Berliner Schülerinnen und Schüler sollen ihre sprachlichen und mathematischen Kompetenzen über alle Bildungsphasen hinweg nachhaltig verbessern. Dies sieht die umfassende Strategie zur Steigerung der Bildungsqualität für Berliner Kitas und Schulen vor, die Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, heute vorgestellt hat. Erstmals liegt für Berlin ein klar strukturiertes und bildungsphasenübergreifendes Konzept zur Steigerung der Bildungsqualität vor. Ziel ist es, den Anteil der Kinder und Jugendlichen, die die bundesweit geltenden Mindeststandards erreichen, kontinuierlich zu erhöhen.
Mit der Strategie erfolgt ein grundlegender Kurswechsel in der Berliner Bildungspolitik: Statt vieler einzelner Projekte und Programme, die nebeneinanderstehen, schafft die Qualitätsstrategie einen verbindlichen Rahmen und eine klare Zielsetzung für das gesamte Bildungssystem. Kitas, Schulen und Verwaltung arbeiten künftig entlang gemeinsamer Ziele, abgestimmter Verfahren und klarer Verantwortlichkeiten zusammen. Lernstands- und Entwicklungsdaten bilden dabei die Grundlage für Entscheidungen und verpflichtende Maßnahmen zur Verbesserung der Lernergebnisse.
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Mit der Qualitätsstrategie vollziehen wir einen Paradigmenwechsel: Wir verlassen den Weg punktueller Einzelmaßnahmen und stellen die Qualitätsentwicklung von Kitas und Schulen erstmals auf eine gemeinsame, verlässliche und datenbasierte Grundlage. Wir orientieren uns daran, was Kinder wirklich lernen – und steuern konsequent nach, wenn Ziele nicht erreicht werden. Für diesen Anspruch übernehmen wir als Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Verantwortung – gemeinsam mit den vielen Fachkräften in unserer Stadt.”
Die Umsetzung der Strategie orientiert sich an drei miteinander verknüpften Handlungsfeldern:
• Verlässliche und datengestützte Qualitätsentwicklung
Lernstände und Lernentwicklungen werden mit abgestimmten Verfahren erfasst und ausgewertet. Auf dieser Grundlage können Förderbedarfe präzise erkannt und Angebote zielgerichteter gestaltet werden.
• Stärkung der Unterrichtsqualität in Sprache und Mathematik
Bewährte Förder- und Unterrichtskonzepte werden systematisch ausgebaut. Schulen erhalten Unterstützung bei der Weiterentwicklung von Unterricht und Förderung, insbesondere in Deutsch und Mathematik.
• Kooperative Verantwortung im Bildungs- und Sozialraum
Kitas, Schulen, Jugendhilfe, Familien und weitere Partner vor Ort arbeiten enger zusammen. Besonders in sozial herausfordernden Lagen werden Ressourcen gebündelt, um Kindern verlässliche Lern- und Entwicklungsbedingungen zu sichern.
Die Qualitätsstrategie wird durch den Qualitätsbeirat wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse der Umsetzung werden regelmäßig ausgewertet, damit wirksame Maßnahmen gestärkt und weiterentwickelt werden können.
Norbert Maritzen, Vorsitzender des Qualitätsbeirats: „Erstmals liegt für Berlin eine konsistente, in den Zielen fokussierte, wesentliche Bildungsetappen umfassende und inhaltlich strukturierte Strategie vor und nicht – wie zu häufig in der Vergangenheit – eine Sammlung von Einzelmaßnahmen.“
Ute Winterberg, Mitglied im Qualitätsbeirat und Leiterin der Pusteblume-Grundschule: „Mit der vorliegenden Strategie setzen wir das Primat der individuellen Förderung um: Wir stellen die Lernwege unserer Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt, eröffnen verlässliche Räume für Teilhabe und Entwicklung und sichern so die Basis für langfristig gute Bildungsabschlüsse. Diesen Weg gestalten und verantworten wir als Schulgemeinschaft gemeinsam.“
Alle Informationen zur Strategie zur Steigerung der Bildungsqualität – einschließlich der Stra-tegiepapiere und weiterer Materialien – finden Sie unter:
www.berlin.de/sen/bjf/bildungsqualitaet