19/2026 | Wissen, Praxis und Austausch zur Beruflichen Orientierung

Drei junge Erwachsene planen mit Klebezetteln

12.06.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

nach der Schule kommt für viele die Ausbildung. Die Berufliche Orientierung ist ein wichtiges Instrument an den Berliner Schulen, um Schüler/-innen frühzeitig hinsichtlich ihrer Talente, Interessen und Möglichkeiten zu beraten. Eine Qualifizierungsreihe soll die Akteure nun besser auf diese Aufgabe vorbereiten. Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre.
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Wissen, Praxis und Austausch zur Beruflichen Orientierung

Q-BO! ist die erste systematische Qualifizierungsreihe für Verantwortliche der Beruflichen Orientierung an Schulen in Berlin. Ziel ist es, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, die berufliche Orientierung strategisch, qualitätsorientiert und nachhaltig an ihren Schulen zu gestalten. Wir sprachen mit der Projektleiterin Yeliz Ritschewald-Sacher über die Qualifizierungsreihe.

Frau Ritschewald-Sacher, Berlin hat als erstes Bundesland eine systematische Qualifizierungsreihe für Verantwortliche der Beruflichen Orientierung an Schulen gestartet. Was macht eine zusammenhängende Qualifizierung so wichtig?
Berufliche Orientierung, kurz BO, ist eine komplexe Querschnittsaufgabe, die weit über die Organisation einzelner Maßnahmen hinausgeht. Verantwortliche an Schulen koordinieren die Zusammenarbeit zahlreicher Akteure, entwickeln schulische Konzepte weiter und müssen zugleich die individuellen Bedarfe der Schülerinnen und Schüler im Blick behalten. Eine zusammenhängende Qualifizierung schafft dafür eine gemeinsame fachliche Grundlage und stärkt die Handlungssicherheit der Beteiligten. Besonders wichtig ist dabei die Verbindung von Wissen, Praxis und Austausch. Die Teilnehmenden erhalten nicht nur fachliche Impulse, sondern reflektieren Erfahrungen, lernen voneinander und entwickeln konkrete Ansätze für die eigene Schule. So entsteht ein gemeinsames Verständnis qualitativ hochwertiger Beruflicher Orientierung, um diese an Berliner Schulen nachhaltig zu verankern und weiterzuentwickeln.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden bei „Q-BO!“ gesetzt? Und welche Kompetenzen erwerben Teilnehmende im Rahmen der Qualifizierungsreihe?
Die Qualifizierungsreihe umfasst sechs Module zu zentralen Themen der Beruflichen Orientierung. Dazu gehören Grundlagen und Weiterentwicklung schulischer Konzepte zur Beruflichen Orientierung, Kommunikation, Prozessmanagement und Qualitätsentwicklung sowie der Aufbau und die Pflege von Netzwerken, Kooperationen und wirksamer Elternarbeit. Weitere Schwerpunkte sind die Rahmenbedingungen erfolgreicher Beruflicher Orientierung, Diagnostik und individuelle Förderung im Kontext analoger und digitaler BO-Angebote sowie die Stärkung der Beratungskompetenz. Die Teilnehmenden erwerben damit nicht nur fachliches Wissen, sondern auch konkrete Kompetenzen, um Berufliche Orientierung als Schulentwicklungsaufgabe zu steuern, Förderbedarfe zu erkennen und Schülerinnen und Schüler professionell auf ihrem Weg in Ausbildung, Studium oder Beruf zu begleiten.

Wieso ist das Bilden von Netzwerken und das Einbeziehen des sozialen Umfelds der Jugendlichen so entscheidend?
Netzwerke sind ein zentraler Erfolgsfaktor für gelingende Berufliche Orientierung. Dabei gibt es nicht das eine ideale Netzwerk für alle Schulen. Die Berufliche Orientierung muss an die jeweiligen schulischen Rahmenbedingungen, die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler sowie die regionalen Gegebenheiten angepasst werden. Deshalb ist es wichtig, passgenaue Kooperationen mit Sozialpartnern, insbesondere aber auch mit Wirtschaftsunternehmen sowie weiteren Akteuren der Berufs- und Studienorientierung wie den Hochschulen, aufzubauen und zu pflegen. Ebenso wichtig ist aber auch die Einbindung der Eltern. Sie sind für viele Jugendliche die wichtigsten Ansprechpersonen bei Zukunftsfragen und übernehmen häufig eine beratende Rolle. Deshalb sollten Eltern frühzeitig in die Berufliche Orientierung einbezogen werden. Die schulische BO-Koordination kann gemeinsam mit ihnen klären, welche Ziele verfolgt werden und wie Jugendliche auf ihrem Weg bestmöglich unterstützt werden können. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Netzwerkpartnern und Eltern stärkt nicht nur die Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung ihrer Bildungs- und Berufswege. Sie unterstützt auch die Eltern dabei, ihre Kinder in einer wichtigen Übergangsphase fundiert zu begleiten.

Das schulische BO-Personal startet Ende März in die Qualifizierungsveranstaltungen, ein zweiter Durchlauf begann in den letzten Wochen. Gibt es bereits Erfahrungswerte zu diesen Pilotdurchläufen?
Ja, die Qualifizierungsreihe wird auf zwei Ebenen evaluiert. Zum einen erfolgt eine Kompetenzmessung zu Beginn, im Verlauf und nach Abschluss der Qualifizierung. Dadurch lässt sich nachvollziehen, wie sich die fachlichen und methodischen Kompetenzen der Teilnehmenden entwickeln. Zum anderen wird jedes Modul durch die Teilnehmenden bewertet. Die Rückmeldungen werden fortlaufend ausgewertet und fließen direkt in die Weiterentwicklung der Qualifizierungsreihe ein. So kann das Angebot praxisnah und bedarfsgerecht angepasst werden. Bereits die ersten Evaluationsergebnisse zeigen eine sehr positive Resonanz. Besonders der Mehrwert für die Weiterentwicklung der schuleigenen Beruflichen Orientierung wird von den Teilnehmenden überwiegend hoch eingeschätzt. Das bestätigt den Bedarf an einer systematischen Qualifizierung und unterstreicht die Relevanz des Angebots für die schulische Praxis.

Wann und wie können sich weitere Interessierte für nächste Qualifizierungsdurchläufe anmelden?
Die beiden Pilotgruppen werden die Qualifizierung bis Ende des Jahres abschließen. Die Erfahrungen und Ergebnisse aus den Pilotdurchgängen werden zunächst ausgewertet und bilden eine wichtige Grundlage für weitere Entscheidungen hinsichtlich einer möglichen Verstetigung.

Kurznachrichten

Bewerbung für medienbox.kita möglich
Die medienbox.kita enthält Tools für die Gestaltung einer ganzheitlichen Medienbildung in Berliner Kitas. Alle Inhalte sind gezielt für die pädagogische Praxis mit Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren ausgewählt und lassen sich vielfältig und mit Bezug zum Berliner Bildungsprogramm einsetzen. Neben analogen und digitalen Klassikern wie Digitalkamera, Buch und Tablet, enthalten die Boxen auch Endoskopkameras, digitale Mikroskope, Roboter und Tellimero-Sprachstifte. Einrichtungen können bis zum 26. Juni ihr Interesse am Erhalt einer medienbox.kita für den Vergabezeitraum von September 2026 bis Mai 2027 bekunden.

Aktuelle Studie zu „Helikopter-Eltern“
Was viele Eltern als liebevolle Begleitung verstehen, kann für ihre Kinder zur echten Belastung werden. Das zeigt eine aktuelle Studie der Erasmus-Universität Rotterdam. 143 Jugendliche dokumentierten über eine Woche hinweg mehrfach täglich ihr eigenes Wohlbefinden sowie das empfundene Elternverhalten. Im Ergebnis fühlten sich Jugendliche schlechter, wenn sie ihre Eltern als überbehütend wahrnahmen. Dire Forscher erklären dieses Phänomen damit, dass übermäßiges elterliches Eingreifen grundlegende psychologische Bedürfnisse der Jugendlichen frustriere.

Regelmäßige Schlafenszeiten prägen Sprachentwicklung von Kindern
Regelmäßige Schlafenszeiten sind offenbar von großer Bedeutung für den Spracherwerb und das visuell-räumliche Gedächtnis von Kindern. Das geht aus einer Studie der University of Massachusetts Amherst hervor. Demnach zeigten Kinder deutlich geringere Leistungen auf diesen Feldern, wenn sich ihre Zubettgehzeit oder die Schlafdauer häufig änderten – selbst nach Berücksichtigung der gesamten Schlafdauer. So beeinflussen Schwankungen im Schlafmuster beispielsweise den Verstehenswortschatz der Kinder.

Studie zu Schule und Demokratie
„Wer das Grundgesetz ernst nimmt, muss Kinder und Jugendliche nicht nur über Demokratie informieren, sondern ihnen früh ermöglichen, demokratische Selbstwirksamkeit zu erfahren“, erklärt Dr. Margit Stein, Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Universität Vechta. Schule sei dafür der zentrale Ort. Im Fokus einer aktuellen Studie mit über 60 Schulen aller Schulformen steht die Frage, wie Schülerinnen und Schüler in Schulen tatsächlich beteiligt werden – und warum zwischen dem Anspruch demokratischer Bildung und der schulischen Realität noch immer eine deutliche Lücke besteht. Ob Schülervertretungen (SV), Klassensprecherwahlen oder Kinderparlamente – entscheidend sei, ob diese Gremien als echte Mitgestaltung oder als bloßes pädagogisches Ritual erlebt werden. Qualifizierte Erwachsene, verlässliche Zeitbudgets, Räume und eine spürbare Wertschätzung durch die Schulleitungen tragen hier entscheidend zum Erfolg bei.

Trendwende beim Schulbau
Die Berliner Schulbauoffensive wirkt. Mehr Tempo bei Planung und Bau, zusätzliche Schulplätze und verstärkte Investitionen in den Bestand tragen dazu bei, den Schulplatzbedarf schrittweise zu decken und bestehende Defizite weiter abzubauen. Dies geht aus dem aktuellen Sachstandsbericht zur Berliner Schulbauoffensive (BSO) hervor, den der Senat in dieser Woche beschlossen hat. Unabhängig vom Abbau des Schulplatzmangels bestehen weiterhin strukturelle Defizite, Sanierungen für den Erhalt von Schulplätzen bleiben zudem weiterhin notwendig. Ziel bleibt es, allen Berliner Schülerinnen und Schülern moderne Lernbedingungen auf der Höhe der Zeit zu bieten.

Jetzt noch Ausstellung “Beziehungsweise Familie” besuchen
In der Ausstellung „Beziehungsweise Familie“ widmet sich das Humboldt Forum den Verbindungen und Geschichten, die familiäre Beziehungen prägen und schafft Angebote zum Ankommen, Zuhören und Mitmachen. Im Zentrum steht die Frage, wie Herkunft, Erinnerung und familiäre Linien unsere Lebenswege beeinflussen und wie uns Beziehungen, in denen wir leben, prägen. Die Ausstellung kann noch bis zum 12. Juli besucht werden.

Familienbefragung zu Unterstützungsangeboten gestartet
Die Senatsverwaltung führt derzeit ein Online-Befragung von Berliner Familien zu vorhandenen Unterstützungsangeboten wie Familienzentren, Väterzentren, Beratungsangeboten sowie digitalen Informations- und Unterstützungsangeboten durch. Ziel der Befragung ist es zu erfahren, welche Themen Familien im Alltag beschäftigen oder belasten, welche Angebote zur Unterstützung bekannt sind und genutzt werden, aber auch welche darüber hinaus gewünscht werden. Eine Teilnahme ist auf Deutsch, Türkisch, Arabisch, Englisch, Russisch, Polnisch und Ukrainisch möglich und dauert ca. 15 Minuten.

Tickets zum Deutschen Kitaleitungskongress zum Frühbucherpreis
Noch bis zum 13. Juli können interessierte Einrichtungen sich Tickets zum Deutschen Kitaleitungskongress (DKLK), der am 5. und 6. Oktober in Berlin stattfindet, zum Frühbucherpreis sichern. Der DKLK ist die größte Fachveranstaltung für Kitaleitungen, Fachberatungen und Trägervertretungen im deutschsprachigen Raum.

Termine

15. Juni, 10-18 Uhr: 1. Berliner Familiengipfel Der Berliner Beirat für Familienfragen und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie laden zum 1. Berliner Familiengipfel ein, bei dem Familien mit ihren Kindern, Expert/-innen aus der Fachpraxis sowie Vertreter/-innen aus der Landespolitik zusammenkommen. Im Rahmen verschiedener Beteiligungsformate sollen aktuelle Herausforderungen für Familien in Berlin sichtbar gemacht, unterschiedliche Sichtweisen zusammengeführt und konkrete Impulse für eine familienfreundliche Zukunft entwickelt werden. Die zusammengetragenen Ideen werden im Anschluss an die Berliner Landespolitik übergeben. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Für das leibliche Wohl und Kinderbetreuung wird gesorgt.

15. – 16. Juni: Verbinden statt spalten. Gemeinsam gegen Queerfeindlichkeit Vor dem Hintergrund zunehmender queerfeindlicher Stimmungen und Haltungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen widmet sich die von dem Theater an der Parkaue und der Heinrich-Böll-Stiftung gemeinsam durchgeführte Konferenz u.a. folgenden Fragen: Wie kann Queerfeindlichkeit erkannt werden? Wie wirkt sie auf die Betroffenen? Welche Strategien und Handlungsoptionen helfen dagegen? Das zweitägige Programm umfasst Impulse, Tischgespräche und Workshops. Eingeladen sind Akteur*innen aus Bildung, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

17. Juni, 19-20 Uhr: lsfb-Ideenwerkstatt: Kinder- und Jugendbeteiligung im Kita- und Schulförderverein In dieser Ideenwerkstatt stellt der Landesverband schulischer Fördervereine Berlin-Brandenburg e. V. (lsfb) verschiedene Praxisbeispiele zur Kinder- und Jugendbeteiligung in Schulfördervereinen vor. Zudem werden Einblicke in das lsfb-Projekt „Lust auf Engagement! Kinder beteiligen sich“ gegeben sowie eine begleitende Handreichung mit hilfreichen Hinweisen und Impulsen vorgestellt.

18. Juni, 18.30-20.30 Uhr Uhr: Gender Empowerment Through Politics in the Classroom Prof. Bryony Hoskins von der University of Roehampton und Dr. Tim Pires Alves von der Justus-Liebig-Universität Gießen präsentieren Ergebnisse des europäischen Forschungsprojekts „Gender Empowerment Through Politics in the Classroom“ (G-EPIC). Das Projekt untersucht, wie politische Bildung demokratische Resilienz fördern und junge Menschen zu mehr gesellschaftlicher Beteiligung befähigen kann. Vorgestellt wird ein innovatives Unterrichtsprogramm, durch das Mädchen deutlich an politischer Selbstwirksamkeit gewinnen, sich aktiver an Diskussionen beteiligen und mehr Vertrauen in die eigene politische Stimme entwickeln.

23. Juni, 20-21 Uhr: lsfb-Webtalk: Chancenpatenschaften – mit Projekten ins neue Kita- und Schuljahr Bei dieser Online-Veranstaltungen erhalten Interessierte Informationen zum Programm der Chancenpatenschaften und hören von bereits teilnehmenden Fördervereinen von ihren Tandemprojekten und gemachten Erfahrungen. Chancenpatenschaften ermöglichen es jungen Menschen mit unterschiedlichen Lebensbedingungen bzw. Teilhabechancen, sich in Tandems als Zweierteam gegenseitig zu stärken, voneinander zu lernen und miteinander zu wachsen.

25. Juni, 15-16 Uhr: Wissens-Häppchen: Schulverpflegung und BuT Im Rahmen der Veranstaltungsreihe werden einzelne Aspekte des Schulmittagessens genauer beleuchtet. In diesem Webinar, das in Kooperation mit der BuT-Beratungsstelle durchgeführt wird, geht es um die Schnittstellen zwischen der Schulverpflegung und dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT). Die Veranstaltung richtet sich an Mitglieder im Mittagessensausschuss öffentlicher Berliner Ganztagsschulen sowie themenbezogen weitere interessierte Schulleitungen, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Eltern.

27. Juni, 14-18 Uhr: Sommerfest der politischen Bildung 70 Jahre Berliner Landeszentrale für politische Bildung – das muss gefeiert werden! Deshalb laden zu einem bunten Sommerfest an unserem Standort Ostkreuz in der Revaler Straße ein. Freuen Sie sich auf einen lebendigen Nachmittag mit vielfältigen Informations- und Mitmachangeboten, spannenden Gesprächen und Schnupper-Workshops zu den Themen Demokratie, Beteiligung und politische Bildung. Mehr als 50 Organisationen, Initiativen, Bildungsträger und Selbstvertretungen gestalten das Sommerfest mit. An ihren Informations- und Aktionsständen wird politische Bildung konkret erlebbar: mit Gesprächen, Spielen, Quizformaten, Kreativangeboten, Medienaktionen und vielem mehr.

1. Juli, 18-20 Uhr: Pride, nicht Stolz! Pride-Paraden im Visier rechter Mobilisierungen Die Veranstaltung widmet sich der Frage, wie rechte Akteur*innen gegen Pride-Veranstaltungen mobilisieren, welche ideologischen und historischen Linien dabei sichtbar werden und welche Auswirkungen dies auf queere Communities hat. In kurzen Inputs aus dem Aktivismus in Ostdeutschland, der Wissenschaft sowie der Berliner Museumsarbeit werden Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Forschungsergebnisse und praktische Erfahrungen gegeben.

1. Juli, ab 19.30 Uhr: Eltern sein heute – zwischen Bauchgefühl und Wissen Eltern stehen vor vielen Herausforderungen: Überall gibt es gut gemeinte Ratschläge und unterschiedliche Meinungen. In diesem Webinar geht es darum, mehr Orientierung zu gewinnen und das Vertrauen in die eigene Rolle als Mutter oder Vater zu stärken. Teilnehmende bekommen Impulse für einen stimmigen Umgang mit täglichen Fragen des Familienalltags. Das Webinar lädt dazu ein, innezuhalten, neue Perspektiven zu entdecken und gestärkt in den Familienalltag zurückzugehen.

Fortbildungen / Fachtage

Party, Prügel, Propaganda – aktuelle Entwicklungen in rechtsextremen Jugendmilieus am 15. Juni
Seit einiger Zeit formieren sich in Deutschland neue rechtsextreme Jugendstrukturen. Die Mobilisierungs- und Rekrutierungsstrategien zeichnen sich durch aktionsorientierte, niedrigschwellige und jugendorientierte Angebote aus, die gut sichtbar über soziale Medien und Messenger kommuniziert werden. Gleichzeitig gibt es relevante rechtsextreme offline Milieustrukturen im Familien-, Freundes-, und Sportbereich. Die kostenfreie Online-Fortbildung gibt einen Überblick, wie Jugendliche mit demokratiegefährdenden und extremistischen Inhalten in Kontakt kommen und bietet Raum für Fragen in diesem Zusammenhang.

ChatGPT und Co – Warum KI-Chatbots nicht immer zuverlässig sind am 23. Juni
In dieser interaktiven Fortbildung erproben Teilnehmende, wie Anwendungen wie Large Language Model-Chatbots funktionieren, wie sie trainiert werden und warum sie manchmal voreingenommene oder fehlerhafte Ergebnisse liefern. Ziel ist es, Lehrkräften Wissen und Unterrichtsressourcen zu vermitteln, um ihre Schüler/-innen beim medienkompetenten Umgang mit KI-Anwendungen wie KI-Chatbots zu unterstützen.

Mehr als Mitmachen – kulturelle Bildung als Raum für gelebte Demokratie am 1. Juli
Der praxisorientierte Fachtag richtet sich an Fachkräfte, die ihre Praxis schärfen und sich mit Haltung, Machtverhältnissen und Handlungsspielräumen auseinandersetzen wollen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie kulturelle Bildung Demokratie für junge Menschen erfahrbar machen kann. Workshops und Austauschformate laden dazu ein, eigene Ansätze zu hinterfragen, neue Methoden kennenzulernen und die eigene Rolle bewusster weiterzuentwickeln.

Weiterbildung: Kinder aus suchtbelasteten Familien am 7. + 8. Juli
Kinder aus suchtbelasteten Familien sind stark gefährdet, selbst süchtig zu werden oder Ängste, Depressionen und andere psychische Störungen auszubilden. Um adäquat reagieren bzw. intervenieren zu können, benötigen Fachkräfte in Kitas, Schulen, Jugendhilfe, Beratungsstellen etc. unter anderem eine hohe Sensibilität, besonders für die Bedürfnisse der Kinder sowie Hintergrundwissen zu Suchterkrankungen, der Rechtslage, bestehenden Hilfemöglichkeiten und Netzwerken. All diese Punkte sind Teil der Fortbildung, die sich an Erzieher/-innen, Lehrkräfte und Mitarbeiter/innen aus weiteren Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe und Frühpädagogik, richtet.

Geheimnisvolles Erdreich am 7. Juli
Der Boden unter unseren Füßen ist viel mehr als nur „Dreck“. Er ist ein lebendiges Ökosystem, das unsichtbar wertvolle Funktionen erfüllt: Er speichert Wasser, liefert Nährstoffe und bietet Lebensraum für unzählige Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Doch wie können pädagogische Fachkräfte dieses Thema altersgerecht und ansprechend in den Alltag integrieren? In dieser Fortbildung erfahren Teilnehmende, wie sie Kinder dabei unterstützen, den Boden zu erforschen, seine Bedeutung zu verstehen und ein Bewusstsein für den Schutz und Erhalt dieser wertvollen Ressource zu entwickeln.

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Impressum

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin

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