­wimmel, eine Gummi­leine mit Wäsche­klammern, Stroh­halme, und eine gri-gra-große Tasche laden auf Entdeckungs­reise ein. Die Spielerin malt mit Dingen des täglichen Gebrauchs Bilder in den Bühnen­raum. Mit viel Bewegung und wenigen Worten entsteht ein clownes­kes Spiel über das An­kommen und Bleiben. Kleine Wort­spiele machen Lust auf Sprache.

Das „Reinplappern“ ist kalkuliert, denn die Interaktion zwischen Kindern und Spielerin steht im Mittel­punkt dieses sinn­lichen Wasser­festes, dessen Haupt­rolle eine Socke spielt. Ideal für die spiel­zeug­freie Zeit.

Being Orlando – Ein feministisches Monodrama für Männer | Bild 1

Samstag, 10.10. und Sonntag, 11.10.2026, 20.00 Uhr

BEING ORLANDO – Ein feministisches Monodrama für Männer

Mit: Valentin Kleinschmidt
Text und Regie: Tjana Thiessenhusen
Bühne: Sarah Methner und Tjana Thiessenhusen

„Und was ich wirklich am meisten vermisse? Einfach mal im Stehen irgendwo hinpissen zu können.“

Wie viele Leben passen in einen Körper?

Orlando ist Schau­spieler und versucht, sich in einer Rolle zu behaupten, die zu­nehmend brüchig wird: die des Mannes. Zwischen Bühne und Alltag gerät sein Selbst­bild ins Wanken. Erwartungen, Projektionen und eigene Ansprüche beginnen sich zu widersprechen. In einem Strom aus Sprache, Bildern und Musik durchläuft Orlando der linearen Zeit­messung enthoben ver­schiedene Leben, bis sich seine Perspektive grund­legend verändert. Orlando wird über Nacht zur Frau. Und plötzlich wird Orlandos Welt eine völlig andere.

»Being Orlando«, inspiriert von Virginia Woolf’s Roman »Orlando«, ist ein Soloabend über Zuschreibungen und Selbst­entwürfe, über Identität, Macht und Verletzlich­keit – und über die Frage nach dem „wahren Ich“.

I:RAN von Salome Dastmalchi

Premiere: Samstag, 24.10.2026, 20.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 25.10. und 26.10.2026, 20.00 Uhr

Stückentwicklung
I:RAN
Eine persönliche Stückentwicklung von Patrick Khatami und Salome Dastmalchi

Text und Regie: Salome Dastmalchi
Spiel / Mitarbeit Text: Patrick Khatami
Bühne: Shila Khatami
Sound: Eliah Dastmalchi & Linus Bahr

Patrick Khatami ist ein sogenannter „Deutsch-Iraner“, Sohn eines iranischen Vaters und einer deutschen Mutter, in Deutsch­land geboren und noch nie im Iran gewesen. Ganz im Sinne einer modernen und diversen Gesell­schaft em­pfindet er sich tat­säch­lich auch als beides: deutsch und iranisch. Jedoch ist dieses Gefühl durch­drungen von einer ständigen Ambi­valenz, welche sich als kräfte­zehrend heraus­stellt, gleich­zeitig ent­stehen dadurch Resonanz­räume, die nur auf­grund einer Interkul­turalität möglich sind. Eine in die Realität umsetz­bare Ver­bindung zum Iran selbst und das Kennen­lernen der Heimat seines Vaters erscheint durch die Brutalität des Islamischen Regimes als un­erreichbar, eine Reise dorthin wäre zu riskanter, und so existiert der Iran nur als eine ferne Imagination. Dies gilt auch für die Generation von Khatami’s Vater, deren Er­fahrungen hinsichtlich institutioneller Gewalt und Repression derer gleichen, die jüngst im Iran protestiert haben und dabei gnaden­los und blutig nieder­ge­schlagen wurden.
In diesem Stück geht es um das Dazwischen-Sein, die Frage nach der Herkunft und Zu­gehörig­keit und die tragende Rolle Patrick Khatami’s iranischen Vaters hierbei. Es geht um die ewige Sehn­sucht nach einem Land, das nicht befreit und vermut­lich niemals besucht werden kann.

SAN PAOLO – Das Martyrium von Pasolini

Premiere: Donnerstag, 29.10.2026, 20.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: Freitag, 30.10. / Samstag, 31.10. / Sonntag, 01.11.2026, 20.00 Uhr | Ort: Heizhaus der Uferstudios, Uferstraße 23, 13357 Berlin | Eintritt frei

Uraufführung
SAN PAOLO – Das Martyrium von Pasolini
von David Stöhr und Dirk Brauner
– Sprachen auf der Bühne: Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Italienisch –
Mit Übertiteln in Deutsch und Englisch

Regie: David Stöhr | Dramaturgie: Dirk Brauner
Mit Javeh Asefdjah, Jared McNeill, Jules* Elting, Tiziano Portas
Stimme: Angela Winkler
Bühnenbild / Kostümdesign: Marie-Luce Theis | Video: Sébastien Dupouey
Musik / Sounddesign: Lasse Winkler | Choreografie: Evelin Facchini
Regieassistenz: Jay Mayhew, Alberto Afferni

Was wäre, wenn ein Faschist plötzlich zum Antifaschisten würde? Würden wir ihm glauben?

Der italienische Schriftsteller und Regisseur Pier Paolo Pasolini (1922-1975) glaubte, dass der Heilige Paulus heute hier unter uns ist und dass seine Bekehrung – vom Verfolger des Glaubens zum Verkünder des Glaubens – noch immer stattfindet. Er arbeitete an einem Drehbuch, in dem die Apostel­geschichte in der Nazizeit beginnt und sich bis in seine eigene Zeit im Europa der Nach­kriegs­zeit erstreckt.

Allerdings gelang es ihm nie, sein Drehbuch fertig­zu­stellen. Er wurde unter bis heute ungeklärten Um­ständen ermordet. Aber können wir ernsthaft glauben, dass er nicht von Faschisten ermordet wurde? Und was wäre, wenn Pasolinis Mörder heute wieder an die Macht kämen?
Das Ensemble – unter der Leitung von Regisseur David Stöhr und Dramaturg Dirk Brauner – untersucht in einer Mischung aus Theater, Tanz, Video und Klangkunst, wie eine paulinische Bekehrung heute angesichts eines wieder­auf­lebenden Faschis­mus aus­sehen könnte.

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SAN PAOLO ist eine Produktion von Dirk Brauner & David Stöhr, gefördert vom Hauptstadtkulturfonds, in Koproduktion mit Theater unterm Dach, in Zusammenarbeit mit PSD Collective/Uferstudios GmbH, mit freundlicher Unterstützung von Silvia Kohlberger & Stefan Detzel.

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Hinweis zur Barrierefreiheit: Das Heizhaus ist über zwei Rampen zugänglich. Die erste Rampe ist 6,60 m lang und verfügt über eine Steigung von 5,2 %, die zweite Rampe ist 6,80 m lang mit 6 %igem Neigungswinkel.

... dass alles seine Ordnung hat. – Ein Projekt von Astrid Endruweit und Susi Claus | Pomsel und Maschmann

Freitag, 06.11. und 17.11.2026, 20.00 Uhr

KiA – Theater für junges Publikum
… dass alles seine Ordnung hat. – Ein Projekt von Astrid Endruweit und Susi Claus für Jugend­liche ab 13 Jahren und Erwachsene

Konzept und Idee, Dramaturgie und Spiel: Susi Claus und Astrid Endruweit
Puppenbau und künstlerische Mitarbeit: Judith Mähler
Projektbegleitung & Lichtgestaltung: Jana Oppermann
Abenddramaturgie & Vermittlung: Kathrin Goosses

Deutschland 1933-45. NS-Täter erzählen.

„Das alles seine Ordnung hat“ befasst sich mit Tätern des NS-Regimes. Das Stück zeigt, wie Pflicht­gefühl, Karriere­streben, Gruppen­druck und Ab­stumpfung den Vernichtungs­apparat – vom Schreib­tisch bis zur Rampe – mit unheim­licher Normali­tät und büro­kratischer Ordnung am Laufen hielten. Im Zentrum steht die Frage, wie „ganz normale“ Menschen zu Rädern in dieser Maschinerie wurden.

Zwei alte Frauen, Mit­läuferinnen des Systems, unter­halten sich über ihre begeisterte Jugend, erzählen von Auf­märschen, von jugend­lichem „Vorwärts­kommen“, vom Weg­sehen und radikalen Aus­schalten der eigenen Gefühle.

Ein ehemaliger KZ-Aufseher blickt zurück. Wir versuchen zu verstehen, wie aus einem jungen Volks­deutschen ein Mörder, der „Schrecken von Auschwitz“, wurde.
Wir fragen. Versuchen, zu verstehen. „Das alles seine Ordnung hat“ ist eine dokumen­ta­rische Theater-Montage aus Biografien, Tage­büchern, Zeit­zeugen­berichten, historischen Dokumenten und eigenen, ganz persön­lichen Gedanken.

Schau mich an | Bild 10

Samstag, 07.11.2026, 20.00 Uhr

KiA – Theater für junges Publikum
Schau mich an – von Steffi Sembdner

Choreographie/Tanz: Steffi Sembdner
Co-Choreographie/Tanz: Claudia Garbe und Johanne Timm
Dramaturgie: Claudia Garbe
Produktionsleitung und Choreographische Assistenz: Anja Kolmanics
Sound: Vera Pulido

Was steckt hinter dem, was ich von außen sehen kann? Bin ich erst wer, wenn ich was habe und die teuersten Klamotten trage? In „Schau mich an!“ wühlen sich drei Tänzerinnen durch einen Berg von Kleidung. Sie tragen, verknoten, ver­heddern sich, bauen sich auf, übertrumpfen sich, sind zusammen und doch wieder allein: Ein bewegtes Spiel zwischen selbst­darstelleri­schen Posen, dem Wunsch, dazu­zu­gehören und der Suche nach dem eigenen Ausdruck. Ein Tanzstück, das Mut machen soll, die eigene Stimme zu erheben. Denn eine innere Haltung kann ich mir nicht kaufen; einen Körper und eine Stimme auch nicht. Mich aus­zu­drücken, ist etwas, das mir niemand nehmen kann.

Spielzeit 2026 / 2027

Theater unterm Dach

Ansprechpartner:
Thorsten Schlenger

Wegen Sanierungsarbeiten ist das Theater unterm Dach am Standort Danziger Straße 101 geschlossen.

Seit April 2026 finden Sie uns an der neuen Spielstätte: Interkulturelles Haus, Schönfließer Straße 7.

Zugang nicht rollstuhlgeeignet Die Interimsspielstätte ist nicht barrierefrei. Sie befindet sich im 3. Stock eines denkmalgeschützten Schulgebäudes, das keinen Aufzug besitzt.

Verkehrsanbindungen

Tickets

Eintrittspreise
Normalpreis: 15,- €
Ermäßigt: 10,- €
Studenten, Azubis, Arbeitslose
Sonderpreis: 5,- €
Schüler­sonder­ticket mit Schüler­ausweis I und berlinpass-Inhaber

Kinderveranstaltungen:
Kinder: 5,- €
Erwachsene: 8,- €

Bei Gastspielen und Sonder­ver­an­stal­tun­gen können die Preise abweichen.

Online-Reservierung
oder per E-Mail

Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vor­stellungs­beginn. Es ist aktuell nur Barzahlung möglich.

Kartentelefon: (030) 90295-3820

Vorbestellte Karten bitte bis spätestens 30 Minuten vor Beginn abholen.

Newsletter des Amtes für Weiter­bildung und Kultur Pankow