21/2026 | Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer

Schüler wird von Gruppe gemobbt

26.06.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

am Montag wurden die Ergebnisse des Berliner Konflikt- und Gewaltbarometers veröffentlicht. Und die Ergebnisse sind alarmierend. Sowohl Schüler/-innen als auch Pädagog/-innen berichten von einer Zunahme von Gewalt und Konflikten in den Schulen.
In diesem Jahr feiert die Berliner Schulbauoffensive ihr zehnjähriges Jubiläum. Der aktuelle Sachstandsbericht zeigt, wie sie wirkt.

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Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer: Besorgniserregende Anzeichen

Mit dem Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer legt Berlin als erstes Bundesland eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung dazu vor, wie Lehrkräfte und Schüler/-innen Konflikte, Gewalt, Diskriminierung und Konformitätsdruck an Schulen wahrnehmen. Am Montag wurden erste Ergebnisse vorgestellt.

Gut vier von fünf Schüler/-innen der Klasse 6 und mehr als neun von zehn Schüler/-innen in Klassenstufe 9 haben in diesem oder letztem Schuljahr Gewalt durch Mitschüler/-innen erfahren. Dies geht aus dem Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer vor, das am Montag vorgestellt wurde. Das Spektrum der Gewalterfahrungen reicht dabei von verbaler Gewalt wie Beleidigen oder Anschreien, über soziale Gewalt wie Lästern, die Verbreitung von Lügen oder Ausgrenzungen bis hin zu körperlicher Gewalt – Schubsen, Schlagen, Treten oder Boxen und Verprügeln –, sexualisierter Gewalt wie sexistischen Kommentaren oder unangemessenen Berührungen sowie Erpressungen und Bedrohungen mit Waffen.

Ein Einblick in die Ergebnisse der befragten Neuntklässler/-innen veranschaulicht die Wahrnehmung unter Schüler/-innen: Die meisten Gewalterfahrungen gehen auf Lästern (71 %), Beleidigungen (63 %), Schubsen (61 %), Schreien (56 %) und Blamieren (49 %) zurück. Aber auch Mobbing (26 %), Schläge (25 %), sexistische Kommentare (20 %), Bedrohungen (16 %), unangemessene Berührungen (16 %) und Erpressungen (9 %) werden in der Schule erlebt. Fünf Prozent der Befragten berichten sogar von Bedrohung durch Waffen, vier Prozent davon, dass sie von Mitschüler/-innen verprügelt worden sind.

Auch Berliner Lehrkräfte nehmen die Gewalt unter Schüler/-innen zunehmend als ein großes (38 %) oder sehr großes Problem (18 %) wahr. Das zeigen die repräsentativen Ergebnisse des Berliner Konflikt- und Gewaltbarometers. 39 % des befragten Schulpersonals nehmen Gewalt als weniger großes Problem wahr, 4 % als gar kein Problem. Deutlich stärker betroffen sind Grundschulen, integrierte Sekundarschulen ohne Oberstufe sowie Gemeinschaftsschulen, weniger stark betroffen sind berufliche Schulen und Gymnasien. 61 % der befragten Lehrkräfte und pädagogisch Mitarbeitenden, die seit über fünf Jahren an ihrer Schule sind, sprechen von einer Zunahme der Gewalt an ihrer Schule.

„Die Befunde bestätigen Entwicklungen, die wir auch aus nationalen und internationalen Untersuchungen kennen. Vor allem der Schultyp spielt eine große Rolle, aber auch das Belastungsprofil der Schüler“, sagte der Leiter des Zentrums für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter Prof. Dr. Ullrich Bauer von der Universität Bielefeld. Auffällig sei zudem die hohe Gewaltbelastung und die sehr genaue Problemwahrnehmung des pädagogischen Personals. „Schulklassen sind zumeist nicht homogen, sondern es hängt von der Anzahl derjenigen ab, die gewaltförmig agieren.“

An Schulen, an denen das pädagogische Personal eine hohe Gewaltbelastung unter Schüler/-innen konstatiert, bindet der Umgang mit dieser Gewalt nach Einschätzung von 79 % des pädagogischen Personals so viele Ressourcen, dass der reguläre Schulbetrieb in hohem Maße leidet. Gleichzeitig bleibt an Schulen mit hoher Gewaltbelastung die Präventionsarbeit auf der Strecke. 27 % der befragten Pädagog/-innen gaben an, dass sie an ihrer Schule derart mit der akuten Bewältigung von Konflikten unter SchülerInnen beschäftigt sind, dass für Präventionsarbeit keine Zeit bleibt.

Ursächlich für die zunehmende Gewalt sind aus Sicht der Pädagog/-innen mangelnde Impulskontrolle und fehlende Frustrationstoleranz. Dies spiegelt sich auch in den Aussagen der befragten Schüler/-innen aus den Klassenstufen 9 und 12, denen zufolge sich Konflikte oft an Kleinigkeiten (42 %) oder Äußerlichkeiten (33 %) entzünden. 27 % können gar keinen Grund nennen. Aspekte wie Herkunft (16 %), Religion (7 %), die persönliche Position zum Gaza-Krieg oder dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine (7 %), Hautfarbe (6 %) oder sexuelle Orientierung bzw. Identität (4 %) spielten im Gesamtbild nur eine untergeordnete Rolle. „Innerhalb der potentiell davon betroffenen Gruppen haben solche diskriminierenden Gewaltformen aber eine sehr große Relevanz“, mahnen die Autor/-innen der Studie. Demnach berichten geschlechtlich diverse SchülerInnen fast zur Hälfte von einen Konformitätsdruck hinsichtlich ihrer sexuellen Orientierung bzw. Identität (48 %) und damit deutlich häufiger als männliche (22 %) oder weibliche Schüler/-innen (28 %).

In der Zusammenfassung ihrer Ergebnisse sprechen die Autor/-innen von einer Normalisierung von Gewalt im Schulalltag. Viele Arten gewaltförmiger Interaktion wie Anschreien, Schubsen oder jemanden Auslachen würden von Schüler/-innen der Klassenstufen 9 und 12 mehrheitlich als unproblematisch empfunden. Zudem sehen die Autor/-innen weiteres Konfliktpotential durch unterschiedliche Toleranzschwellen – sowohl unter den betroffenen Schüler/-innen als auch zwischen Schüler/-innen und Lehrkräften. So zeige sich, dass Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter bestimmte Arten von Vorfällen, die von großen Teilen der Schüler/-innen als grenzüberschreitend empfunden werden, zum Teil als weniger gravierend einschätzen und deshalb nicht einschreiten. Über abwertende Kommentierungen von Äußerlichkeiten oder Beleidigungen sähe das Schulpersonal häufiger hinweg, „als es der Schwere der Grenzverletzung aus Sicht der Schülerschaft angemessen wäre“, heißt es in der Studie.

Die Autor/-innen empfehlen auf Basis der Befragungsergebnisse hingegen eine konsequente Umsetzung von klaren Regeln im Schulalltag. Deren konsequente Anwendung und Umsetzung seien wichtige Erfolgsfaktoren. An Schulen, an denen Gewalt unter Schüler/-innen als weniger großes oder gar kein Problem beschrieben wird, werde deutlich häufiger eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Gewalt verfolgt (48 %) als an Schulen, an denen das als sehr großes Problem wahrgenommen wird (23 %).

Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, erklärte bei der Vorstellung der Studienergebnisse: „Die Ergebnisse dieser Studie sind ein deutliches Warnsignal. Wenn fast zwei Drittel der Lehrkräfte von einer Zunahme von Gewalt berichten und 80 % beobachten, dass Konflikte schneller eskalieren als noch vor wenigen Jahren, dann dürfen wir das nicht als normalen Schulalltag akzeptieren. Besonders besorgniserregend ist, dass viele dieser Entwicklungen bereits an Grundschulen sichtbar werden. Schule muss ein Ort des Lernens, des Respekts und der Sicherheit sein.“

Für das Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer wurden 14.115 Schüler/-innen der Klassenstufen 6, 9 und 12 aus allen Schultypen schriftlich sowie 2.579 Lehrkräfte und pädagogisch Mitarbeitende über einen Online-Fragebogen zwischen November 2025 und Januar 2026 befragt. Auf Grundlage der Ergebnisse sollen konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit, Respekt und Zusammenhalt an den Berliner Schulen entwickelt werden. Dabei soll es vor allem um Prävention, Intervention und Repression gehen. Prävention, um Gewalt gar nicht erst entstehen zu lassen. Intervention, um Konflikte frühzeitig zu erkennen und wirksam einzudämmen. Und Repression dort, wo Grenzen überschritten werden und Gewalt nicht folgenlos bleiben darf.

Schüler filmen mit dem Handy, wie sie ihren Mitschüler in der Schule schikanieren.

Berliner Studie zeigt wachsende Herausforderungen an Schulen

Berlinkarte mit Bezirken

Schulpsychologische und Inklusionspädagogische Beratungs- und Unterstützungszentren (SIBUZ)

Aktueller Sachstandsbericht der Berliner Schulbauoffensive

Das Defizit an Schulplätzen sinkt, Sanierungsmaßnahmen bestehender Gebäude bilden einen Fokus. Das zeigt der aktuelle Sachstandsbericht zur Berliner Schulbauoffensive (BSO), der vergangene Woche vom Berliner Senat beschlossen wurde.
Der Bericht stellt den Stand der Schulbaumaßnahmen zum Stichtag 31. März 2026 dar und informiert über Schulplatzbedarfe, Fortschritte bei der Umsetzung sowie organisatorische Entwicklungen. Seit Beginn der Berliner Schulbauoffensive im Schuljahr 2016/2017 bis zum Schuljahr 2025/2026 wurden insgesamt 32 Neu- und Ersatzneubauten, 123 bauliche Erweiterungen – darunter 93 Modulare Ergänzungsbauten (MEB) – sowie 61 Sporthallen fertiggestellt, wodurch rund 53.000 zusätzliche Schulplätze geschaffen werden konnten.

Zum Stichtag 31. März 2026 wird prognostiziert, dass zu Beginn des Schuljahres 2026/2027 rund 62.000 Schulplätze baulich errichtet sein werden. Damit sinkt das schulfachliche Defizit an Schulplätzen von 26.100 Plätzen im Jahr 2025 auf 24.100 Plätze im Jahr 2026. Nachdem der Anstieg des Schulplatzdefizits ab 2024/25 gestoppt werden konnte, geht das rechnerische Schulplatzdefizit damit erstmals deutlich zurück.

Durch eine Erhöhung der Mittel für den laufenden baulichen Unterhalt der allgemeinbildenden Schulen auf 1,32 % der Gebäudewiederbeschaffungswerte konnte ein weiterer Anstieg des Sanierungsstaus gebremst werden. Allein zwischen 2017 und 2025 wurden insgesamt 1,544 Milliarden Euro in den baulichen Unterhalt der Schulen investiert. Von den insgesamt 1.385 in der Maßnahmenliste der Berliner Schulbauoffensive erfassten Vorhaben entfällt der größte Anteil auf die Sanierung bestehender Schulgebäude. Dazu zählen sowohl kleinere Sanierungsarbeiten als auch umfassende Baumaßnahmen, die teilweise mit Erweiterungen verbunden sind. Ein neu erarbeitetes Sanierungskonzept der Taskforce Schulbau soll in diesem Zusammenhang zu einer Effizienzsteigerung und Beschleunigung von Sanierungsarbeiten beitragen. Für die Jahre 2026 und 2027 stehen hierfür zusätzlich 60 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zur Verfügung.

Im Bereich der Schulbaumaßnahmen konnten durch bedarfsgerechte Bautypologien, ressortübergreifende Abstimmungen, Typenbauten, modulare Schulgebäude sowie einheitliche Standards für Neubau und Sanierung bereits spürbare Verbesserungen in Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit vorgenommen werden. Die Berliner Expertise auf diesem Gebiet wird mittlerweile bundes- und sogar europaweit nachgefragt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Berliner Schulbauoffensive ist die Flexibilisierung des Schulbaus, um besser auf die unterschiedlichen Bedarfe der Schularten reagieren zu können. Hierfür wurde ein schulartübergreifendes Raumprogramm entwickelt, das räumlich und funktional unabhängig von einer bestimmten Schulart genutzt werden kann. Gleiches gilt für die Modularen Ergänzungsbauten. Mit dem neuen Typus MEB FLEX sollen standortspezifische Anforderungen an Raumfunktionen und Raumgrößen nun noch besser berücksichtigt werden. Um auch auf kleinere Grundstücke flexibel reagieren zu können, ist in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein standardisiertes Typenraumprogramm für eine sogenannte „2in1-Schule“ entwickelt worden. Diese gestapelte Schulform basiert auf der Grundfläche einer kompakten Sporthalle (TSH K). Geplant ist der Abschluss eines Generalunternehmervertrags für mindestens drei und höchstens sechs Schulstandorte.

Kurznachrichten

Zehn Jahre Kinderschutzambulanzen
2016 starteten die regionalen Kinderschutzambulanzen als innovatives und ressortübergreifendes Modellprojekt des Landes Berlin mit anfangs vier Standorten. Heute sind sie ein fester und unverzichtbarer Bestandteil der Berliner Kinderschutzlandschaft. Die mittlerweile sechs Standorte sind eine wichtige Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe und leisten seit einem Jahrzehnt einen entscheidenden Beitrag dazu, Kinder und Jugendliche vor Gewalt, Vernachlässigung und sexualisierter Gewalt zu schützen. Die Kinderschutzambulanzen sind fest in das Berliner Netzwerk Kinderschutz und Frühe Hilfen eingebunden. Sie fungieren als zentrale Schnittstelle zwischen medizinischer Diagnostik und den Hilfesystemen der Kinder- und Jugendhilfe und stärken die Zusammenarbeit von Gesundheitswesen und Jugendhilfe nachhaltig.

Malwettbewerb: „Mein olympischer und paralympischer Sommer“
Im Rahmen der Berliner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele rufen die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, die Sportjugend Berlin und die Senatskanzlei zum Malwettbewerb „Mein olympischer und paralympischer Sommer 2040“ auf. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 sowie Kinder aus Berliner Sportvereinen bis 12 Jahre. Einsendeschluss ist der 8. Juli 2026. Auf die Gewinnerinnen und Gewinner warten attraktive Preise für die ganze Klasse oder das Team.

Jetzt anmelden: Berliner Ferienschulen-Lerngruppen in den Sommerferien“
Auch in den Sommerferien 2026 bieten die Berliner Ferienschulen des Programms „Fit für die Schule plus Berliner Ferienschulen“ wieder Lernangebote für geflüchtete und zugewanderte Kinder und Jugendliche an. Die Teilnehmenden können ihre Deutschkenntnisse gezielt verbessern und gleichzeitig von abwechslungsreichen Begleitangeboten profitieren – darunter Stadt- und Sozialraumerkundungen, Sportprogramme sowie Kunst- und Kreativworkshops.

Auszeichnung für MINT-Lehrkräfte in Berlin“
Das persönliche Engagement von Lehrkräften ist ein zentraler Faktor für gelingende MINT-Bildung! Unter der Schirmherrschaft der Senatorin Katharina Günther-Wünsch zeichnen der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V., MINT-EC, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und das Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen (BLiQ) hervorragendes und nachhaltiges Engagement im MINT-Bereich aus. Fach- und Lehrkräfte aus Berlin können noch bis zum 15. August 2026 vorgeschlagen werden. Ausgezeichnet wird jeweils eine Lehrkraft aus der Grundschule und eine Lehrkraft von einer weiterführenden Schule bzw. einer beruflichen Schule. Ein MINT-Stern ist jeweils mit 1.500,- Euro für Sachmittel dotiert. Die Verwendung des Preisgeldes muss im schulischen Bereich und projektgebunden erfolgen.

Nachhaltigkeitsschulen ausgezeichnet
Am Mittwoch wurden bei einer Feier im Roten Rathaus 61 Berliner Schulen mit dem internationalen Prädikat „Internationale Nachhaltigkeitsschule – Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet. Die prämierten Schulen aller Schulformen haben gezeigt, dass ihnen eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Unterrichts- und Schulentwicklung besonders wichtig ist. Die Schülerinnen und Schüler gründeten Klimaräte, entwickelten Energiesparkonzepte, pflegten Schulgärten, engagierten sich gemeinsam mit Seniorinnen und Senioren, säuberten ihren Kiez oder bauten faire Schülerfirmen auf. Zudem entstanden Kooperationen mit Partnern im In- und Ausland – etwa mit einer Schule in Sri Lanka oder im Rahmen gemeinsamer Projekte zum Gewässerschutz an der Elbe mit Schulen in Deutschland und Tschechien.

Kostenfreie Unterrichtsmaterialien zum Thema Demokratie
Der SOS-Kinderdorf Campus entwickelt kostenfreie Unterrichtsmaterialien für Schulen zu gesellschaftlich relevanten Themen. Aktuell wurde neues Unterrichtsmaterial zur Demokratiebildung für die Sekundarstufe veröffentlicht. Die Materialien unterstützen Lehrkräfte dabei, demokratische Kompetenzen, Mitbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe im Unterricht praxisnah zu fördern.

KI-Regelwerke für die Schule
Der Trendmonitor „KI in der Bildung“ der forsa-Stiftung fasst die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland zusammen. Gefragt wurde, welche Regelwerke für den Einsatz von KI an Schulen in Deutschland existieren. Dabei geht diese Spezialausgabe auf Regelungen und Verantwortlichkeiten in Schulen ein, beschäftigt sich mit Regelwerken in der schulischen Praxis, gibt Handlungsempfehlungen und zeigt die Ergebnisse einer repräsentativen Lehrkräftebefragung auf.

Argumente für Kulturelle Bildung
Bei einem bundesweiten Vernetzungstreffen in Berlin diskutierten Fachkräfte aus Schule und Kultur über Wege, kulturelle Bildung nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Praxisbeispiele und Kooperationen mit Kultureinrichtungen zeigten, wie kulturelle Bildung Lernen bereichern und Schulentwicklung unterstützen kann. Daraus entstand ein Video, in dem zentrale Argumente für kulturelle Bildung vorgestellt werden.

Termine

3. – 5. Juli: Premiere der TUSCH Koproduktion „(An)Probe“ In der Performance (An)Probe entwickelt das KMZ KOLLEKTIV gemeinsam mit Jugendlichen der Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule eine künstlerische Auseinandersetzung mit Fast Fashion, globalen Lieferketten und den Geschichten hinter unserer Kleidung. Ausgehend von den eigenen Kleiderschränken entsteht eine multimediale Performance über die sichtbaren und unsichtbaren Wege von Kleidungsstücken.

03. Juli, 18 – 21 Uhr: Filmvorführung „Future Council“ Regisseur Damon Gameau nimmt in FUTURE COUNCIL acht Kinder mit auf den ultimativen Schulausflug: einen Roadtrip quer durch Europa, um sich mit mächtigen Politiker/-innen zu treffen und Lösungen für unsere größten ökologischen Herausforderungen zu finden. Gleichzeitig stellt der Ausflug für die Kinder eine Reise zum Erwachsenwerden dar, die es ihnen ermöglicht, sich eine bessere Zukunft vorzustellen.

14. Juli, 18.30 – 20.00 Uhr: Diskussion „Unter Druck – intergeschlechtliche und trans Perspektiven auf gesellschaftliche Entwicklungen“ Im Rahmen der Ausstellung „Walter Schels . 16° Fische . Retrospektive“ lädt die Landeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit C/O Berlin zu einer Diskussion über intergeschlechtliche und trans Perspektiven ein. Schels setzt sich in seinem Werk mit Übergängen in der menschlichen Existenz auseinander. Die in der Ausstellung gezeigte Serie TRANS* (2013–2025) umfasst Porträts von rund 30 Jugendlichen, die der Fotograf während ihrer Transition mit der Kamera begleitet hat

Fortbildungen / Fachtage

LERNEN BEGLEITEN 2026/27 – Eine Fortbildung für die pädagogische Arbeit in Lernwerkstätten
Für Pädagog/-innen aus allen Schulformen und aus Kita, die in Ihrer Schule oder Kita individualisiertes Lernen ermöglichen, die Entdeckerfreude und den Forscherdrang Ihrer Kinder fördern und sogar einen Raum im Sinne einer Lernwerkstatt einrichten. Bei der Fortbildungsreihe „LERNEN BEGLEITEN – eine Fortbildung für die pädagogische Arbeit in Lernwerkstätten“ lernen Sie in praxisnahen und handlungsorientierten Workshops, wie Sie Kinder und Jugendliche beim selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Lernen mittels Lernwerkstattarbeit begleiten können. Die Fortbildungsreihe startet im Herbst 2026 und schließt mit einem Zertifikat ab.

Energie- und Ressourcenmanagement lernen – BNE in der Praxis
Wie lassen sich nachhaltige Lösungen für Energie, Wasser und Ernährung entwickeln und in unterschiedlichen Kontexten anwenden? In modularen, praxisorientierten Kursen der Landesstelle für internationale nachhaltige Berufsbildung (LINAB) stehen Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Mittelpunkt – von erneuerbaren Energien wie Solar- und Bioenergie über Kreislaufwirtschaft bis hin zu Wassermanagement sowie Aqua- und Hydroponik. Die Kurse richten sich an Auszubildende, Studierende, Lehrende und Fachkräfte im Bereich BNE und Umweltbildung und verbinden globales Lernen mit praktischer Anwendung. Die Teilnahme ist kostenlos, ein anerkanntes Zertifikat wird vergeben.

Jobs, Jobs, Jobs

Impressum

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin

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