Ideenteil | Preisträger:innen für die Freianlage

Preis: 29.250 €

Atelier Schmelzer Weber Architekten PartGmbB, Dresden
Verfasser:in: Paul Schmelzer, Peter Weber
Mitarbeiter:in: Johannes Hermann, Patrick Wenske,
Matthias Ziegler, Jenas Rehwagen, Helena Nienhaus

Storch.Landschaftsarchitektur, Dresden
Verfasser:in: Robert Storch
Mitarbeiter:in: Roya Keyhani

Tragwerk: BfB – Büro für Baukonstruktionen GmbH, Dresden
Verfasser:in: Hagen Grütze

TGA: IPROconsult GmbH, Dresden
Verfasser:in: Felix Schlamm
Mitarbeiter:in: Charlotte Darmer

Sonderfachleute:
Renderings: Lindenkreuz Eggert GbR, Robert Mengel

  • Beurteilung durch die Jury

    Die Verfassenden setzen den markanten linearen Strukturen der Rathausumgebung eine bewusst organische Formensprache für die Anordnung von Grünflächen und Baumpflanzungen entgegen. So entsteht eine charaktervolle, bandartige mit Bäumen bestandene Grünfläche in welche Wege, kleine Plätze, Spiel- und Sportflächen gut positioniert eingeschrieben sind. Allein die baumbestandenen Grünflächen auf der Südseite des Rathausplatzes sollten zu Gunsten eines etwas größeren offenen Rathausplatzes reduziert werden.

    Die gewählte Gestaltung gibt die Möglichkeit, sowohl ruhige Rückzugsorte zu schaffen wie auch zugleich ein Durchqueren des Stadtraums in zügigem oder schlenderndem Gang zu erlauben. Allein der Parkplatz unterbricht den Grünraum sowohl funktional als auch atmosphärisch, eine Flächenreduzierung und wesentlich stärkere Integration in das Motiv des „grünen Bandes“ ist überaus wünschenswert.

    Das grüne Stadtzimmer nimmt die organische Gestaltsprache auf, mit Stauden bepflanzte Grünflächen, integrierte Regenwassermulden und ein starkes Baumdach lassen eine gute Nutzbarkeit bei hoher Aufenthaltsqualität erwarten.

    Den Verfassern gelingt mit der Ausbildung eines starken „Bandparks“ ein sehr konstruktiver Beitrag zur Gestaltung von Rathausumfeld und Aktivitätsband.

    Der Beitrag sollte im weiteren Entwicklungsprozess unter Berücksichtigung der obigen Anmerkungen weiterverfolgt und vertieft werden.

  • Preis Storch Lageplan

    Lageplan

Preis: 29.250 €

Wulf Architekten, Berlin
Verfasser:in: Tobias Wulf, Gabriel Wulf
Mitarbeiter:in: Ekatrina Limonova, Joana Ferreira Alves,
Hoang Huong Giang Do, Tegar Sentosa Simamora

Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden
Verfasser:in: Till Rehwaldt
Mitarbeiter:in: Martin Mengs, Carolina Keller

Tragwerk: Mayr | Ludescher | Partner Ingenieure PartGmbB, Stuttgart
Verfasser:in: Matthias Jenz
Mitarbeiter:in: Jan Haschke

TGA: SCHOLZEJAEGER GmbH, Stuttgart
Verfasser:in: Holger Jaeger
Mitarbeiter:in: Karen Jaeger, Simone Roos

Sonderfachleute:
Brandschutz: Brandschutz Consulting GbR, Rainer Sonntag, München
Visualisierung: XAOS collective
Modellbau: Bela Berec, Architektur-Modellbau-Gestaltung, Stuttgart

  • Beurteilung durch die Jury

    Drei Baumhaine, bestehend aus einer Rasterpflanzung von acht großkronigen Laubbäumen gliedern das Aktivitätsband vom Mollplatz über den Rathausplatz bis zum südlichen Band-Ende. Einige wenige gutplatzierte Baumgruppen und Einzelbäume ergänzen die formal geprägten Haine.

    Ein mosaikartiges Raster großer, teilweise farbiger Beton-Rechteckplatten überzieht das ganze Band von Nord nach Süd und bildet einen vielfältig nutzbaren sogenannten „multicodierten“ Stadtboden. So sind auch die notwendig nachzuweisenden Stellplätze auf dieser Fläche verortet, eine Mehrfachnutzung der Stellplätze auch für Sport und Spiel erscheint möglich. Ein parallel zum schnellen Fahrradweg entlang der OBS angeordnetes Wasserband dient der Vorreinigung und Verdunstung des anfallenden Regenwassers und bereichert zugleich atmosphärisch den Stadtraum.

    Auch das „Stadtzimmer“ nimmt das Motiv des Plattenbelags, wenn auch in kleineren Formaten, auf. Die Platten sind hier jedoch intarsienartig in Rasen- und wassergebundene Platzflächen eingelegt.

    Überstanden wird dieser Gartenraum mit großkronigen, schattenspendenden Laubbäumen und lässt damit einen angenehm ruhigen Freiraum sowohl für das Rathaus als auch für die Wohnbebauung erwarten.

    Insgesamt leistet die Arbeit 1002 einen wertvollen Beitrag zur Definition des Rathaus-Umfeldes im Zusammenhang mit dem Aktivitätsband; sie sollte in den weiterführenden Entwicklungsprozessen unbedingt Berücksichtigung finden.

  • Preis Rehwaldt Lageplan

    Lageplan

Preis: 29.250 €

ARGE Büro Hacke & Guillen Esteras Architects, Berlin
Verfasser:in: Yannick Guillen, Francisco Esteras de las Heras, Max Hacke

POLA Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin
Verfasser:in: Jörg Michel
Mitarbeiter:in: Sara Perovic, Anton Skoruppa, Theo Pietronave

Tragwerk: Büro Happold GmbH, Berlin
Verfasser:in: Andrew Best
Mitarbeiter:in: Alexander Schmidt-Narischkin, Martin Elze, Christopher Wiencke

Sonderfachleute:
Fassadenplanung: Büro Happold GmbH, Kitty Walker, Berlin
Bauphysik: Büro Happold GmbH, Tianjiao Yang, Berlin
Nachhaltigkeit: Buro Happold GmbH, Philipp Kassing, Nils Koenig, Berlin
Brandschutz: brandschutz plus GmbH, Reinhard Eberl-Pacan

  • Beurteilung durch die Jury

    Die Ausformulierung des Freiraums als rhythmische Abfolge von Plätzen, Aktivitätsbereichen sowie Vegetationsinseln wird als positive räumliche und funktionale Gliederung gewürdigt. Der Freiraum funktioniert sowohl als fließender Raum als auch in der Sequenzierung von Nutzungsorten und Passagen in den Bereich östlich des Hauses der Statistik. Die Gestaltung mit Baumgruppen und Nutzungsnischen ermöglicht soziale Interaktion und wirkt sich positiv auf die ökologische Vielfalt und das Stadtklima des Ortes aus.

    Die Reihen und Haine aus Schnur- und Amberbäumen werten das Gebiet auf und können in ihrer Setzung überzeugen. Die Anzahl sollte angesichts des hohen Anteils versiegelter Fläche noch erhöht werden. Der einheitliche Belagsteppich aus Betonplatten wird in seiner Differenzierung in unterschiedliches Plattengrößen als zweckmäßig anerkannt.

    Die Integration der Stellplatzflächen an der Otto-Braun-Straße wirkt pragmatisch und nicht überdimensioniert. Das Kreismotiv der Intarsien wirkt beim Brunnen am Rathausplatz und auf der Terrasse am Stadtzimmer überzeugend, im Bereich des Aktionsbands jedoch etwas willkürlich.

    Das Regenwasser wird von den befestigten Flächen in Rigolen und Baumrigolen abgeleitet und später für die Bewässerung der Bepflanzung verwendet. Dieser Umgang mit der Ressource erscheint angesichts der Klimakrise und der Unterhaltungskosten schlüssig.

  • Preis Pola Lageplan

    Lageplan

Preis: 29.250 €

knoppekgrahl ArchitektInen PartGmbB, Berlin
Verfasser:in: Alice Knoppek, Mathis Grahl

OTTL.LA Landschaftsarchitekten PartGmbB, München
Verfasser:in: Lucas Hövelmann, Lars Schöberl

Tragwerk: Leonhardt, Andrä u. Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Dresden
Verfasser:in: Rolf Jung, Matthias Kahl

TGA: DES GmbH, Schwaan
Verfasser:in: Fabian Köppen

Sonderfachleute:
Brandschutz: hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH, Martin Steinert, Berlin

  • Beurteilung durch die Jury

    Die Jury bewertet die Grundidee der Verfassenden, die Freiflächen mit Raumtypologien zu gestalten, die sich von der Linearität der Umgebung absetzen, als positiv. Die Abfolge von Aktivitätsorten und gut proportionierten Baumgruppen und Pflanzinseln wird als geeignete Struktur für den langgezogenen Freiraum am Haus der Statistik gewertet. So werden unterschiedliche Wege und Geschwindigkeiten im Freiraum eröffnet.

    Der offene Rathausplatz aus recyceltem Beton mit seinem Wasserspiel und der Bürgerbank stellt eine angemessene Gestaltung des südlichen Vorplatzes des Rathausneubaus dar. Die Überstellung des Mollplatzes mit neuen Gehölzen erscheint nachvollziehbar. Auch der Rathausgarten kann in seiner Ausprägung als grüner Rückzugsraum überzeugen. Die Unterbringung von Stellflächen im Aktionsband ist angenehm subtil gelöst.

    Die Ansammlung von schollenförmigen Orten im Aktionsband mit Calisthenics, Tribüne, Skateplatz, und Pergola bildet die angemessene Nutzungsvielfalt und Flexibilität ab. Die Erschließungs- und Anlieferungssituation an der Berolinastraße liegt auf dem Nachbargrundstück und muss angepasst werden.

    Der hohe Anteil an Neupflanzung und Verdunstungsbeeten erscheint angesichts der Klimaentwicklung konsequent und gibt dem Raum eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität.

    Der Einsatz von Baum- und Füllkörperrigolen unter dem Aktionsband sowie die Versickerungs- und Verdunstungsbeete ergeben ein schlüssiges Regenwassernutzungskonzept.

  • Preis OTTL Lageplan

    Lageplan

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Referat Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe