Heute zeichnete Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung, im Salle Boris Vian des Institut français Berlin die Absolventinnen und Absolventen des deutsch-französischen Abiturs, Abibac genannt, in feierlichem Rahmen aus. Fast 100 Schülerinnen und Schüler aus Berlin und Brandenburg haben in diesem Jahr erfolgreich das Abibac erworben. Mit dieser besonderen Doppelqualifikation zeigen sie nicht nur eine herausragende Sprachkompetenz in Französisch, sondern auch ein vertieftes Verständnis für die Geschichte, Politik, Geografie und Literatur Frankreichs.
„Herzlichen Glückwunsch zum Abibac! Mit dieser besonderen Doppelqualifikation haben Sie nicht nur außergewöhnliche sprachliche und fachliche Leistungen erbracht. Sie stehen auch für Offenheit, Neugier und den europäischen Gedanken“, sagte Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung. „Wer die Sprache, Geschichte und Kultur unseres Nachbarlandes kennt und versteht, baut Brücken zwischen Menschen und trägt dazu bei, die deutsch-französische Freundschaft lebendig zu halten. Gerade in einer Zeit großer Herausforderungen für Europa ist das ein starkes Zeichen.“
Bei der Zeremonie würdigten neben Staatssekretärin Henke zudem Luc Paquier, Leiter des Institut français Berlin, Dr. Susanne von Below, Abteilungsleiterin im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, sowie Eva Claude, Attachée für die französische Sprache, die besondere Leistung der Abiturientinnen und Abiturienten.
In Berlin gibt es seit den 1990er Jahren fünf Schulen, an denen Schülerinnen und Schüler mit dem Abibac abschließen können, in Brandenburg sind es seit 2010 zwei Schulen. Das Abibac steht für eine lebendige deutsch-französische Bildungszusammenarbeit und führt den Gedanken des Élysée-Vertrags von 1963 auf schulischer Ebene fort. Es ist sichtbares Beispiel für Verständigung, Dialog und die Überwindung historischer Gegensätze zwischen Deutschland und Frankreich.
Bundesweit bieten nur rund 90 von mehr als 30.000 Schulen das Abibac an. Die Feier im Salle Boris Vian fand bereits zum vierten Mal auf Einladung der Französischen Botschaft und des Institut français statt.