Suchtprävention in der Schule

Prävention ist auf eine Tafel geschrieben

Bereits in der Schulzeit kommen Jugendliche mit Rauschmittel in Kontakt. Rauchen, Kiffen, Alkohol oder auch das Internet können schnell zur Sucht werden. Jugendliche, die sich in Problem- oder Stresssituaitionen befinden, unterschätzen dabei oft die Gefahr der Abhängigkeit. Für Betroffene gibt es in der Schule viele Hilfsangebote: Zögern Sie nicht, die Person Ihres Vertrauens anzusprechen!

Beratung und Hilfen

Ob ein Mensch süchtig wird oder nicht, hängt von vielen verschiedenen Risiko- und Schutzfaktoren ab. Diese finden sich sowohl im persönlichen wie auch im sozialen Bereich der Betroffenen.

Suchtprävention in der Schule hat das Ziel, Schülerinnen und Schüler zu stärken, um Suchtentwicklung zu vermeiden und in den Anfängen zu erkennen. Die Schule kann hier alters- und situationsgemäß einwirken mit:

  • der Schaffung einer guten Schulatmosphäre
  • Aufklärungsarbeit zu den Gefahren von Suchtmitteln
  • Gesprächsangebote der Vertrauenslehrer
  • der Erarbeitung und Einhaltung von Vereinbarungen zum Suchtmittelkonsum
  • Aktionen zur Heraufsetzung des Einstiegsalters
  • psychophysischer und sozialer Stabilisierung

Ansprechpartner in der schulischen Prävention

Suchtpräventive Arbeit in der Berliner Schule wird von vielen Fachleuten geleistet:

Kontaktlehrer in der Schule

An fast jeder Oberschule gibt es eine ausgebildete Lehrkraft, die als Kontaktlehrer für schulische Prävention Hilfe anbietet. Die Kontaktlehrer sind erste Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme zum Suchtmittelkonsum für Schüler und Eltern.

Die Aufgabe aller Lehrerinnen und Lehrer ist es, suchtpräventiv tätig zu werden. Alle Referendare im Lehramt erhalten deshalb seit 1988 eine zweitägige Einführung in die Suchtprävention. Durch kontinuierliche Fortbildungen am Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) und durch externe Fachleute sind die Kontaktlehrer hochqualifiziert. Sie treffen sich regelmäßig im Jahr in regional organisierten Arbeitsgruppen. Diese Treffen werden von Koordinatoren geleitet.

Eine Telefonliste der Kontaktlehrer in den Bezirken erhalten Sie von den Bezirkskoordinatoren oder direkt im Sekretariat Ihrer Schule.

Koordinatoren in den Bezirken

Die Koordinatorinnen und Koordinatoren für Suchtprävention arbeiten in den Bezirken, aber auch bezirksübergreifend.Sie stehen in engem Kontakt mit den Schulen und unterstützen diese in alle Fragen un Projekten zum Thema schulische Prävention.
Die Koordinatoren Sie sind durch monatliche Fortbildungen auf dem neuesten Stand in Theorie und Praxis. Außerdem führen sie ein Qualitätsmanagement durch.

Angebote der Koordinatoren zur Unterstützung der Schulen
  • Erarbeitung suchtpräventiver Standards
  • Unterstützung und Beratung der Beschäftigten im Schuldienst
  • Unterstützung bei der Elternarbeit
  • Zusammenarbeit mit den Kontaktlehrern zur Optimierung ihrer Arbeit
  • Begleitung suchtpräventiver Programme und Projekte
  • Handreichungen für Lehrerinnen und Lehrer
  • Angebote im Internet: Projekte, Kontakte, Handreichungen, Praxiserfahrungen, * * Mitarbeit in bezirklichen und überbezirklichen Gremien
  • Unterstützung bei der Durchführung von Veranstaltungen (Studien- und Projekttage, Podiumsdiskussionen, Klassengespräche)

Übersicht der Koordinatoren in der schulischen Prävention

  • Kontaktliste Koordinatoren

    PDF-Dokument (17.5 kB) - Stand: August 2014

Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin

Die Fachstelle für Suchtprävention Berlin bietet Eltern, Lehrern und allen anderen Fachkräften, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, Unterstützung in der Suchtprävention an.

Ziel ist es, Suchtgefahren frühzeitig zu erkennen und Suchterkrankungen zu vermeiden. Suchtprävention fängt bei der Gestaltung der Lebensverhältnisse an und dient der Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen.

Hilfsangebote bei Suchtverhalten

Rauchen

Wer mit dem Rauchen beginnt, wird schnell vom Nikotin abhängig. Schülerinnen und Schüler beginnen oft, weil sie es cool finden. Dabei sind ihnen die gesundheitlichen Risiken des Rauchens nicht bewußt.

Informationsmaterialien

Alkohol

Jugendliche trinken immer mehr Alkohol, und fangen immer früher an. Es bleibt selten bei einem oder zwei Getränken, sondern es wird immer mehr in den Cliquen getrunken. Bei regelmäßigem Konsum können körperliche Schäden und eine Alkoholabhängigkeit die Folge sein. Nur wer wirklich Bescheid weiß über die Wirkungen und Folgen von Alkohol, kann sich schützen oder Hilfe suchen.

Informationsmaterialien

Medien und Spiele

Die Welt des Internets und der Computerspiele ist spannend. Viele Jugendliche nutzen die neuen Medien zur Unterhaltung und zum Zeitvertreib. Doch wer mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringt und sein soziales Leben vernachlässigt, beginnt langsam die virtuelle Welt mit dem realen Leben zu verwechseln.

“”:http://www.berlin-suchtpraevention.de/-c1-l1-k.html

Fachstelle für Suchtprävention

Tel.: (030) 2935 – 2615
Fax: (030) 2935 – 2616