18/2026 | Kinderreport des Deutschen Kinderhilfswerks

Kinder klettern Rampe an Holzspielplatz hoch

05.06.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

das Deutsche Kinderhilfswerk untersucht in seinem Kinderreport Deutschland regelmäßig die Umsetzung der UN-Kinderrechte in Deutschland. Wir stellen die aktuellen Ergebnisse vor.

Außerdem berichten wir mit dem Ehemaligen Jüdischen Waisenhaus über einen besonderen Ort der Erinnerung an den Holocaust und dessen Folgen für jüdische Kinder.

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Kinderreport des Deutschen Kinderhilfswerks

Das Deutsche Kinderhilfswerk untersucht in seinem Kinderreport Deutschland regelmäßig die Umsetzung der UN-Kinderrechte in Deutschland. Der aktuelle Bericht zeigt, dass Befragte sich einheitliche Bildungsstandards und mehr staatliche Investitionen wünschen.

In den Artikeln 28 und 29 der UN-Kinderrechtskonvention verpflichten sich Bund und Länder, allen jungen Menschen einen diskriminierungsfreien Zugang zu hochwertiger Bildung zu garantieren und Bildungsorte so zu gestalten, dass sie die Persönlichkeitsentwicklung, die Entfaltung von Fähigkeiten sowie die demokratische Teilhabe fördern. Wie Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche den Ist-Zustand der chancengerechten Bildung in Deutschland einschätzen und welche konkreten Veränderungen und Maßnahmen sie für wichtig halten, zeigen die Ergebnisse der repräsentativen forsa-Umfrage für den Kinderreport Deutschland 2026.
Auf die Frage, welche Maßnahmen im Bildungssystem die Befragten für nötig hielten, um sozial benachteiligten Kindern bessere Bildungschancen zu ermöglichen, benannten 93 % der Erwachsenen zusätzliches, qualifiziertes Personal an Schulen und Kitas, um pädagogische Fachkräfte von organisatorischen Aufgaben zu entlasten. 91 % nannten einheitliche Bildungsstandards und -bedingungen, 90 % eine kostenfreie Bildung sowohl in Kita als auch Schule einschließlich Lern- und Unterrichtsmaterialien sowie 88 % eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Kita, Schule und Jugendarbeit. Eine stärkere finanzielle Förderung von Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Kinder empfinden 84 % als wichtig, während 80 % sich dafür aussprechen, geflüchtete Kinder schneller und verpflichtend in das deutsche Schulsystem aufzunehmen. Ein längeres gemeinsames Lernen von Kindern mit unterschiedlichen Leistungsniveaus befürworteten hingegen nur 59 %.

Anders fiel die Gewichtung unter den befragten Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren aus: Sie benannten mit 88 % Zustimmung den kostenlosen Besuch von Kita und Schule sowie den kostenfreien Erhalt von Schulmaterialien als wichtigste Maßnahme für mehr Bildungsgerechtigkeit, dicht gefolgt von einheitlichen Bildungsstandards über alle Bundesländer hinweg mit 87 %. Einen schnellen schulischen Zugang von geflüchteten Kindern befürworten 78 %, mehr finanzielle Mittel für Schulen in sozial herausfordernden Lagen halten noch 61 % für wichtig. Ebenfalls nah beieinander lagen hier eine stärkere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bildungseinrichtungen wie Kita, Schule und Jugendarbeit mit 72 % und mehr Personal in Schulen, um pädagogische Fachkräfte zu entlasten mit 69 %. Unter den Kindern und Jugendlichen fand sich mit 49 % Zustimmung keine Mehrheit für das längere gemeinsame Lernen zwischen Kindern mit unterschiedlichen Leistungen.

Nah beieinander lagen Erwachsene und Minderjährige bei der Frage nach wichtigen direkten Maßnahmen zur Unterstützung sozial benachteiligter Kinder im Schulalltag. Am wichtigsten empfinden beide verbindliche Lern- und Sprachförderangebote (Erwachsene: 94 %, Minderjährige: 88 %), gefolgt von Unterstützungsangeboten für Familien in belasteten Lebenslagen (Erwachsene: 91 %, Minderjährige: 86 %) und einer flächendeckenden Schulsozialarbeit (Erwachsene: 87 %, Minderjährige: 81 %). Eine individuellere Leistungsbewertung über klassische Noten hinaus befürworten 70 % der Erwachsenen und 71 % der Minderjährigen. Die größte Diskrepanz zeigt sich bei der Frage nach mehr Ganztagsangeboten, die von 82 % der Erwachsenen und 71 % der Minderjährigen befürwortet werden.

Die gestellten Fragen zu förderlichen Maßnahmen für Mitbestimmung, Teilhabe und demokratisches Lernen machen deutlich, wie wichtig Kinder und Jugendliche das Thema finden, zeigen aber auch eine größere Zurückhaltung bei Erwachsenen: Ganze 94 % der befragten Schüler/-innen meinen, in der Schule sollte darüber gesprochen werden, wie Demokratie funktioniert und wie man fair miteinander umgeht (Erwachsene: 88 %), eine Mitbestimmung bei Regeln oder Projekten befürworten 88 % der Kinder und Jugendlichen (Erwachsene: 67 %). Verhältnismäßig einig sind sich Erwachsene und Schüler/-innen hingegen bei der Frage nach mehr Mitbestimmung von Kita-Kindern: Hier sprach sich in beiden Gruppen jeweils nur eine Minderheit (Erwachsene: 40 %, Minderjährige: 41 %) dafür aus.

Für den Kinderreport 2026 wurden im Januar 2026 im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes von der forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH zwei Erhebungen durchgeführt: Befragt wurden 1.006 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 17 Jahren sowie 1.002 Erwachsene. Beide Befragungen wurden als Online-Befragung durchgeführt.

Gedenken greifbar machen im ehemaligen jüdischen Waisenhaus in Pankow

Das jüdische Waisenhaus in Pankow war bis in die 1930er Jahre hinein ein schützender Ort für von Diskriminierung und Verfolgung bedrohte jüdische Kinder. Im Dritten Reich wurden das Waisenhaus geschlossen, Kinder und Angestellte deportiert und ermordet. Eine Ausstellung macht ihre Schicksale für Jugendliche begreifbar.

Seit März 2025 ist die Dauerausstellung im Ehemaligen Jüdischen Waisenhaus in Pankow für Besucher geöffnet. Sie erzählt vom Leben der ehemaligen Bewohner/-innen, ihren Einzelschicksalen während des 2. Weltkrieges und dem Verbleib des Hauses nach dem Ende des Krieges.

Bis zu Beginn der 1930er-Jahre war das Haus ein Zufluchtsort für jüdische Kinder, insbesondere aus dem östlichen Europa. Nicht immer handelte es sich um Waisen, teilweise ließen Eltern ihren Nachwuchs in der Obhut der Pädagog/-innen, weil sie sich selbst nicht oder nicht mehr in der Stadt aufhielten. So auch die Eltern von Leslie Baruch Brent, die mit dem Leiter der Schule, Kurt Crohn, befreundet waren und ihren in Hinterpommern geborenen Sohn aufgrund der zunehmenden Diskriminierungen von Juden 1936 in das Jüdische Waisenhaus schickten. Als sich die Lage nach den Novemberpogromen 1938 in Deutschland drastisch verschlechterte, schickte Crohn den damals 13-Jährigen mit dem ersten Kindertransport nach England, wo er den Krieg überlebte. Seine Eltern und seine Schwester wurden 1942 bei Riga ermordet. Baruch Brents Biografie, sein Leben und Überleben, ist Teil der Ausstellung und macht das kollektive Schicksal jüdischer Kinder auf individueller Ebene erfahrbar.

Das Gebäude an der Berliner Straße überlebte den Krieg und dient heute als Ort der Erinnerung und des Gedenkens. Die Dauerausstellung innerhalb der ehemaligen Räumlichkeiten des Jüdischen Waisenhauses hält in sieben Ausstellungskapiteln die verlorenen Kindheiten der in Obhut genommen Kinder fest. Die ersten drei Stationen erzählen von den Anfängen des Hauses und den Motiven für eine Unterbringung, den Angriffen gegen das Haus – wie dem dokumentierten Sturm der Hitlerjugend – und dem Versuch, die Kinder ins sichere Ausland zu verschiffen. Der vierte Abschnitt beleuchtet das Ende des Waisenhauses in den frühen 1940er-Jahren. Zu diesem Zeitpunkt wurden die verbliebenen Kinder, Lehrer und Betreuer/-innen deportiert und das Gebäude selbst beschlagnahmt und zum Teil des Reichssicherheitshauptamtes gemacht. Die nachfolgenden Kapitel springen in die nähere Vergangenheit und beschäftigen sich mit der Rekonstruktion des Hauses, den Lebenserfahrungen der Überlebenden und der Frage nach Versöhnung.

Die Dauerausstellung im ehemaligen Jüdischen Waisenhaus ist während der Öffnungszeiten der Janusz-Korczak-Bibliothek frei zugänglich. Geführte Besuche mit Audio-Guides sind für Schulklassen ab Klasse 11 und Erwachsenengruppen buchbar. Die interaktiven Führungen verbinden Biografien mit bis heute aktuell en Fragen zu Ausgrenzung, Zivilcourage und Verantwortung.

Kurznachrichten

Berlin startet als erstes Bundesland systematische Qualifizierung für Berufliche Orientierung an Schulen
Damit Berufliche Orientierung nachhaltig und wirksam in den Schulalltag integriert werden kann, braucht es qualifizierte Fachkräfte, die entsprechende Angebote koordinieren, weiterentwickeln und im Schulprogramm verankern. Als erstes Bundesland hat das Land Berlin deshalb eine systematische Qualifizierungsreihe für die Verantwortlichen der Beruflichen Orientierung an Schulen entwickelt und gestartet. Mit „Q-BO!“ wird erstmals ein strukturiertes und wissenschaftlich fundiertes Fortbildungsprogramm etabliert, das die Teilnehmenden dabei unterstützt, Berufliche Orientierung konzeptionell, qualitätsgesichert und vernetzt an ihren Schulen umzusetzen.

Auftakt zum Kita-Monat
Auf dem Kitakongress sind in dieser Woche 1.500 pädagogische Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege zusammengekommen, um sich in Vorträgen, Workshops und weiteren Formaten zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der frühkindlichen Bildung auszutauschen. Im Mittelpunkt des Kongresses stand das aktualisierte Berliner Bildungsprogramm, die Grundlage für die pädagogische Arbeit in Berliner Einrichtungen. Der Kitakongress bildet zugleich den Auftakt des KiTa-Monats im Juni 2026. In diesem werden berlinweit Fortbildungen, Fachtage, Workshops sowie kulturelle und pädagogische Angebote für Fachkräfte und Kindergruppen gebündelt sichtbar gemacht.

Grundsteinlegung für inklusives Familienförderzentrum in Spandau
In dieser Woche ist der Grundstein für das geplante Familienförderzentrum „Spekte-Haus“ in Spandau gelegt worden. Unter einem Dach entstehen dort eine Kita, ein Familienzentrum, betreute Wohnangebote für Kinder und junge Mütter sowie weitere Unterstützungsangebote für Familien. Insgesamt werden im Spekte-Haus künftig rund 35 Mitarbeitende beschäftigt sein, die die Betreuung von bis zu 130 Kindern ganztägig oder zeitweilig sicherstellen. Die Eröffnung ist für 2028 geplant.

Berliner Schülerin gewinnt Bundeswettbewerb gegen Rauschtrinken
Mehr als 6.000 Schüler/-innen haben bundesweit am Plakatwettbewerb gegen Alkoholmissbrauch der DAK-Gesundheit und dem Bundesdrogenbeauftragten teilgenommen. Das beste Plakat steuerte dabei die 17-jährige Virginia Pereira Gomes aus Schöneberg bei. „Bei meinem Bild erhebt sich die Figur aus der zerbrochenen Flasche und erblickt eine faszinierende Landschaft“, beschreibt die 17-Jährige ihr Plakat. „Es symbolisiert die Befreiung vom Alkohol. Und dass es sich immer lohnt, achtsam und präsent im Leben zu sein. Denn nur so kann man sich die schönen Momente wirklich merken. Der Austritt ermöglicht Freiheit und die Chance, in einer strahlend bunten Welt zu leben.“ Der Wettbewerb „bunt statt blau“ findet seit 2010 jährlich statt und ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Seit dem Start haben insgesamt fast 150.000 Schüler/-innen zwischen 12 und 17 Jahren kreative Plakate gegen Alkoholexzesse gestaltet.

32 Berliner Schüler/-innen unter Bundessiegern des Europäischen Wettbewerbs
Wie erleben junge Menschen Europa? In Bildern, Liedern oder Kurzfilmen setzten sich deutschlandweit fast 75.000 Kinder und Jugendliche beim Europäischen Wettbewerb mit dieser Frage auseinander. In dieser Woche fand die Preisverleihung für die aus knapp 20.000 Einsendungen ausgewählten Bundessieger/-innen statt. Unter ihnen sind in diesem Jahr 32 Berliner Schüler/-innen, die an den insgesamt 20 prämierten Beiträgen beteiligt waren. Der Europäische Wettbewerb gilt als ältester Schülerwettbewerb und wird in Deutschland seit 1954 jährlich durchgeführt.

”Safe Space”-Apotheken als erste Hilfe bei psychischen Problemen
Leistungsdruck, Einsamkeit, Mobbing, Zukunftsängste – psychische Belastungen für Jugendliche bewegen sich auf einem hohen Niveau. Trotzdem fällt es vielen Betroffenen schwer, sich Hilfe zu suchen – ob aus Überforderung oder Angst, verurteilt zu werden. Sogenannte Safe-Space-Apotheken setzen hier an und bieten Jugendlichen einen ersten Anlaufpunkt, bevor irgendjemand einen Namen notiert, eine Überweisung ausstellt oder eine Krankenkassenkarte verlangt. Bundesweit beteiligen sich 50 Apotheken an der Initiative, in Berlin sind es bisher drei Apotheken. In Steglitz, Lichtenberg und Hellersdorf finden Jugendliche ein offenes Ohr und können sich anonym und vertraulich zu Anlaufstellen beraten lassen, die ihnen langfristig helfen.

Panelstudie zu Berufsverläufen von pädagogischen Fachkräften
Um herauszufinden, was pädagogische Fachkräfte zufrieden macht und sie in ihrem Beruf hält oder aber zu Veränderungen bewegt, erhebt die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) in einer bundesweiten Studie Daten zu Perspektiven ausgebildeter Fachkräfte. Die Studie untersucht berufliche Wege und Veränderungen, Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit im Berufsverlauf und liefert wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der Profession für Politik, Verwaltung und Wissenschaft. Teilnehmen können Erzieher/-innen und Kindheitspädagog/-innen, die vor 2024 ihren Abschluss erworben haben.

Termine

26. Juni, ab 18 Uhr (Anmeldung bis 18. Juni): #DeineStimmefürMusik: Podiumsdiskussion zur musikalischen Bildung In Kooperation mit dem Landesverband Musikunterricht fragt der Landesmusikrat im Rahmen dieser Veranstaltung bei Parteien nach, welche Schwerpunkte sie in Bezug auf Schulmusik und Lehrkräftebildung setzen. Wie soll dem Fachkräftemangel in diesem Bereich begegnet werden und eine Zukunft guter musikalischer Bildung sichergestellt werden? Diesen und weiteren Fragen stellen sich Mitglieder aus SPD, CDU, der Linken und Bündnis 90/ den Grünen.

27. Juni, 13.30-18 Uhr: Sommerfest der politischen Bildung Die Landeszentrale für politische Bildung lädt anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens zu einem Sommerfest voller Informations- und Mitmachangebote, Gesprächen und vielfältigen Workshops rund um die Themen Demokratie, Beteiligung und politische Bildung ein. Mehr als 50 Organisationen, Initiativen, Bildungsträger und Selbstvertretungen gestalten das Sommerfest mit und heißen Interessierte in ihren unterschiedlichen Formaten willkommen.

29. Juni, ab 19.30 Uhr: Hochbegabte Kinder – Masking erkennen und verstehen Manche hochbegabte Kinder passen sich stark an, um nicht aufzufallen. Dieses Masking bleibt im pädagogischen Alltag oft unbemerkt – mit der Folge, dass Belastungen und Leistungen, die unter dem eigentlichen Potenzial der Kinder liegen, übersehen werden. Woran lässt sich erkennen, dass Kinder ihre Fähigkeiten verbergen? Und wie kann dieses Verhalten in der Beratung eingeordnet werden?
Dr. Dietrich Arnold (Diplom-Psychologe und Erziehungsberater) vermittelt grundlegendes Wissen und zeigt praxisnah, wie Anzeichen erkannt und betroffene Familien ressourcenorientiert unterstützt werden können.

30. Juni, 10-12 Uhr: Jubiläumsfeier zum 36. Geburtstag des Spatzenkinos Seit 36 Jahren bringt das Spatzenkino ausgewählte Kurzfilme für Kinder zwischen 4 und 7 Jahren auf die große Leinwand. Das Angebot richtet sich gezielt an Kita- sowie junge Grundschulkinder und ermöglicht einen behutsamen ersten Zugang zum Kulturort Kino. Im Mittelpunkt der Jubiläumsveranstaltungen steht eine moderierte Filmvorführung zu „Michel und Ida aus Lönneberga“. Im Anschluss können Kinder basteln, sich bewegen, Schwarzlicht-Experimente ausprobieren oder einem Holzschnitzkünstler bei der Arbeit zusehen.

1. Juli, 17-19 Uhr: Elternseminar: Nikotin, Vapes und Co Eltern sind oft unsicher, wie sie das Gespräch suchen können, wenn ihr Kind erste Berührungen mit Zigaretten, Einweg-E-Zigaretten oder anderen Nikotinprodukten hatte. Dieses Online-Seminar ist ein Angebot für Eltern, die sich solche oder ähnliche Fragen stellen, sich über Wirkungen und Gefahren von Rauchen oder Dampfen nikotinhaltiger Produkte informieren möchten oder sich fragen, wie mit diesem Thema in der Erziehung am besten umgegangen werden sollte. Im Seminar werden Fragen beantwortet und konkrete Verhaltenstipps gegeben.

2. Juli, ab 8 Uhr (Abmeldung bis 22. Juni): 19. Berliner Schüler-Duathlon Die Weltraumjogger veranstalten im Rahmen der Schüler-Cup Serie der Berliner Triathlon Union einen Duathlon für alle Schüler/-innen ab der 2. Klasse und bieten so einen Einblick in den Ausdauermehrkampf. Zwischen Laufen und Radfahren stellen teilnehmende Schüler/-innen ihre Ausdauer auf die Probe. Das Startgeld entfällt dank der Unterstützung durch die Sportjugend Berlin, eine Unterrichtsbefreiung ist mit Hinweis auf das Berliner Schulsportprogramm möglich.

Fortbildungen / Fachtage

Fachgespräch zur Studie „Antisemitismus im Kindes- und frühen Jugendalter“ am 11. Juni
Mit Blick auf die geltenden Lehr- und Bildungspläne der Bundesländer zeigt sich eine anhaltende Tendenz, die systematische Auseinandersetzung mit Antisemitismus erst in höheren Klassenstufen vorzusehen. Für die Grundschule oder die unteren Jahrgänge finden sich hingegen eher nur indirekte oder allgemein gehaltene Bezüge. Im Rahmen des Fachgesprächs werden zunächst die Zwischenbefunde der 2025 durchgeführten Studie vorgestellt und anschließend die Herausforderungen und Grundsätze einer antisemitismuskritischen politischen Bildung im Kindesalter mit Expert/-innen aus dem Feld diskutiert.

Familiäre Medienerziehung – Eltern beraten und unterstützen am 16. Juni
In ihren Familien erleben Kinder, dass Medien zum Alltag gehören. Digitale Apps, Spiele und Geräte üben dementsprechend eine große Faszination aus und erfüllen in der kindlichen Lebens- und Gefühlswelt unterschiedlichste Funktionen. Familienmitglieder sind hierbei für die jungen Mediennutzer/-innen die wichtigsten Vorbilder. Familien benötigen Beratung und Unterstützung, um die Mediennutzung und -erziehung ihrer Kinder entwicklungsangemessen begleiten und gestalten zu können. Dieses Seminar bietet einen kompakten Einstieg in die Muster familiärer Medienerziehung und die sich hieraus ergebenden Möglichkeiten seitens der Fachkräfte in Kitas.

Hinsehen, verstehen, handeln: Psychische Gesundheit an Schulen am 18. Juni
Mentale Gesundheit ist im Schulkontext ein wachsendes Thema. Gemeinsam mit Expert/-innen soll in dieser Online-Veranstaltung besprochen werden, wie psychische Krisen frühzeitig erkannt oder gar verhindert werden können und welche Unterstützung in akuten Krisen nötig ist. Im Mittelpunkt stehen kurze Einblicke in Präventionsangebote sowie praxisnahe Hinweise zu Rollen, Zuständigkeiten und Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen der Chancenpatenschaften im schulischen Kontext.

Stadtraumforschung – fächerübergreifende und künstlerische Erforschung urbaner Räume im Schulalltag am 25. Juni
Im Stadtraum werden zentrale Themen unserer Zeit und Zukunft verhandelt: Verteilungsgerechtigkeit, Klimawandel, demokratisches Zusammenleben sowie die Frage nach Raum, Mitbestimmung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an der Stadtgesellschaft. Aufbauend auf der Methodensammlung „Flanieren für alle!“ bietet das Seminar der Kulturagenten für kreative Schulen Berlin einen praktischen Einstieg, den urbanen Raum als fächerübergreifenden Lehrraum kennenzulernen. Die Teilnehmenden erproben Methoden, erhalten Materialien sowie klare Anleitungen und verknüpfen diese mit ihrer Unterrichtspraxis. Im Fokus stehen Perspektivwechsel, eigenständiges Forschen und direkte Übertragbarkeit.

Weiterbildung „MOVE – Motivierende Kurzintervention“ 30. Juni – 2. Juli
MOVE ist ein Frühinterventionskonzept zur Förderung und Unterstützung der Veränderungsbereitschaft junger Menschen mit Suchtmittelkonsum. Diese Form der Kurzintervention orientiert sich an der Methode des „Motivational Interviewing“ und eignet sich für unterschiedliche Situationen – auch spontane Gespräche im Alltag. Das Konzept ist geeignet für Mitarbeiter/-innen, die in ihrem Berufsfeld mit Jugendlichen in Kontakt kommen, die einen möglicherweise riskanten Suchtmittelkonsum haben, lässt sich aber auch auf andere Altersgruppen übertragen.

Jobs, Jobs, Jobs

Was steht sonst an?

gestapelte Holzmodule zu einem Turm

10 Jahre Berliner Schulbauoffensive

2016 wurde die Berliner Schulbauoffensive ins Leben gerufen, um dringend benötigte Schulplätze zu schaffen, überfällige Sanierungen durchzuführen und zu verhindern, dass ein neuer Sanierungsstau entsteht. Weitere Informationen

Impressum

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin

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