Mehr Mittel für frühe Hilfen: Flexibudget wächst auf rund 1 Millionen Euro pro Bezirk

Pressemitteilung vom 20.03.2026

Im gestrigen Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses hat Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch die Bedeutung des Berliner Flexibudgets für die Kinder- und Jugendhilfe bekräftigt und die jüngste Aufstockung hervorgehoben. Durch die zusätzlichen Mittel stehen ab diesem Jahr erstmals rund 1 Million Euro Flexibudget pro Bezirk zur Verfügung. Damit wird die präventive Arbeit vor Ort deutlich gestärkt.

Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Mit der Aufstockung des Flexibudgets setzen wir ein klares politisches Signal: Berlin investiert gezielt in frühe Hilfen und stärkt die Bezirke in ihrer Verantwortung, passgenaue Lösungen vor Ort zu entwickeln. Unser Ziel ist es, Kinder, Jugendliche und Familien rechtzeitig zu unterstützen und Prävention im Sozialraum nachhaltig zu verankern. Das Flexibudget steht dabei für eine moderne, vorausschauende Kinder- und Jugendhilfe. Es eröffnet den Jugendämtern mehr Handlungsspielraum und ermöglicht konkrete, alltagsnahe Unterstützung für Familien und junge Menschen.“

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen: Präventive Steuerungsinstrumente wie das Flexibudget wirken. Seit Januar 2026 gilt zudem ein gemeinsam mit den Jugendämtern weiterentwickeltes Rahmenkonzept mit neuen Angebotstypen und einem vereinfachten Antragsverfahren. Es stärkt gezielt die Steuerungsmöglichkeiten der Jugendämter – von der frühen Unterstützung über stationäre Hilfen bis hin zum Übergang zurück ins El-ternhaus oder in ein eigenständiges Leben. Damit erhalten die Bezirke eine noch bessere Grundlage, Angebote infrastrukturell zu entwickeln und dort einzusetzen, wo sie besonders gebraucht werden.

Das Flexibudget wurde im Mai 2020 als Modellprojekt gestartet. Seitdem standen den Bezirken jährlich 7,2 Millionen Euro zur Verfügung – jeweils 600.000 Euro pro Bezirk –, um niedrigschwellige, sozialräumliche und präventive Angebote zu entwickeln. Ziel ist es, Familien und junge Menschen in belasteten Lebenslagen frühzeitig zu erreichen und Unterstützung anzubieten, bevor intensive Hilfen notwendig werden.

Das Programm wurde seitdem konsequent ausgebaut. Für 2024 und 2025 stellte das Land Berlin zusätzliche 2,4 Millionen Euro jährlich bereit, unter anderem im Rahmen der Maßnahmen des Jugendgewaltgipfels. Mit der erneuten Aufstockung für die Jahre 2026 und 2027 um weitere 3,36 Millionen Euro jährlich – das entspricht 280.000 Euro zusätzlich pro Bezirk – erreichen die Mittel nun eine neue Größenordnung: Erstmals verfügen alle Bezirke über ein Flexibudget von rund 1 Million Euro jährlich.