7/2026 | Hürdenlauf zur Wahlurne – Studie zum Wahlverhalten junger Menschen

Frau in der Wahlkabine

27.02.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Wahlbeteiligung junger Menschen liegt weiterhin unter dem Durchschnitt. Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung geht der Frage auf den Grund, was junge Menschen vom Wählen abhält und welche Schritte unternommen werden können, um diesem Trend entgegenzuwirken.

Außerdem stellen wir mit dem Talente Check Berlin eine innovative Form der beruflichen Orientierung für die Klassenstufen 8 und 9 vor.

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Hürdenlauf zur Wahlurne – Studie zum Wahlverhalten junger Menschen

Die Wahlbeteiligung junger Menschen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren lag bei der Bundestagswahl 2025 erneut unter dem Durchschnitt in der Gesamtbevölkerung. Trotz Verbesserungen der Zahlen seit 2009 liegt die Wahlbeteiligung in diesen Alterskohorten am niedrigsten. Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung geht der Frage auf den Grund, was junge Menschen vom Wählen abhält.

Die Studie basiert auf einem Mixed-Methods-Ansatz und kombiniert sowohl quantitative als auch qualitative Methoden. Auf quantitativer Ebene wurde ein Datensatz der German Longitudinal Election Study (GLES) herangezogen, der im Zeitraum vom 23. Oktober bis 19. November 2024 erhoben wurde und insgesamt 9.934 Befragte, davon 1.668 junge Menschen im Alter von 18 bis 29 Jahren, umfasst. Neben der Auswertung dieser bestehenden Sekundärdaten basiert die Studie auf einer Reihe eigens durchgeführter Fokusgruppen-Interviews, die im September 2025 stattfanden.

Insgesamt identifiziert die Studie vier zentrale Hürden, die verhindern, dass junge Menschen wählen gehen:
  • „Kann ich wählen?“ (Zugang),
  • „Verstehe ich Wählen?“ (Kompetenz),
  • „Will ich wählen?“ (Motivation) und
  • „Wirkt mein Wählen?“ (Resonanz).

Gerade mit Blick auf den Faktor der Kompetenz kommt die Studie zu interessanten Erkenntnissen: Die Analyse auf Basis des GLES-Datensatzes zeigt, dass junge Menschen ihre politische Kompetenz grundsätzlich geringer einschätzen als ältere Menschen. Vor allem weniger wahlaffine junge Menschen, insbesondere wenn sie aus einem politikfernen Umfeld kommen, fühlen sich demnach deutlich unsicherer, politische Debatten zu verfolgen oder über ihre eigene Haltung zu sprechen. In den Fokusgruppen äußerten Teilnehmende wiederum den Wunsch nach mehr und früher einsetzenden Bildungsangeboten in diesem Zusammenhang. Unter politischer Bildung verstehen sie dabei nicht nur die Vermittlung von Wissen über Institutionen oder Wahlverfahren, sondern auch eine Befähigung, Informationen einzuordnen und sich eigenständig politische Urteile zu bilden.

In Hinblick auf den Einfluss sozialer Medien und digitaler Angebote ergibt sich ein heterogenes Bild: Zwar könnten geeignete Formate gerade bei weniger politisch interessierten jungen Menschen politisches Interesse wecken und sie zur Wahl mobilisieren, gleichzeitig werde es aber immer anspruchsvoller, sich in der Vielzahl an Informationen zurechtzufinden. Zudem bestehe die Gefahr einer verzerrten politischen Meinungsbildung. Wie jüngste Studienergebnisse zeigen, sind Parteien an den politischen Rändern auf Social Media-Plattformen, insbesondere auf TikTok, im Vergleich zu Parteien der Mitte überproportional sichtbar (Quelle: „Digitalisiert, politisiert, polarisiert?“). Gleiches gelte für digitale Tools wie Wahl-O-Mat oder Real-O-Mat. Während sie Einstiegshürden senken können, führen komplexe Inhalte, Polarisierung und Informationsfülle gerade bei weniger politikerfahrenen jungen Menschen schnell zu Überforderung.

Hinsichtlich der Motivation junger Menschen kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die Teilnehmenden der Fokusgruppen die Wirksamkeit politischer Institutionen, Probleme zu lösen, als sehr gering wahrnehmen, was in Teilen zur Entscheidung beiträgt, selbst nicht wählen zu gehen. Gerade bei Themen wie Lebenshaltungskosten, Mietpreisen, Inflation oder Absicherung der Altersvorsorge wurde in allen Fokusgruppen eine starke Enttäuschung über die mangelnde Wirkung politischer Entscheidungen beobachtet. Zudem nähmen viele junge Menschen gerade im Wahlkampf Versprechungen wahr, die anschließend nicht eingehalten würden. Das wirke sich wiederum negativ auf ihre wahrgenommene Fähigkeit aus, sich durch gewählte Vertreter/-innen in politische Entscheidungen einbringen zu können. Interessanterweise schilderten Teilnehmende, dass die starke Polarisierung der Debatten im Vorfeld der Bundestagswahl 2025 sowie eine stark emotionalisierte Krisenrhetorik bei vielen den Wunsch ausgelöst habe, sich zeitweise von der politischen Informationsflut zu distanzieren. Das aktive Fernbleiben von politischen Themen wurde vielfach als Schutzmechanismus beschrieben.

Trotzdem offenbart die Analyse ein großes Potenzial zur Mobilisierung junger Menschen. Viele neue Wähler/-innen begegnen politischen Prozessen mit größerem Optimismus als Ältere, haben mehr Vertrauen in zentrale Institutionen wie den Bundestag und gehen von mehr Responsivität der Politiker/-innen aus – wenn auch auf niedrigem Niveau. Um die Wahlbeteiligung junger Menschen zu steigern, spricht die Studie Handlungsempfehlungen aus, die sich an den vier identifizierten Hürden Zugang, Kompetenz, Motivation und Resonanz orientieren. Neben verständlichen Wahlinformationen, niedrigschwelligen Verfahren und einer verbindlichen politischen Bildung werden auch frühe Erfahrungen politischer Beteiligung, ggf. schulisch begleitet, genannt. Viele der Weichen müssen gleichzeitig auf politischer Ebene gestellt werden. Denn eine Politik, die zuhört, einbezieht, die Lebensrealitäten junger Menschen anerkennt und nachvollziehbar handelt, heißt es in der Studie, sei für eine langfristige Motivation ebenso wichtig.

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Bertelsmann Stiftung – Studie zum Wahlverhalten junger Menschen

Berufsorientierung neu entdecken mit dem Talente Check Berlin

„Was will ich einmal werden?“ – So einfach die Frage klingen mag, so komplex kann der Weg zu einer individuellen Antwort sein. Mit dem Talente Check können Berliner Jugendliche der 8. und 9. Klasse ihre Talente, Stärken und Potenziale im Hinblick auf ihre spätere Berufswahl in jugendgerechtem Ambiente erkunden.

Das Konzept des Talente Checks Berlin greift das Format von Spiele-Shows auf und besteht aus einem digitalen Berufswahltest sowie Praxis-Checks auf einem interaktiven Parcours. In einem ersten Schritt werden mithilfe des wissenschaftlich fundierten Online-Berufsorientierungstests „Check U“, die individuellen Fähigkeiten und Interessen der Jugendlichen ermittelt. Der neue Orientierungstest wurde im November 2025 eingeführt und ersetzte den bis dahin gängigen Berufswahltest. Während Schüler/-innen Rückmeldungen bis dahin ausschließlich über ein Datenblatt im Beratungsgespräch zur Verfügung gestellt bekamen, ermöglicht „Check U“ den Schüler/-innen, ihre Ergebnisse jederzeit digital einzusehen. Bei den anschließenden Praxis-Checks lernen die Jugendlichen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten spielerisch besser kennen, bevor sie im Showroom für Duale Ausbildung der Industrie und Handelskammer (IHK) Berlin und der Berliner Handwerkskammer einen Einblick in die Welt der Dualen Berufsausbildung gewinnen.

Der Aufenthalt ist auf ca. 4,5 Stunden angelegt und soll den teilnehmenden Jugendlichen eine bessere Orientierung für ihre eigene berufliche Zukunft sowie die Wahl von Praktikumsplätzen bieten. Mithilfe eines personalisierten Armbandes loggen sich die Schüler/-innen an den verschiedenen Stationen ein und sammeln ihre jeweiligen Ergebnisse. Die begleitende Lehrkraft erhält die Auswertung der gesammelten Ergebnisse im Anschluss an den Termin für die gesamte Lerngruppe. Alle Jugendlichen haben die Möglichkeit, die Ergebnisse ihres „Check U“-Tests sowie der Praxis-Checks gemeinsam mit einem/-r Berufsberater/-in der Agentur für Arbeit zu besprechen und sich so weiterführend zu beruflichen Perspektiven beraten zu lassen.

Der Besuch des Talente Checks Berlin ist ausschließlich über Schulen im Klassenverband möglich, die Anmeldung erfolgt über die Lehrkräfte. Der Talente Check Berlin ist ein gemeinsames Projekt der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit und der IHK Berlin. Alle Angebote innerhalb des Talente Checks sind kostenfrei.

Kurznachrichten

Leistungsfähiges Internet an allen öffentlichen Berliner Schulen
Das Ziel, alle öffentlichen Berliner Schulen bis zum Ende der Legislaturperiode mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen auszustatten, ist erreicht worden. Mit der Anbindung der Ernst-Haeckel-Sekundarschule in Hellersdorf hat Anfang 2026 die letzte der rund 700 öffentlichen Schulen in Berlin einen leistungsfähigen Internetzugang erhalten. Wozu leistungsstarke digitale Infrastrukturen genutzt werden, zeigt die Ernst-Haeckel-Sekundarschule mit der Nutzung eines eigenen 3D-Druckers und dem Zusatzkurs „Digitale Welten“, in dem Schüler/-innen eigene Roboter entwickeln und 3D-Modelle erstellen.

Eröffnung der ersten Typensporthalle in Tempelhof-Schöneberg
Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive wurde eine neue Typensporthalle in Lichtenrade eröffnet. Die modulare Typensporthalle für die Theodor-Haubach-Schule in Tempelhof-Schöneberg ist bereits die dritte Sporthalle, die in diesem Jahr eröffnet wird. Das Gebäude mit drei Hallenteilen dient der Schulgemeinschaft für den Sportunterricht, außerhalb der Unterrichtszeiten kann es durch Vereine genutzt werden. Eine inklusive Bauplanung ermöglicht es allen Schüler/-innen gleichberechtigt am Sport teilzunehmen. Ein zusätzlicher Raum für Sporttheorie und Taktikschulungen bietet zusätzlich Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes.

Neue Qualifizierungsreihe „Q-BO!“ stärkt die BO-Koordinierenden an Berliner Schulen
Mit „Q-BO!“ startet im Land Berlin eine neue Qualifizierungsreihe für BO-Koordinator/-innen. Die insgesamt sechs Module bieten den Lehrkräften die Möglichkeit, ihre Kompetenzen in der Beruflichen Orientierung systematisch zu erweitern. Ziel ist es, Schüler/-innen auf den Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium individuell vorzubereiten, indem ihre Stärken erkannt, realistische Berufsziele entwickelt und praxisnahe Erfahrungen ermöglicht werden. Teilnehmende bauen theoretische, methodische und digitale Kompetenzen aus, um die individuelle Beratung, Begleitung und Dokumentation in der Beruflichen Orientierung zu unterstützen. Anmeldungen für die erste Pilotgruppe sind bis zum 16. März über die Berliner Fortbildungsdatenbank möglich.

Teams von sechs Berliner Schulen qualifizieren sich für RoboCup German Open
Gleich sechs Berliner Schulen konnten sich im Qualifikationsturnier des RoboCupJunior für das deutsche Finale, die RoboCup German Open, durchsetzen. Insgesamt treten fünf Teams des Archenhold Gymnasiums, vier des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums, drei des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums, jeweils zwei des Arndt-Gymnasiums Dahlem sowie des Tagore-Gymnasiums Berlin und ein Team des Georg-Herwegh-Gymnasiums bei der Deutschen Meisterschaft in Köln vom 10. bis 14. März an. Der RoboCupJunior ist der weltweit größte Robotik-Wettbewerb für Jugendliche zwischen 11 und 19 Jahren. Ziel ist es, junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern.

Europass Mobilität an 250 Berliner Auszubildende vergeben
An mehr als 250 Berliner Auszubildende ist vergangene Woche der Europass Mobilität, der ihre Auslandserfahrung während der Ausbildung dokumentiert, durch den Regierenden Bürgermeister vergeben worden. Der Arbeitsbereich „GoEurope“ der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie organisiert und vermittelt die durch das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ finanzierten Auslandsaufenthalte. Von den jährlich über 700 teilnehmenden Auszubildenden unterschiedlicher Berufsfelder lernt eine große Mehrheit in Städten, die mit Berlin durch eine Städtepartnerschaft verbunden sind. Die Dauer der Aufenthalte in aller Welt ist individuell und kann bis zu ein Jahr betragen.

Jugendgeschichtswerkstatt Spandau lädt zur Stolpersteinverlegung für Alfred Arendt ein
Angeleitet von der Jugendgeschichtswerkstatt des Jugendamtes Spandau haben Schüler/-innen der Bertolt-Brecht-Oberschule die Lebensgeschichte des Jungkommunisten Alfred Arendt erforscht. Nach einer Verurteilung wegen Vorbereitung zum Hochverrat und dem Verbüßen einer siebeneinhalbjährigen Haftstrafe wurde Arendt 1942 in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert, wo er im Herbst 1944 wegen der Formung einer Widerstandsbewegung erschossen wurde. Bei der feierlichen Stolpersteinverlegung wird an sein Leben erinnert. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Bundesverwaltungsgericht befasst sich mit Masernschutznachweis für Schüler/-innen
Das Bundesverwaltungsgericht kündigte bei seiner Jahrespressekonferenz an, sich in diesem Jahr mit dem im Infektionsschutzgesetz festgeschriebenen Masernschutz bei Schulkindern zu befassen. Seit Inkrafttreten des Masernschutzgesetzes am 1. März 2020 sind auch in Berlin Kitakinder ab einem Jahr, Schüler/-innen sowie Menschen, die in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen oder Schulen arbeiten, dazu verpflichtet, einen Masernschutz vorzuweisen. Die Kläger wenden sich in einem Revisionsverfahren gegen einen Bescheid des Freistaats Bayern, durch den sie verpflichtet werden, für ihr schulpflichtiges Kind einen Nachweis über einen ausreichenden Masernschutz oder über medizinische Gründe, die einer solchen Impfung entgegenstehen, vorzulegen. In den Vorinstanzen blieb die Klage erfolglos.

Termine

ab 11. März: Mitmach-Ausstellung zum Thema Luft Kinder aus fünf Berliner Kitas haben sich über mehrere Wochen hinweg in professionell angeleiteten Workshops kreativ mit dem Thema Luft auseinandergesetzt. Die entstandenen Objekte werden ab dem 11. März in der diesjährigen Mitmach-Ausstellung LUFTKUNST im KinderKünsteZentrum sowohl drinnen als auch draußen präsentiert. Hier können Kinder, Kita-Gruppen und Familien das Thema Luft spielerisch erforschen, Gegenstände in die Luft wirbeln lassen, sich in eine „Fledermaushöhle“ begeben und selbst schwebende Kunstobjekte herstellen.

16. – 29. März: Internationale Wochen gegen Rassismus Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden in diesem Jahr unter dem Motto „100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ statt. Auch Träger, Projekte und Initiativen aus Berlin beteiligen sich mit vielfältigen Veranstaltungen, öffentlichen Führungen oder Lesungen an den Aktionswochen.

21. März, 16 – 18 Uhr: Lesung aus „Unser Schmerz ist unsere Kraft“ Gamze Kubaşık und Semiya Şimşek sind zwanzig und vierzehn Jahre alt, als ihre Väter von der rechtsextremen Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermordet werden. In diesem ab 14 Jahren empfohlenen Jugendsachbuch erzählen die durch ihr Schicksal verbundenen jungen Frauen in Gedächtnisberichten, Telefonaten und Chats unmittelbar, wie sie die erschütternden Geschehnisse damals erlebt haben und wie die Morde sie aus ihrem bisherigen Leben gerissen haben. Aber auch, wie sie miteinander eine ungeheure Kraft entwickeln konnten, die sie bis heute weiterkämpfen lässt: gegen das Vergessen und für eine Zukunft ohne Ausgrenzung. Die Lesung findet am Internationalen Tag gegen Rassismus statt und ist Teil der Reihe „Auch Deutsche unter den Opfern“ der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

24. März, 17 – 20 Uhr: Online-Elternseminar „HaLT – Hart am Limit“ mit dem Schwerpunkt Alkohol und Nikotin Teilnehmende erhalten Informationen zum Konsum von Nikotinprodukten und Alkohol sowie Tipps und Hinweise zum Umgang in der Familie. Zudem haben sie die Möglichkeit mit Expert/-innen und anderen Eltern ins Gespräch zu kommen und bekommen einen Überblick über Substanzen, die bei der Leistungsverbesserung oder zur Stressbewältigung eine Rolle spielen können.

24. März, 19.30 – 22 Uhr: Digitale Eltern-LAN: Fortnite Kinder und Jugendliche begeistern sich für Computerspiele. Erwachsene stehen der Faszination, die digitale Spielwelten für die jüngere Generation besitzen, oft ratlos gegenüber. Nicht selten kommt es zu Konflikten über das Spielverhalten in Familien- oder Schulalltag. Mit dieser Veranstaltung möchte die Bundeszentrale für politische Bildung Teilnehmenden die Möglichkeit geben, digitale Spiele kennenzulernen und sich mit erfahrenen Medienpädagog/-innen über offene Fragen zum pädagogischen Umgang mit Spielen auszutauschen. Im Zentrum dieser Veranstaltung steht das bei Kindern und Jugendlichen beliebte Spiel Fortnite.

Fortbildungen / Fachtage

KI im Überblick am 5. März
In dieser praxisnahen Fortbildung erhalten Lehrkräfte einen kompakten Überblick über die Grundlagen und Anwendungsfelder von KI. Neben einer kompakten Einführung in Funktionsweise sowie Chancen und Risiken von KI-Systemen liegt der Fokus auf der praktischen Umsetzung im Unterricht. Die Teilnehmenden probieren verschiedene Unterrichtsmaterialien aus, reflektieren Einsatzmöglichkeiten und entwickeln eigene Ideen, wie sie die Themen zielgruppengerecht im Unterricht behandeln und Medienkompetenz bei Jugendlichen stärken können.

Konflikte erleben und lösen mit der Silent Disco am 12. März
Mit der Methode Silent Disco wird Lerngruppen die Komplexität von Konflikten durch musikalischen Rhythmus vermittelt. Dies ermöglicht den Teilnehmenden, Gruppen- und Machtdynamiken bewusst zu erfahren. In Zusammenarbeit mit dem Körperfunkkollektiv hat der New Israel Fund diesen innovativen Audio-Workshop entwickelt, der aufzeigt, wie identitätsbasierte Konflikte entstehen und welche Auswege möglich sind. Der Workshop bietet Lehrkräften und Multiplikator/-innen der politischen Bildung einen Einblick in die Funktionen und Einsatzmöglichkeiten dieser Methode. Er beinhaltet einen Durchlauf der Silent Disco sowie die anschließende Reflexion, wie und mit welchen Lerngruppen dieser Ansatz genutzt werden kann. Das vorgestellte Workshopformat eignet sich für Lerngruppen ab Klasse 7.

Queere Kulturelle Bildung stärken! Räume, Projekte, Perspektiven am 17. März (Anmeldung bis 10. März)
Queere Jugendarbeit und queere Jugendeinrichtungen in Berlin sind für viele junge Menschen von zentraler Bedeutung als Schutz- und Entwicklungsräume. Wie aber gelingt es, solche Angebote zu entwickeln, Strukturen zu schaffen und Haltungen einzunehmen? Nach einer Keynote zu Lebenswelten junger LGBTQ+ Menschen und einem Praxisbericht aus dem Jugendkunst- und Kulturzentrum Gérard Philipe finden im Rahmen der Veranstaltung zwei praxisnahe Workshops zu Schutzräumen, Sichtbarkeit und Barriereabbau in eigenen Angeboten statt. Zudem gibt es Raum für Vernetzung und kollegialen Austausch. Die Veranstaltung richtet sich an Netzwerkmitglieder und an Interessierte aus dem Feld der Diversität, Inklusion und Antidiskriminierung im Kontext außerschulischer (kultureller) Kinder- und Jugendbildung.

Medien gestalten Bildung: Kreative Projekte mit Video, Ton und Stop-Motion am 19. März
In diesem eintägigen Seminar werden iPads mit ausgewählten Apps, Audiozubehör und kreative Gestaltungsmaterialien praxisnah erprobt. So können pädagogische Angebote und Szenarien entwickelt werden, die die pädagogische Praxis mit Kindern bereichern und ergänzen. Das Seminar eignet sich insbesondere für Kitas, die im Vergabezyklus 2025/2026 am Projekt medienbox.kita beteiligt sind.

Fortbildung Singen im Kita-Alltag am 19. und 20. März
Die zweitägige Veranstaltung des Deutschen Chorverbands richtet sich an Erzieher/-innen, die sich stimmlich und methodisch für das tägliche und kindgerechte Singen weiterbilden wollen. Das Seminar soll neue Impulse geben, die Hemmschwelle für das Singen in kindgerechter Tonhöhe herabsetzen und die eigenen Fähigkeiten in Bezug auf das ganzheitliche Musizieren in der Kita erweitern. Neben theoretischen Grundlagen für das Singen mit Kindern werden vor allem praktische Fertigkeiten, wie Liedbegleitungsideen, Tanz, Musizieren mit CDs und Apps, sowie Input zur Erweiterung des Liedrepertoires vermittelt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Werkstatt Ernährungs- und Verbraucherbildung am 25. März
In dieser digitalen Veranstaltung erhalten Teilnehmende u a. Einblick in ein neues (kostenfreies) Online-Qualifizierungsangebot für Lehrkräfte, das ernährungswissenschaftliche Grundlagen und Methoden der Ernährungsbildung vermittelt, sowie in den „Materialkompass“, der bei der Suche nach qualitätsgeprüftem Unterrichtsmaterial rund um Verbraucherbildungsthemen unterstützt. Die von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin angebotene Werkstatt findet in Kooperation mit dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) statt. Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte und weitere pädagogische Fachkräfte der Primar- und Sekundarstufe der Berliner Ganztagsschulen.

Fachtag Lernwerkstatt – Teilhaben, Gestalten, Reflektieren in Kita, Schule und Hochschule am 24. März (Anmeldung bis 6. März)
Die Grundschulwerkstatt der Humboldt-Universität zu Berlin lädt alle Interessierten zum Fachtag Lernwerkstatt ein. In sechs Lernwerkstatt-Workshops für Kita und Schule können sich Teilnehmende austauschen und vernetzen. Themen der Workshops umfassen u. a. MINT-Bildung, gestaltungsorientierte Zugänge zu Lyrik und der Einsatz der Freinet-Druckwerkstatt für den Schrifterwerb von Kindern. Die Veranstaltung wird unterstützt durch das Berliner Lernwerkstätten-Netzwerk und die Serviceagentur Ganztag Berlin.

Jobs, Jobs, Jobs

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Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin

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