Berufliche Orientierung ist ein wichtiger Bestandteil schulischer Bildung. Sie unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, ihre Interessen, Stärken und Perspektiven zu erkennen und fundierte Entscheidungen für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg zu treffen. Damit Berufliche Orientierung nachhaltig und wirksam in den Schulalltag integriert werden kann, braucht es qualifizierte Fachkräfte, die entsprechende Angebote koordinieren, weiterentwickeln und im Schulprogramm verankern. Berlin übernimmt hierbei bundesweit eine Vorreiterrolle: Als erstes Bundesland hat das Land Berlin eine systematische Qualifizierungsreihe für die Verantwortlichen der Beruflichen Orientierung an Schulen entwickelt und gestartet. Mit „Q-BO!“ wird erstmals ein strukturiertes und wissenschaftlich fundiertes Fortbildungsprogramm etabliert, das die Teilnehmenden dabei unterstützt, Berufliche Orientierung konzeptionell, qualitätsgesichert und vernetzt an ihren Schulen umzusetzen.
Heute fand die offizielle Auftaktveranstaltung der Qualifizierungsreihe statt. Die ersten teilnehmenden BO-Verantwortlichen werden bereits im Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen (BLiQ) beraten und unterstützt. Zu den Gästen der heutigen Auftaktveranstaltung zählten unter anderem Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung des Landes Berlin, Jan Pörksen, Geschäftsführer Bildung und Beruf der IHK Berlin, sowie Christoph Möller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Berlin Nord.
Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung: „Unser Ziel ist es, Berliner Schülerinnen und Schüler mit fundierter Berufswahlkompetenz auf ihren beruflichen Lebensweg vorzubereiten. Dafür braucht es eine strukturierte Berufliche Orientierung an unseren Schulen. Mit Q-BO! werden die Verantwortlichen so qualifiziert, dass sie Berufliche Orientierung konzeptionell und vernetzt umsetzen können. Das stärkt nicht nur unsere Schulen, sondern perspektivisch auch den Wirtschaftsstandort Berlin.”
Bislang haben sich die Verantwortlichen für Berufliche Orientierung überwiegend über Einzelangebote fortgebildet. Mit Q-BO! erhalten sie nun erstmals eine systematische Qualifizierung, die drei zentrale Elemente umfasst:
- Konzeptentwicklung: Wissenschaftlich fundierte Erarbeitung eines schulischen BO-Konzepts mit aufeinander abgestimmten Bausteinen
- Diagnostik und Beratung: Individuelle Begleitung der Schülerinnen und Schüler auf Grundlage fundierter Berufswahldiagnostik
- Vernetzung: Austausch mit anderen Schulen sowie Aufbau von Kooperationen mit relevanten Sozial- und Wirtschaftspartnern
Die Qualifizierungsreihe wird durch eine durchgängige Evaluation begleitet.
Die Aufnahme von „Q-BO!“ in die Landkarte der Bildungskettenprojekte unterstreicht die Bedeutung des Berliner Ansatzes über die Landesgrenzen hinaus. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative Bildungsketten gefördert.