Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat Verständnis für den Unmut der Träger im Bereich der Jugendsozialarbeit hinsichtlich der Verteilung der Tarifmittel. Hintergrund ist, dass angesichts begrenzter Haushaltsmittel im laufenden Jahr nicht alle Träger im gleichen Umfang berücksichtigt werden konnten.
Die Verteilung der Tarifmittel erfolgte transparent, nachvollziehbar und orientiert sich an klaren Fördersystematiken. Zugleich ist nachvollziehbar, dass die Differenzierung zwischen institutionell und projektgeförderten Trägern bei den Betroffenen auf Kritik stößt.
Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch erklärt: „Wir nehmen die Sorgen und Rückmeldungen der Träger sehr ernst. Gerade weil die Arbeit der freien Träger eine unverzichtbare Säule der Berliner Bildungs- und Jugendsozialarbeit darstellt, suchen wir gemeinsam mit dem Finanzsenator und der Senatsverwaltung für Finanzen seit geraumer Zeit nach einer Lösung. Unser Ziel ist klar: Alle Träger sollen die tariflichen Mittel erhalten, die ihnen zustehen. Dafür wird es eine Lösung geben.“
Aktuell fehlen noch rund 6,4 Millionen Euro, um die vollständige Umsetzung zu gewährleisten.
Katharina Günther-Wünsch betont: „Ich bin zuversichtlich, dass wir im konstruktiven Austausch mit der Finanzverwaltung sehr zeitnah eine Lösung erreichen werden. Mein und unser Ziel ist es, dass wir die tariflichen Mittel angleichen.“
Die Senatsverwaltung unterstreicht: Trotz knapper Haushaltsmittel setzt sich das Land Berlin weiterhin mit Nachdruck dafür ein, qualitativ hochwertige Bildungs- und Jugendangebote langfristig zu sichern und auszubauen. Die kontinuierlichen Mittelsteigerungen der letzten Jahre – beispielsweise von 95 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 158 Mio. Euro im Jahr 2024 allein für die Jugendarbeit – zeigen, welch hohen Stellenwert dieser Bereich in der Berliner Politik hat.