30/2026 | Wenn das Kino zum Klassenzimmer wird - SchulKinoWochen Berlin

Kinder sitzen in einem Kinosaal und heben den Zeigefinger

09.10.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Die SchulKinoWochen im November laden Berliner Schulen dazu, ihr Klassenzimmer ins Kino zu verlegen. Wir werfen einen Blick auf das Angebot und die diesjährigen Programminhalte.

Außerdem sprachen wir mit Mitgliedern des Jugendgremiums der Staatlichen Museen zu Berlin über ihre Arbeit, bisherige Projekte und die Frage, wie man junge Menschen für Kunst und Kultur begeistern kann.

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Wenn das Kino zum Klassenzimmer wird – SchulKinoWochen Berlin 2026

Mit den SchulKinoWochen vom 13. bis zum 27. November 2026 haben alle Berliner Schulen die Gelegenheit, einen Teil des Unterrichts in Kinos zu verlegen, um Lehr- und Lerninhalte durch filmische Stoffe zu erschließen.

Jedes Jahr im November bieten die SchulKinoWochen Berlin ein speziell für den Einsatz im Unterricht konzipiertes Programm aus über 40 Filmen an. Die behandelten Themen reichen dabei von Antisemitismus und Nationalsozialismus über Geschlechterrollen und Identität bis hin zu Kolonialismus oder Umweltschutz. So begleiten Kinder ab 10 Jahren im Film “„Das geheime Stockwerk“”: https://www.youtube.com/watch?v=gBITPTjpJMc einen zwölfjährigen Jungen auf eine Zeitreise ins Jahr 1938, wo er im Hotel, das später seiner Familie gehören sollte, auf ein jüdisches Mädchen trifft, das dort mit ihrem Vater untergekommen ist. Hier erlebt er die Verfolgung und Bedrohung jüdischer Menschen hautnah mit und versteht, wie gefährlich das bloße Dasein als jüdischer Mensch zur Zeit der Nationalsozialisten wirklich war. Noch weiter in die Vergangenheit reichen die Spuren im Film „Das Geheimnis der gestohlenen Maske“. Hier entdeckt der aus Tansania stammende Großvater der elfjährigen Protagonistin Johanna im Ethnologischen Museum eine Maske, von der er sicher ist, dass sie während der deutschen Kolonialzeit aus seinem Dorf geraubt wurde. Als die Maske kurz darauf verschwindet, wird der Großvater verdächtigt – ein Vorwurf, den Johanna und ihre Freunde mit eigenen Nachforschungen widerlegen wollen. Es folgt eine spannende Detektivarbeit, die für Johanna aber auch Fragen zu ihrer Familie und Zugehörigkeit aufwirft. Das komplexe Thema der kolonialen Raubkunst wird in diesem Film, der für Schüler/-innen ab Klassenstufe 3 empfohlen wird, altersgerecht eingebaut und verarbeitet. Einige der Vorstellungen werden durch ein anschließendes Filmgespräch erweitert.

Der Film „Heimsuchung – eine Jahrhundertgeschichte“ bringt Abiturlektüre auf die Kinoleinwand. In der aufwendig inszenierten Adaption von Jenny Erpenbecks Roman wird ein Haus zum stillen Zeugen verwobener Lebensgeschichten und historischer Umbrüche. Von der ausgehenden Weimarer Republik über die Zeit des Nationalsozialismus und die deutsche Teilung bis hin zur Nachwendezeit überdauert das Haus Wendepunkte der Geschichte und gesellschaftliche Umbrüche. Als Literaturverfilmung lädt „Heimsuchung“ zu einem intermedialen Vergleich ein, der das unterschiedliche Erzählen in Film und Literatur in den Fokus rückt. „All my sisters“ erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die unter dem iranischen Regime in Teheran groß werden. Von der Mitte der 2000er an bis zu den Protesten der „Jin, Jiyan, Azadi“-Bewegung, ausgelöst durch die Ermordung von Jina Mahsa Amini durch die sogenannte Sittenpolizei, stehen ihre Erfahrungen und Gedanken im Mittelpunkt. Dabei lässt Filmemacher Massoud Bakhshi private Archivaufnahmen seiner Familie für sich sprechen: Meistens zuhause oder in der Schule gefilmt, dringen durch die Audiospur des Fernsehers die politischen, religiösen und medialen Dimensionen in die privaten Räume.

Der Einsatz von Filmen im Fremdsprachenunterricht bietet umfassendes Potenzial für das interkulturelle Lernen, für den Spracherwerb sowie das Kennenlernen der jeweiligen Filmkulturen. Einige der Filme werden in ausgewählten Veranstaltungen oder ausschließlich in Originalfassung mit Untertiteln gezeigt. Weitere OmU-Vorführungen können auch auf Anfrage gebucht werden. Das Netzwerk für Film und Medienkompetenz Vision Kino stellt für den Einsatz von Filmen im Fremdsprachenunterricht auch einen Leitfaden bereit, der online abgerufen werden kann. Darüber hinaus gibt es innerhalb der SchulKinoWochen einige Filme für Willkommensklassen, die sich besonders für Schüler/-innen eignen, die gerade Deutsch lernen. Diese vermitteln den Inhalt nicht hauptsächlich durch gesprochene Sprache und bieten einen vergleichsweise einfachen Zugang zum Filmgeschehen.

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus findet am 27. und 28. Januar 2027 der dritte Augen auf-Kinotag der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) in Berlin und drei weiteren Städten statt. An beiden Vormittagen wird Schulklassen ein pädagogisch begleitetes Kinoprogramm mit bewegenden Filmen und anschließenden Gesprächen mit Filmgästen angeboten. In den ersten beiden Jahren hat der Augen auf-Kinotag bereits über 4.000 Schüler/-innen und Lehrkräfte erreicht. Anmeldungen für Berlin sind ab sofort möglich.

„Hinterfragen, wie wir Museum erleben“ – Achtet AlisMB

Achtet AlisMB ist das Jugendgremium der Staatlichen Museen zu Berlin. Hinter dem Namen, der ein Anagramm des Verbundnamens darstellt, verbirgt sich eine Gruppe, die Wünsche, Erfahrungen, Ideen und Perspektiven junger Menschen in die Häuser und Ausstellungen der Staatlichen Museen zu Berlin bringen will. Wir sprachen mit einigen Mitgliedern über die Arbeit des Gremiums, bisherige Projekte und die Frage, wie man junge Menschen für Kunst und Kultur begeistern kann.

Was genau macht Ihr innerhalb des Gremiums?
Als Jugendgremium beschäftigen wir uns zum einen damit, dass jungen Menschen mehr Gehör, Rücksicht und Spielräume innerhalb der Museen geschenkt werden. Zum anderen wollen wir genau die Angebote und Möglichkeiten zur Mitgestaltung schaffen, die hier unserer Meinung nach noch fehlen. Dafür erarbeiten wir in enger Zusammenarbeit mit den Museen eigene Projekte vom Konzept bis zur Umsetzung – sei es in Form von Workshops, Events, Audioguides, Texten oder Interventionen.

Wie arbeitet „Achtet Alis“? Seid ihr grundsätzlich an der Konzeption neuer Ausstellungen innerhalb der Museen beteiligt oder werdet Ihr projektbezogen angefragt?
Bisher waren wir vor allem projektbezogen eingebunden. Das heißt, es gab zum Beispiel bereits eine geplante Ausstellung und wir haben uns ein dafür passendes Projekt überlegt, indem wir uns gefragt haben, was uns noch interessieren würde, was fehlt oder nochmal neue Perspektiven auf das jeweilige Thema ermöglichen würde.

Grundsätzlich treffen wir uns jede Woche zum Jour fixe und updaten uns aus unseren Projektgruppen, die sich ganz nach individuellen Kapazitäten und Interessen zusammenfinden. Wir besprechen viel in der Großgruppe, haben für Projekte dann aber meistens Kleingruppen, die intensiv an ihren jeweiligen Ideen arbeiten. Aktuell arbeiten wir beispielswiese an einem Audioguide über die Museumsinsel und unterstützen das Museum für Islamische Kunst, das nächstes Jahr eröffnet.

Würdet ihr euch ein dauerndes Mitspracherecht wünschen?
Mehr Mitsprache wäre toll! Nicht nur was das Ausstellungsprogramm angeht, sondern auch in Bezug auf ganz grundlegende Entscheidungen, die im Museum getroffen werden. Wir denken, dass es auch auf struktureller Ebene wichtig wäre, junge Perspektiven einzubeziehen. Wir möchten mitgestalten, nicht „nur” Angebote hinzufügen. Ein eigenes regelmäßiges Format anzubieten, ist definitiv ein Zeil von uns. Zurzeit fehlen uns die Mittel und Räumlichkeiten dazu, aber wir haben klar definierte Ziele und lassen nicht locker.

Ihr habt in den fünf Jahren seit Gründung von „Achtet Alis“ rund 30 Projekte organisiert. Worum ging es euch da?
Viele unserer Projekte hinterfragen, wie wir gelernt haben, Museen zu erleben. Die unausgesprochenen Regeln, wie man sich in einem Museum verhalten und was man dort interessant finden soll. Im Hamburger Bahnhof, ganz am Anfang der Gründung von „Achtet Alis“, fragten wir mit von uns designten Postkarten: „Was ist scheiße?“. Diese Karten sorgen immer noch für Aufsehen.

In der Neuen Nationalgalerie hatten wir die Gelegenheit, einen gesamten Raum zu gestalten, als dieser einen Monat lang leer stand. Und wir haben uns ausgetobt. Wir stellten Aufgaben, die die Besucher dazu ermutigten, sich anders durch den Raum zu bewegen als gewohnt. Wir eröffneten eine Silent-Disco-Tanzfläche mit Spiegelplatten, und ließen ein riesiges Fadennetz aus Garn von den Besuchern durch den Raum spannen. Wir lieben es, wenn man anpackt, und selber als Besuchende/-r in der Ausstellung sichtbar werden kann.

An anderer Stelle haben wir im Rahmen des Cultural Collabs mit dem Museum Islamischer Kunst das Haus Bastian – das Zentrum für kulturelle Bildung auf der Berliner Museumsinsel – in ein Meer aus Teppichen und Ruhe verwandelt, als wir dort eine Listening Session mit DJ und Ambient Music veranstalteten. Später gestalteten wir die Räume im Haus Bastian zum Thema „Sehnsucht” mit riesigen Pappmaschée-Skulpturen, die Bezug zu Kunstwerken in den Ausstellungen der Staatlichen Museen hatten und in uns Sehnsucht weckten.

Was für Maßnahmen eignen sich eurer Meinung nach am besten, um Jugendliche und junge Menschen für Museumsbesuche oder auch andere kulturelle Angebote zu begeistern?
Die beste Strategie, um junge Leute anzuziehen ist, junge Leute einzubeziehen. Jede Generation kennt die eigene am besten. Auch die größte Empathiefähigkeit ersetzt die Teilhabe von Personen der Altersgruppe selbst nicht. Wir finden Events oder Open Spaces anlockend. Ein offenes Kommen und Gehen, keine festen Zeiten wie bei Workshops oder Führungen. Wir wollen Museen zu Orten gestalten, an denen man einfach Zeit verbringen möchte.

Gerade junge Menschen aus einkommensschwachen Familien haben nicht selten weniger Bezug zu kulturellen Angeboten. Wie kann man diese Kluft überbrücken?
Mit kostenfreien Angeboten für die Altersgruppe. Und wie eben schon gesagt, Räume schaffen, wo man ohne Geld auszugeben, verweilen kann. Und ganz wichtig: viel über die sozialen Medien werben! So viele Museen haben unglaubliche Angebote, aber wenn man nicht in der Bubble ist, erreicht einen das tollste Programm nicht. Auch unsere Arbeit soll Awareness auf beiden Seiten schaffen: den jungen Menschen wollen wir zeigen „schaut, hier gibt es Angebote für uns“ – den Institutionen „schaut, wir haben Interesse!“.

Außerdem können Angebote helfen, die man auch von zuhause aus wahrnehmen kann. Personen, die arbeiten gehen, Angehörige pflegen oder andere Verpflichtungen haben, haben oftmals weniger Ressourcen Kultur zu erleben. Da passen Podcasts, Videos oder Online-Führungen manchmal besser in die vollen Tagesabläufe. Auch der „Standesdünkel”, der in Museen oft noch Gang und Gäbe ist, ist aus unserer Sicht nicht hilfreich, wenn es darum geht, Menschen mit unterschiedlichen Backgrounds anzulocken. Man sollte nicht erst Fachwörter lernen müssen, um Kunst zu verstehen. Auch hier sollte die wichtigste Strategie sein, die Perspektiven der Menschen, die man erreichen möchte, auch in die Entscheidungen miteinzubeziehen.

Seid Ihr offen für neue Mitglieder? Was müssen Interessierte mitbringen, wie können sie sich melden?
Absolut! Wir haben regelmäßig offene Treffen. Besondere Qualifikationen braucht man keine, einfach Neugierde und die Lust und Ausdauer, an alten Strukturen zu rütteln. Aktuell haben wir keine Förderung mehr und sind an kein Museum gebunden, bleiben aber bestehen, da wir weiterhin für Projekte angefragt werden und als Gruppe so gut funktionieren. Wer Interesse hat, kann uns einfach anschreiben, entweder per Mail über achtetalismb@gmail.com oder über unseren Instagram-Kanal. Wir freuen uns natürlich auch über Schüler/-innen und Azubis! Was Interessierte wissen sollten: Wir arbeiten ehrenamtlich.

Kurznachrichten

Berliner Schüler gewinnt Bundesfinale von “Chemie – die stimmt!“
Bektur Janoff vom Hildegard-Wegscheider-Gymnasium setzte sich gegen die leistungsstärksten Nachwuchschemiker/-innen Deutschlands durch. Der 15-Jährige war einer von insgesamt fünf Berliner Schüler/-innen, die sich fürs Bundesfinale qualifiziert hatten. „Chemie – die stimmt!“ gilt als wichtiger Baustein der chemischen Nachwuchsförderung in Deutschland. Der Wettbewerb wird vom Förderverein Chemie-Olympiade e.V. organisiert und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 bis 10.

Berlin eröffnet 11. Frauen und Kinderschutzhaus Mit der Eröffnung des 11. Frauen- und Kinderschutzhauses in dieser Woche entsteht ein neuer Zufluchtsort für Frauen, die Gewalt erfahren haben und gemeinsam mit ihren Kindern Schutz benötigen. Das Haus schafft 12 neue Familienplätze mit insgesamt 25 Betten für Frauen und ihre Kinder. Mit der Eröffnung verfügt Berlin nun über insgesamt 431 Familienplätze mit 946 Betten in Frauenhäusern und Zufluchtswohnungen.

Publikumsvoting für den Deutschen Engagementpreis
Der Deutsche Engagementpreis macht sichtbar, was Menschen für andere und für unsere Gesellschaft tun. Eine unabhängige Jury wählt die Preisträger/-innen in fünf Kategorien aus. Mit dem Publikumspreis entscheidet die Öffentlichkeit, welche Projekte Geldpreise von bis zu 10.000 Euro gewinnen können. Aus Berlin sind insgesamt 30 Projekte nominiert. Abstimmungen sind noch bis zum 29. Oktober möglich.

Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin startet Ausschreibungen für Familien- und Jugendprojekte
Mit dem Berliner Funkeln fördert sie einmal pro Jahr bis zu 10 künstlerische und kulturelle Projekte, in denen Familien mit Kindern etwas gemeinsam gestalten, erleben und miteinander Zeit verbringen können, mit bis zu 5.000 Euro. Die Angebote sollen Familien aktiv einbeziehen, die zuweilen schwer zu erreichen sind. Mit Playground Berlin fördert die Jugend- und Familienstiftung kreative Initiativen für mehr Jugendbeteiligung mit bis zu 10.000 Euro. Die Antragsfrist für beide Förderinitiativen ist der 13. November 2026.

Dokumentarisches Puppentheater für Schulklassen
Wie vermittelt man Jugendlichen die Mechanismen einer Diktatur und die Geschichte des Holocausts, ohne sie mit historischer Schuld zu erdrücken? Dieser Frage begegnen zwei Theaterproduktionen, die im Theater unterm Dach und dem Theater in der Brotfabrik aufgeführt werden. Die Stücke „Dass alles seine Ordnung hat“ und „Einer von euch sein“ beschäftigen sich anhand von Biografien und authentischen Quellen mit der NS-Zeit, dem Holocaust, Widerstand, Mitläufertum und Täterschaft. Die Stücke sind für die Schulklassen der Jahrgänge 7 bis 13 empfohlen und können auch direkt an Schulen gespielt werden.

Konsum von Energydrinks steigt bei Schulkindern
46 % der Kinder und 72 % der Jugendlichen haben bereits einmal im Leben Energydrinks konsumiert. Das sind Ergebnisse des aktuellen Präventionsradars der DAK-Gesundheit und des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord), für den regelmäßig mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche ab Klassenstufe 5 an Schulen in 15 Bundesländern zu ihrem Gesundheitsverhalten befragt werden. Gegenüber dem Schuljahr 2020/21 ist der Anteil 2025/26 bei den Kindern (< 13 Jahren) um mehr als die Hälfte und bei den Jugendlichen um rund ein Fünftel gestiegen.

Termine

12. Oktober, ab 20 Uhr: Vapen, Snus und Pouches – was Eltern wissen sollten Vapes, Snus und Pouches sind bei Jugendlichen beliebt. Doch was macht diese Produkte so attraktiv und welche gesundheitlichen Risiken sind damit verbunden? Das Webinar gibt einen Überblick über aktuelle Nikotinprodukte und zeigt, wie Eltern mit ihren Kindern über Konsum, Risiken und einen verantwortungsvollen Umgang ins Gespräch kommen können.

12. Oktober, 17-19 Uhr: Online-Elternseminar zu Cannabis Spätestens seit der Teillegalisierung von Cannabis spielt das Thema auch in vielen Familien eine größere Rolle. Das Seminar versteht sich als niedrigschwelliges Austausch- und Informationsangebot für Eltern und Erziehungsberechtigte, die mehr über Cannabis als Substanz und potenzielle Risiken erfahren wollen oder sich fragen, wie sie mit ihrem Kind über Eigenverantwortung in diesem Zusammenhang sprechen können.

22. Oktober, 19.30-22 Uhr: Abend des politischen Spiels – mit Gaming die Demokratie retten? In jedem Spiel stecken Ideen, Ideologien und Philosophien aus unserer Welt. Aber was genau machen Spiele damit? Welche politischen Botschaften kommunizieren Spiele heute? Und wie können Games anregen, dass Spieler/-innen sich mit Gesellschaft und Demokratie auseinandersetzen? Im Rahmen der Veranstaltung wird über Erinnerungskultur in Meine Oma (88), Rassismus und KI in Detroit: Become Human, Wahlen in der Fantasywelt von Esoteric Ebb und die Darstellung des Klimawandels in Seaward gesprochen. Das im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelte Spiel SOKO 1977, ein Videospiel über die Jagd auf die Terroristen der RAF im Deutschland der 1970er, wird am Abend ebenfalls anspielbar sein.

23. Oktober, 18-21 Uhr: Filmreihe #2030: „Snorri & der Babyschwimmclub“ Lachende Babys, stolze Eltern und ein Schwimmlehrer, der Vertrauen statt Leistung in den Mittelpunkt stellt: Snorri & der Babyschwimmclub begleitet den isländischen Schwimmpionier Snorri Magnusson, der seit Jahrzehnten mit außergewöhnlicher Empathie und Geduld mehr als 7.000 Säuglinge und ihre Familien im Wasser begleitet hat. Der berührende Dokumentarfilm zeigt, wie frühe Erfahrungen von Geborgenheit, Bewegung und Vertrauen die Entwicklung von Kindern prägen können – und warum Wasser weit mehr sein kann als ein Ort zum Schwimmenlernen. Im Anschluss gibt es ein Gespräch mit Heike Tonsor, Gründerin des Wavelet-Instituts für frühkindliche Erfahrung, über frühkindliches Empowerment und die Rolle von Wasser, Bewegung und Körpererfahrungen für die frühkindliche Entwicklung.

30. + 31. Oktober: ”Zocken. Tinkern. Tüfteln“ – Familien-Medienevent der Berliner Medienkompetenzzentren An zwei Tagen können junge Menschen und jung Gebliebene in lockerer, familiärer Atmosphäre an einer Vielzahl interaktiver Stationen ihrer Neugier und Kreativität freien Lauf lassen. Ob eigene Spiele programmieren, Roboter bauen oder Musik komponieren – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für Eltern gibt es Beratungsmöglichkeiten zur Mediennutzung. Das komplette Angebot ist kostenfrei, um Voranmeldung wird gebeten.

Fortbildungen / Fachtage

Produkttest: Nachmittage, die neugierig machen – Ganztagsangebote mit Partnern auf die Beine stellen am 13. Oktober
Wie kann es gelingen, dass Ganztag und außerschulische Lernorte im Umfeld so zusammenwirken, dass wirklich alle Kinder ihre Interessen entdecken und stärken können? Dafür startet das Team MINT-Campus der Stiftung Kinder forschen aktuell die Entwicklung eines neuen Angebots, das die Verbindung zwischen Ganztag und anderen Lernorten unterstützt. In der Fokusgruppe können sich Teilnehmende mit anderen Akteur/-innen aus Ganztag und außerschulischen Lernorten darüber austauschen, was die wirklichen Bedarfe sind und gemeinsam an Lösungsideen für die Herausforderungen in der Praxis arbeiten.

Praxisanleitung in der Kita – Methodenvielfalt und Kommunikation in der Anleitung am 13. + 14. Oktober
In diesem Seminar setzen sich Teilnehmende mit Anforderungen und Erwartungen an die Kita als „Lernort Praxis“ auseinander. Mit Blick auf ihre Rolle und Aufgaben als Praxisanleitung reflektieren sie eigene Haltungen und Sichtweisen, um Praktikant/-innen ziel- und kompetenzorientiert anzuleiten und zu unterstützen. Sie erhalten Impulse für ein Ausbildungskonzept zur professionellen Anleitung von Praktikant/-innen in ihrer Einrichtung und erarbeiten einen Ausbildungsplan zur organisatorischen und inhaltlichen Gestaltung dieser Zeit. Anhand von Beispielen und Erfahrungen aus der Praxis wird reflektiert und erörtert, was eine gelungene Kooperation der Lernorte Praxis und Ausbildungsstätte auszeichnet und welche Maßnahmen und Schritte die Zusammenarbeit anregen und unterstützen können.

Pixel, Panik, Politik: Wie Gamingcommunities Meinungen prägen am 14. Oktober
Diese kostenfreie Fortbildung gibt einen Einblick in die digitalen Gaming-Kulturen und Kommunikationsformen von Gaming-Communities. Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wie politische Meinungsbildung in diesen Räumen stattfindet und wie Antidemokrat/-innen hier einen Einfluss haben. Im Fokus steht die Stärkung einer emotionalen Medienkompetenz. Dabei erhalten die Teilnehmenden Impulse, um junge Menschen mit Reflexionsangeboten dabei zu begleiten, eigene Gefühle und affektive Reaktionen wahrzunehmen, einzuordnen und reflektiert mit emotionalisierenden Inhalten umzugehen.

Up2Youth – Urban Culture und Active Citizenship für die Jugendarbeit am 30. Oktober
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie Urban Culture junge Menschen stärken und Räume für Active Citizenship, Beteiligung und Community Engagement eröffnen kann. Teilnehmende erwartet die Vorstellung des neu erscheinenden Up2Youth-Toolkits mit Methoden zu Urban Culture und Active Citizenship für die Jugendarbeit. Das Event richtet sich an Fachkräfte und Akteur/-innen aus Jugendarbeit, Bildung, Stadtentwicklung, Kultur und Community-Arbeit – ebenso wie an junge Menschen, die sich für Beteiligung, Urban Culture und kreative Formen des Mitgestaltens interessieren.

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Impressum

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin

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