Familienförderung

Mädchen legt Hand auf den Babybauch seiner Mutter
Bild: Monkey Business / Fotolia.com

Allen Familien gelten die sie beteiligenden Angebote der Familienbildung und Familienberatung, der Familienbegleitung, der Familienfreizeit und -erholung. Die Träger der Familienförderung beteiligen Familien aktiv an der Programmgestaltung. Außerdem stimmen sie ihre inhaltlichen Schwerpunkte untereinander ab. Sie arbeiten mit den unterschiedlichsten Fachkräften der Jugendhilfe und anderer Aufgabenkreise zusammen. So können Erwachsene mit Erziehungsverantwortung frühzeitige und bedarfsgerechte Unterstützung erhalten. Das beginnt bei werdenden Müttern und Vätern, die in die Angebote der Familienförderung bereits einbezogen werden.

Berliner Familienzentren

Berlin verfügt über ein großes Angebot zur Förderung und Unterstützung von Familien. Unter dem Dach des Landesprogramms Berliner Familienzentren werden die einzelnen Angebote aufeinander abgestimmt und vernetzt. Familien haben es dadurch leichter, sich in der Vielfalt zu orientieren. Sie kommen schneller an Informationen, Kontakte und Hilfe.

In den Berliner Familienzentren treffen Eltern mit anderen Eltern zusammen. Manche Eltern betreuen ihre Kinder selbst, andere Kinder haben einen Platz in der angeschlossenen Krippe oder im Kindergarten. Eltern können Bildungs- und Beratungsangebote zu Themen wie Erziehung, Haushaltsführung, gesundes Leben oder Sprachbildung in Anspruch nehmen oder aber durch eigene Themenwünsche mitgestalten. Die Angebote der Berliner Familienzentren sind so vielfältig wie die Eltern, die in der Nachbarschaft leben. Jedes Berliner Familienzentrum arbeitet eng mit mindestens einer Kindertagesstätte zusammen.

Evaluatation des Landesprogramms “Berliner Familienzentren”

Die Ergebnisse der Evaluation des Landesprogramms zeigen, dass die Familienzentren zu einer Verbesserung und Weiterentwicklung der Angebotsstruktur für Eltern und Kinder geführt haben. Im Rahmen der Evaluation wurden die Ergebnisse und Wirkungen der ersten Aufbauphase des Landesprogramms mit der Förderung von 24 Familienzentren in allen zwölf Berliner Bezirken untersucht.

Evaluation des Landesprogramms "Berliner Familienzentren"

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Familienbildung und Beratung

Angebote der Familienbildung finden meist dort statt, wo Familien ohnehin anzutreffen sind, also beispielsweise in Kitas, in Schulen, in Nachbarschaftszentren, in Kirchen, Beratungseinrichtungen, Volkshochschulen und Familienzentren. Wichtig ist, dass für die Familien keine weiten Wege entstehen und Gelegenheiten zum Austausch, Treffpunkte und Beratungsmöglichkeiten im vertrauten Stadtteil, ihrem unmittelbaren Umfeld, vorhanden sind. Für unsere breit verstandene Verantwortung für das Wohlbefinden von Kindern bedarf es einer qualitativ guten Infrastruktur mit Angeboten der Förderung von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern.

Landesgeförderte Angebote der Familienbildung und Beratung:

Familienerholung und Familienfreizeit

Als Familie können Sie unter bestimmten Voraussetzungen, zum Beispiel abhängig von ihrer finanziellen Lage, einen Zuschuss für eine selbstorganisierte, gemeinsame Reise beantragen (Individualzuschuss). Durch einen Zuschuss zur Familienerholung kann Ihr finanzieller Spielraum erweitert und ein Mehr an Zeit mit der ganzen Familie ermöglicht werden.

Alternativ kann auch ein Zuschuss für die Teilnahme an einer Gruppenreise mit mehreren Familien beantragt werden. Diese Reisen werden komplett von einem Freien Träger organisiert und begleitet. Durch die Gestaltung von Familienferien in Gruppen erhalten Sie im Austausch mit anderen Familien viele Anregungen und können gemeinsam Neues in einem unbeschwerten Umfeld hinzulernen.

Bei folgenden Verbänden können Sie Auskunft erhalten, ob Sie antragsberechtigt sind:

Aufsuchende Elternhilfe

Die Aufsuchende Elternhilfe (AEH) richtet sich an Schwangere und werdende Eltern (in der Regel bei Geburt des ersten Kindes) in prekären Lebenslagen, häufig gekennzeichnet durch eine mangelnde soziale Integration, fehlende Unterstützung durch soziale Netze, eine schwierige wirtschaftliche Lage, Arbeitslosigkeit, Migration, ungünstige Wohnverhältnisse, häusliche Gewalt oder Traumatisierungen.

Sozialpädagogen und Sozialarbeiterinnen arbeiten in der Aufsuchenden Elternhilfe eng mit Hebammen und Entbindungspflegern sowie Familienhebammen zusammen. Sie stehen Eltern bei allen Fragen rund um die neue Lebenssituation zur Seite.

Die Aufsuchende Elternhilfe ist berlinweit als Frühe Hilfe im Rahmen des Netzwerks Kinderschutz etabliert und setzt an der Schnittstelle von Jugendhilfe und Gesundheit an.

Darüber hinaus kann sich Aufsuchende Elternhilfe auch an psychisch kranke oder drogenabhängige Schwangere, ungewollt Schwangere, Frauen mit einer schwierig verlaufenden Schwangerschaft oder Frauen mit Mehrlingsgeburten wenden.

Die Hilfe endet rund fünf Monate nach der Geburt. Der Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Selbsthilfepotentiale der Eltern und hat die selbständige Lebensführung mit dem Kind zum Ziel. Es sollen gemeinsam mit den Eltern bestmögliche Startbedingungen für das Kind erarbeitet werden, stets mit dem Kindeswohl im Fokus. Damit beugt die Aufsuchende Elternhilfe krisenhaften Entwicklungen vor.

Die Aufsuchende Elternhilfe ist nicht antragsgebunden, freiwillig, aber verbindlich, sowie kostenfrei für die Familien. Sie baut Ängste ab und erleichtert die Annahme bestehender Angebote. Die Aufsuchende Elternhilfe wird nach §16 SGB Vlll finanziert und von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft begleitet.

Die Aufsuchende Elternhilfe wird von freien Trägern durchgeführt:

Patenschaften für Flüchtlingskinder und Flüchtlingsfamilien

verschiedenen farbige Hände
Bild: © krabata/depositphotos.com

Patenschaftsprojekte mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen erhalten vom Land Berlin im Rahmen des Masterplans Integration und Sicherheit finanzielle Förderung.

Durch die Teilnahme an einem Patenschaftsprogramm haben geflüchtete Kinder und ihre Familien die Möglichkeit, Zugang zur gesellschaftlichen und kulturellen Wirklichkeit in Deutschland zu erhalten. Dies geschieht durch vielfältige Freizeitaktivitäten, bei denen die neue Umwelt sowie das gesellschaftliche Zusammenleben erfahren werden und auch auf spielerische Art und Weise Deutschkenntnisse erlangt und verbessert werden können.

Auch Patinnen und Paten profitieren durch den Einblick in eine fremde Kultur und die gemeinsamen Erlebnisse mit Ihren Patenkindern und werden zu Mittlern im gesellschaftlichen Kontext.

Informationen zur Förderung von Patenschaften finden Sie im folgenden Hinweisblatt:

Antragsunterlagen zur Förderung von Patenschaften können bei Rebecca Rothkehl

  • E-Mail
  • Tel.: (030) 90227 – 5921 angefordert werden.