22/2026 | Literatur erleben und mitgestalten

Viele Kinder im Saal bei einer Vorlesung. EInige melden sich

03.07.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

beim „internationalen Literaturfestival Berlin“ im September wird es mit dem Jungen Programm auch in diesem Jahr wieder Angebote für junge Menschen geben. Wir sprachen mit der Leiterin des Jungen Programms Lena Scheitz über die diesjährigen Highlights und neuen Formate.

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Mit dem Super-Ferien-Pass 2026/2027 gibt es wieder viele Anregungen die Ferien abwechslungsreich zu gestalten.
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Literatur erleben und mitgestalten – Das Junge Programm beim internationalen Literaturfestival Berlin

Vom 6. bis 16. September findet das Junge Programm des 26. internationalen Literaturfestivals Berlin statt. Es lädt mit internationalen Autorinnen und Autoren sowie Geschichten, die aktuelle Themen aufgreifen und Mut machen, ein, Literatur auf vielfältige Weise zu erleben. Wir sprachen mit Lena Scheitz, der Leiterin des Jungen Programms, über die Höhepunkte des diesjährigen Programms, die Bedeutung guter Geschichten und die besonderen Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Schulklassen.

Frau Scheitz, was macht das Junge Programm in diesem Jahr besonders
Erstmals wird unsere Sektion mit der Präsentation einer Graphic Novel eröffnet! Ich freue mich sehr auf die Rede von Özge Samancı und die anschließende Präsentation von „Evil Eyes Sea“, einem feministischen Polit-Thriller, der in den 1990er Jahren in Istanbul verortet ist. Ich bin außerdem gespannt auf die szenische Lesung im Theater an der Parkaue. Die Kooperation haben wir erstmals im letzten Jahr durchgeführt – in diesem Jahr wird unter der Regie von Alex Peil der für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierte Kinderroman „Inseltage mit Rosa“ szenisch umgesetzt. Darüber hinaus bin ich in diesem Jahr besonders stolz auf unser partizipatives Projekt „Jugend kuratiert“, in dem Jugendliche selbst das Programm mitgestalten konnten.

Gibt es Themen, die Kinder und Jugendliche in den vergangenen Jahren besonders beschäftigt haben und die sich auch im Festivalprogramm widerspiegeln?
Kinder und Jugendliche spüren die globalen Krisen und die Unberechenbarkeit unserer stark vernetzten Welt deutlich. In unseren Büchern setzen die Protagonist/-innen diesem Gefühl der Unsicherheit etwas entgegen: Mut, Zusammenhalt, Kreativität. So meistert Nike in „100 Tage zu Hause“ ihre Schulangst, der schüchterne Uno findet in „12 Süßigkeiten und 2 Todesfälle“ eine beste Freundin und Lila bewältigt in „Inseltage mit Rosa“ ihre Trauer. Die präsentierten Bücher greifen aber auch globale Themen auf, so etwa die Protestbewegung im Iran in „Badjens“ von Delphine Minoui oder die Abholzung des Regenwalds in „Kayabu“ von Eymard Toledo.

Mit der „Lesesause“ und „Jugend kuratiert“ gibt es in diesem Jahr zwei neue Formate im Jungen Programm. Was verbirgt sich dahinter und worauf dürfen sich Besucherinnen und Besucher freuen?
In diesem Jahr haben wir ein ganz neues Veranstaltungsformat etabliert: Die Lesesause, ein Fest rund ums Buch für Kinder und ihre Familien im Haus der Berliner Festspiele. Während sich das Junge Programm in der Vergangenheit vor allem an Schulklassen gerichtet hat, setzen wir hier einen starken Akzent für Familien. Natürlich gibt es Lesungen, aber auch Bastelworkshops, Kinderschminken und eine Rallye übers Festivalgelände. Besonders freue ich mich, dass wir Cornelia Funke als Gast für den Tag gewinnen konnten.
Die zweite Besonderheit in diesem Jahr: Jugendliche haben selbst Programm gemacht! Im Projekt „Jugend kuratiert“ hat der Leseclub „Die LesArtigen“ internationale Kinder- und Jugendliteratur gewälzt und zwei Lieblinge ausgewählt: „The Glass Girl“ von Kathleen Glasgow und „Badjens“ von Delphine Minoui.

Was erwartet Schülerinnen und Schüler bei einer Lesung – und was unterscheidet sie von einer klassischen Autorenlesung?
Wir konzipieren unsere Lesungen einladend, spannend und interaktiv. Dafür setzen wir Veranstaltungselemente wie Live-Illustrationen und Bilderbuchkino ein und legen viel Wert auf Publikumsfragen. Unsere Moderator/-innen beziehen das junge Publikum auf vielfältige Weise mit ein und begegnen ihm auf Augenhöhe. Bei unseren internationalen Gästen übernehmen außerdem professionelle Schauspieler/-innen das Vorlesen. Im Anschluss an eine Veranstaltung gibt es die Möglichkeit, die Autor/-innen bei der Signierstunde persönlich kennenzulernen – für viele Kinder und Jugendliche ist diese Begegnung ein Highlight.

Neben den Lesungen gibt es zahlreiche Workshops für Schulklassen. Was unterscheidet die Workshops von den Lesungen?
Die Workshops finden mit einzelnen Schulklassen statt, bieten also einen geschützteren Raum für die Teilnehmenden. Der Ansatz ist interdisziplinär, das heißt, die Kinder oder Jugendlichen nähern sich dem Buch über eine andere Kunstform. Dafür kooperieren wir mit Theatern, Bibliotheken, Kunstschulen und vielen weiteren Institutionen der kulturellen Bildung in Berlin. Insbesondere für Kinder und Jugendliche, die bisher nicht viel oder gern lesen, hat sich dieser Ansatz als sehr fruchtbar erwiesen. Alle Teilnehmenden bekommen außerdem das Buch geschenkt. Bei einem abschließenden Meet&Greet treffen sie die Autor/-innen. Das schafft Nahbarkeit und ist meist für beide Seiten ein sehr schönes Erlebnis, das nachhaltig in Erinnerung bleibt.

Wie genau melden sich Schulklassen für Workshops oder Lesungen an? Und was kosten die Tickets?
Tickets für Lesungen kosten bei uns 5 € pro Schüler/-in, ermäßigt 3 €. Begleitpersonen sind immer kostenlos. Die Anmeldung erfolgt über unser Anmeldeformular. Die Workshops sind kostenlos.
Uns ist bewusst, dass die frühe Planung und Buchung für viele Schulen eine Herausforderung ist. Deshalb können Tickets bis zum Veranstaltungstag kostenlos storniert werden – die Zahlung der Tickets erfolgt generell erst nach dem Festival und nur für die Anzahl an Schüler/-innen, die wirklich da waren.
Wir beraten gern auch telefonisch oder per E-Mail und finden gemeinsam heraus, welche Veranstaltung gut zur jeweiligen Schulklasse passt. Alle Informationen zur Anmeldung gibt es auf unserer Website.

Viele Kinder im Saal bei einer Vorlesung. EInige melden sich

Das Junge Programm

Fast 100 Ferientage voller Möglichkeiten mit dem Super-Ferien-Pass 2026/2027

Kostenfreie Schwimmbadbesuche, zahlreiche Freizeitangebote, Verlosungen und Vergünstigungen: Der Super-Ferien-Pass begleitet Berliner Kinder und Jugendliche auch im Schuljahr 2026/2027 durch fast 100 Ferientage voller Abwechslung.

„Viele Familien kaufen den Super-Ferien-Pass nicht nur wegen der Ersparnis“, sagt Kathrin Völker-Krause vom JugendKulturService. „Er hilft dabei, neue Orte zu entdecken und bringt Ideen für abwechslungsreiche Ferientage. Oft entstehen daraus Ferienabenteuer, auf die man sonst gar nicht gekommen wäre.“
Ein zentrales Angebot ist die Badekarte: Sie ermöglicht den kostenfreien Eintritt in die Frei- und Hallenbäder der Berliner Bäder-Betriebe an jedem Ferientag. Damit können Familien allein beim Schwimmen bereits sparen.
Darüber hinaus enthält der Super-Ferien-Pass mehr als 225 Coupons für Freizeit, Kultur und Sport. Zu den Highlights gehören unter anderem ein freier Eintritt in den Zoo Berlin und den Tierpark Berlin (bis 15 Jahre), der Eintritt ins Museum für Naturkunde, ein Besuch im Botanischen Garten pro Ferien sowie kostenlose Angebote in Planetarien und Sternwarten. Auch Eislaufen während der Ferien ist kostenfrei möglich.

Viele Angebote gelten nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern bieten auch erwachsenen Begleitpersonen Rabatte oder Sonderkonditionen.
Zusätzlich gibt es mehr als 400 Verlosungen für exklusive Ferienaktionen. Verlost werden unter anderem Plätze in Workshops, bei Tagesausflügen, Sportveranstaltungen, Konzerten und kulturellen Angeboten.
Der Super-Ferien-Pass gilt für alle Berliner Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 18 Jahre und begleitet sie durch die Sommer-, Herbst-, Weihnachts-, Winter- und Osterferien mit vielen Freizeitideen und Angeboten.

Seit gut einer Woche ist die neue Ausgabe für 9 Euro erhältlich. Er ist unter anderem bei REWE, in Berliner Sommer- und Strandbädern, in vielen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, im Büro des JugendKulturService sowie online unter jugendkulturservice.de erhältlich. Eine Kostenübernahme über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) ist möglich.

Kurznachrichten

Sorgentelefon bei Notenfrust
Am 8. Juli erhalten alle Schülerinnen und Schüler in Berlin ihre Zeugnisse. Nicht für alle ist das ein freudiger Moment. Um Krisen abzuwenden, finden Schülerinnen und Schüler am kommenden Mittwoch beim Sorgentelefon der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie von 13 bis 18 Uhr Hilfe und Unterstützung.

Alle künftigen Siebtklässler/-innen erhalten Schulplatz
Für alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler haben die bezirklichen Schulämter am 10. Juni die Bescheide fristgerecht verschickt. Mehr als 90 Prozent der künftigen Siebtklässlerinnen und Siebtklässler erhalten einen Platz an ihrer Wunschschule – ein ähnlich hoher Wert wie in den Vorjahren.

Abibac-Absolventinnen und -Absolventen feierlich geehrt
Am 2. Juli zeichnete Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung, die Absolventinnen und Absolventen des deutsch-französischen Abiturs, Abibac genannt, in feierlichem Rahmen aus. Fast 100 Schülerinnen und Schüler aus Berlin und Brandenburg haben in diesem Jahr erfolgreich das Abibac erworben. Mit dieser besonderen Doppelqualifikation zeigen sie nicht nur eine herausragende Sprachkompetenz in Französisch, sondern auch ein vertieftes Verständnis für die Geschichte, Politik, Geografie und Literatur Frankreichs.

Tipps für die Sommerferien in Berlin
Die Sommerferien in Berlin stehen vor der Tür – und die Hauptstadt bietet wieder ein vielfältiges Programm für Kinder, Jugendliche und Familien. Ob kreative Workshops, sportliche Aktivitäten, Ausflüge in Museen, Natur oder Freizeitparks: In den Ferien gibt es überall in der Stadt spannende Angebote zu entdecken. Neben dem Super-Ferien-Pass finden Sie hier weitere Inspirationen und Tipps für die Sommerferien in Berlin.

Kampagne für Erziehungsberufe
Für manche ist es nur ein trotziges Kind. Erzieherinnen und Erzieher sehen Willensstärke. Sie sehen die Leidenschaft, wo andere nur den Konflikt wahrnehmen. Und erkennen im Chaos den Mut, die Welt zu verändern. Egal, ob Frühe Bildung in der Kita, die Ganztagsbetreuung in der Schule oder Krisenbewältigung durch Erziehungshilfe: Fachkräfte in Erziehungsberufen machen nicht einfach nur einen Job. Unter dem Motto „Wir sehen mehr“ stellt das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend noch bis Ende September für die Kompetenzen von Fachkräften in Kita, Ganztag und Erziehungshilfe. Der Kompass Erziehungshilfe zeigt den Weg in den beruf und seine Tätigkeitsfelder auf.

Schulsportwoche 2026
240 Sport- und Mitmachangebote für 59 Schulen: Für Tausende Berliner Schülerinnen und Schüler wird es kurz vor den Sommerferien noch einmal richtig sportlich. Bei der in dieser Woche begonnenen Schulsportwoche können Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen auf dem Vereinsgelände von Sportvereinen oder auch an den Schulen selbst aktiv werden. In diesem Jahr liegt der Fokus der Schulsportwoche auf der Förderung von Frauen- und Mädchensport. Der Anlass hierfür ist unter anderem die Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen, die im September in Berlin stattfindet. Das allgemeine Ziel der Schulsportwoche ist erneut die unkomplizierte Verknüpfung von Schulen mit der vielfältigen Berliner Sportlandschaft.

Artenvielfalt erleben – Angebot für die Klassen 7–9
Die SDW bietet für die Mittelstufe eine kostenfreie, dreistündige waldpädagogische Einheit an. Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Tier- und Pflanzengruppen anhand ihrer Merkmale kennen und setzen sich mit der Bedeutung von Biodiversität und Naturschutz auseinander.

Freie Plätze im Programm Kulturagenten für kreative Schulen Berlin
Für das Schuljahr 2026/27 sind noch Plätze im Programm Kulturagenten für kreative Schulen Berlin verfügbar. Berliner Schulen können entweder Teil der Regionalnetzwerke in Pankow oder Friedrichshain-Kreuzberg werden oder eine individuelle Prozessberatung zur kulturellen Schulentwicklung in Anspruch nehmen. Ziel des Programms ist es, Kulturelle Bildung langfristig im Schulalltag zu verankern und weiterzuentwickeln.

Termine

Fortbildungen / Fachtage

Das große OERcamp 2026*vom 28. – 30. August*
Seit 2012 ist das OERcamp das zentrale Treffen der deutschsprachigen Community rund um digitale, freie und zeitgemäße Bildung sowie Open Educational Resources (OER) und Open Educational Practices (OEP). Das Barcamp ist für alle Akteur/-innen aus allen Bildungsbereichen relevant. Die Teilnahme ist dank einer Förderung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) kostenfrei.

Online-Fortbildungen zur Verbraucherbildung für Lehrkräfte im ersten Schulhalbjahr 2026/27
Nachhaltiger leben, Lebensmittel-Siegel oder Cybersicherheit: Das sind nur einige Beispiele für Themen, denen sich die Verbraucherbildung widmet. Die Verbraucherzentrale bietet Lehrkräften und Bildungsakteur/-innen kostenlose Online-Fortbildungen an. Sammeln Sie Wissen und Anregungen für den Unterricht.

Jobs, Jobs, Jobs

Impressum

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin

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