Aktuelles aus der Wirtschaftsförderung

Karstadt am Tempelhofer Damm wird geschlossen

Wie soeben bekannt wurde, gehört die Kartstadt Filiale in Tempelhof zu den sechs in Berlin betroffenen Standorten, die von der Schließung betroffen sind. Zurzeit finden Gespräche des Betriebsrates mit den Beschäftigten statt.
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler hat mit einer ganzen Reihe von Beteiligten gesprochen. Dazu gehören der Betriebsrat von Karstadt, Nils-Busch-Petersen vom Handelsverband Berlin Brandenburg e.V., Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann aus dem Nachbarbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und Tobias Mette von der Unternehmerinitiative TeDamm e.V.

Die sechs Filialen in Berlin gehören zu den insgesamt 62 deutschlandweit betroffenen Standorten.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler:

Jetzt ist es wichtig, möglichst schnell Lösungen für die Beschäftigten zu finden. Dazu werde ich in der kommenden Woche auch mit der Beschäftigtenvertretung der Tempelhofer Filiale Gespräche führen. Selbstverstädlich finden diese auch auf Landesebene statt. Für den Tempelhofer Damm ist es eine schwierige Situation. Die Karstadt Filialen bilden in allen Geschäftsstraßen wichtige ‘Ankerfunktionen’. Sie stabilisieren den umliegenden Einzelhandel und die Gastronomie. Wir müssen auch hierfür schnell nach Lösungen suchen, damit die Auswirkungen abgemildert werden. Die Unternehmerinitiative Tempelhofer Damm wird dabei eine wichtige Rolle spielen.

Green Buddy Award und faire und nachhaltig Mode von Supermarché

Zu sehen ist ein Green Buddy Award in einem Schaufenster mit zwei Schaufensterpuppen und Kleidung.
Der Green Buddy Award ziert das Schaufenster von Supermarché Fair Fashion GmbH
Bild: Supermarché Fair Fashion GmbH

Seit November 2019 steht der Green Buddy im Schaufenster des Kreuzberger Unternehmens Supermarché Fair Fashion GmbH. Mit der Aufschrift “Who made your clothes?” (übersetzt: Wer hat deine Kleidung gemacht?) erinnert er Menschen daran, beim Einkauf der Kleidung zu hinterfragen, wo und von wem unsere Kleidung hergestellt wurde. Vor allem in der sogenannten “Fast Fashion”-Industrie werden Kleidungsstücke meist unter menschenunwürdigen und umweltschädigenden Bedingungen hergestellt. Das Kleidungsgeschäft Supermarché Fair Fashion GmbH zeigt mit seinem Konzept einen Lösungsweg, wie Mode auch fair und umweltschonend sein kann. Dafür gewann das Unternehmen letztes Jahr den Green Buddy Award in der Kategorie “Einzelhandel”.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler dazu:

Vor zehn Jahren haben wir den ersten Green Buddy Award verliehen. Mittlerweile haben wir bereits von 283 Bewerbungen 36 Unternehmen bzw. Initiativen ausgezeichnet. Seitdem hat sich in Berlin viel getan. Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz gehören heutzutage zur Firmenphilosophie von sehr vielen Unternehmen. Die Projekte und Ideen der Bewerber_innen werden jedes Jahr mehr und immer besser. Ich bin jetzt schon auf die diesjährigen Bewerbungen gespannt.

Zum zehnten Mal vergibt Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler gemeinsam mit der Wirtschaftförderung und Kooperationspartner_innen den Umweltpreis “Green Buddy Award” an junge Leute bis 27 und Unternehmen, für die Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine Herzenssache sind. In fünf Kategorien werden wieder außergewöhnliche Projekte und Ideen gesucht: Abfallvermeidung/Reuse, Reduce, Recycle; Einzelhandel; Produktion/Produktionsnahe Dienstleistungen und Handwerksbetriebe; Smart Cities Lösungen und Young Green Buddy. Die Gewinner_innen bekommen 2.000 € und einen individuell gestalteten Buddy Bären.

Bis zum 17. August 2020 können sich alle Umweltschützer_innen bewerben. Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie auf der Internetseite des Green Buddy Award.

Lassen sich Stückgutverkehre bündeln?

Die Teilnehmer_innen der Auftaktveranstaltung ‘Bündelung der Stückgutverkehre ausgehend vom GVZ Großbeeren’ sind jedenfalls guter Dinge, dass das möglich sein wird. Trotz des sperrigen Titels verspricht dieses Thema ein sehr spannenendes und zukunftsweisendes zu werden.
Akteur_innen des bis zum Endes des Jahres terminierten Projektes sind die Kommunalpartner_innen Stadt Ludwigsfelde, die Gemeinde Großbeeren und der Bezirk Temperlhof-Schöneberg. Von Seiten der Wirtschaft mit dabei ist das Unternehmensnetzwerk Motzener Straße e. V. und die IPG Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH Potsdam.
Das Projekt ist als interkommunale sowie als öffentlich-private Kooperation angelegt, bei der die beiden Partner aus der Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler:

Ich erhoffe mir – ausgehend von den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie, dass es uns gelingen wird, Schwerlastverkehre zu minimieren, neue Mobilitätsformen auszuprobieren und den Einsatz neuer digitaler Möglichkeiten zur Erprobung zu bringen. Letztendlich wünsche ich mir, dass wir damit zum Modell für die ganze Stadt werden.

Das Projekt zielt darauf ab, die hohen Lieferverkehrsbelastungen der B101, der Kreuzung B 101/Nahmitzer Damm sowie der Erschließungsstraßen innerhalb des Gewerbe- und Industriegebiets Motzener Straße erheblich zu reduzieren. Damit soll zur Beseitigung von Wachstumshemmissen, zur Ressourcenschonung sowie zur Reduktion der mit dem Lieferverkehr verbundenen Belastungen (Lärm, CO2-Ausstoß) beigetragen werden. Ansatzpunkt sind die Stückgutlieferungen: Diese werden aktuell von den Speditionen im GVZ Großbeeren in der Regel jeweils individuell den Empfängern im Gewerbe- und Industriegebiet Motzener Straße (Berlin-Marienfelde) zugestellt.

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wird daher die Situation im Waren- und Lieferverkehr zwischen dem GVZ Großbeeren und dem Gewerbe- und Industriegebiet Motzener Straße untersucht. Es wird geprüft, ob in Kooperation mit Dienstleistern Stückgut zentral im GVZ gesammelt, konfektioniert und in das Gewerbe- und Industriegebiet Motzener Straße zugestellt werden kann.

Weiterhin wird geprüft, unter welchen Voraussetzungen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie auf weitere Bereiche der Achse Anhalter Bahn/B 101 und auf andere Achsen im Umlandbereich Berlin-Brandenburg übertragen werden können.

Finanziert wird das Projekt aus Mitteln der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg.

Der Industrie- und Wirtschaftstreff in Tempelhof-Schöneberg - diesmal digital

Bezikrsbürgermeisterin Angelika Schöttler hält ein Grußwort per Videokonferenz.
Bild: WBF

Am Montag, 08. Juni 2020 fand der erste digitale Industrie- und Wirtschaftstreff von Tempelhof-Schöneberg statt. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung organisiert Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler zweimal im Jahr ein Treffen für bezirkliche Akteure wie Unternehmen, Institutionen und Politik, die hier zusammenkommen, sich austauschen und vernetzen. Trotz Corona wollte der Bezirk nicht komplett auf dieses Format verzichten und hat sich entschlossen, die Veranstaltung – mit Unterstützung von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie – digital durchzuführen.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler dazu:

Es ist uns und auch den Unternehmen im Bezirk wichtig, stets im gegenseitigen Austausch zu bleiben. Das große Interesse dafür lässt sich gut an der Anzahl der Besucher_innen ablesen. Besonders in der aktuellen Lage möchten wir die Unternehmen so gut unterstützen, wie es nur geht. Deshalb haben wir Expert_innen eingeladen, die über die Themen Förderungsmöglichkeiten und Unterstützung für Unternehmen in der Corona-Krise gesprochen haben.

Zunächst hat Marcus Kaufmann von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) die Schnellkredite der KfW vorgestellt. Silke Pschorner von der Commerzbank hat in diesem Kontext die Zusammenarbeit mit den Hausbanken erläutert. Christian Wolf von Berlin Partner beschrieb die Programme Soforthilfe V und VI. Das Bundesprogramm Soforthilfe VI ist derzeit noch in Planung und wird als Zuschuss für den Mittelstand angeboten werden.

Die bezirkliche Wirtschaftsförderungen steht weiter für Fragen zur Verfügung und wird über neue Programme informieren, sobald diese beschlossen wurden.

Bars of Berlin

Zu sehen sind Sebastian Pagel (Hafen), Christoph Stumpe (Wirtschaftsförderung), Ulrich Simontowitz (Hafenbetreiber) bei einem Treffen im Rathaus Schöneberg
Bild: WBF

Bereits zum zweiten Mal haben sich die Betreiber vom Hafen mit der bezirklichen Wirtschaftsförderung getroffen. Dieses Mal mit dabei waren Vertreter_innen der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und von visitBerlin.

Mit derzeit 54 Bars aus den Berliner Bezirken ist die Initiative “Bars of Berlin gestartet”. Sie bauen gemeinsam eine Interssengemeinschaft auf, welche die durch die Corona-Krise in Bedrängnis geratenen Unternehmen vertritt. Derzeit gibt es so einen Zusammenschluss nur für die Clublandschaft der Stadt.

Bisher gibt es keine Aussagen dazu, wie und wann das Berliner Nachtleben wieder seinen Betrieb aufnehmen wird. Die Bars sind – genauso wie die Cubkultur- ein wichtiger Bestandteil der Tourismuswirtschaft und damit der Anziehungskraft Berlins, häufig mit angegliedertem Kulturbetrieb.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler:

Wir befinden uns in der derzeitigen Situation zunächst in der Orientierungsphase und müssen gemeinsam überlegen, wie wir diesen Teil des Berliner Nachtlebens und bezogen auf Tempelhof-Schöneberg den Regenbogenkiez mit seiner langen Tradtition, unterstützen können. Die Zeit drängt natürlich, da bislang nicht abzusehen ist, wann sich die Situation für die Bars verbessern wird und wie das aussehen könnte. Das bringt die Bars und ihre Mitarbeiter_innen in existenzielle Nöte, zumal die Mieten auch weiterhin aufgebracht werden müssen. Der erste Schritt ist getan, in dem wir in den Austausch mit den wichtigen Akteur_innen gehen.

Engagierte gesucht: Tempelhof-Schöneberg möchte 'Danke' sagen

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler mit einem Buddy Bären
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler mit einem Buddy Bären
Bild: Pressestelle TS

Überall in Berlin gibt es Unternehmen, Initiativen oder Einzelpersonen, die in der Corona-Krise Engagement zeigen. Der Zusammenhalt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist stärker denn je. Eins ist klar: wir überstehen diese Krise nur gemeinsam. Dafür möchte Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler mit Unterstützung der Buddy Bär Berlin GmbH und der Investitionsbank Berlin ‘Danke’ sagen.

Wie funktioniert das Ganze? Jetzt sind Sie gefragt! Nennen Sie uns Menschen, Vereine, Institutionen oder Unternehmen etc., die Ihrer Meinung nach ein Dankeschön verdient hätten. Fünfzig Ihrer Vorschläge aus dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg, die sich durch besonderes Engagement auszeichnen, bekommen eine persönliche Danksagung und einen kleinen Buddy Bären. Wenn mehr als 50 Ideen eingereicht werden, entscheidet ein Los darüber, wer einen Buddy Bären bekommt.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler:

Es ist toll, dass in unserem Bezirk viele Ideen entstanden sind, wie man sich gegenseitig unterstützen kann. Darunter sind Unternehmen, die ihre Produktion auf Masken umgestellt haben. Es gibt Nachbarschaftsvereine, die Einkäufe für die vom Coronavirus besonders betroffenen Nachbar_innen organisieren. Aber auch Einzelpersonen leisten ihren Beitrag, mit zum Beispiel einem ehrenamtlichen online Nachhilfeunterricht. Ideen gibt es viele. Alle, die sich in Tempelhof-Schöneberg engagieren, können nominiert werden.

Die Vorschläge mit Begründung können per E-Mail an Frau Dikme bis 8. Juni 2020 um 12.00 Uhr eingereicht werden.

Plakataktion 'Bleiben Sie gesund'

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler bei der Plakat-Aktion
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler bei der Plakat-Aktion
Bild: WBF

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler startet gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung die Plakataktion ‘Bleiben Sie gesund’. Los ging es heute im Quartier Bayerischer Platz. Zusammen mit Sofia Hankel, der Vorstandsvorsitzenden des Vereins Quartier Bayerischer Platz e.V. besuchte die Bezirksbürgermeisterin kleine Unternehmen im Kiez. Ziel war es, nicht nur das Plakat an die kleinen Unternehmen zu verteilen, sondern sich einen Eindruck der Situation des Handels und der Gastronomie vor Ort zu verschaffen. Angelika Schöttler freut sich über die erneute Kooperation mit der Buddy Bär Berlin GmbH, die die Plakate entworfen und dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg zur Verfügung gestellt hat.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler dazu:

Die Aktion verbindet zwei momentan wichtige Botschaften. Kund_innen sollen sich zum einen an bestehende Hygieneregeln halten, gleichzeitig signalisiert der Handel, dass er gut vorbereitet ist. Somit kann hoffentlich das vielfälige Angebot wieder genutzt werden und die Phase der Lockerung sicher gestaltet werden.

Zwei Stunden nahm sich die Bezirksbürgermeisterin Zeit, sich über die Situation der Unternehmer_innen in der derzeit schwierigen Lage zu informieren.

#gibtshierimkiez_ts

Ein neuer Hashtag, der die Vielfalt der kleinen Unternehmen und Geschäfte in den Kiezen zeigen soll -auch nach der Corona Krise- geht an den Start. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und bedingt durch die Erfahrungen der letzten Wochen hat sich Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler vorgenommen, die kleinen Unternehmen noch mehr zu unterstützen als bisher. Berlin lebt von seinen Kiezen, und diese leben von der Vielfalt ihrer kleinen Läden oder Unternehmen.

Weil das so ist und auch in Zukunft so bleiben soll, wurde der Hashtag ins Leben gerufen. Die Die Aktion richtet sich an kleine Unternehmen und Bürger_innen des Bezirks. Sie sind es, die diese Kampagne mit Leben füllen sollen. Sie sollen kleine Ladengeschäfte, Handwerksbetriebe etc. vorstellen und so auf die Vielfalt im Kieze aufmerksam machen. Der Bezirk teilt sie lediglich, stellt sie aber nicht selbst ein.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler dazu:

Der #gibtshierimkiez_ts ist kaum gepostet, da findet schon eine lebhafte Diskussion unter dem Post statt, in der es darum geht, was es noch für weitere Möglichkeiten geben könnte, auf das Kiezleben aufmerksam zu machen. Das bestätigt mich darin, dass wir hier den richtigen Weg gehen. Das Schöne an dieser Aktion ist, dass wir auch nach der Lockerung der Beschränkungen mit dieser Idee weitermachen können.

Wie funktioniert das Ganze? Unternehmer_innen oder Kund_innen können mit dem Hashtag #gibtshierimkiez_ts auf Instagram einen Beitrag teilen und den Lieblingskiezladen vorstellen. Viele von ihnen bieten einen Lieferservice an. Mit dieser Aktion sollen die Bürger_innen darauf aufmerksam gemacht werden. Die Beiträge werden dann auf der offiziellen Instagram-Seite des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg geteilt.