Haushalt 2026/27 beschlossen: Bildung, Jugend und Familie bleiben zentrale Schwerpunkte

Pressemitteilung vom 19.12.2025

Der Berliner Senat hat den Haushalt für die Jahre 2026 und 2027 beschlossen. Die angespannte finanzielle Lage erfordert Einsparungen und eine konsequente Haushaltskonsolidierung in allen Bereichen. Auch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie leistet ihren Beitrag. Gleichzeitig setzt der Senat klare Prioritäten: Bildung, Jugend und Familie bleiben zentrale Schwerpunkte der Berliner Politik.

„Unser Ziel ist es, den Landeshaushalt strukturell wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das gelingt nur mit klaren Entscheidungen und Reformen“, erklärt Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie. „Gerade in dieser Lage ist entscheidend, dass wir unsere Mittel gezielt dort einsetzen, wo sie Wirkung entfalten.“

Ein zentraler Schwerpunkt des Haushalts ist die Strategie zur Steigerung der Bildungsqualität. Investiert wird gezielt in Personal, Qualifizierung und verlässliche Strukturen. Die Unterrichtsversorgung wird abgesichert, Lehrkräftestellen bleiben erhalten. Die Aus-, Fort und Weiterbildung wird unter anderem über das Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Quali-tätsentwicklung an Schule weiter gestärkt.

Für Neubau, Sanierung und den baulichen Unterhalt der Schulen stehen in den Jahren 2026 und 2027 insgesamt 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Bis zum Schuljahr 2027/28 entstehen über 15.000 zusätzliche Schulplätze und planmäßig 13 weitere Schulneubauten. Zusätzlich investiert Berlin jährlich knapp 50 Millionen Euro in die Digitalisierung der Schulen. Ergänzend dazu eröffnet der Digitalpakt II weitere Möglichkeiten, die digitale Ausstattung der Berliner Schulen nachhaltig weiterzuentwickeln.

Im Bereich der frühkindlichen Bildung setzt der Senat ein klares Qualitätssignal. Trotz der angespannten Haushaltslage wird der Betreuungsschlüssel in den Berliner Kitas verbessert. Das bedeutet mehr Zeit für Kinder, Entlastung für Fachkräfte und eine höhere pädagogische Qualität im Alltag. Frühkindliche Bildung bleibt damit ein zentraler Schlüssel für Chancengerechtigkeit.

Im Bereich Jugend und Familie werden zentrale Strukturen gesichert. Prävention, frühe Intervention und Maßnahmen gegen Jugendgewalt bleiben Schwerpunkte. Die Sportförderung im Jugendbereich wird gezielt gestärkt. Ebenso werden Kinderschutz, Hilfen zur Erziehung und der Pflegekinderdienst abgesichert.

Seit der Eröffnung des Standorts Treptow-Köpenick ist das Angebot der Familienservicebüros in allen Berliner Bezirken flächendeckend vorhanden. Der Haushalt stellt sicher, dass diese Struktur ebenso wie die bewährte Arbeit der Stadtteilmütter auch in den kommenden Jahren verlässlich fortgeführt wird.

Abschließend betont Senatorin Katharina Günther-Wünsch:
„Dieser Haushalt verlangt klare Prioritäten. Für mich ist klar: Investitionen in Qualität, frühe Förderung sowie verlässliche Strukturen für Kinder, Jugendliche und Familien haben Vorrang. Genau darauf ist der Haushalt 2026/2027 ausgerichtet.“