Mit der Reform des Vorbereitungsdienstes stärkt Berlin die praktische Lehrkräfteausbildung nachhaltig. Ein zentraler Bestandteil ist dabei das neue Qualifizierungsprogramm für Qualifizierungslehrkräfte, das ab dem Schuljahr 2026/27 startet. Rund 800 Lehrkräfte werden künftig angehende Lehrkräfte direkt an den Schulen begleiten. Sie unterstützen bei der Unterrichtsplanung, begleiten Unterrichtsbesuche und reflektieren gemeinsam mit den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern das Unterrichtsgeschehen. Ziel ist eine stärkere Verzahnung von Ausbildung und schulischer Praxis sowie eine individuellere Begleitung im Vorbereitungsdienst.
Zur Vorbereitung auf diese neue Aufgabe führt die Senatsverwaltung gemeinsam mit dem Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen (BLiQ) ein umfassendes Qualifizierungsprogramm mit insgesamt fünf Modulen durch. Die heutige Veranstaltung in der Aula der Max-Taut-Schule bildet den Auftakt dieser neuen Qualifizierungsreihe.
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, erklärte heute bei der Auftaktveranstaltung in der Max-Taut-Schule: „Gute Schulen brauchen gut ausgebildete Lehrkräfte. Deshalb modernisieren wir den Vorbereitungsdienst grundlegend und stärken die praktische Ausbildung direkt an den Schulen. Mit den neuen Qualifizierungslehrkräften schaffen wir verbindliche Strukturen für mehr Qualität, mehr individuelle Begleitung und mehr Unterstützung im Berufsalltag. Das ist ein wichtiges Signal für die Qualität der Lehrkräftebildung in Berlin und ein weiterer Schritt, um angehende Lehrkräfte bestmöglich auf ihren Beruf vorzubereiten und den Lehrerberuf insgesamt attraktiver zu machen.“
Die neuen Qualifizierungslehrkräfte erhalten – anders als frühere Mentoren – für ihre Tätigkeit eine Abminderungsstunde sowie pro Lehramtsanwärter/in eine weitere halbe Abminderungsstunde.
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie reformiert den Vorbereitungsdienst grundlegend und setzt damit Empfehlungen der Qualitätskommission unter Leitung des Bildungsforschers Olaf Köller um. Ziel ist eine praxisnähere, kohärentere und qualitativ stärkere Lehrkräfteausbildung. Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sollen künftig intensiver begleitet und individueller unterstützt werden.