25/2025 | Die Macht des Erzählens – Das Junge Programm beim internationalen literaturfestival berlin

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18. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

beim internationalen literaturfestival im September wird es mit dem Jungen Programm auch Angebote für junge Menschen geben. Wir sprachen mit der stellvertretenden Leiterin Henrike Schmidt über das Konzept und die diesjährigen Highlights.

Außerdem stellen wir angesichts der anstehenden Sommerferien eine Übersicht zu sportlichen, naturnahen und kulturellen Ferienangeboten in Berlin vor.

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Die Macht des Erzählens – Das Junge Programm beim internationalen literaturfestival berlin

Vom 15. bis 24. September präsentiert das Junge Programm des internationalen literaturfestivals 2025 ein vielfältiges Angebot mit Lesungen und Workshops für Kinder und Jugendliche. Wir sprachen mit Henrike Schmidt, der stellvertretenden Leiterin des Jungen Programms, über das Konzept, diesjährige Highlights und die Bedeutung der Veranstaltung für die Leseförderung junger Menschen.

Frau Schmidt, das internationale literaturfestival berlin hat mit dem Jungen Programm ein spezielles Angebot für junge Leser/-innen und Schulklassen. Was genau kann man sich unter dem Programm vorstellen?
Mit rund 60 Veranstaltungen für Schulklassen und Familien ist das Junge Programm beim 25. internationalen literaturfestival berlin vertreten. Die Aktivitäten des Jungen Programms verstehen sich dabei als umfassende Initiative zur interaktiven Leseförderung und Stärkung interkultureller Kompetenzen. Ganz konkret gibt es in diesem Jahr 17 verschiedene Bücher zu entdecken, darunter Bilderbücher, Graphic Novels, Kinder- und Jugendbücher sowie zwei Romane, die wir uns aus dem Programm für Erwachsene „ausgeliehen“ haben, da sie auch für Oberstufenklassen spannend sind. Die Veranstaltungsorte – es sind über 20 – haben wir bewusst über die ganze Stadt verteilt, damit es für alle ein Angebot in ihrer Nähe gibt.

Gibt es verschiedene Formate für die unterschiedlichen Altersgruppen?
Das Junge Programm richtet sich an Schüler/-innen der Klassenstufen eins bis zwölf. Für jede Klassenstufe stehen Veranstaltungen zu mehreren Büchern zur Auswahl. Die Formate sind für alle Altersstufen ähnlich, allerdings altersentsprechend angepasst. Das Angebot für Familien beginnt schon ab vier Jahren. Natürlich sind auch Erwachsene herzlich willkommen – es besuchen zum Beispiel auch angehende Lehrer/-innen und Erzieher/-innen unsere Lesungen. Ein neues Format möchte ich an dieser Stelle hervorheben: In Kooperation mit dem Theater an der Parkaue und vier Mitgliedern ihres Ensembles wird es eine szenische Lesung zum für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierten Roman „Elektrizität und Himmelsfische“ sowie ein anschließendes Gespräch mit den Übersetzerinnen des Buches geben.

Wie genau melden sich Schulklassen für Workshops/Lesungen an und was kosten die Tickets?
Seit dem 20. Mai können alle Interessierten unser Programm abrufen und sich zu Lesungen anmelden. Die Workshops sind leider schon vergriffen – das geht immer ziemlich schnell. Wer im kommenden Jahr unbedingt einen Workshop buchen möchte, der/dem würde ich empfehlen, den Schulnewsletter des Jungen Programms zu abonnieren. Darin informieren wir jedes Jahr über den Vorverkaufsbeginn.
Ticketpreise für Lesungen liegen für Schulklassen bei 5 Euro pro Schüler/-in oder 3 Euro für Schüler/-innen aus einkommensschwachen Haushalten. Der Eintritt für begleitende Lehrkräfte ist kostenfrei. Das Familienangebot ist ebenfalls größtenteils kostenfrei. Alle Informationen zum Besuch findet man auch auf unserer Website.

Das ilb feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Auf welche Highlights können sich junge Leser/-innen in diesem Jahr freuen?
Das Junge Programm 2025 wird von der philippinischen Autorin Candy Gourlay eröffnet. In ihrer Rede „We Walk With the Stories of Our Past“ und ihrem Jugendroman „Wild Song“ reflektiert die ehemalige Journalistin über die Macht des Erzählens als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Sie beleuchtet vergessene historische Episoden und zeigt, wie sehr unser Leben von den Geschichten unserer Vorfahren durchdrungen ist. Die englischsprachige Eröffnung wird ab der 9., die deutsche Lesung am Folgetag ab der 8. Klasse empfohlen. Außerdem präsentiert die renommierte japanische Autorin Mieko Kawakami ihren Roman „Das gelbe Haus“, empfohlen für die Oberstufe. Die jüngsten Schulkinder finden in dem Bilderbuch „Ein Berg, ein Sturz, ein langes Leben“ von Dayeon Auh eine bunt illustrierte Geschichte über die Macht eines Perspektivwechsels, basierend auf einer koreanischen Sage. Sid Sharp aus Kanada bringt die märchenhafte Graphic Novel „Moor Myrte und das Zaubergarn“ mit, eine lustige und skurrile Erzählung über Konsumgier und Ressourcenbewusstsein für die Klassenstufen 3-5. Sid Sharp wird im Rahmen des Graphic Novel Days am 13. September auch bei einer Familienlesung auftreten. Die Klassenstufen 5-7 erwartet unter anderem eine spannende Feriengeschichte mit Elementen aus der nigerianischen Mythologie in Efua Traorés „Kinder des Treibsands“ sowie ein Geschwisterabenteuer voller Gestalten aus irischen Sagen mit Anna Hoghtons „Orla und die Wilde Jagd“.
Anlässlich des Jubiläums haben wir einige neue partizipative Formate, bei denen Kinder und Jugendliche sich auf Basis der Festivalbücher in Buchrezensionen, Autor/-inneninterviews und Filmproduktion ausprobieren können. Wir kooperieren dazu mit Zucker & Zitrone, der LiteraturInitiative Berlin und dem FEZ.
Kurzentschlossene Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren können außerdem noch bis zum 23. Juli ein Gedicht bei unserem Gedichtwettbewerb einreichen und Karten für ihre Schulklasse oder ihre Familie gewinnen.

Ein Programmpunkt im Rahmen des Jungen Programms ist die Prämierung des außergewöhnlichen Buchs. Was genau hat es damit auf sich?
Das außergewöhnliche Buch ist eine undotierte Auszeichnung, die das Junge Programm des ilb seit 2012 vergibt. Die Jury des Preises besteht aus den Autor/-innen der jeweiligen Festivalausgabe, die je ein Buch für Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene nominieren, das sie für bemerkenswert halten. Die zwölf ausgezeichneten Bücher werden vom 11. bis 20. September im Haus der Berliner Festspiele sowie vom 18. August bis 26. September in der Philipp-Schaeffer-Bibliothek und erstmals auch in der Zentral- und Landesbibliothek sowie in der Mark-Twain-Bibliothek ausgestellt. Ebenfalls zum ersten Mal können dort auch die Bücher des diesjährigen Jungen Programms eingesehen werden – wer also einen Blick in die Bücher werfen möchte, bevor er/sie sich für eine Veranstaltung entscheidet, wird dort fündig. Nach Ende der Ausstellungen gehen die Bücher in den Bestand der Bibliotheken über und können dort ausgeliehen werden.

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25. internationales litertaurfestival berlin

Sommerferienangebote in Berlin

Mit der Zeugnisvergabe am kommenden Mittwoch starten sowohl Lehrkräfte als auch Berliner Schüler/-innen in die wohlverdienten Sommerferien. Während einige von ihnen in den Urlaub fahren, bleiben andere in Berlin. Was Kinder und Jugendliche in den sechs Wochen vor dem neuen Schuljahr in Berlin unternehmen können, haben wir exemplarisch zusammengestellt.

Sportliche Angebote
Das Projekt „Mein bewegter Sommer“ bietet Berliner Grundschulkindern im Alter zwischen 6 und 12 Jahren eine Vielzahl an bewegungsorientierten Aktivitäten. Ob Fußball, Rudern, Paddeln oder Flag Football – sportbegeisterte Kinder kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Angebote sind jeweils für einen Zeitraum von zwei Wochen buchbar, in denen die Kinder mindestens acht Stunden täglich betreut werden. Besonders attraktiv: Familien mit einem Berlinpass profitieren von einem ermäßigten Tarif und der Teilnahmebetrag kann aus dem Bildungs- und Teilhabepaket übernommen werden.

Alternativ bietet auch der Verein Pfeffersport e.V. unterschiedliche Feriencamps für Kinder zwischen 7 und 14 Jahren an. Von Parkour-Kursen über Fußball-Camps bin hin zu Basketball oder Tanzaktivitäten stehen Interessierten viele Türen offen. Wer es spezieller mag, kann in Skateboard-Workshops von TRÉ Berlin seine Koordination und sein Gleichgewicht auf die Probe stellen. In kleinen Gruppen lernen Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche bis 16 Jahren, wie sie sicher auf dem Skateboard agieren und erste Tricks vollführen.

Zurecht jedes Jahr wieder beliebt sind die Zirkusferien im Kinderzirkus CABUWAZI. Kinder ab 7 bzw. 8 Jahren können hier unter Anleitung professioneller Trainer/-innen in die faszinierende Welt des Zirkus eintauchen und künstlerisch wie körperlich über sich hinauswachsen. Für die diesjährigen Sommerferien sind noch Restplätze verfügbar.

Angebote im Freien und der Natur
Ein gutes Angebot für Kinder, deren Eltern während der Ferien arbeiten müssen, ist das Projekt „Urlaub ohne Koffer“ der Berliner Stadtmission. Von Montag bis Freitag können teilnehmende Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren hier ein abwechslungsreiches Programm in den Berliner Kiezen erleben, gesundes Mittagessen inklusive.

Wen es in die Berliner Natur zieht, der findet bei der Waldschule Spandau eine Vielzahl an Ferienangeboten für Kinder verschiedener Altersklassen. Ob während einer Waldwoche mit Badespaß oder beim Waldhüttenbauen – naturverbundene Kinder können hier Berlins grüne Seite entdecken und lieben lernen. Am anderen Ende der Stadt wartet auch das Naturschutzzentrum Schleipfuhl mit verschiedenen Ferienangeboten auf. Eine Schatzsuche in der Natur, Spiele und Experimente zum Thema Luft, Kräuterkunde oder Tierbeobachtungen sind nur einige Beispiele für die Möglichkeiten, Marzahn-Hellersdorf von seiner naturbelassenen Seite kennenzulernen.

Im Kinder- und Jugendzentrum Dr. Wolf des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf wird es abenteuerlich. Kinder von 8 bis 12 können während einer einwöchigen Stadtranderholung auf den Spuren Robin Hoods wandern und ihr Können im Bogenschießen unter Beweis stellen. Alternativ finden dort in der letzten Ferienwoche auch Einzelangebote wie gemeinsames Schwimmen, Batikkunst oder Minigolf statt.

Für Familien, die es spontaner brauchen, kann auch Picknick in einem der vielen Berliner Parks und Gärten eine Option darstellen. Eine Übersicht zu geeigneten Grünflächen fürs Picknicken hilft bei der Planung.

Kulturelle und künstlerische Angebote
Ein ebenso bekanntes wie beliebtes Ziel ist das FEZ, das sich in der Ferienzeit in die FEZitty verwandelt. In zahlreichen Betrieben, Einrichtungen und Werkstätten kann gearbeitet werden. Die verdienten “Wuhlis” können bei Freizeitaktivitäten, im Supermarkt oder für eine kleine Stärkung ausgegeben werden. Während im Rathaus und bei der Bürgerversammlung Politik gemacht wird, gibt es an der FEZitty-Universität allerhand zu lernen. Kinder zwischen 7 und 14 Jahren können über die gesamte Feriendauer teilnehmen.

Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, bieten die Staatlichen Museen zu Berlin ein vielfältiges Angebot an mehrtägigen Workshops für Kinder und Familien. U.a. warten auch das Technikmuseum, das Museum für Kommunikation und das Deutsche Historische Museum mit eigenen Ferienprogrammen auf.

Für Kinder und Jugendliche, die das Rampenlicht suchen, könnten Theaterworkshops wie sie beispielsweise von GOLDONI oder auch dem Galli-Theater angeboten werden, genau das Richtige sein. Die jeweils einwöchigen Workshops beschäftigen sich mit Improvisation und Textarbeit zugleich und eröffnen kreativen Köpfen künstlerischen Freiraum, sich auszuprobieren.

Jugendliche ab 14 Jahren mit Interesse an Rap und Vocal Recording haben im Weinmeisterhaus – Jugendkulturzentrum Mitte auch während der Sommerferien jeden Donnerstag die Gelegenheit, kostenlos eigene Demo-Tracks produzieren zu lassen. Wem Computerspiele mehr zusagen, der findet in der Amerika-Gedenkbibliothek mit Programmier- und Codingkursen sowie einem Gaming Turnier verschiedene Angebote in diesem Zusammenhang.

Zuletzt bieten auch einige Jugendkunstschulen in den Bezirken verschiedene kostenfreie Ferienangebote für Groß und Klein an. Ob beim Malen unter freiem Himmel in Charlottenburg-Wilmersdorf, beim Maskenbasteln oder Fotografieren in Friedrichshain-Kreuzberg, beim Handpuppenbau oder Textilworkshop in Marzahn-Hellersdorf oder einem der tollen anderen Angebote – hier sind Fantasie und Spaß keine Grenzen gesetzt.

Langeweile während der Ferien muss in Berlin bei niemandem aufkommen. Weitere Preisvorteile und natürlich die beliebte Badekarte für die Schwimmbäder der Berliner Bäderbetriebe können sich Familien mit dem Super-Ferienpass sichern. Wir wünschen viel Erholung und Vergnügen!

Kurznachrichten

Sorgentelefon zur Zeugnisausgabe
Am 23. Juli erhalten Berliner Schüler/-innen ihre Ganzjahreszeugnisse. Nicht immer entsprechen die Noten am Ende des Schuljahres den Erwartungen, was Konfliktpotenzial zwischen Lehrpersonal, Eltern und Schülerschaft birgt. Das Sorgentelefon der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bietet hier gezielt Hilfe und Beratung. Am Tag der Zeugnisvergabe stehen von 10 bis 18 Uhr Ansprechpartner/-innen für die verschiedenen Schulformen bereit, um unterstützend tätig zu werden.

Eröffnung des neuen Gebäudes der Bergmannkiez-Gemeinschaftsschule
In Kreuzberg wurde der Neubau für die Grundschule der Bergmannkiez-Gemeinschaftsschule im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive feierlich eröffnet. Als Compartmentschule auf 9.207 Quadratmetern Fläche bietet das Gebäude künftig 576 Schüler/-innen mit seiner modernen Ausstattung beste Lernbedingungen. Auch die neue Sporthalle mit 4.325 Quadratmetern Fläche wurde an die Schulgemeinschaft übergeben. Mit dem Neubau sind nun zwei im Kiez etablierte Schulen zur Bergmannkiez-Gemeinschaftsschule zusammengewachsen: die einstige Lenau-Grundschule und die Lina-Morgenstern-Schule mit ihren Bestandsgebäuden bilden künftig einen abwechslungsreichen Bildungscampus, der ein erweitertes Bildungsangebot von der 1. bis zur 13. Klasse bietet.

Reinickendorfer Kooperationsprojekt zum Übergang von Kita in die Schule gestartet
Unter dem Namen „Geh³ – Gemeinsam, gesund, gestärkt von der Kita in die Schule“ ist diese Woche ein Kooperationsprojekt gestartet, das Kinder beim Übergang in die Grundschule stärken soll. Das Projekt wird durch die Techniker Krankenkasse (TK), das Land Berlin sowie bezirkliche Eigenmittel gefördert, die fachliche Prozessbegleitung übernimmt das Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung (BeKi). Da Einschulungsuntersuchungen zeigen, dass viele Kinder in den Bereichen emotionaler Stabilität, sozialer Teilhabe sowie sprachlicher und motorischer Entwicklung Unterstützung benötigen, setzt das Projekt auf frühzeitige Prävention und stärkt pädagogische Fachkräfte u.a. durch Fortbildungen und Fachtage. Wichtiger Bestandteil des Projekts sind Kooperationsverbünde aus Kitas und Grundschulen, die gemeinsam passgenaue Maßnahmen für Kinder und ihre Familien entwickeln und erproben.

Schärfere Regeln für Lachgas und K.O.-Tropfen
Das Bundeskabinett hat einen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht, nach dem Lachgas sowie die Chemikalien Gamma-Butyrolacton (GBL) und 1,4-Butandiol (BDO), die missbräuchlich als K.O.-Tropfen eingesetzt werden, in das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) aufgenommen werden sollen. Vorgesehen ist u.a. ein grundsätzliches Erwerbs- und Besitzverbot von Lachgas für Kinder und Jugendliche, das immer häufiger als Partydroge genutzt wird. Bei Konsum kann es zu gesundheitlichen Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit und Lähmungserscheinungen führen. Das Gesetz soll noch in diesem Jahr in Kraft treten.

Studie zu Schwimmfähigkeit von Kindern
Das laufende Erasmus+-Projekt „Aquatic Literacy for all Children (ALFAC)“ gibt erstmals europaweite Einblicke in die motorischen, kognitiven und psychosozialen Aspekte der Schwimmfähigkeit bei Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Die ersten Ergebnisse der noch laufenden Studie deuten darauf hin, dass Deutschland im internationalen Vergleich in der Schwimmfähigkeit souverän abschneidet. Erhebungen wurden hierfür in Köln, Kassel und Flensburg durchgeführt. Besonders interessant: Im Hinblick auf die Herkunft (Bildungsstand der Eltern, Schwimmfähigkeit der Eltern sowie Sozioökonomischer Status) ist festzustellen, dass diese sozialen Faktoren gerade bei jüngeren Kindern einen signifikanten Effekt auf die Schwimmfähigkeiten haben. Bei älteren Kindern ist der Effekt abnehmend, was darauf hindeutet, dass dem Trend einer abnehmenden Schwimmfähigkeit in Deutschland mit strukturierten Maßnahmen in der Schule entgegengewirkt werden kann.

Projekt aus Neukölln gewinnt beim Deutschen Kinder- und Jugendpreis 2025
Das Projekt „Coole Kids Rap – Umweltsong und DIY-Tutorials für den Umweltschutz“, das seit 2010 jährlich in den Sommerferien in Neukölln durchgeführt wird, gewann die Kategorie „Kinder- und Jugendkultur“ des vom Deutschen Kinderhilfswerk verliehenen Preises. Ziel des Projekts, in dem Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren Tutorials für einen niedrigschwelligen Einsatz für den Umweltschutz entwickeln, ist es, das Bewusstsein für ökologische Themen zu stärken. Vom Schreiben der Texte über das Basteln der Requisiten bis hin zur Choreografie und dem abschließenden Videodreh – die Kinder wirken von Anfang bis Ende mit. Als Gewinnerteam dürfen sich die Beteiligten über einen Preis von 6.000 Euro freuen.

Berliner Nachwuchs glänzt beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert
Mit 120 jugendlichen Musiker/-innen war Berlin im Juni beim diesjährigen Bundeswettbewerb Jugend musiziert angetreten. 41 erste, 40 zweite und 37 dritte Preise sind die beeindruckende Bilanz der Berliner Teilnahme. Die Jugendlichen musizierten in 17 unterschiedlichen Solo- und Ensemblekategorien, darunter u.a. Streichinstrumente, Akkordeon und Gesang. Die Ergebnisse sind ein Beleg für die musikalische Bildung in Berlin, die wiederum als wichtiger Bestandteil einer vielfältigen Kulturlandschaft verstanden werden kann.

Beiträge für Ausstellungsprojekt „Beziehungsweise Familie“ im Humboldt Forum gesucht
Ab dem Herbst 2025 widmet sich das Humboldt Forum mit Familie und Verwandtschaft einem universellem Thema, das Geborgenheit und Zugehörigkeit, aber auch Konflikt und Belastung bedeuten kann. Hierfür werden noch bis zum 31. Juli Familienfotos samt Geschichte als Ausstellungsstücke gesucht. Eingesendet werden können persönliche Schnappschüsse, die eine besondere Geschichte offenbaren oder einen verändernden Augenblick im eigenen Leben festhalten. Ab dem Herbst werden die Bilder dann Teil einer Ausstellungsstation im Humboldt Forum sein.

Verleihung des Anerkennungspreises „Gemeinsam sind wir stark und schlau!“
Zum dritten Mal hat der Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Berlin-Brandenburg (lsfb) seinen Anerkennungspreis verliehen, der besonders gelungene Projekte an Berliner Kitas und Schulen würdigt. Insgesamt fünf Preisträger wurden mit je 1.000 Euro ausgezeichnet. Zuvor hatte eine unabhängige Jury aus Vertreter/-innen der Landeselternausschüsse Kita und Schule, des Landesschüler/-innenausschusses und des lsfb die Gewinnerprojekte ausgewählt. Wichtige Kriterien waren die aktive Teilhabe und Mitarbeit von Kindern und Jugendlichen über die gesamte Dauer der Projekte hinweg.

Termine

19. Juli, ab 14 Uhr: KlimaTak-Jugend-Festival KlimaTak ist ein jugendpolitisches Beteiligungsprojekt, bei dem junge Menschen Verantwortung in allen Bereichen der Veranstaltungsorganisation übernehmen und diese in einzelnen Arbeitsgruppen basisdemokratisch vollumfänglich umsetzen. Das gleichnamige Festival bietet allen Interessierten Musikdarbietungen, Performances und Lesungen auf zwei Bühnen und lädt mit spannenden Workshops und Ständen rund um das Thema Nachhaltigkeit, Zukunftsperspektive und Upcycling zum Mitmachen ein. Der Eintritt beträgt 1 Euro, Spenden sind darüber hinaus willkommen.

19. Juli + 16. August, 15.30 – 16 Uhr: Workshop Filmmusik „Star Wars“, „Harry Potter“, „James Bond“ – was wären diese Filme ohne ihre Musik? Teilnehmende ab 8 Jahren lernen in diesem Workshop Musikinstrumente kennen, die bei berühmten Filmmusiken zum Einsatz kommen und erfahren etwas über deren besondere Wirkung. Themen aus berühmten Filmmusiken erklingen live und Museumsguide Jörg Joachim Riehle erklärt, was sie zum Ohrwurm macht. Anschließend geht es um die Frage, wie die Musik zu einem Stummfilm entsteht und Teilnehmende können sich an Geige, Gitarre oder Handtrommel ausprobieren, um selbst eine kurze Stummfilmszenen zu vertonen.

20. Juli, 14 – 16 Uhr: Familienworkshop – Wie lässt sich der Himmel sammeln? Im Rahmen von Yoko Onos Ausstellung „Music of the mind“ können Besucher/-innen in diesem Familienworkshop Kunst zum Mitmachen erleben und selber kreativ werden. Yoko Onos Kunst fordert mit Anweisungen dazu auf, die eigene Kreativität fließen zu lassen. Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren sind deshalb eingeladen, genau das zu tun und selbst eigene Anweisungen für nachfolgende Besucher/-innen zurückzulassen, um zu einem dynamischen Kunsterleben beizutragen.

24. Juli, 14 – 15 Uhr: Infoveranstaltung zum Orientierungsstudium „MINTgrün“ In dieser einstündigen Online-Informationsveranstaltung informiert die Allgemeine Studienberatung der TU Berlin über das zwei-semestrige Orientierungsstudium MINTgrün, das Interessierten einen Einblick in das Studium im MINT-Bereich mit seinen Anforderungen und Inhalten geben soll. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt, Fragen werden aber auch auf Englisch beantwortet. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten.

25. Juli, 15 -16 Uhr: Probier’s aus im MIMKidsLab Kinder zwischen 5 und 10 Jahren sind herzlich eingeladen, sich im Musikinstrumentenmuseum unter Anleitung an verschiedenen Instrumenten zu probieren und etwas zu deren Technik und Geschichte zu erfahren. Eine gute Gelegenheit für interessierte Kinder herauszufinden, welches Musikinstrument zu ihnen passen könnte.

30. Juli, 10 – 14 Uhr: Das germanische Gehöft – Feuer, Flachs und Flechtwerk Mit diesem offenen Ferienangebot wird ein germanisches Gehöft mit Wohnstallhaus, Speicherhaus und Webhaus zum Leben erweckt. Kinder zwischen 8 und 13 Jahren erfahren im Museum Reinickendorf, wie die Menschen früher gelebt haben und probieren gemeinsam, Feuer zu machen, mit Mühlsteinen Mehl zu mahlen, um daraus Brot zu backen, und mit etwas Geschick eine schöne Borte mit dem Webkamm zu weben. Auf dem Hof können die Kinder einer Vorführung der Flachsverarbeitung zusehen und mitmachen. Natürlich wird am Ende das frisch gebackene Brot verkostet.

1. August, ab 14 Uhr: Spielen wie die Königskinder Spielfreudige Kinder ab 5 Jahren haben bei dieser Veranstaltung die Möglichkeit, im Schloss und Schlossgarten Königs Wusterhausen beliebte Spiele aus dem 17. und 18. Jahrhundert zu entdecken und selbst auszuprobieren. Das als Mail bekannte Kugelschlagen als beliebtes Spiel französischer Adliger jener Zeit kommt ebenso zum Zug wie das später aufgekommene „Croquet“ oder auch Kegelspiele und Blinde-Kuh.

Fortbildungen / Fachtage

Lernen begleiten – Pädagogische Arbeit in Lernwerkstätten im Schuljahr 2025/26
In Kooperation mit dem Programm Entdecken.Lernen.Begleiten der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung bietet die Serviceagentur Ganztag auch im nächsten Schuljahr die Basisqualifizierung „Lernen begleiten– eine Fortbildung für die pädagogische Arbeit in Lernwerkstätten“ an. Die Fortbildung richtet sich an Lehrer/-innen und Pädagog/-innen aller Berliner Grund- und weiterführenden Schulen, die sich auf den Weg machen wollen, mit Lernwerkstattarbeit forschend-entdeckendes Lernen zu intensivieren. Eine Anmeldung ist noch bis zum 31. Juli möglich.

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