T4. Ophelias Garten

von Pietro Floridiea aus dem Italienischen von Kirsten Düsberg

Mit: Neele Buchholz (Ophelia), Maja Zećo (Gertrud) und Sandra Bourdonnec
Regie: David Stöhr
Dramaturgie: Dirk Brauner
Bühne und Kostüm: Saskia Göldner
Musik und Komposition: Lasse Winkler
Video: Florian Baumgarten, Moritz von Dungern
Fotos: Daniela Buchholz
Deutsche Übersetzung: Kirsten Maria Düsberg

Premiere: 27. Januar 2023

T4. OPHELIAS GARTEN ist die deutsche Erst­auf­führung eines Theater­stücks von Pietro Floridia, das die national­sozialis­tische Mordaktion T4 seziert.
Zwischen Azaleen und Lilien versucht Ophelia (Neele Buchholz) mit­hilfe von Kranken­schwester Gertrud (Maja Zećo) der Zentrale jener Büro­kraten und Ärzte zu entgehen, die in der Tiergartenstraße 4, Berlin, nach ideolo­gi­schen Maß­stäben „ökono­mischer Brauch­barkeit“ über Leben und Tod ent­schieden.

Die Inszenierung von David Stöhr und Ensemble behandelt dabei die Frage, wie das Ver­brechen an psychisch Erkrankten, geistig und körperlich be­hin­derten sowie „rassisch“ und sozial un­er­wünsch­ten Personen aus einer Position der Betroffen­heit heraus dar­ge­stellt werden kann.

Freitag, 2. Juni 2023

Medizin für den Volkskörper: Täter*innenperspektiven

Kernbestandteil der NS-Medizin und Pflege war die Gesund­heit des Volks­körpers. Der einzelne Körper wurden der soge­nannten „Rassen­hygiene“ unter­geordnet, die es Täter*innen erlaubte, Formen von körper­lichen, psychischen und sozialen Anomalien als defizitär zu patholo­gisieren und damit negative eugenische Maß­nahmen wie Zwangs­sterilisation und „Euthanasie“ zu legitimieren. Bis heute wirkt dieses defizit­orientierte Denken der Täter*innen nach und steht einer kritischen Auseinander­setzung immer noch im Wege.

Mit: Prof. Dr. Petra Fuchs und Robert Parzer | Moderation: Henning Schmidt

Samstag, 3. Juni 2023

Isolation, Integration, Inklusion, …? Der lange Weg zur Selbstbestimmung

Die Rechte von Menschen mit Behinde­rungen mussten erkämpft werden. Sie wurden lange Zeit aus­ge­grenzt und danach von pro­fessio­nellen Helfer*innen in Sonder­ein­rich­tungen betreut. Erst die interna­tionale und nationale Behin­derten­be­wegung führte zu einer Deinstitutionali­sierung, die eine Selbst­be­stimmung und wirkliche Teil­habe ermög­lichte. Mit der UN-Behinderten­rechts­konvention wurden umfang­reiche Rechte zu­ge­sprochen, die Verwirk­lichung dieser dauert bis heute an.

Mit: Anneliese Mayer und Neele Buchholz | Moderation: Henning Schmidt

Mit Übertiteln in Englischen und Einfacher Sprache.

DGS-Video-Übertitel. Bereitgestellt durch Panthea
gefördert durch:
Fonds Darstellende Künste #TakeHeart | Prozessförderung
Lottostiftung Berlin
Bezirksamt Pankow von Berlin – Fachbereich Kunst und Kultur – Theater unterm Dach
Die Produktion wird unterstützt von der Firma Signia

T4. Ophelias Garten - Screenshot

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