Staatliche Anerkennung für Sozialberufe

Hände stecken vier Puzzleteile zusammen
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Absolventinnen und Absolventen der Berliner Fachschulen für Sozialpädagogik bzw. Heilpädagogik und der Fachhochschulen in den Studiengängen Sozialarbeit/Sozialpädagogik, Erziehung und Bildung im Kindesalter (Kindheitspädagogik) bzw. Heilpädagogik können auf Antrag die staatliche Anerkennung nach den Vorschriften des Sozialberufe-Anerkennungsgesetzes (SozBAG) erhalten.

Die staatliche Anerkennung erhält, wer das Studium der Sozialarbeit/Sozialpädagogik bzw. Heilpädagogik oder die Erzieherausbildung im Land Berlin mit dem Diplom oder Bachelor of Arts bzw. der staatlichen Fachschulprüfung oder die Heilpädagogenzusatzausbildung erfolgreich abgeschlossen hat und bei dem keine Versagungsgründe nach § 5 SozBAG vorliegen.

Staatliche Anerkennung für Absolventinnen und Absolventen der Berliner Hochschulen (ASH, EHB, KHSB)

Folgende Antragsunterlagen werden benötigt:

  1. ausgefülltes Antragsformular
  2. Lebenslauf
  3. amtlich beglaubigte Kopie des Diplom-/bzw. Bachelorzeugnisses und der Diplom-/bzw. Bachelorurkunde oder vorab Originalbescheinigung über die bestandene Diplom-/bzw. Bachelorprüfung
  4. Erweitertes Führungszeugnis gemäß § 30 a BZRG (Belegart OE), das bei Antragstellung nicht älter als drei Monate sein darf.
  5. ggfs. amtlich beglaubigte Kopie der Heiratsurkunde (nur in den Fällen, in denen die Eheschließung zwischen Diplom-/bzw. Bachelorprüfung und Antragstellung erfolgt ist)

Staatliche Anerkennung für Absolventinnen und Absolventen der Berliner Fachschulen für Sozialpädagogik bzw. Heilpädagogik

Folgende Antragsunterlagen werden benötigt:

  1. ausgefülltes Antragsformular
  2. Lebenslauf
  3. amtlich beglaubigte Kopie des Abschlusszeugnisses der Fachschule für Sozialpädagogik bzw. Heilpädagogik oder vorab Originalbescheinigung über die bestandene Abschlussprüfung
  4. Bestätigung über bestandenes Kolloquium (nur für staatliche Anerkennung als Heilpädagogin bzw. Heilpädagoge)
  5. Erweitertes Führungszeugnis gemäß § 30 a BZRG (Belegart OE), das bei Antragstellung nicht älter als drei Monate sein darf
  6. ggfs. beglaubigte Kopie der Heiratsurkunde (nur in den Fällen, in denen die Eheschließung zwischen Abschlussprüfung und Antragstellung erfolgt ist)

Allgemeine Hinweise für die Antragstellung

Das Wirkungsdatum der staatlichen Anerkennung ist der erste Tag des auf den Antrag folgenden Monats. Maßgeblich für die Feststellung des Wirkungsdatums ist der Eingang des Antrages bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (das Datum des Eingangsstempels entspricht dem Datum der Antragstellung).

Da das Abschlusszeugnis meist nicht am Tag der bestandenen Abschlussprüfung ausgehändigt wird, wird Ihnen – falls die Prüfung am Ende eines Monats bestanden wird – am Prüfungstag eine Bescheinigung hierüber ausgehändigt, mit der Sie umgehend Ihren Antrag auf Erteilung der staatlichen Anerkennung stellen können. Eine amtlich beglaubigte Kopie Ihres Diplom- bzw. Bachelorzeugnisses und Ihrer Diplom- bzw. Bachelorurkunde bzw. Ihres Fachschulabschlusszeugnisses müssen Sie dann vor Übersendung Ihrer Urkunde über die staatliche Anerkennung nachreichen.

Zur Vermeidung von Nachteilen, beispielsweise finanzieller Art, sollten Sie Ihren Antrag möglichst umgehend bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie einreichen.

Senden Sie Ihre vollständigen Unterlagen an:

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
III F 111/III F 112
Bernhard-Weiß-Straße 6
10178 Berlin

Häufige Fragen

  • Können Inhaber verwandter pädagogischer Qualifikationen auch die staatliche Anerkennung erhalten?

Nach den Vorschriften des Sozialberufe-Anerkennungsgesetzes ist die Erteilung der staatlichen Anerkennung im Sinne einer berufsrechtlichen Gleichstellung nicht möglich.

  • Können Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger mit einer pädagogischen Zusatzqualifikation auch die staatliche Anerkennung als Erzieherin bzw. Erzieher erhalten?

Mit dieser beruflichen Qualifikation werden die Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung als Erzieher/in nicht erfüllt. Zuständig für die staatliche Anerkennung als Heilerziehungspfleger/in ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales.

  • Wer ist zuständig für die Erteilung der staatlichen Anerkennung für Antragsteller mit Studien- bzw. Ausbildungsabschlüssen aus anderen Bundesländern?

Für die Erteilung der staatlichen Anerkennung ist immer das Bundesland zuständig, in dem der Studien- bzw. Ausbildungsabschluss erworben wurde.

  • Was kostet die staatliche Anerkennung?

Nach Eingang des Antrags erhalten Sie eine Benachrichtigung über die Entrichtung der Verwaltungsgebühr für die Erteilung der staatlichen Anerkennung. Nach Zahlungseingang wird Ihnen die Urkunde über die staatliche Anerkennung per Einschreiben zugesandt. Voraussetzung hierfür ist, dass bis zu diesem Zeitpunkt auch amtlich beglaubigte Kopien des Diplom- bzw. Bachelorzeugnisses und der Diplom- bzw. Bachelorurkunde bzw. des Abschlusszeugnisses vorliegen.

Verwaltungsgebühr für die Erteilung der staatlichen Anerkennung:

  • Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter bzw. Sozialpädagogin/Sozialpädagoge

    96 €

  • Kindheitspädagogin/Kindheitspädagoge

    96 €

  • Heilpädagogin (B.A.)/Heilpädagoge (B.A.)

    96 €

  • Erzieherin/Erzieher

    84 €

  • Heilpädagogin/Heilpädagoge

    84 €

  • Was ist ein erweitertes Führungszeugnis gemäß § 30 a BZRG (Belegart OE)?

Bei diesem Führungszeugnis handelt es sich um ein erweitertes Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde. Für die Beantragung dieses Führungszeugnisses bei einem Bürgeramt erhalten Sie von Ihrer Hoch- bzw. Fachschule ein entsprechendes Formular. Das ausgestellte Führungszeugnis wird direkt an die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gesandt und verbleibt bei den eingereichten Antragsunterlagen. Kopien des Führungszeugnisses können leider nicht gefertigt werden.

  • Wie lange dauert die Bearbeitung?

Wenn die Antragsunterlagen vollständig vorliegen, dauert die Bearbeitung ca. drei Monate. Aufgrund der Vielzahl von Anträgen bitten wir im Interesse einer zügigen Bearbeitung von Rückfragen abzusehen.

  • An wen wende ich mich bei weiteren Fragen?

Für Absolventen der Studiengänge

  • “Soziale Arbeit” und
  • “Heilpädagogik”:
  • Susanne Strauß
    Tel.: (030) 90227 – 5878
    E-Mail

Für Absolventen des Studiengangs

  • “Erziehung und Bildung im Kindesalter”,
  • Ausbildung zur Erzieherin und der
  • Zusatzausbildung zum Heilpädagogen:

Telefonische Sprechzeiten
Donnerstag 9.30 bis 11.30 Uhr

  • Marina Görs
    Tel.: (030) 90227 – 5299
    E-Mail
    Buchstabe A bis K
  • Sylvia Ackermann
    Tel.: (030) 90227 – 5595
    E-Mail
    Buchstabe L bis Z