Festveranstaltung „10 Jahre Berliner Schulbauoffensive: Mit uns wächst Berlin“

Pressemitteilung vom 02.09.2026

Mehr als sieben Milliarden Euro investiert, rund 62.000 zusätzliche Schulplätze geschaffen und moderne Schulen in der ganzen Stadt gebaut: Zehn Jahre nach dem Start der Berliner Schulbauoffensive zieht Berlin Bilanz – und setzt den Ausbau und die Modernisierung seiner Schulen konsequent fort.

41 neue Schulgebäude, 119 Modulare Ergänzungsbauten, 76 neue Sporthallen sowie zahlreiche Erweiterungen und Sanierungen: Bei der Festveranstaltung „10 Jahre Berliner Schulbauoffensive: Mit uns wächst Berlin“ haben der Senat und seine Partner auf eine Dekade intensiven Schulbaus zurückgeblickt und zugleich den Blick auf die kommenden Aufgaben gerichtet.
Die Berliner Schulbauoffensive hat ihre Wirkung in der ganzen Stadt entfaltet. In einer Phase starken Wachstums wurden dringend benötigte Schulplätze geschaffen und die schulische Infrastruktur erheblich ausgebaut. Erstmals ist es inzwischen gelungen, den berlinweiten Bedarf an zusätzlichen Schulplätzen spürbar zu reduzieren.

Zugleich steht die Schulbauoffensive für einen neuen Qualitätsanspruch. Mit modernen Compartmentschulen entstehen Lern- und Lebensorte auf der Höhe der Zeit. Flexible Räume schaffen gute Voraussetzungen für zeitgemäße Pädagogik, Inklusion und Ganztag. Nachhaltige Bauweisen, insbesondere bei Holz-Compartmentschulen und Modularen Ergänzungsbauten aus Holz, sind ein weiterer Baustein moderner Berliner Schulen.

Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Gute Bildung braucht gute Räume – moderne und funktionale Orte, an denen Kinder und Jugendliche gerne lernen und Lehrkräfte bestmöglich arbeiten können. Mit der Berliner Schulbauoffensive hat der Senat vor zehn Jahren auf die stetig wachsenden Schülerzahlen unserer Stadt reagiert. Seitdem haben wir gemeinsam viel erreicht: Wir haben tausende neue Schulplätze geschaffen, bestehende Schulen umfassend saniert und modernste Schulgebäude errichtet. Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit von Bezirken, Senatsverwaltungen, der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge und den beteiligten Bauunternehmen. Uns alle eint ein Ziel: gute und verlässliche Lernorte für alle Berliner Kinder und Jugendlichen zu schaffen.“

Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Gute Schulen sind eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft Berlins. Unser Anspruch ist deshalb klar: Wir wollen Schulen auf der Höhe der Zeit – Orte, an denen Kinder und Jugendliche bestmöglich lernen und sich entwickeln können und an denen Pädagoginnen und Pädagogen gute Bedingungen für ihre anspruchsvolle Arbeit vorfinden. Dazu gehören moderne Lernumgebungen ebenso wie guter Ganztag, Inklusion, Bewegung und Räume für Austausch und Zusammenarbeit.
Mit der Schulbauoffensive haben wir gezeigt, dass Berlin diese Aufgabe mit Kraft und Ausdauer angeht. Diesen Weg setzen wir fort. Wir schaffen die notwendigen Schulplätze und richten den Blick zugleich konsequent auf die Qualität unserer Schulen. Denn eine wachsende und moderne Stadt braucht eine Bildungsinfrastruktur, die mit ihren Anforderungen Schritt hält und den Menschen, die jeden Tag Schule leben und gestalten, gerecht wird.“

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung: „Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat als Landesbaudienststelle einen großen Anteil an den rund 62.000 zusätzlichen Schulplätzen. Der größte Anteil unseres Hochbaubudget fließt in die Berliner Schulbauoffensive. Wir haben vor allem mit unseren Typenbauten an fast 200 Standorten moderne Schulen in der ganzen Stadt geschaffen. 119 modulare Ergänzungsbauten, Holzmodulschulen, 76 Typensporthallen sowie Holz-Compartmentschulen sind Teil der Berliner Bilanz, die sich sehen lassen kann. Berlin ist beim Thema Typenbau bundesweiter Vorreiter. Die Berliner Schulbauoffensive ist eine Marke geworden, die weit über Berlin hinaus strahlt.“

Stefan Evers, Senator für Finanzen: „Eine Stadt beweist ihre Handlungsfähigkeit nicht durch Ankündigungen, sondern durch das, was sie tatsächlich möglich macht. 62.000 zusätzliche Schulplätze und Investitionen von mehr als sieben Milliarden Euro sind deshalb eine starke Bilanz für Berlin. Gerade in finanziell anspruchsvollen Zeiten kommt es darauf an, nicht an der Zukunft zu sparen, sondern klare Prioritäten zu setzen. Solide Finanzen und kraftvolle Investitionen sind dabei keine Gegensätze – das eine schafft erst die Voraussetzung für das andere. Unser Anspruch muss sein, Berlin finanziell handlungsfähig zu halten und zugleich dort zu investieren, wo es für die Menschen und für die Zukunft unserer Stadt wirklich zählt.“

Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau, Schuldigitalisierung und Lebenslanges Lernen: „Schulen prägen Stadtteile und oft ganze Generationen. Deshalb bauen wir nicht für den Moment, sondern mit dem Anspruch, Orte zu schaffen, die über Jahrzehnte funktionieren und sich mit den Anforderungen an Schule weiterentwickeln können. Die Schulbauoffensive steht für diesen Perspektivwechsel: Schule wird als Lern-, Arbeits- und Lebensort gedacht.
Dazu gehört, dass Schulgebäude unterschiedliche Formen des Lernens und Lehrens ermöglichen, Raum für Gemeinschaft und Bewegung bieten und zugleich nachhaltig und anpassungsfähig sind. Unser Anspruch für die kommenden Jahre ist, diesen Weg konsequent weiterzugehen: mit guten Lösungen für neue Schulen und mit ebenso viel Aufmerksamkeit für die Weiterentwicklung unserer bestehenden Standorte.“

Berlin setzt die Schulbauoffensive fort. Neben Neubauten und Erweiterungen gewinnen Sanierungen bestehender Schulen weiter an Bedeutung. Flexiblere Raumprogramme, standardisierte Bauweisen und abgestimmte Planungsprozesse sollen dazu beitragen, auch künftig bedarfsgerecht und zügig moderne Schulplätze zu schaffen. Senat, Bezirke, HOWOGE und BIM führen diese gemeinsame Aufgabe fort.