26/2026 | PISA 2025: „Historisch niedrige Kompetenzstände“

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11.09.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die neuen PISA-Ergebnisse sind da und haben sofort Debatten ausgelöst. Wir stellen die wichtigsten Resultate vor und haben einige Reaktionen versammelt.

Was ist ein Familienrat und wie kann er Wirkung entfalten? Eine Evaluation des Familienrats Marzahn-Hellersdorf zeigt, wie Familien mit Hilfebedarf durch den Familienrat Selbstwirksamkeit entwickeln können.

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PISA 2025: „Historisch niedrige Kompetenzstände“

In den drei zentralen Kompetenzbereichen Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik erzielen 15-jährige Schüler/-innen in Deutschland die niedrigsten Ergebnisse aller bisherigen PISA-Erhebungen. Damit setzt sich der Abwärtstrend seit 2012 fort. Im internationalen Vergleich liegen Schüler/-innen in Deutschland im Durchschnitt.

Immer mehr Jugendliche erreichen keine ausreichenden Basiskompetenzen mehr. Dies geht aus dem am 8. September vorgestellten Bericht „Pisa 2025: Bildung im Spannungsfeld von Innovation und Transformation“ hervor. Demnach verfügen 21 Prozent der 15-Jährigen über keine sicheren Basiskompetenzen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften. Zugleich ist der Anteil der Schüler/-innen mit starken Kompetenzen über alle drei Kernbereiche hinweg auf drei Prozent gesunken.

Im Jahr 2025 verfügten 27 (Naturwissenschaft), 32 (Lesen) und 34 (Mathematik) Prozent der Schüler/-innen nicht über ausreichende Basiskompetenzen. Betrachtet man die Kompetenzbereiche isoliert, konnten nur bei sieben (Lesen), acht (Mathematik) und neun (Naturwissenschaften) Prozent der 15-jährigen Schüler/-innen hohe Werte festgestellt werden. Nachdem bis 2015 bedeutende Kompetenzzuwächse erzielt wurden, liegen die Kompetenzen in den Kernbereichen Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik nun so niedrig wie noch nie seit der ersten Pisa-Studie im Jahr 2000.

Insgesamt bewegt sich Deutschland in allen drei Kernbereichen leicht oberhalb des Durchschnitts aller EU-Staaten und OECD-Länder. Prof. Samuel Greiff, wissenschaftlicher Leiter der Pisa-Studie in Deutschland, übersetzte das schlechteste Ergebnis für Deutschland seit Beginn der PISA-Untersuchungen in konkrete Lernrückstände. „Das, was die Jugendlichen heute mit 15 Jahren können, das konnten sie vor zehn Jahren schon mit 13 Jahren.“
Anders als im OECD- und im EU-Durchschnitt haben die Kompetenzunterschiede nach sozialer Herkunft in Deutschland seit 2015 wieder zugenommen. Sie sind heute so ausgeprägt wie seit der ersten PISA-Erhebung im Jahr 2000 nicht. Das heißt: Schüler/-innen aus Familien mit einem höheren sozialen Status erreichen im Durchschnitt höhere Kompetenzen als Schüler/-innen aus Familien mit einem geringeren sozialen Status. Die sozioökonomische Position der Familien ist auch bei Berücksichtigung weiterer Ungleichheitsdimensionen wie Zuwanderungshintergrund oder Geschlechterunterschiede der wichtigste Faktor bei den Bildungsungleichheiten in Deutschland. Dies wirkt sich auch auf den Sozialraum Schule aus. Schüler/-innen mit niedriger sozialer Herkunft haben dem Pisa-Bericht zufolge ein deutlich geringeres schulisches Zugehörigkeitsgefühl und berichten häufiger von Mobbing und Bullying.

Im Vergleich dazu fallen die Kompetenzunterschiede nach Zuwanderungshintergrund deutlich geringer aus, bleiben aber für die 29 Prozent der Schüler/-innen mit Zuwanderungshintergrund relevant. Auch Geschlechterunterschiede bestehen fort. Mädchen erreichen höhere Kompetenzen im Lesen, Jungen in Mathematik und im modellbasierten Problemlösen. In den Naturwissenschaften wurden keine bedeutsamen Unterschiede zwischen den Geschlechtern festgestellt.

Bei der Pisa-Erhebung 2025 wurde das modellbasierte Problemlösen erstmalig erfasst, neben dem selbstregulierten Lernen am Computer eine Teilkompetenz des Lernens in der digitalen Welt. Untersucht wurde, inwiefern Jugendliche Wissen, das sie sich beim Arbeiten mithilfe digitaler Werkzeuge und Methoden angeeignet haben, eigenständig anwenden können. Dabei geht es nicht primär um technische Kenntnisse, sondern um Denk- und Arbeitsweisen, die etwa beim Durchführen von Experimenten am Computer, beim Auswerten von Daten und Grafiken oder beim Erstellen und Nutzen von Computerprogrammen erforderlich sind. Hier erreicht etwa ein Viertel der Jugendlichen keine ausreichenden Basiskompetenzen, ein ähnlich großer Anteil erreicht aber auch die hohen Kompetenzstufen. Auch hier liegt Deutschland im internationalen Vergleich – also im Vergleich zu den EU- und OECD-Ländern – im Durchschnitt.

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) bezeichnete die Ergebnisse als „dramatisch“. „Zu viele Jugendliche erreichen nicht die erforderlichen Basiskompetenzen, die sie für ihren weiteren Bildungsweg brauchen“, so Prien. Gleichzeitig hänge der Bildungserfolg in Deutschland weiter viel zu stark von der sozialen Herkunft ab. Die Ergebnisse führten vor Auge, dass Bildung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Im Vergleich zum Pisa-Schock 2000 sei man aber besser vorbereitet. „Anders als damals kennen wir heute die Antworten und müssen sie konsequent und nachhaltig umsetzen. Mit dem Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz stärken wir deshalb die frühe Bildung, erkennen Förderbedarfe früher und unterstützen Kinder gezielt für einen guten Start vom ersten Schultag an.“

Anna Stolz (CSU), Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und Bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultus, bezeichnete die Ergebnisse von Pisa 2025 als „inakzeptabel“, überraschend seien sie jedoch nicht. Die Länder hätten bereits wichtige Maßnahmen ergriffen. Jetzt sei entscheidend, „diesen Weg mit aller Kraft fortzuführen, die Wirkung der Maßnahmen genau in den Blick zu nehmen und erfolgreiche Ansätze in die Breite zu bringen.“

„Von einem deutlichen Arbeitsauftrag“, sprach Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU). „Die PISA-Ergebnisse bestätigen einen Trend, den wir auch aus anderen Vergleichsstudien und Lernstandserhebungen wie VERA kennen. Auch wenn PISA keine Ergebnisse für Berlin ausweist, haben wir aus diesen Befunden längst Konsequenzen gezogen“, teilte die Senatorin mit. Entscheidend sei, früh anzusetzen: mit guter frühkindlicher Bildung, früher Förderung und gelingenden Übergängen in die Schule. „Mit unserer Qualitätsstrategie setzen wir diesen Ansatz entlang der gesamten Bildungsbiografie fort: Wir stärken die Basiskompetenzen, investieren in qualifizierte Lehrkräfte und entwickeln Schule und Unterricht konsequent datengestützt weiter“, sagte die Senatorin. Mit dem Startchancen-Programm würden zudem gezielt Schulen in herausfordernden sozialen Lagen unterstützt. „Und unsere Qualitätsstrategie setzt deutlich früher an – mit Willkommensgutschein und Kita-Chancenjahr, früher Sprachförderung und einem verbindlichen Übergang in die Schule.“
Berlin mache „Schluss mit dem Prinzip Hoffnung“, so die Senatorin „Wir wollen wissen, wo unsere Schülerinnen und Schüler stehen, welche Förderung wirkt und wo wir nachsteuern müssen“, sagt Günther-Wünsch, die zugleich betonte, dass Maßnahmen Zeit brauchen, um zu wirken. „Wer heute in der Kita oder in der ersten Klasse ansetzt, kann die Wirkung nicht morgen bei Pisa ablesen.“

Dirk Zorn, Bildungsdirektor bei der Bertelsmann-Stiftung, nannte die Pisa-Ergebnisse „ernüchternd“. Da die Leistungen aber international zurückgegangen seien, warnte er vor Alarmismus. Sorgen bereite ihm aber die starke soziale Ungleichheit. „Ein Bildungssystem darf sich mit einem solchen Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg nicht abfinden.“ Er forderte bei der Umsetzung von Hilfsmaßnahmen mehr Konsequenz. Gute Bildung entstehe „durch verlässliche Ziele, bedarfsgerechte Ressourcen und gemeinsames Lernen aller Akteure über viele Jahre.“

Der Leiter der Vereinigung der Berliner Grundschulleitungen Guido Richter betonte im Tagesspiegel, dass „die frühkindliche Bildung als relevante Bildungszeit“ begriffen werden müsse. „Kindern, die aus den Kitas zu uns an die Grundschulen kommen, fehlen zunehmend existenzielle Basiskompetenzen, insbesondere im Bereich Sprache.“ Auch in der Motorik und der emotional-sozialen Entwicklung gebe es häufig große Schwierigkeiten. Richter forderte deshalb eine Stärkung der Grundschulen, etwa durch ein mittleres Management, wie es weiterführende Schulen haben, durch Medienpädagog/-innen, Psycholog/-innen und Gesundheitsfachkräfte sowie zusätzliche Stellen für die Schulsozialarbeit.

Gruppe von Schülern sitzt mit Büchern auf einer Parkbank

"Basiskompetenzen stärken, Bildungschancen verbessern"

Hilfe zur Selbsthilfe – Evaluation bestätigt Wirksamkeit des Familienrats in Marzahn-Hellersdorf

Familien nicht nur als Adressat/-innen von Auflagen und Maßnahmen, sondern als Mitwirkende bei tragfähigen Schutzlösungen verstehen. Das ist das Ziel des in Marzahn-Hellersdorf erprobten Verfahrens der Familienräte. Die nun veröffentlichte Evaluation zeigt vielversprechende Potenziale des Verfahrens.

Der Familienrat ist ein partizipatives Verfahren in der Kinder- und Jugendhilfe, das Familien nicht ausschließlich als Empfänger professioneller Hilfen betrachtet, sondern sie gemeinsam mit ihrem sozialen Netzwerk zu befähigen, eigene Lösungen zu entwickeln. Ursprünglich in Neuseeland entwickelt und dort seit 1989 gesetzlich im Kinderschutz verankert, findet das Verfahren inzwischen weltweit Anwendung. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf, selbst geprägt durch eine hohe Zahl an Alleinerziehenden sowie Regionen mit Armut, hatte bereits 2022/23 ein Modellvorhaben zur strukturellen Umsetzung von Familienräten auf den Weg gebracht und dieses Bestreben mit Mitteln des Landes Berlin weiter ausgebaut.

Familienräte sind eingebettet in den Prozess der berlinweit geregelten Hilfeplanverfahren, die Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe planen, steuern und überprüfen. In der Vorbereitungsphase erarbeiten fallzuständige Fachkräfte des Regionalen Sozialpädagogischen Dienstes (RSD) und Adressat/-innen zuerst eine Sorgenformulierung, die zu klärende Themen für den Familienrat definiert, während das familiäre und soziale Netzwerk der Familie aktiviert wird. Am Tag des Familienrats erfolgt dann zunächst eine Informationsphase, in der die Sorgen, Themen und gegebenenfalls Mindestanforderungen thematisiert und bereits vorhandene Ressourcen benannt werden.

Daran schließt sich die sogenannte Family-Only-Phase an, in der sich die Familie und ihr Netzwerk ohne Beteiligung von Fachkräften in einem geschützten Raum zu den Themen, Sorgen und Lösungsideen austauscht und die Ergebnisse in einem eigenen Plan dokumentiert. In einer anschließenden Planvorstellungs- und Konkretisierungsphase wird dieser Plan vorgestellt und nach Bedarf nachjustiert oder konkretisiert. Zur Überprüfung der Umsetzung und zur Weiterentwicklung der Vereinbarungen findet in der Regel nach acht bis zwölf Wochen ein Folgerat statt. Kann keine Lösung durch das soziale Netzwerk im Rahmen des Familienrats gefunden werden oder diese nicht ausreichen, können andere Formen der Hilfen zur Erziehung zum Einsatz kommen.

Eine nun veröffentlichte Evaluation des Verfahrens zeigt, dass der Familienrat die wahrgenommene Selbstwirksamkeit von Familien stärkt und dabei hilft, familiäre Konflikte zu bewältigen. So berichteten Eltern, die bereits vor dem Familienrat Erfahrungen mit stationären und/oder ambulanten Hilfen zur Erziehung oder gar Inobhutnahmen gemacht hatten, von einem starken Gefühl der Ohnmacht und Parteilichkeit des Jugendamtes gegen sie. Eltern, die den Familienrat als positiv erlebten, hoben das Gefühl einer wiedergewonnenen Handlungsmächtigkeit und ein zurückgewonnenes Vertrauen gegenüber dem Jugendamt hervor.

Ebenfalls positiv erlebt wird der Umstand, dass anders als beim klassischen Hilfeplangespräch die Familien selbst entscheiden, wen sie einladen und diese Einladung auch selbst aussprechen können. Auf diese Weise werden Familien vor allem aus Sicht von Fachkräften aktiver in die Verantwortung bei der Erarbeitung von Lösungen einbezogen. Auch Rückmeldungen von jungen Menschen und Eltern zeigen, dass Ort, Atmosphäre und Ausgestaltung des Gesprächs nicht nur Begleitumstände darstellen, sondern wesentlich zur Qualität und Akzeptanz des Verfahrens beitragen. Das Einbeziehen des eigenen sozialen Umfelds im Rahmen eines Familienrats macht in vielen Fällen verborgene Helfer/-innen sichtbar und gibt Familien das Gefühl, Unterstützung im nächsten Umfeld zu erfahren. Gleichzeitig kann die Netzwerkaktivierung aber auch ein Gefühl der Isolation oder Einsamkeit reproduzieren, nämlich dann, wenn Familien niemanden benennen können, der für einen Familienrat in Frage käme.

Mit Blick auf die Bewältigung von familiären Konflikten zeigt die Datenlage, dass Familienräte Konflikte nicht isoliert lösen, sondern konfliktordnend und deeskalierend wirken, indem sie sie in bearbeitbare Zusammenhänge überführen. Gerade bei komplexen Belastungslagen sorgt diese Struktur für eine Stabilisierung und Entschärfung konflikthafter Situationen. Durch gemeinsame Vereinbarungen (z. B. bezüglich Kommunikation, Umgang, Zuständigkeiten) entsteht ein geschützter Rahmen, in dem Konflikte nicht weiter eskalieren, sondern in Verhandlungs- und Verständigungsprozesse überführt werden.

Die strukturelle Implementierung des Familienrats in Marzahn-Hellersdorf ist nicht nur als Einführung eines weiteren Verfahrens zu verstehen, sondern als fachliche und organisatorische Neujustierung von Hilfeplanung, Kinderschutz und Kooperation in der Kinder- und Jugendhilfe des Bezirks.

Kurznachrichten

Berlin wird kinder- und jugendfreundliche Stadt
Der Senat hat auf Vorlage von Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, die Teilnahme des Landes Berlin am Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ beschlossen. Gleichzeitig wurde die Einführung eines verbindlichen Jugend-Checks für Gesetzgebungsverfahren sowie der Aufbau einer Jugendwohnagentur auf den Weg gebracht. Damit stärkt Berlin die Rechte, Beteiligungsmöglichkeiten und Zukunftschancen junger Menschen nachhaltig und entwickelt die Hauptstadt konsequent zu einer kinder- und jugendfreundlichen Stadt weiter.

Erstmals U16-Wahl zum Abgeordnetenhaus
An diesem Freitag wählen Kinder und Jugendliche in ganz Berlin im Rahmen der U16-Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen. In rund 340 Wahllokalen in Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen, Bibliotheken und weiteren Einrichtungen geben junge Menschen, die auf Grund des Alters noch nicht an der regulären Wahl teilnehmen dürfen, ihre Stimme ab und setzen so ein sichtbares Zeichen für demokratische Mitbestimmung. Unter dem Slogan „Weil Meinung kein Alter kennt“ machen sie deutlich, dass auch Kinder und Jugendliche sich mit ihren politischen Anliegen und Positionen einbringen und gehört werden wollen.

Bis zum 30. November 2026 für TUSCH bewerben!
Für das Schuljahr 2027/28 können sich Schulen für eine dreijährige TUSCH Partnerschaft mit einem Berliner Theater bewerben. Im Zentrum der TUSCH Kooperation stehen Begegnungs- und Austauschformen sowie künstlerische Projekte, die möglichst viele Schüler/-innen mit Theater als Kulturort und Kunstform in Berührung bringen.

Jetzt für „Buddies for Peace – Preis für Mut und Miteinander“ bewerben
Mit der jährlichen Vergabe des Preises für friedensfähige Bildung möchte die Bürgerstiftung Berlin Initiativen anregen, unterstützen und würdigen, die der lösungsorientierten Konfliktbewältigung besondere Aufmerksamkeit widmen. Im Sinne einer ganzheitlichen Bildung legen die ausgezeichneten Projekte besonderen Wert auf die Sensibilisierung für Konflikte, die Auseinandersetzung mit Vorbehalten und die Bereitschaft, das eigene Verhalten zu ändern. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. Oktober 2026.

Termine

12. September, 14.00-20.00 Uhr: SchöneBeats-Familien-Festival Das SchöneBeats-Familien-Festival bietet bei freiem Eintritt zahlreiche Attraktionen und Mitmachaktionen für Menschen aller Altersklassen. Interessante regionale und internationale Bands und Live-Acts sorgen für ein vielfältiges musikalisches Rahmenprogramm. Moderiert wird das Familienfestival von Ulli Zelle und dem Mitorganisator Dieter Padar.

16.-17. September, 8.30-13.30 Uhr: youthCON’26 Programmieren, Hoverboard fahren, über Demokratie diskutieren: Bei der youthCON’26 können Jugendliche und junge Erwachsene zwei Tage lang Neues ausprobieren und eigene Ideen entwickeln. Daneben runden Workshops zu Themen wie Demokratie, Europa und Vielfalt die Tage ab.

28. September, 16.00-17.30 Uhr: Webinar: Forschen, Fühlen, Dranbleiben – Selbstregulation in der Kita Neugier treibt Kinder an, Neues auszuprobieren. Doch was passiert, wenn es anders läuft als gedacht? Weitermachen oder aufgeben – genau hier zeigt sich Selbstregulation, also die Fähigkeit, Impulse zu steuern und bei Herausforderungen dranzubleiben. Sie entwickelt sich besonders im Kita-Alter und ist entscheidend für Wohlbefinden, erfolgreiches Lernen und soziales Miteinander. Im Webinar erfahren Sie, was Selbstregulation bedeutet, wie sie mit forschendem Lernen zusammenhängt und wie Sie Kinder gezielt begleiten und stärken können.

7. Oktober, 10.00-16.30 Uhr: Wie gelingt nachhaltige Schulentwicklung im Zusammenspiel von Schulträgerschaft, Schulaufsicht, Bildungsverwaltung und Politik? Wie gelingt nachhaltige Schulentwicklung im Zusammenspiel von Schulträgern, Schulaufsicht, Verwaltung und Politik? Der Systemdialog bringt zentrale Akteure zusammen, um Erkenntnisse aus einer neuen Studie zu diskutieren, Handlungsfelder zu vertiefen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei die Rahmenbedingungen für zukunftsfähige Schulen, wirksame Führung, Qualitätssicherung und die Gestaltung tragfähiger Bildungsnetzwerke. Aufgrund der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung gebeten.

Fortbildungen / Fachtage

Klimabildung für alle: Einfach, inklusiv, wirksam am 16. September
Eine klimabewusste Ernährung ist ein komplexes Thema und dadurch nicht für alle Schülerinnen und Schüler verständlich und umsetzbar. Das Unterrichtsmaterial KlimaFrühstück in einfacher Sprache sensibilisiert niederschwellig für das Thema und gibt damit allen die Möglichkeit, ein nachhaltiges Verständnis zu entwickeln. Die Inhalte sind modular aufgebaut und können individuell angepasst werden. Das Material beschäftigt sich mit den Basis-Themen einer nachhaltigen Ernährung (Planet, Klima, Ernährung; Nutzen und Gefahren der Treibhausgase; lokale Lebensmittel und pflanzliche Produkte) und gibt den Lehrkräften zahlreiche Methoden, um die Themen spielerisch zu vermitteln.

Mehr Wirkung als Verzicht: Der ökologische Handabdruck am 29. September
Viele Menschen wünschen sich mehr Umwelt- und Klimaschutz, doch im Alltag fällt die Umsetzung oft schwer. Anhand der Materialien der Lernplattform „Umwelt im Unterricht“ des Bundesumweltministeriums wird praxisnah aufgezeigt, wie dieses Thema in der Grundschule umgesetzt werden kann. Dabei werden Arbeitsblätter und Methoden vorgestellt, die ausgehend von einer kindgerechten Alltagsgeschichte Kommunikationsmuster veranschaulichen, Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und so das Konzept des Handabdrucks erfahrbar machen. Dazu gehört auch, motivierende Klimaschutz-Aktionen im Schulumfeld selbstwirksam mitzugestalten und zu entwerfen.

Fachtag „Zwischen Code, Kunst und Kritik“ am 30. September
Der Fachtag bringt Kulturelle und Digitale Bildung zusammen. Nach einem interaktiven Impuls können die Teilnehmenden in vier praktischen Workshops digitale Technologien und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen kennenlernen und ausprobieren: von maschinellem Lernen und Game Design über ein Planspiel zu Algorithmen und Macht bis zur kreativen Auseinandersetzung mit antifeministischen Inhalten in sozialen Medien. Berliner Lehrkräfte sind eingeladen, neue Methoden kennenzulernen, sich auszutauschen und gemeinsam zu überlegen, wie digitale und kulturelle Bildung im Schulalltag zusammenspielen können.

Tagung Literarisches Übersetzen als Praxis kultureller Bildung mit Jugendlichen am 30. September und 1. Oktober
In Vorträgen, Lesungen, Gesprächen und Workshops soll sich gemeinsam der Frage gewidmet werden, welche Perspektiven literarisches Übersetzen für die kulturelle Bildung mit Jugendlichen eröffnen können – insbesondere im mehrsprachigen Kontext, der den Alltag vieler Schulen prägt. Auf dem Programm stehen neben einer Comic-Lesung auch Übersetzungsworkshops, wissenschaftliche Vorträge sowie Podiumsdiskussionen zu Mehrsprachigkeit und Schule. Außerdem geben verschiedene Kulturinstitutionen Einblicke in ihre Praxis der Literaturvermittlung mit Jugendlichen. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

#excitingedu Special – Das Kongressevent exklusiv für Schulträger, Schulaufsichten und -leitungen“ vom 7. bis 8. Oktober
Gemeinsam mit über 700 Lehrkräften, Schulleitungen und Schulträgern haben wir 2025 im Berliner Zeiss-Großplanetarium 10 Jahre #excitingedu Kongress gefeiert. Das Feedback der Teilnehmenden war gigantisch: Vom „Mut zur Veränderung“, einem neuen „Mindset“, einer „sehr besonderen Atmosphäre“ und einer „inspirierenden Mischung“ aus „Neugier, Zuversicht und Energie“ war die Rede.

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Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin

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