Die Parkanlagen und Grünflächen in den Ortsteilen des Bezirks

Nord-Süd-Grünzug

Friedenau

Friedrich-Wilhelm-Platz

Der Platz bildet den Mittelpunkt Friedenaus und wird von der Hauptverkehrsstraße Bundesallee umführt. Benannt wurde er nach dem Deutschen Kaiser Friedrich III., der als preußischer Kronprinz zur Zeit der Platzbenennung die Vornamen Friedrich Wilhelm führte.

Mitten auf dem Platz befindet sich die evangelische Kirche zum Guten Hirten. Als Kennzeichen erblickt man bei ihr einen 70 Meter hohen Turm. Errichtet wurde sie 1893, im neogotischen Stil, nach einem Entwurf von Karl Doflein.

Außerdem befindet sich auf dem Platz ein kleiner Sportplatz, der zum Fußball- und Baseballspielen einlädt. Der Platz ist geprägt von vielen Bäumen und einer schönen grünen Bepflanzung, welche es ermöglicht auch mal mitten im Straßengetümmel entspannen zu können.

Durch die direkte U Bahn-Station „U Friedrich-Wilhelm-Platz“ und vielen Buslinien, ist der Platz gut erreichbar.

Perelsplatz

Der Platz befindet sich im Nord-Osten Friedenaus. Er wurde 1907 von Fritz Zahn entworfen und gebaut. Umrandet wird die rechteckige Parkanlage von der Handjerystraße, Sarrazinstraße, Isoldestraße, Evastraße, Perelsplatz (Straße), Lauterstraße und Hähnelstraße.

Der Platz ist seit 1. Oktober 1961 nach Friedrich Justus Perels benannt. Dieser war Justitiar der Bekennenden Kirche und wurde am 23. April 1945 in Berlin-Tiergarten in einer Gestapo-Aktion erschossen.

Mitten in einer Vielzahl von Bäumen und Sträuchern gibt es einen Kinderspielplatz und einen Parkbistro. Mit schönen Sitzplätzen im Freien bietet die Grünanlage gerade im Sommer eine wahre Oase zum Entspannen und für die kleinen Besucher zum Spielen.

Am östlichen Parkzugang steht seit 1932 ein 4,20 Meter hoher Sintflutbrunnen. Dieser wurde von Paul Aichele entworfen. Auf der anderen Seite des Parks ist eine kleine Grünfläche abgeteilt, auf der ein Denkmal aus dem Jahr 1923 zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten steht.

Lichtenrade

Lichtenrader Volkspark

Der Volkspark befindet sich zwischen der Großziethener Straße, Im Domstift, Carl-Steffeck-Straße, dem Lichtenrader Graben und der Volkspark-Siedlung und ist eine wunderschöne und sehr gepflegte Anlage.

Der Trägerverein Lichtenrader Volkspark e.V. hat den Park errichtet und erhält ihn zudem. Alle BürgerInnen sind eingeladen, bei diesem Projekt mitzumachen, denn der Park ist immer noch nicht fertig. Er muss unterhalten, gehegt und gepflegt werden.

Der Landkreis Cham (Bayerischer Wald) hat eine Patenschaft für den Park übernommen und bereits viele Pflanzen, Bänke und Tische gespendet.

Der Volkspark soll weiterhin gemeinsam verschönert werden:

  • Pflanzen pflegen
  • Rasen gemähen
  • Müll sammeln
  • Sitzbänke warten

Wenn auch Sie Lust haben mit anzupacken, können Sie sich telefonisch anmelden.
Kontakt: Herr Wolfgang Spranger, Tel. 745 26 30

Weitere Kontaktdaten und Informationen zur Bürgerinitiatieve finden Sie hier.

Nachtbucht

So heißt das Waldstück des Lichtenrader Wäldchens.
Eine tolle Wanderung entlang der ehemaligen Mauer können Sie hier nachlesen. Vieleicht haben Sie sogar Lust bekommen die Strecke einmal selbst zu erkunden?

Wäldchen am Kirchhainer Damm

Durch seine Lage zur offenen Feldflur kommt dem Wäldchen in Lichtenrade speziell als Lebensraum für die Vögel des Waldes und der freien Landschaft eine besondere Bedeutung zu.

Zur Sicherung und Entwicklung der Waldfläche und der Grün- und Freiflächen hat das Bezirksamt im Jahr 2000 für dieses Gebiet einen Landschaftsplan aufgestellt. Das übergeordnete Ziel dieses Plans besteht darin, Maßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung des Lichtenrader Wäldchens und der waldbaumgeprägten Umgebung zu treffen und die historischen Bezüge zum Umland wiederherzustellen.

So sollen zwei breite Wege- und Biotopverbindungen geschaffen werden, die das Durchqueren der Kolonie enorm vereinfachen sollen. So möchte man erreichen, dass das Wäldchen als Erholungsfläche langfristig gesichert werden kann und empfindliche Bereiche der Flora und Fauna vor Trampelpfaden geschützt bleiben.

Allerdings soll die Waldstruktur auch verbessert werden. Durch die Entwicklung eines Wegesystems soll der bebaute Bereich Lichtenrades mit dem angrenzenden Landschaftsraum verbunden werden und auf diese Weise außerdem ein direkter Anschluss an die Waldbereiche der angrenzenden Gemeinden Mahlow und Großziethen geschaffen werden.

Das Siedlungsgebiet westlich des Kirchhainer Dammes soll als Gebiet mit hohem Grünanteil und dem für ihn typischen Waldcharakter erhalten werden.

Den genauen Landschaftsplan können Sie hier nachlesen.()

Mariendorf

Volkspark Mariendorf

Ansicht des Sees im Volkspark Mariendorf

Der Volkspark Mariendorf entstand zwischen 1923 und 1924. Er ist 13 Hektar groß und erstreckt sich zwischen dem Mariendorfer Damm, der Rixdorfer Straße und der Prühßstraße.

In der Nähe des Mariendorfer Damms befindet sich der Blümelteich. 1938 wurde er als erster Modellsegelteich Berlins bekannt.

Der Volkspark Mariendorf bietet viele harmonisch angeordnete Sitzmöglichkeiten, Blumenbeete, Wiesen, einen Sommerblumen-, einen Rosen- und einen Azaleen- und Sumpfpflanzengarten.

Der südöstliche Teil des Parks ist als Landschaftspark mit mehreren kleinen Pfuhlen angelegt.

Hier findet jährlich der beliebte Rocktreff statt.
Bis 2014 fand hier auch der Internationale Kulturlustgarten statt. Nun hat er in der Trabrennbahn Mariendorf eine neue Location gefunden.

Marienfelde

Freizeitpark Marienfelde

Eine Naturansicht des Freizeitparks Marienfelde

Aus einer ehemaligen Müllkippe ist der heutige Freizeitpark Marienfelde entstanden, der 1980 eröffnet wurde.

Er ist 78 Hektar groß und erstreckt sich zwischen dem Industriegebiet Marienfelde und dem Diedersdorfer Weg.

Auf dem Gelände gedeihen eine artenreiche Heimatflora und -fauna. Aufmerksame ForscherInnen können hier seltene und sogar teilweise gefährdete Tier- und Pflanzenarten entdecken.

Hier wechseln sich Laubwald mit Schlehdorn, Flieder und Sanddorn ab. Zu finden sind hier zahlreiche Wiesen und Teiche und natürlich den 87 Meter hohen Berg, der “Marienfelder Alpengipfel”. Dieser wird im Winter als 200 Meter lange Rodelbahn genutzt und bietet das ganze Jahr über einen spektakulären Ausblick.

Zum Freizeitpark gehören ein Ballspielplatz mit Liegewiese und ein Skateboardplatz.

Seit 2010 gibt es im Freizeitpark eine Naturschutzstation des NABU (Naturschutzbund / Landesverband Berlin).

Dank den fleißigen und engagierten Mitarbeitern ist hier ein Natur-Erlebnisgebiet entstanden, in dem unmittelbares Naturerleben vor allem für jüngere Menschen möglich wird. Es gibt ein umfangreiches Angebot für unterschiedliche Zielgruppen,
wertvolle Projekte und immer wieder spannende Veranstaltungen. Schauen Sie doch einmal auf den Seiten der Naturwacht Berlin e.V.

Außerdem führte im Juni 2014 einer der beliebten Kiezspaziergänge der Bezirksbürgermeisterin durch den Freizeitpark. Sie waren nicht dabei? Hier können Sie den Spaziergang nocheinmal nachlesen!

Gutspark Marienfelde

Ansicht des Gutsparks Marienfelde mit Springbrunnen

Der Park hat eine Größe von 5,3 Hektar und stammt aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts.

Adolf Kiepert erwarb im Jahr 1844 das Gut, baute daraufhin das bis heute erhaltene Gutshaus und legte ebenfalls den Park an.

1929 erwarb dann die Stadt Berlin das Gut. Der Gutspark dient allerdings erst seit 1936 als öffentliche Grünanlage.

Es gibt Spazierwege, Bänke und einen Spielplatz.

Ein besonderes Highlight ist der Schmuckgarten mit Fontänen-Brunnen, sowie elegant arrangierten Blumenbeeten, Bänken und Skulpturen.

Die Grünanlage ist ein heute ein Gartendenkmal und befindet sich in der Dorfaue Marienfelde.

Schöneberg

Alice-Salomon-Park

Alice-Salomon-Park

Dieser schöne Park zu Ehren der Frauenrechtlerin Alice Salomon liegt im unweit der Eisenacher Straße und der Barbarossastraße. Er wartet zum einen mit einem großen Spielplatz und Picknicktischen und zum anderen sogar mit einem Bolzplatz auf.

Die Namensgeberin wurde 1872 in Berlin geboren und widmete sich in ihrer Promotion den Ursachen der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit. Darüber hinaus spielte Alice Salomon eine wichtige Rolle in der internationalen Frauenbewegung und hatte hier verschiedene bedeutende Ämter inne. Als liberale Sozialreformerin war sie ebenfalls eine Wegbereiterin der Sozialen Arbeit als Wissenschaft. Von der Gestapo wurde sie schließlich zur Emigration gezwungen. In den USA konnte sie ihre Karriere nicht fortsetzen und verstarb 1948 in New York.

Bayerischer Platz

Ansicht des begrünten Bayerischen Platzes

Der Bayerische Platz wurde 1907 nach dem damaligen Königreich Bayern benannt, der Entwurf für die Gestaltung des Platzes stammte von Fritz Encke.

Das Bayerische Viertel wurde zwischen 1900 und 1914 von der Berlinischen Boden-Gesellschaft planmäßig mit gutbürgerlichen Wohnhäusern mit oft weitläufigen Wohnungen bebaut. Die Planung der Häuser besorgten Architekten, die sich auf den süddeutschen Renaissancestil, die „Alt-Nürnberger Bauweise“, verstanden. Die Gebäude bekamen verzierte Türmchen, gestufte Giebel und Sprossenfenster. Die meisten Straßen rund um den Platz erhielten bayerische Namen.

Cheruskerpark

Der Name „Cheruskerpark“ rührt ursprünglich von einem Spottnamen her, den die Anwohner nach dem Zweiten Weltkrieg der brachliegenden Fläche zwischen Gasometer, Kolonnen-, Cherusker- und Torgauer Straße gegeben hatten.

Die sogenannte Schöneberger Insel, in der das Terrain liegt, ist ein ehemaliges Arbeiterviertel. Da hier keine größeren Grünflächen als Freizeit- und Erholungsräume zur Verfügung standen, wurde kurzerhand der damals noch wenig ansehnliche „Cheruskerpark“ genutzt, der daraufhin allerdings zunehmend verwahrloste.

2005 veranlasste das Bezirksamt umfassende Instandsetzungsmaßnahmen und so konnte der Park ein Jahr später wieder vollständig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bereits während der Umbauphase engagierten sich hier Bürgerinitiativen.

Im Zuge des Ausbaus der „Schöneberger Schleife“ als innerstädtischen Grünzug wurde 2009 die GASAG Nordspitze als Erweiterung des Cheruskerparks angelegt.

Flaschenhalspark

Am 21. März 2014 wurde die südliche Fortsetzung des Parks am Gleisdreieck, der so genannte Flaschenhalspark, offiziell eröffnet. Seinen ungewöhnlichen Namen verdankt der Park seiner Form, die an eine auf den Kopf gestellte Flasche erinnert. Das ca. 5,5 Hektar große Gelände befindet sich auf dem ehemaligen Bahngelände zwischen Yorckstraße und Monumentenbrücke.

Der Flaschenhalspark ist Teil des Nord-Süd-Grünzugs und der Schöneberger Schleife. Er verbindet einerseits die Parkanlagen im Regierungsviertel, den Potsdamer Platz und den Park am Gleisdreieck mit dem Natur-Park Schöneberger Südgelände und andererseits ist er Teil eines sechs Kilometer langen grünen Streifens durch Tempelhof-Schönberg. Dieser grüne Raum ist für Freizeit und Erholung ebenso geeignet wie für sportliche Aktivitäten und lädt die BesucherInnen geradezu ein ihn zu Fuß, per Rad oder mit dem Skateboard zu erkunden. Gleichzeitig erweitert er den Fernradweg Berlin-Leipzig, der im Park am Gleisdreieck verläuft, um ein wichtiges Teilstück.

Bei der Parkgestaltung wurde ein besonderes Augenmerk auf die Erhaltung der typischen Vegetation einer Bahnbrache gelegt. So finden sich hier Pionier- und Stadtwälder, ruderale Wiesen, sowie Halbtrocken- und Sandtrockenrasen. Dies ist besonders wichtig für die verschiedenen Pflanzen und Tiere für die diese Flächen wertvolle Lebensräume sind. Hier können unter anderem Wildbienen, Laufkäfer, Heuschrecken, Vögel und Fledermäuse entdecken. Die naturschutzfachlichen Maßnahmen wurden aus Ausgleichs- und Ersatzmitteln finanziert.

Zur besseren Erschließung des Flaschenhalsparks wurden eine barrierefreie Rampe und eine Treppe für Fußgänger an der Monumentenbrücke errichtet. Die Gestaltung der Seitenwände der Rampe die bekannte Berliner Street-Art-Gruppe innerfields übernommen, von der nun dort Graffiti-Kunstwerke zu sehen sind.

Gleditschpark

Diese schöne Grün-, Spiel- und Erholungsfläche auf der Ostseite des Winterfeldtplatzes konnte im Jahr 2002 fertiggestellt werden. Sie entstand in Zusammenarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, die ihre Belange in mehreren Beteiligungsrunden vorgebringen konnten.

Die Attraktivität dieses Parks konnte durch die Beteiligung von SchülerInnen der Spreewaldgrund- und der Sophie-Scholl-Schule noch gesteigert werden: Sie steuerten kreative Kunstprojekte für die Gestaltung des Parks bei.

Außerdem entwarfen die engagierten SchülerInnen der Spreewaldgrundschule im Rahmen des Unterrichts Modelle für eine Spielmauer, die im März 2002 ausgestellt wurden und unter der fachlichen Anleitung des Bildhauers Christoph Glamm einen Monat später praktisch umgesetzt werden konnten. Entstanden ist daraus eine beeindruckende Skulptur, die im Park zu bestaunen ist.

Grünanlage GASAG Nordspitze

Ansicht des Cheruskerparks in Schöneberg

Im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau West wurde in Berlin-Schöneberg die „GASAG-Nordspitze“ als öffentliche Grünanlage und als Erweiterung des Cheruskerparks in der Zeit von August bis Dezember 2009 angelegt.

Kernstück des neuen Parks bildet eine großzügige, leicht modellierte Wiesenfläche. In diese Spiel- und Liegewiese ist entlang des Wannseegrabens ein Aktivitätsfeld mit Bolzplatz, Streetballplatz und Spielbereich eingefügt. Liegende Sitzobjekte bilden mit ihrer farbigen Oberflächengestaltung weitere Akzente.

Hans-Baluschek-Park

In unmittelbarer Nähe des Natur-Parks Schöneberger Südgelände erstreckt sich zwischen den Bahnhöfen Südkreuz und Priesterweg der Hans-Baluschek-Park.

Die schmale, neu gestaltete Grünanlage hat eine Länge von 1,5 Kilometern und ist sieben Hektar groß. Durch den Park führt ein vier Meter breiter Asphaltweg, der insbesondere Skater und Radler anlockt und in Zukunft einmal über den Park am Gleisdreieck bis hin zum Potsdamer Platz reichen wird.

Aber auch für andere Sportarten bietet der Park genügend Möglichkeiten. So kann Fußball auf Naturrasen oder Basketball gespielt werden. Die Wiese ist jedoch auch für ein leckeres Picknick bestens geeignet.

Eine Fußgängerbrücke über die S-Bahn-Gleise verbindet den Hans-Baluschek-Park und den Natur-Park Schöneberger Südgelände.

Der Hans-Baluschek-Park ist eine Ersatzmaßnahme für Eingriffe in Natur und Landschaft durch den Bau der Bundesautobahn BAB 100.

Der Namensgeber Hans Baluschek war ein bekannter deutscher Maler, Schriftsteller und Grafiker. Er gehörte zur Berliner Secession und war außerdem ein aktives Mitglied der SPD.

Heinrich-Lassen-Park

Heinrich-Lassen-Park

Der Park ist nach dem Architekten und Politiker Heinrich Lassen (1864-1953) benannt. Er war unteranderem auch Stadtbaurat des Bezirks Schöneberg und realisierte während seiner Amtszeit in den 1920er Jahren eine Reihe öffentlicher Bauten.

So unter anderem das denkmalgeschützte Stadtbad Schöneberg, das sogar direkt an den innerstädtischen Park grenzt. Dieser wird außerdem von der Belziger-, Dominicus-, Eisenacher- und Hauptstraße begrenzt.

Die Anlage liegt an der Stelle eines eiszeitlichen Feuchtgebietes. Heute hat sie eine große Liegewiese und einen Spielplatz.

Heinrich-von-Kleist-Park

Ansicht der Kollonaden im Heinrich-von-Kleist-Park

Die besondere Grünanlage im Norden Schönebergs wird auch kurz “Kleistpark” genannt. Der Park liegt verborgen hinter den prächtigen Königskolonnaden, die 1780 von Carl v. Gontard erbaut und 1910 von der Königsbrücke am Alexanderplatz hierher versetzt wurden.

Im 17. Jahrhundert befand sich hier der Königliche Hof- und Küchengarten, später der Botanische Garten, der damals auf doppelt so großer Fläche wie der heutige Park die Besucher in Scharen anzog. Die Hauptattraktion war ein 17 m hohes Palmenhaus, 1858 als aufsehenerregender Kolossalbau aus Glas und Stahl errichtet. 1908 verlegte man infolge der zunehmenden Stadterweiterung den Botanischen Garten nach Dahlem.

Die umgesetzten Kolonnaden waren als ”Vorbereitungsarchitektur” für das 1913 fertiggestellte Preußische Kammergericht an der Westseite des Parks gedacht. 1944 wurde das Haus zum Austragungsort der berüchtigten Schauprozesse von Roland Freisler, dem gefürchteten Präsidenten des Volksgerichtshofes, der hier vor geladenen Zuhörern einige Angeklagte der Bewegung ”20. Juli” zum Tode verurteilte.

Ab 1945 war hier der Sitz des Alliierten Kontrollrats. Heute tagt hier wieder das Kammergericht und die wunderbare Parkanklage, die es umgibt, verbindet auf einzigartige Weise Natur und Architektur miteinander.

Der Namensgeber Heinrich von Kleist (1777-1811) war einer der bekanntesten deutschen Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizisten. Zeit seines Lebens war Kleist ein Außenseiter und stand mit seinem literarischen Werk abseits der etablierten literarischen Lager, sowie der Literaturepochen der Weimarer Klassik und der Romantik. Heute ist er ein weltweit bekannter und geschätzter Schriftsteller.

Insulaner

Insulaner

Der 78m hohe Insulaner ist einer der Berliner Trümmerberge, die aus dem Schutt nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind und liegt an der Grenze zu Steglitz-Zehlendorf, nah am S-Bahnhof Priesterweg.

In der schönen Grünanlage befindet sich auch die Wilhelm-Förster-Sternwarte, von der aus die BesucherInnen mit großen Teleskopen bei gutem Wetter und unter fachkundiger Anleitung Planeten oder Sterne beobachten können. Sie wurde 1961 erbaut und ist heute denkmalgeschützt. Am Fuße des Trümmerbergs des Insulaners liegt das Zeiss-Planetarium mit 300 Sitzen und mit dem 20 m großen Kuppel-Dom. Moderne Planetariumstechnik simuliert hier den Blick auf den Sternenhimmel für die ganze Familie.

Außer den schönen Wegen, die zum Spazierengehen und Erklimmen des kleinen Bergs einladen, gibt es hier noch das bekannte Sommerbad am Insulaner.

Kurt-Hiller-Park

In Schöneberg, zwischen dem U-Bahnhof Kleistpark und der Grunewaldstraße liegt der Kurt-Hiller-Park, der im Jahr 2000 auf Initiative der Schwusos, den schwulen Jungsozialisten in der Schöneberger SPD entstanden ist.

Hier befinden sich unter anderem zwei „Boulodrome“, zwei Bahnen für das Boulespielen. Außerdem erwarten einen nicht nur mehrere Sitzbänke, die zum Verweilen in dieser Großstadtoase einladen, sondern sogar ein kleines Amphitheater.

Eine Skulptur aus Steinblöcken, die ebenfalls im Park zu finden ist, soll das Lebenswerk Hillers ehren. Kurt Hiller (1885-1972) war ein deutscher Schriftsteller, Publizist und Mitbegründer der homosexuellen Bewegung. Zeit seines Lebens setze er sich unermüdlich für Sozialismus, Frieden und sexuelle Minderheiten ein.

Die schöne Parkanlage bietet außerdem mit zwei umzäunten Sportplätzen die Möglichkeit Basketball oder Handball zu spielen. Neben den Sportplätzen gibt es desweiteren einen großen Sandkasten für die Kleinen.

Natur-Park Schöneberger Südgelände

Ansicht des Natur-Parks Schöneberger Südgelände

Jahrzehntelang lag das ehemalige Reichsbahngelände östlich der S-Bahnlinie zwischen den heutigen Bahnhöfen Südkreuz und Priesterweg brach. Bürgerinitiativen verhinderten erfolgreich eine Neuverplanung des Geländes, auf dem sich im Laufe der Jahre eine vielfältige Flora und Fauna hatte entwickeln können. Seit 1999 steht das Gebiet unter Landschafts- und Naturschutz.

Als Expo-Projekt konnte im Jahr 2000 der Natur-Park Südgelände gestaltet werden, der die alten Bahnanlagen wie Wasserturm, Lokschuppen und Drehscheiben phantasievoll mit einbezogen hat. Heute ist der Natur-Park Schöneberger Südgelände über die Grenzen des Stadtbezirks hinaus bekannt.

Die Besucher, die auf dem ehemaligen Gleisbett wandern, finden allerorts Relikte des Bahnhofes wie Schienenstränge, Dampflokomotiven oder die Lokomotivhallen, die mit den seltenen Pflanzenarten eine besondere Symbiose eingehen.

Der Park wird nicht vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin unterhalten. Der Besuch des Parks kostet Eintritt.

Es werden regelmäßig Veranstaltungen für große und kleine BesucherInnen angeboten. Das aktuelle Programm finden sie hier().

Seit 2011 hat die Shakespeare Company hier ihr festes Domizil. Bei gutem Wetter findet das imposante Bühnenspektakel des Volkstheaters auf der Open Air-Bühne, bei schlechtem Wetter in der riesige Lokhalle statt. Weitere Informationen und Karten gibt es hier.

Nelly-Sachs-Park

Der Park an der Dennewitzstraße ist nach der jüdischen Lyrikerin Nelly Sachs benannt, die ebenfalls in Schöneberg geboren wurde und in der Maaßenstr. 12 aufwuchs, wo heute eine Gedenktafel an sie erinnert.

Die Parkanlage verfügt über einen Teich, sowie einen Spielplatz und eine Liegewiese. Um die Pflege und Reinigung des kleinen Teichs kümmert sich der Tauchsportklub Adlershof e. V., der 2005 die Patenschaft für dafür übernommen hat.

Außerdem ist der Park seit 2007 Bestandteil des Radfernwegenetzes Berlin – Leipzig. Er grenzt außerdem an den Westpark, der wiederum Teil des Parks am Gleisdreieck ist und zum Grünzug der Schöneberger Schleife gehört, die in Zukunft bis zum Potsdamer Platz reichen soll.

Die Namensgeberin Nelly Sachs wurde als einziges Kind einer assimilierten jüdischen Familie in Schöneberg geboren und trat mit 15 Jahren in einen regen Schriftwechsel mit der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf, der über 35 Jahre andauern sollte. Ihre ersten eigenen Gedichte verfasste sie bereits im Alter von nur 17 Jahren. Ihr Frühwerk wurde von der Romantik beeinflusst und war relativ konventionell, ihre ab Mitte der Vierzigerjahre verfasste Lyrik hingegen zählt heute, neben der von Paul Celan und Rose Ausländer, zur klassisch genannten Moderne.

Nachdem Nelly Sachs 1940 wegen der Schrecken des Nationalsozialismus nach Schweden emigrierte, nahm sie dort 13 Jahre später die schwedische Staatsbürgerschaft an. An dem Tag ihres 75. Geburtstags, erhielt die Lyrikerin den Literaturnobelpreis aus der Hand des schwedischen Königs. Ihr Preisgeld verschenkte sie an Bedürftige.

1967 erhielt sie die Ehrenbürgerschaft der Stadt Berlin und im Nelly-Sachs-Park wurde 1989 ein Gedenkstein (Findling) zu ihren Ehren enthüllt.

Nord-Süd-Grünzug

Der Nord-Süd-Grünzug ist Teil des Projekts der Vernetzung von Stadträumen, das auch unter dem Begriff „Schöneberger Schleife“ bekannt ist und einige Parkanlagen im Stadtteil Schöneberg betrifft.

Ziel ist es, die Teilgebiete um den Bahnhof Südkreuz, die durch die vielen Verkehrsachsen voneinander isoliert sind, miteinander zu vernetzen. Dies wird mit dem entstehenden Fuß-, Rad- und Skaterweg der “Schöneberger Schleife” und des Ost-West-Grünzugs realisiert.

Der ungefähr 450m lange Nord-Süd-Grünzug fungiert somit als erstes Teilprojekt der Schöneberger Schleife und verbindet das Terrain nahe der Naumannstraße mit dem Ost-West-Grünzug. In naher Zukunft soll außerdem eine Weiterführung in Richtung Norden bis zum Park am Gleisdreieck entstehen.

Rudolph-Wilde-Park

Springbrunnen mit Goldenem Hirschen im Rudolph-Wilde-Park

Der Park liegt unmittelbar am Rathaus Schöneberg und ist sieben Hektar groß. Zusammen mit dem Volkspark Wilmersdorf bildet er einen innerstädtischen Grünzug, der eine wichtige Erholungsstätte für das umliegende Wohnfeld darstellt.
Der Park bietet Spazierwege, Spiel- und Liegewiesen und einen Biergarten.

Er wurde von 1910 bis 1912 angelegt und nach dem ersten Bürgermeister der Stadt Schöneberg benannt. Die Carl-Zuckmayer-Brücke, die den U-Bahnhof Rathaus Schöneberg beherbergt, trennt den Park. Auf der einen Seite befindet sich der Hirschbrunnen. Hier thront auf einer Säule über Wasserfontänen der Goldene Hirsch, das Wappentier von Schöneberg. Im anderen Teil des Parks befinden sich ein Teich und Spiel- und Liegewiesen. Jedes Jahr findet im Rudolph-Wilde-Park das Schöneberger Mai- und Spargelfest statt.

Viktoria-Luise-Platz

Belebter Viktoria-Luise-Platz in Schöneberg mit Springbrunnen

Der Viktoria-Luise-Platz liegt inmitten des Wohngebietes “Bayerisches Viertel” in Schöneberg und ist einer der schönsten Plätze Berlins.

1898 wurde ein Wettbewerb zur Gestaltung des Platzes ausgeschrieben, den der Landschaftsarchitekt Fritz Encke (1861-1931) gewann. Er baute daraufhin den 0,7 ha großen Platz mit einem Brunnen mit Fontäne in der Platzmitte, einem Rundweg, vielen Rasenflächen und Blumenbeeten.

Eine Seite wird von einer monumentalen Kolonade aus Sandstein geschmückt, die heute mit einem Sandkasten als Spielplatz versehen ist.

Der Viktoria-Luise-Platz wurde 1957 erneuert und 1979 denkmalgerecht wiederhergestellt. Heute ist er ein Gartendenkmal. Benannt wurde der Platz nach Viktoria-Luise (1892-1980), der einzigen Tochter von Kaiser Wilhelm II. (1859-1941).

Auf den sechseckigen Platz laufen die Winterfeldt-, die Münchener-, die Regensburger- und die Welserstraße strahlenförmig zu. Die Motzstraße wird durch den Platz in zwei Abschnitte geteilt.

Rund um den Viktoria-Luise-Platz gab es klassizistische Bauten und Häuser, die im damaligen Zeitgeist zwischen Gründerzeit und Jugendstil errichtet und im Krieg teilweise zerstört wurden. Nach dem Krieg wurden vermehrt moderne Häuser gebaut, was der Grund für die heutige Mischung aus alten und neuen Wohnhäusern ist.

Das Berufbildungszentrum Lette-Verein hat seit 1902 seinen Sitz am Viktoria-Luise-Platz Nr. 2. Ein paar Türen weiter, am Viktoria-Luise-Platz Nr. 11 entstand nach dem Krieg ein moderner Bau, der heute keine Spur mehr seiner berühmten ehemaligen Bewohner aufweist. Im Vorgänger-Wohnhaus lebten nämlich Ferruccio Busoni und Billy Wilder.

Viele Bänke auf dem Platz laden zum Entspannen ein und auch die zahlreichen Restaurants und Cafés in der unmittelbaren Umgebung sind durchaus verlockend.

Tempelhof

Alboinplatz und Blanke Helle

Alboinplatz-Blanke_Helle

Unweit der Alboinstraße liegt das fast runde Gartendenkmal des Alboinplatzes. Sein Bild wird vor allem vom Toteisloch, dem sagenumwobenen Naturdenkmal „Blanke Helle“ geprägt. Außerdem findet sich hier eine Stierskulptur, um die sich ebenfalls eine legendenartige Entstehungsgeschichte rankt.

„Hels Pfuhl“, wie die „Blanke Helle“ seinerzeit hieß, wurde früher als Viehtränke genutzt. Der Name wiederum geht auf die Hel zurück, was in der germanischen Mythologie sowohl für die Unterwelt (hiervon leitet sich das heutige Wort „Hölle“ ab), als auch für ihre Herrscherin, die Totengöttin steht. Hel wurde aber auch als Göttin der Fruchtbarkeit verehrt.

Der Sage nach war die Blanke Helle seinerzeit von einem dichten Wald umgeben, in dem ein germanischer Priester hauste. Dieser verehrte Hel und brachte ihr Opfer dar, weshalb diese ihn belohnte, indem sie zwei schwarze Stiere aus den Fluten hervor steigen ließ. Diese spannte der Priester dann vor seinen Pflug und beackerte mit ihnen die Uferseiten. Daraufhin verschwanden die Stiere wieder in der Tiefe, der Priester säte aus und konnte kurz darauf eine gute Ernte einfahren. Einen Teil der Ernte brachte er der Hel als Opfergabe dar, um ihr für ihre Hilfe zu danken. Schließlich kam ein christlicher Mönch in den Wald des Priesters. Sie lebten friedlich zusammen, doch als der germanische Priester verstarb, versäumte sein christlicher Nachfolger den heidnischen Brauch fortzusetzen. Die verärgerte Hel ließ daraufhin die Wasser über die Ufer treten, welche den Mönch, sowie der Opferstein verschlangen. Seit dem gibt es das Gerücht, das sich der See alljährlich sein Opfer holen würde. Gestützt wurde dieser Aberglauben von regelmäßigen Unfällen, die an der Blanken Helle passierten.

Die Skulptur, die am Rande des Sees steht und vom Bildhauer Paul Mersmann entworfen wurde, erinnert an die Sage der Blanken Helle und stellt einen der beiden Stiere Hels dar. Die Berliner bezeichnen das Kunstwerk scherzhaft als “größten Ochsen von Berlin”. Die Neun Meter lange und sieben Meter hohe Skulptur aus Kalkstein, wurde von 1934-36 von arbeitslosen Berliner Bildhauern errichtet. Angeblich soll sich in der Skulptur eine Kartusche mit einem Aufruf gegen Hitler befinden, der von verschiedenen Künstler im Kreis um den Bildhauer unterzeichnet worden sei.

Alter Park

Ansicht des Alten Parks in Tempelhof-Schöneberg

Die Parkanlage gegenüber des Rathauses Tempelhof ist fast vier Hektar groß und erstreckt sich zwischen Tempelhofer Damm und Parkstraße.

1907 erwarb die Gemeinde Tempelhof die Parkanlage und öffnete sie ein Jahr später als Gemeindepark. Im Park befindet sich der Klarensee, dessen Seeufer 1937 eine Steinbefestigung erhielt, die inzwischen restauriert wurde.

1941 fand die Erweiterung um den südlichen Teil statt. Dort wachsen überwiegend Koniferen, Kiefern und Lärchen. Eine Umgestaltung erfolgte 1952.

Im Alten Park gibt es vielfältige Sitzmöglichkeiten, Ziersträucher und eine Liegewiese, die einen Besuch wert sind. Der Bosepark mit seinen Spiel- und Liegewiesen, sowie dem Kinderspiel- und Sportplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe.

Bosepark

Ansicht des Boseparks mit dem Kinderspielplatz

Die schöne Parkanlage ist fast drei Hektar groß und grenzt an die Manteuffel- und die Bosestraße in Tempelhof.

Der Park, der nach dem Kauf durch die Gemeinde Tempelhof ab 1914 auf einem zugeschütteten Pfuhl angelegt wurde, wurde zunächst Neuer Park genannt. Der Name Bosepark, der 1956 offiziell vergeben wurde, orientiert sich an der anliegenden Bosestraße, die zwischen 1895 und 1899 benannt wurde.

Der Namensgeber Graf Julius Friedrich Wilhelm von Bose (1809-1894) war preußischer General und u.a. Heerführer im Krieg gegen Frankreich 1870/71.

Heute findet man im Bosepark auch einen großzügigen Kinderspielplatz mit einer Lok und anderen tollen Attraktionen. Außerdem gibt es hier einen kleinen Sportplatz mit Fußballtoren und Basketballkörben.

Francke-Park

Ansicht des Francke-Parks in Tempelhof-Schöneberg

Der großzügige Park ist ungefähr sechs Hektar groß und wird durch die Albrechtstraße und die Templerzeile begrenzt.

Ursprünglich gehörte das Gelände Theodor Francke, dem Kaufmann und Besitzer einer Elfenbeinbleicherei, der sich dort einen Park anlegen ließ. 1924 verkauften seine Erben den Park an die Stadt Berlin.

Da der Park im zweiten Weltkrieg zahlreiche Schäden erlitt, wurde er von 1954 bis 1955 wiederhergestellt.

Heute gibt es auf dem hügeligen Gelände einen Rosengarten mit Taxushecken, Sitzmöglichkeiten, einen Pavillon mit der Plastik eines sitzenden Knabens und einen Kinderspielplatz.

Die besondere Attraktion des Francke-Parks ist ein Tiergehege für Dammwild mit zwei Aussichtspunkten, das viele große und kleine TierfreundInnen anzieht.

Grüngürtel am Parkring

Grüngürtel am Parkring Spielplatz

Der kleine Park an der Parkringbrücke ist mitten in der Gartenstadt Tempelhof und unlängst der Kirche auf dem Tempelhofer gelegen.

Neben einem schönen Ententeich mit dichter Uferbewachsung gibt es hier eine Liegewiese, sowie einen schönen Kinder- und Wasserspielplatz und natürlich den “Plantscher”, in dem während der Frühlings- und Sommermonate unter dem Titel “kleine Nachtmusik” regelmäßig Konzerte stattfinden. Diese werden vom Parkring e.V. organisiert, der seit 2006 aktiv ist und sich für die Pflege, den Erhalt und die Verschönerung der Gartenstadt Neutempelhof einsetzt und in diesem Rahmen zahlreiche Projekte betreut.
Weitere Informationen zu dem Gartendenkmal

Marienhöhe

Marienhöhe

Die heutige 73 m hohe Marienhöhe ist aus einer ehemaligen Kiesgrube entstanden, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum Teil mit Trümmern aufgefüllt wurde. Rund um die so entstandene Erhebung der Marienhöhe wurde nach dem Krieg ein Park mit Rodelbahn, Spielplatz und Freilichtbühne angelegt.

Auf dem Gipfel der Marienhöhe liegt der Trigonometrische Punkt Rauenberg, der nach dem früheren Namen der Marienhöhe benannt ist. Er markierte zunächst den Mittelpunkt des Preußischen, später den des Deutschen Reiches. Die Landesvermessung, die in den 1830er Jahren begann, nutzte die heutige Marienhöhe (damals Rauenberg) als zentralen Vermessungspunkt.

So beziehen sich alle daraus entstandenen Kartenwerke, aus denen beispielsweise auch die Grundstücksflächen in Deutschland ersichtlich sind, auf die Marienhöhe im Ortsteil Tempelhof. Heute erinnert ein kleines Denkmal an diesen historisch bedeutenden Punkt.

Platz der Luftbrücke

Das Luftbrücken-Denkmal am Platz der Luftbrücke

Während der Berlin Blockade in der Zeit vom 24. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949 hatten die sowjetischen Truppen West-Berlin von allen wichtigen Verkehrsstrecken abgeriegelt. Um die Versorgung der 2 Millionen Westberlinerinnen und -berliner dennoch zu gewährleisten, versorgten die “Rosinenbomber” der West-Alliierten daraufhin die drei West-Sektoren mit allen lebenswichtigen Gütern aus der Luft.

Dabei wurden alle lebensnotwendigen Güter transportiert: Kohle, Benzin, Lebensmittel und sogar die Einzelteile für den Bau eines Kraftwerkes schafften die alliierten Piloten heran. Die meisten der 78 Menschen, die während der Luftbrücke starben, waren Piloten.

Das von* Erhard Ludwig* entworfene und 1951 aufgestellte Denkmal ist nach Westen ausgerichtet und symbolisiert mit seinen drei Streben die drei Luftkorridore zwischen West-Berlin und den damaligen Besatzungszonen der westlichen Alliierten (Amerika, England und Frankreich). Wegen eben dieser drei Streben wird das Denkmal von den Berlinerinnen und Berliner auch* „Hungerkralle“ oder „Hungerharke“* genannt.

Das Denkmal war ursprünglich als Einzelstück geplant, 1985 wurden dann allerdings korrespondierende Duplikate an der ehemaligen Rhein-Main Air Base auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens und bei der ehemaligen Royal-Air-Force-Station in Celle aufgestellt.

Der gesamte Platz um das Denkmal herum ist ein Gartendenkmal, das zum gemütlichen Verweilen einlädt.

Tempelhofer Feld

Ansicht des Tempelhofer Felds

Die Geschichte des ehemaligen Flughafens Tempelhof und damit die der Tempelhofer Freiheit/des Tempelhofer Feldes ist vielschichtig.

Bereits im 19. Jahrhundert machten hier Flugpioniere ihre ersten Flugversuche, später landeten hier sogar die ersten Transatlantikflieger aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Flughafen Tempelhof war in den 20er und 30er Jahren das erste Drehkreuz der Welt. Doch auch die Nationalsozialisten nutzten das Gelände des Flughafens: Dort befand sich während der NS-Zeit das einzige offizielle Konzentrationslager der SS in Berlin. Außerdem wurden dort ZwangsarbeiterInnen aus den von Deutschland besetzten Ländern in der Produktion und Wartung von Kampfflugzeugen eingesetzt. Von 1948 bis 1949 begründeten die Flugzeuge der Alliierten dann mit ihrer Luftbrücke den Mythos Tempelhof im Kalten Krieg und machten den Flughafen zum international bekannten Symbol für die Verteidigung der Freiheit und das freie Westberlin.

Um die historischen Spuren auf dem ehemaligen Flughafengelände offen zu legen und weiter zu erforschen, tagt regelmäßig ein Runder Tisch Geschichte.

Nach Ende der Luftbrücke diente der Flughafen dem öffentlichen Flugverkehr von und nach Berlin. Im Oktober 2008 wurde auf dem Flughafen Tempelhof der Flugbetrieb eingestellt. Im Mai 2010 wurde das ehemalige Flughafengelände dann als Park für BesucherInnen freigegeben. Er wird seitdem als Sport- und Freizeitfläche genutzt. Er lädt zum Sonnen, Picknicken und Faulenzen ebenso ein, wie zum Fahrradfahren, Drachen steigen lassen oder Frisbeespielen.

Gleichzeitig mit der 8. Wahl zum Europäischen Parlament fand dann am 25.05.2014 der Volksentscheid über die Zukunft des Tempelhofer Feldes statt. Zu dem Volksentscheid war es gekommen, weil beim vorausgegangenen Volksbegehren 7,5 % der Stimmberechtigten (erforderlich sind 7%) eine gültige Unterschrift geleistet hatten. Das Abgeordnetenhaus hatte daraufhin entschieden, die Übernahme des begehrten Gesetzentwurfs abzulehnen und einen eigenen Gesetzentwurf zur gleichzeitigen Abstimmung vorzulegen. Insgesamt waren bei dem daraus resultierenden Volksentscheid 2,49 Mio. BerlinerInnen stimmberechtigt. 46,1 Prozent von ihnen beteiligten sich im Wahllokal oder per Briefwahl an der Abstimmung. Ein Gesetzentwurf ist durch Volksentscheid angenommen, wenn die Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und zugleich mindestens ein Viertel der Stimmberechtigten zustimmt. Der Gesetzentwurf der Bürgerinitiative „100% Tempelhofer Feld“ erhielt beim Volksentscheid sowohl die Mehrheit der Stimmen der TeilnehmerInnen als auch die erforderliche Mehrheit der Stimmen der Stimmberechtigten (29,7 %). Durch die gleichzeitige Ablehnung des Masterplans des Abgeordnetenhauses, wird die Stadt somit in absehbarer Zeit nicht auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof bauen können.

Weitere Informationen zur heutigen Nutzung des Tempelhofer Feldes finden Sie hier.