Der Förderverein / Historisches

Gruppenbild Weinlese 2015
Gruppenbild Weinlese 2015

Verein zur Förderung des Weinbergs und der Gartenarbeitsschule in Schöneberg e.V.

Der Verein wurde 1997 gegründet, sein Zweck ist die Unterstützung der Arbeit der Gartenarbeitsschule und die Pflege des Weinbergs in Tempelhof-Schöneberg. Hierzu gehören einerseits die Unterstützung und Verbesserung der Lern- und Arbeitsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler in der Gartenarbeitsschule, andererseits die Unterstützung bei der Pflege des Weinbergs, die Sicherung des Weinausbaus und die damit verbundene Pflege der Partnerschaft zum Kreis Bad Kreuznach. Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Vereins sind die beiden ehemaligen Bezirksbürgermeister Herr Michael Barthel und Herr Rüdiger Jakesch.

Neben der Pflege des Weinbergs beteiligt sich der Verein aktiv an der Gestaltung des jährlichen Tages der offenen Tür in der Gartenarbeitsschule Tempelhof-Schöneberg im Mai. Neben Informationen über die Anlage und Pflege des Weinberges sorgt der Verein für die Möglichkeit zu einer Kostprobe des Schöneberger Weines.

Sofern Sie die Ziele und die Arbeit des Vereins unterstützen wollen, können Sie gerne förderndes Mitglied werden. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie unter der Telefonnummer (030) 90277-4389.

Historischer Überblick in Zahlen

  • 1922 Gründung der Gartenarbeitsschule Schöneberg am Auguste-Victoria-Krankenhaus
  • 1924 seit 1924 am Sachsendamm, 28.000 m2, Leitung: Friedrich Haak
  • 1926 versuchsweise Einführung des verbindlichen Gartenarbeitsunterrichts
  • 1934 Rücktritt von Herrn Haak, Verlust von 6.000 m2 an das Bahngelände
  • 1945 Leitung: Herr Rinne
  • 1951 Leitung: Herr Hentschel
  • 1952 Leitung Herr Radtke, hohe Erträge an Gemüse und Obst: Versorgungsgarten
  • 1967 Leitung: Fritz Kuschke
  • 1972 Bau der Autobahn am Sachsendamm, Verlust von 4.500 m2
  • 1979 Schließung der GAS angekündigt (Bau des Südgüterbahnhofs), später aufgehoben
  • 1986 Erweiterung auf 20.200 m2, Bau des Gewächshauses, Einbau einer Zentralheizung
  • 1987 Leitung: Norbert Winkler, Einrichtung Freilandlabor, Sanierung der Gebäude und Gartenflächen, Errichtung des Gründachpavillons (ABM)
  • 1988 Einstellung von 2 Lehrerinnen (ABM): Unterrichtsangebote, Anlage des Weinberges
  • 1991 Übernahme der Lehrerinnen in den Schuldienst durch das Bezirksamt Schöneberg, Abordnung an die GAS mit jeweils halber Stelle
  • 1995 Im Bereich der Autobahn Gewinn von 1000 m² Fläche, Anlage des Baumlehrpfades
  • 1996 Sanierung des Toilettengebäudes (Einbau einer Heizung), Streichung einer halben Lehrerstelle
  • 1998 In den folgenden Jahren wird das pädagogische Angebot stetig erweitert, auch Lehrerfortbildungen werden angeboten
  • 1999 Der Tier- und Spielhof kommt hinzu
  • 2000 Fertigstellung des Lehmhauses, Beginn der Hühnerhaltung
  • 2001 Fusion der Bezirke Tempelhof und Schöneberg, Errichtung des Bienenhauses
  • 2005 Beginn der Kaninchenhaltung
  • 2010 Sonnenuhr und Balancierpfad werden errichtet
  • 2012 Heizung im Lehmhaus wird eingebaut, Bodenschaufenster entsteht
  • 2013 Teepflanzenbeet und Hochbeet werden angelegt
  • 2014
  • Tor wird erneuert
  • 2015 Leitung: Susanne Müller-Kahl, Erweiterung des Angebotes
  • 2016 Sicherung aller Berliner Gartenarbeitsschulen, d.h., Verankerung im Schulgesetz, Sondermittel ermöglichen eine Ergänzung der Ausstattung
  • 2017 bauliche Sanierungen (u.a. Lagerschuppen), Erstellung von Materialien für Unterricht in Eigenregie, Einrichtung einer Schülerwerkstatt, Errichtung eines Lehmbackofens

Aktivitäten

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Ein kurzer historischer Überblick zur Gründung der Gartenarbeitsschule Tempelhof-Schöneberg

Nach dem ersten Weltkrieg kann im Zusammenhang mit der einsetzenden Kleingarten- und Siedlungsbewegung auch vom Bezirk Schöneberg Land erworben werden. Initiiert vom Oberrealschullehrer und Reformpädagogen Friedrich Haak und unterstützt vom damaligen Bezirksstadtrat Hannemann gelingt es, Land zur Gründung der Schöneberger Gartenarbeitschule im Frühjahr 1922 zu beschaffen. Der eigentliche Ausbau des Geländes am Sachsendamm kann nach Konsolidierung der Haushaltslage 1924 in Angriff genommen werden: der Boden, ehemaliges Kartoffelland für Kleingärtner, wird bearbeitet, Grenzzäune und eine Halle mit Geräteräumen werden errichtet, eine Wasserleitung wird gelegt. 1926 erfolgt der Bau des architektonischen Senkgartens, welcher bis heute in seiner Grundstruktur erhalten geblieben ist.

Ziel der neu gegründeten Einrichtung ist die Erkenntnis der Natur auf Grund eigener Erfahrung sowie die Weckung und Förderung der Liebe zu Natur, Heimat und Vaterland. Durch Beobachten, Forschen und Erleben sollen die Schüler die Wunder der Natur erfahren.