Luisenblock Ost II, Berlin Mitte

  • Luftbild mit Wettbewerbsgebiet

    Luftbild mit Wettbewerbsgebiet

  • Übersichtskarte

    Übersichtskarte

Ausschreibung

  • Anlass und Ziel

    Anlass und Ziel des städtebaulichen Wettbewerbs Luisenblock Ost ist es, für das städtebaulich bedeutsame Quartier im Parlaments- und Regierungsviertel Berlin eine Neuordnung zu entwickeln, die den besonderen Anforderungen an Lage, Funktion und städtischen Kontext der Berliner Innenstadt gerecht wird. Im Mittelpunkt steht die Gestaltung einer Bebauung, die mit dem Erschließungs- und Freiflächenkonzept harmoniert und den Uferbereich des Schiffbauerdamms angemessen einbezieht. Dabei sind sowohl Erweiterungsmöglichkeiten für Einrichtungen des Deutschen Bundestages als auch der in Berlin dringend benötigte Wohnungsbau in wirksamer Weise vorzusehen. Die Realisierung der Flächen für den Deutschen Bundestag auf dem Areal des LBO II ist unmittelbar angrenzend an den LBO I zu verorten. Die spreeseitige Anordnung der Bundestags- und der Wohnnutzung LBO II zwischen dem LBO I und ver.di ist auf gleichwertige Weise konzeptionell zu berücksichtigen.

    Darüber hinaus soll der im Wettbewerbsgebiet befindliche Standort der ver.di-Vermögensverwaltung, welcher sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe zur Spree befindet, neu strukturiert und geplant werden.

    Ziel ist es, ein gemischtes, belebtes Quartier zu schaffen, das in dieser zentralen Lage einen klaren Mehrwert für die Berliner*innen bietet und neben Bundestag und Wohnen auch ergänzende Nutzungen wie nicht störendes Gewerbe und dienstleistungsorientierte Angebote vorsieht. Diese Nutzungen sollen insbesondere in den Erdgeschossen entlang der Spree angeordnet werden, um die publikumswirksamen Angebote am Schiffbauerdamm fortzusetzen und sinnvoll zu erweitern und eine lebendige, attraktive Uferpromenade zu schaffen, die zum Verweilen einlädt und zur Belebung des Quartiers beiträgt.

    Bereits im Jahr 2009 wurde für den Luisenblock Ost ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt. Der aus dem Siegerentwurf entwickelte Bebauungsplanentwurf wurde jedoch Ende 2020 vom Abgeordnetenhaus nicht verabschiedet. Seitdem haben sich die Anforderungen an das Areal weiterentwickelt: Neben Art und Dichte der Nutzungen spielen nun vermehrt Aspekte der nachhaltigen Mobilität und des Klimaschutzes eine wichtige Rolle. Diese Anforderungen sind integraler Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe des neu ausgelobten städtebaulichen Realisierungswettbewerbes.

    Die angestrebte oberirdische Bruttogrundfläche (BGF) beträgt insgesamt ca. 64.800 m². Diese teilt sich auf, in Neubauten für den Deutschen Bundestag mit ca. 29.500 m² BGF und der ver.di-Vermögensverwaltung mit ca. 15.300 m² BGF für Büronutzung und 15.000 m² BGF für Wohnnutzung sowie 5.000 m² BGF für Wohnfolgeeinrichtungen und nicht störendem Gewerbe. Im erweiterten Betrachtungsbereich sind zusätzlich die Stadtbahnbögen mit ca. 6.000 m² BGF in das Nutzungskonzept zu integrieren.

    Neue Mobilitätsangebote sowie eine zukunftsorientierte und klimagerechte Gestaltung der Frei- und Verkehrsräume werden neben einer attraktiven Nutzung der Erdgeschosse als großes Potential für die Belebung des öffentlichen Raums gesehen. Neben einem hohen Anteil publikumswirksamer Nutzungen an der Spree soll auch das Potential der Stadtbahnbögen im Rahmen eines Nutzungskonzeptes aktiviert werden und zum zukünftigen Charakter des Quartiers beitragen.

    Ein besonderes Augenmerk soll auf die Herausforderungen des Klimawandels und somit auf die ökologischen Funktionen von Freiräumen und Gebäuden gelegt werden. Die Widerstandsfähigkeit von Gebäuden und Quartieren gegenüber zu erwartenden Klimafolgen ist zu erhöhen, um zukünftige Herausforderungen des Klimawandels bspw. in Bezug auf Starkregen und Hitze abzufedern. Ziel im Rahmen des Wettbewerbes ist es, das klimaangepasste Bauen über die Vorsorgemaßnahme zum Objektschutz hinausgehend zu entwickeln und im Sinne des Schwammstadt-Prinzips Niederschläge auf dem Grundstück zu halten, zu versickern bzw. verdunsten zu lassen. Eine weitere Herausforderung ist die Entwicklung eines lärmrobusten Städtebaus, da von der Stadtbahn im Norden erhebliche Lärmimmissionen ausgehen, aber auch von der südlich exponierten Spree als Wasserstraße empfindlicher Lärm ausgeht.

    Der westliche Bereich des Luisenblock Ost (LBO I) wurde parallel durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in Zusammenarbeit mit der Verwaltung des Deutschen Bundestags (BTV) entwickelt und ist nicht Gegenstand dieses städtebaulichen Realisierungswettbewerbes. Im Februar 2024 wurde im Rahmen eines hochbaulichen Realisierungswettbewerbes der Entwurf des Ateliers Kempe Thill Thörner Kaczmarek Generalplanungsgesellschaft mbH, Düsseldorf mit Atelier Kempe Thill architects und planners, Rotterdam (Niederlande) ausgewählt, der als Grundlage für die geplante Umsetzung in den kommenden Jahren dient.

    Im Rahmen dieses städtebaulichen Realisierungswettbewerbs werden zukunftsweisende städtebauliche und freiraumplanerische Lösungen unter Einbeziehung der Promenade und Uferzone am Schiffbauerdamm für dieses bedeutsame Quartier gesucht. Das Ergebnis des Wettbewerbs wird die Grundlage für ein anschließendes Bebauungsplanverfahren bilden, wobei der Umriss des Wettbewerbsgebiets voraussichtlich nicht identisch mit den Grenzen des anschließenden B-Planverfahrens sein werden.

  • EU-Bekanntmachung

    PDF-Dokument (102.7 kB)

  • Auslobung

    PDF-Dokument (27.4 MB)

Steckbrief

  • Kategorie

    Städtebau

  • Typologie

    Wohnen, Arbeiten, Gewerbe, Öffentlicher Raum

  • Ort

    Berlin Mitte

  • Verfahrenstitel

    Luisenblock Ost II

  • Verfahrensart

    Offener einphasiger städtebaulicher Realisierungswettbewerb

  • Teilnehmerkreis

    Stadtplaner:innen und/oder Architekt:innen zusammen mit Landschaftsarchitekt:innen

  • Auslober:in

    Land Berlin vertreten durch die
    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und
    Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das
    Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und das
    Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

  • Auftraggeber:in

    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
    Abteilung II – Städtebau und Projekte
    Württembergische Straße 6
    10707 Berlin

Terminübersicht

  • Preisrichterkolloquium

    24.11.2025

  • Ausgabe der Unterlagen | Bekanntmachung

    05.12.2025

  • schriftliche Rückfragen bis

    07.01.2026

  • Rückfragenkolloquium

    22.01.2026

  • Beantwortung der Rückfragen bis

    30.01.2026

  • Abgabe Wettbewerbsarbeiten bis

    17.04.2026

  • Abgabe Modelle bis

    30.04.2026

  • Bürgerabend

    08.06.2026

  • Sitzung des Preisgerichts

    09./10.06.2026

  • Ausstellungseröffnung

    13.07.2026

  • Ausstellung

    14. bis 24.07.2026

  • Alle genauen Informationen zu Uhrzeiten, Abgabeleistungen, Abgabe- und Veranstaltungsorten sind in der Auslobungsbroschüre aufgeführt.

Weitere Informationen

Ergänzende Informationen zum Realisierungswettbewerb sowie Bildmaterial und die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung finden Sie unter folgendem Link:
Wettbewerb Luisenblock – Information und Beteiligung zum Realisierungswettbewerb

Alle relevanten Informationen und Unterlagen, wie etwa die Auslobung und deren Anlagen, werden auf der Plattform „Wettbewerbe Aktuell“ veröffentlicht.
Wettbewerb Luisenblock – Unterlagen und Abgabe der Wettbewerbsarbeiten bei Wettbewerbe Aktuell

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Referat Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe