20/2025 | Verkehrsausbildung an den Berliner Jugendverkehrsschulen

Junge mit Fahrrad

13. Juni 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

insgesamt 25 Jugendverkehrsschulen sind übers Berliner Stadtgebiet verteilt. Wir sprachen mit der langjährigen Leiterin zwei dieser Standorte über die Bedeutung einer gelungenen Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung von Kindern.

Außerdem berichten wir über einen Fachaustausch im dänischen Aarhus, an dem Seminarleitungen des neu gegründeten Berliner Landesinstituts für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen (BLiQ) teilnahmen.

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Verkehrsausbildung an den Berliner Jugendverkehrsschulen

Elke Buchmann, Leiterin der bezirklichen Jugendverkehrsschulen in Reinickendorf, ist eine der Preisträger/-innen des diesjährigen Engagementpreises „Fahrrad Berlin“, der durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt vergeben wird. Sie wurde für Ihr langjähriges Engagement auf organisatorischer und pädagogischer Ebene ausgezeichnet. Wir sprachen mit ihr über die Bedeutung der Jugendverkehrsschulen für eine gelungene Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung von Kindern.

Frau Buchmann, Sie leiten seit vielen Jahren die Reinickendorfer Jugendverkehrsschulen. Was genau bieten die Jugendverkehrsschulen (JVS) an?
Die Berliner Jugendverkehrsschulen bieten insbesondere auf den Rad- und Fußverkehr ausgerichtete Übungs- und Trainingsangebote für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene an. Der Parcours, wir nennen ihn auch den Schonraum, da er von der Umgebung abgegrenzt und damit sicher ist, ist dem realen Straßenverkehr nachgebildet. In unseren Jugendverkehrsschulen bieten wir neben Radfahr-, Tretroller- und Kettcar-Übungen für Kitakinder auch Fahrrad- und Tretrollertraining für Hortgruppen der Klassen 1 bis 4 an. In der 4. Klasse beziehungsweise in Förderzentren in der 6. Klasse kommen die Grundschulen für die klassische Radfahrausbildung zu uns, die die Kinder mit einer Radfahrprüfung abschließen. Darüber hinaus gibt es gezieltes Fahrradtraining für Schüler/-innen aus Willkommensklassen, die bereits zwischen 13 und 18 Jahren alt sind, sowie Pedelec-Kurse für Erwachsene und Senioren. Ebenfalls möglich sind Projekttage und Workshops zu verschiedenen Themen, Lehrkräftefortbildungen oder auch gezieltes Schulwegtraining, wobei die Angebote von Bezirk zu Bezirk variieren.

Wie sieht eine gelungene Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung Ihrer Erfahrung nach aus?
Die Jugendverkehrsschulen sind in der Regel der Ort im Bezirk für die Durchführung der praktischen Radfahrausbildung der Berliner Schulen. Wir stellen die erforderlichen Ressourcen bereit und begleiten die Ausbildung der Schüler/-innen. Mit theoretischen und praktischen Angeboten wollen wir ein sicheres, regelgerechtes, rücksichtsvolles, selbständiges sowie umwelt- und gesundheitsbewusstes Mobilitätsverhalten fördern. Damit konzentrieren sich die Jugendverkehrsschulen auf die gleichen Grundfähigkeiten und -fertigkeiten, die auch im Rahmenlehrplan der Schulen für das übergreifende Thema Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung beschrieben werden. Auf diese Weise verknüpfen wir schulische und außerschulische Angebote unter einem Leitgedanken und betreiben praktische Verkehrssicherheitsarbeit mit unseren Partnern, insbesondere der Polizei. Ich würde mir im Sinne der Fragestellung wünschen, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene in regelmäßigen Abständen in den Jugendverkehrsschulen mit dem Rad Verkehrssituationen üben – quasi im Sinne eines lebenslangen Lernens. Um das am Ende umsetzen zu können, müssten allerdings erst die Ressourcen der Jugendverkehrsschulen erweitert werden.

Gerade in einer Großstadt wie Berlin ist eine fundierte Verkehrsausbildung enorm wichtig. Welche Kompetenzen brauchen Kinder in Berlin und wie lassen sich diese am besten vermitteln?
Jugendverkehrsschulen konzentrieren sich in erster Linie auf den Fuß- und Radverkehr. Für eine Teilnahme am Straßenverkehr ist es sehr wichtig, dass die Kinder motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten auf dem Fahrrad entwickeln, dass Radfahren lernen und dieses sicher beherrschen. Nur eine „Automatisierung“ des Fahrens ermöglicht eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr und macht den Kopf frei für die Verkehrsregeln.
Hier kann man schon sehr früh im Kita-Alter ansetzen, und das nicht nur bei uns in den Jugendverkehrsschulen, sondern auch mit den Eltern auf abgesperrten Arealen, auf dem Schulhof oder an anderen geeigneten Orten. Das Engagement der Eltern ist in diesem Zusammenhang enorm wichtig. Sie haben eine entscheidende Rolle als Helfende und Vorbilder und entwickeln sich so oft gemeinsam mit ihren Kindern zu sicheren Verkehrsteilnehmern. Wichtig ist allerdings: Nicht auf der Straße üben! Viele Eltern wissen nicht, dass Kinder bis zur Vollendung des achten Lebensjahres auf dem Fußweg fahren müssen, es sei denn es gibt einen baulich von der Fahrbahn getrennten Radweg.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindertageseinrichtungen?
Die Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen bei uns im Bezirk ist sehr gut. Das Thema Verkehrserziehung ist fester Bestandteil der Bildungsarbeit in den Berliner Schulen und das unabhängig von temporären Förderprogrammen. So kommen z.B. alle Grundschulen für die praktische Radfahrausbildung in die Jugendverkehrsschulen ihres jeweiligen Bezirkes. Auch in den meisten Kitas ist Verkehrserziehung vorgesehen.

Die Verkehrssicherheitsberater der Berliner Polizei unterstützen Schulen zusätzlich bei der Radfahrausbildung. Arbeiten Sie als Jugendverkehrsschule mit weiteren außerschulischen Partnern zusammen?
Die Polizei ist unser wichtigster Partner bei der Radfahrausbildung. Des Weiteren kooperieren wir mit Mitarbeiter/-innen des freien Trägers Schildkröte GmbH, der Landesverkehrswacht und dem BUND.

Vielerorts lassen sich mit Segways und E-Scootern neue Fahrzeugtypen beobachten, die sich gerade bei Jugendlichen großer Beliebtheit erfreuen. Gibt es vonseiten der Jugendverkehrsschulen auch in diesem Zusammenhang Angebote zum Verkehrssicherheitstraining?
Segway-Angebote finden in unseren Jugendverkehrsschulen wegen mangelnder Nachfrage und erheblichen Lern- und Kostenaufwands nicht statt. Ab Sommer 2025 bieten wir aber E-Scooter-Kurse für Interessierte ab 14 Jahren bei uns in Reinickendorf an.
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In Berlin gibt es über die Bezirke verteilt insgesamt 25 Jugendverkehrsschulen. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, gerade Kinder und junge Menschen darauf vorzubereiten, sich sicher und umsichtig im Berliner Straßenverkehr zu bewegen. Allein im Jahr 2024 konnten die Jugendverkehrsschulen mehr als 300.000 Besucher/-innen begrüßen.

Fachaustausch in Dänemark zur Qualifizierung „Empathie macht Schule“

Im Rahmen der Qualifizierung „Empathie macht Schule“ reisten Seminar- und Fachseminarleitungen des Berliner Landesinstituts für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen (BLiQ) nach Aarhus in Dänemark. Bei einem Besuch des VIA University Colleges hatten sie die Möglichkeit, sich zu aktuellen Forschungsergebnissen auf dem Gebiet der Lehrkräfteausbildung auszutauschen und Einblicke in das dänische Bildungssystem zu gewinnen.

Das Anfang des Jahres gegründete BLiQ richtet sein Angebot über die Bereiche „Qualifizierung“ (QU) und „evidenzbasierte Qualitäts- und Schulentwicklung“ (EQS) an die Berliner Schulen und das gesamte pädagogisch tätige Personal. Zentrale Anliegen des BLiQ sind u. a. ein kohärentes Qualifizierungsangebot die Aus- Fort-, Weiterbildung betreffend sowie eine Stärkung der evidenzbasierten Schulentwicklung. Das pädagogisch tätige Personal soll unterstützt werden, ein gemeinsames Professionalisierungsverständnis zu entwickeln und mit einer bewussteren Rollenklarheit aufzutreten.

Die Reise nach Dänemark war Teil eines Wahlmoduls innerhalb der Qualifizierung „Empathie macht Schule“, die die am BLiQ angestellten Seminar- und Fachseminarleitungen, die maßgeblich an der Betreuung von Lehramtsanwärter/-innen (LAA) in Berlin beteiligt sind, über die vergangenen zwei Jahre durchlaufen haben. Grundlage des Konzepts „Empathie macht Schule“ ist die Annahme, dass Empathie und Achtsamkeit als Grundlage für eine ausgeprägte Beziehungskompetenz Schlüssel für ein produktives Lernumfeld darstellen. Entwickelt wurde das Konzept u.a. von der dänischen Psychologin und Familientherapeutin Helle Jensen, die auch den Aufenthalt in Dänemark inhaltlich mitgestaltete. Für sie ist klar, gute Beziehungen innerhalb einer Schule fördern nicht nur das Wohl und die Motivation der Lehrkräfte, sondern auch die Lernleistung und die sozial-emotionale Entwicklung der Schüler/-innen. Durch Empathie sollen Lehrkräfte und das weitere schulische Personal lernen, bedürfnis- und schüler/-innenorientierte Beziehungen lernförderlich zu gestalten.

Für die Seminar- und Fachseminarleitungen geht es in der Qualifizierung darum, ihre eigenen Fähigkeiten zu Empathie und Beziehungskompetenzen zu reflektieren und ein achtsames und unterstützendes Lernumfeld für die LAA zu gestalten. In ihrer Position als Seminarleitung nehmen sie so gleichzeitig auch eine Multiplikator/-innenrolle ein und können die Ansätze des Konzepts an die angehenden Lehrkräfte weitergeben.

Ziel des Aufenthalts in Aarhus war es, das wissenschaftliche Fundament der Qualifizierung zu vertiefen, einen Einblick in eine andere Bildungsstätte sowie das dänische Bildungssystem zu gewinnen und in den direkten Austausch mit internationalen Forschenden sowie Pädagog/-innen zu treten.

Während des Aufenthalts am VIA University College Aarhus wurden Forschungsergebnisse zur Bedeutung der Ausbildung von Beziehungskompetenzen im Rahmen der Professionalisierung von Lehrkräften vorgestellt. Besonders hervorzuheben sind die Beiträge von Prof. Dr. Birgitte Lund Nielsen, die zentrale Erkenntnisse aus der internationalen Forschung präsentierte und ihre eigenen Studien zur Bedeutung von Beziehungskompetenzen in der Lehrkräftebildung vorstellte, sowie von Dr. Christopher Prilop vom Center for Educational Development der Universität Aarhus, der über professionelles Wahrnehmen relationaler Perspektiven im Klassenzimmer referierte.

Ebenso erhellend war auch eine Einführung in das dänische Bildungssystem und die Struktur des Lehrerausbildungsprogramms durch zwei Professorinnen der Universität, die durch Erfahrungsberichte von zwei dänischen Lehramtsstudentinnen erweitert wurde. Diese betonten insbesondere die als wertvoll erlebte Zusammenarbeit mit ihren Ausbildenden und betonten, dass die Beziehungsgestaltung zwischen Studierenden und Lehrenden ein wesentliches Kernelement in Hinblick auf die Entwicklung der Fachpersönlichkeit darstelle.

Insgesamt erlaubte der Fachaustausch in Aarhus ein direktes Erleben interkultureller Zusammenarbeit und gab wichtige Impulse für mögliche Qualitätsverbesserungen in der phasenübergreifenden Lehrkräftebildung. Erste deutsch-dänische Kooperationen wurden angestoßen, über weitere Formen der Zusammenarbeit beispielsweise in Form gemeinsamer Forschungsprojekte und Fortbildungen wird beraten.

Symbolbild BLiQ

Berliner Landesinstituts für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen

Kurznachrichten

Anmeldestart für Praktikumswoche 2025
Berliner Jugendliche ab 15 Jahren können sich seit dieser Woche für Schnupperpraktika im Rahmen der „Praktikumswoche Berlin“ anmelden. Zwischen dem 7. Juli und dem 5. September haben junge Menschen die Gelegenheit, tageweise unterschiedliche Berufe und Unternehmen kennenzulernen. Gleichzeitig können Unternehmen erste Kontakte zu Nachwuchstalenten knüpfen und sich als potenzielle Arbeitgeber präsentieren. Die Praktika können flexibel an die eigenen Sommerpläne angepasst werden. Auch Praktika vor Ferienbeginn sind möglich, für die Teilnahme an der Praktikumswoche können Schulbefreiungen beantragt werden.

Zahlreiche Schulen beteiligen sich am Anne Frank Tag
Der diesjährige Anne Frank Tag motivierte unter dem Motto „Erinnern & Engagieren digital“ Schüler/-innen in ganz Deutschland, sich mithilfe digitaler Erinnerungsangebote mit dem Holocaust auseinanderzusetzen und eigene digitale sowie analoge Geschichtsprojekte umzusetzen. Rund 730 Schulen beteiligten sich in diesem Jahr rund um den Geburtstag von Anne Frank am 12. Juni mit eigenen Aktionen. Der bundesweite Schulaktionstag findet jährlich statt und stellt angemeldeten Schulen kostenfreie Lernmaterialien rund um die Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocausts zur Verfügung. Teilnehmende Lehrkräfte erhalten zudem die Möglichkeit, mithilfe von Belgleitmaterialen und Online-Workshops ihre Kenntnisse zu antisemitismuskritischer Erinnerungskultur zu vertiefen.

Einschränkungen bei der digitalen Kita-Gutscheinerfassung
Zwischen dem 13. und 20. Juni 2025 sind die bezirklichen Kitagutscheinstellen in den Jugendämtern und Familienservicebüros sowie die digitale Beantragung von Kitagutscheinen nur eingeschränkt zugänglich bzw. einsatzfähig. Grund hierfür sind notwendige umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen in der für die Erfassung von Kita- und EFöB-Gutscheinen genutzten Integrierten Software Berliner Jugendhilfe (ISBJ).

Zahl der Kinder mit Sprachproblemen nimmt zu
Der Anteil der 6- bis 18-Jährigen mit Sprachproblemen hat in Deutschland zwischen den Jahren 2008 und 2023 um 77 % von insgesamt 4,8 % (2008) auf 8,6 % (2023) zugenommen. Das berichtet die Kaufmännische Krankenkasse KKH basierend auf einer Untersuchung von Versichertendaten aus diesem Zeitraum. Demnach zählen zu den behandlungsbedürftigen Sprachdefiziten Probleme bei der Laut- und Satzbildung, ein begrenztes Vokabular oder Grammatikschwächen. Besonders betroffen ist die Altersgruppe der 6- bis 10-Jährigen mit einem Anteil von 17,2 %. Die KKH empfiehlt, die Sprachentwicklung von Kindern früh durch Vorlesen, Gespräche oder gemeinsames Singen zu fördern und Bildschirmzeiten zu begrenzen.

Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus 2025
Die bundesweiten Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus starten am 17. Juni unter dem Motto „Demokratie, Menschlichkeit, Antirassismus, Empathie – schön wär’s!“ und enden mit dem 1. Juli am Tag gegen antimuslimischen Rassismus. Mit den Aktionswochen macht die Allianz gegen Hass auf den zu beobachtenden Anstieg von Diskriminierungen, rassistischen Bedrohungen und Übergriffen auf muslimische Mitmenschen aufmerksam und fordert entschlossene Maßnahmen. Eine Vielzahl an Aktionen sollen ein klares Zeichen gegen menschenfeindliche Denk- und Verhaltensweisen setzen und den solidarischen Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken.

Expedition Depression Bustour kommt an Schulen
Vom 15. bis 25. September 2025 kommt der Film „Expedition Depression“, ein Roadmovie über junge Menschen und ihren Umgang mit Depressionen, direkt an deutsche Schulen. Im Rahmen einer Bustour haben Schulen die Möglichkeit, einen Tour-Stopp für ihre Schüler/-innen zu buchen. Die Filmvorstellung wird begleitet von einem anschließenden Austausch mit Betroffenen und Fachleuten aus dem Bereich der mentalen Gesundheit, der Raum für persönliche Gespräche und Mini-Coachings bietet. Eine Bewerbung für einen Stopp auf der Bustour im September ist noch bis zum 24. Juni möglich.

Deutscher Jugend-Naturschutzpreis
Der vom Bundesamt für Naturschutz ausgerichtete Wettbewerb richtet sich an alle Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 21 Jahren, die sich für den Schutz von Umwelt und Natur einsetzen wollen. Eingereicht werden können alle Vorhaben, die zum Erhalt oder zur nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt führen. Das Projekt sollte neuartig, innovativ und originell sein und einen Modellcharakter und eine Multiplikationswirkung haben, um weitere Menschen für den Naturschutz zu gewinnen. Die Teilnahme ist als Einzelperson oder in einer Gruppe möglich. Einsendeschluss ist der 5. September.

Termine

17. Juni, 14 – 16 Uhr: Digitalcafé: KI, Desinformation und Demokratie Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung lädt zum Gespräch über die Chancen und Risiken von KI in der Demokratiebildung ein. Dabei wird vor allem darauf eingegangen, wie pädagogische Fachkräfte Kinder und Jugendliche dabei unterstützen können, den Einfluss von KI auf demokratische Prozesse zu verstehen und kritisches Medienbewusstsein zu entwickeln.

17. Juni, 17 – 19 Uhr: Höhenrausch Online-Elternabend Die Teillegalisierung von Cannabis stellt neue Anforderungen an die Suchtprävention und wirft die Frage auf, wie zuhause und innerhalb von Familien über Cannabis gesprochen wird. Ist Cannabis gefährlich und kann man davon abhängig werden? Sollten Eltern den Konsum erlauben oder verbieten? Was kann man tun, wenn Freund/-innen des eigenen Kindes kiffen? Die Berliner Suchtprävention lädt zu einem Online-Elternabend ein, um solche und ähnliche Fragen zu beantworten.

27. Juni, 9 – 10 Uhr: Wissens-Häppchen zum Berliner Schulmittagessen Im einstündigen Onlineformat, das sich dem Thema Zufriedenheitsbefragungen widmet, wird die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin e.V. zunächst einen kurzen inhaltlichen Impuls (15-20 Minuten) geben. Die restliche Zeit steht für den Austausch oder Erfahrungen aus der Praxis der Teilnehmenden zu diesem Themenschwerpunkt zur Verfügung. Die Veranstaltung richtet sich an Mitglieder im Mittagessenausschuss der Primarstufe an öffentlichen Berliner Ganztagsschulen.

28. Juni, 17 – 24 Uhr: Lange Nacht der Wissenschaften Über 50 wissenschaftliche und wissenschaftsnahe Einrichtungen laden auch in diesem Jahr wieder zu spektakulären Experimenten, spannenden Vorträgen, Wissenschaftsshows und Laborführungen ein. Besucher/-innen haben die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen und sich von der vielfältigen Welt der Wissenschaft faszinieren zu lassen. Das Programm der Langen Nacht der Wissenschaften richtet sich an alle Altersgruppen und bietet besondere Programmpunkte für Schüler/-innen an. Vor dem Hintergrund des 25-jährigen Jubiläums sind Tickets vergünstigt zu erwerben.

30. Juni, 15 – 16.30 Uhr: Infoveranstaltung zum Bachelorstudium an der TU Berlin Interessierte Schüler/-innen haben im Rahmen dieser digitalen Infoveranstaltung die Möglichkeit, sich zu den Studienangeboten an der TU Berlin beraten zu lassen. Die Allgemeine Studienberatung stellt die bestehenden Studiengänge vor und gibt Teilnehmenden Tipps, den für sie passenden Studiengang zu identifizieren.

30. Juni, ab 19.30 Uhr: Cybermobbing – Was tun? Wenn Kinder im Netz gemobbt werden, fühlen sich viele Eltern hilflos – vor allem, wenn von der Schule zunächst (scheinbar) keine Unterstützung kommt. Fragen wie diese stehen plötzlich im Raum: Warum greift niemand ein? Was darf ich als Mutter oder Vater überhaupt fordern? Wie kann ich mein Kind jetzt wirksam schützen? Im Webinar mit der Schweizer Mobbing-Expertin Christelle Schläpfer erfahren Eltern, was sie konkret tun können, um ihr Kind zu stärken und aktiv zu unterstützen. Die Expertin zeigt praxisnahe Wege auf, wie sie reagieren können, wenn sie sich alleingelassen fühlen – emotional und im Austausch mit der Schule.

1. Juli, 14 -15.30 Uhr: Infoveranstaltung „Wie bekomme ich (m)einen Studienplatz?“ der TU Berlin Anknüpfend an die allgemeine Infoveranstaltung zum Bachelorstudium an der TU erwarten Interessierte in diesem Online-Angebot hilfreiche Tipps rund um die Themen Bewerbungsverfahren, Studienplatzvergabe und Immatrikulation. Die Allgemeine Studienberatung gibt Ratschläge, um die eigenen Chancen auf einen Studienplatz im Wunschfach zu erhöhen und berät zu Alternativen, sollte dies nicht funktionieren.

2. – 3. Juli, 9 – 13 Uhr: youthCON im FEZ Berlin Auf der youthCON können junge Menschen im Alter von 7 bis 13 Jahren durch vielfältige Mitmachangebote und Workshops kreativ werden und so ihre Sozialkompetenz und Selbstwirksamkeit erweitern. Neben kreativen Angeboten wie einer Schmuckwerkstatt und Henna-Kunst können Besucher/-innen diverse sportliche Aktivitäten sowie Angebote rund um Medien und Technik entdecken. Workshops zu Themen wie LGBTQIA+, Social Media, Graffiti oder Breakdance sowie ein buntes Bühnenprogramm mit Talks und Musik runden das Programm ab.

Fortbildungen / Fachtage

Warum KI nicht immer zuverlässig ist – Potenziale und Grenzen in der Anwendung am 19. Juni
In dieser Veranstaltung erfahren Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte, wie KI-Anwendungen wie Large Language Model-Chatbots funktionieren, wie sie trainiert werden und welche Rolle die Qualität der Trainingsdaten für die Qualität der KI-Antworten spielt. Anhand konkreter Beispiele wird illustriert, warum KI manchmal voreingenommene oder fehlerhafte Ergebnisse liefert. Gemeinsam werden Ressourcen für die eigene Bildungsarbeit erarbeitet, um Schüler/-innen beim medienkompetenten Umgang mit KI-Anwendungen wie Large Language Models bestmöglich unterstützen zu können.

Coffee Corner: Fasziantion Social Media: Zwischen Reiz und Reizüberflutung am 24. Juni
In dieser Coffee Corner wirft die Berliner Suchtprävention gemeinsam mit Teilnehmenden einen Blick auf die Faszination, die soziale Medien auf Jugendliche ausüben. Was steckt hinter dem großen Interesse an Plattformen wie Instagram, TikTok & Co.? Warum verbringen junge Menschen so viel Zeit in sozialen Netzwerken und wie beeinflusst das ihre Wahrnehmung von Welt und Identität? Neben fachlichem Input wird Zeit für den Austausch sein, um gegenseitig von den Erfahrungen und Expertisen der Teilnehmenden zu profitieren. Die Reihe Coffee Corner richtet sich an Fachkräfte und Multiplikator/-innen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeiten suchtpräventiv tätig sind oder es werden möchten.

KI und Desinformation: Kritisch denken, verantwortungsvoll handeln – Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen stärken am 25. Juni
Mit KI-Anwendungen ist es leicht, schnell Informationen in Form von Text, Bild und Video zu erstellen und zu teilen. Doch gerade diese neuen Möglichkeiten bergen auch Risiken: Wie verändert KI die Verbreitung von Desinformation? Und wie kritisch stehen junge Menschen KI-Inhalten gegenüber? In dieser Fortbildung geht es darum, die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen im reflektierten Umgang mit manipulierten Inhalten im Unterricht zu stärken.

Zeitgeschichte vielfältig vermitteln in der inklusiven Bildung am 30. Juni (Anmeldung bis zum 26. Juni)
In der digitalen Fortbildung lernen Teilnehmende zwei zentrale historische Orte zur NS- bzw. DDR-Geschichte in Berlin kennen: Topographie des Terrors und die Gedenkstätte Berliner Mauer. Beide Orte stellen methodisch vielschichtige Bildungsangebote für inklusive Lerngruppen zur Verfügung. Sie erhalten in der Fortbildung einen Überblick über die jeweiligen Angebote, die an den Standorten zur Verfügung stehen, um die historischen Themen in Ihren Gruppen zu behandeln.

Neuer Rahmenlehrplan für die gymnasiale Oberstufe – Fortbildung zum Fachteil Politische Bildung am 2. Juli
Die Nutzung und Relevanz sozialer Medien in der politischen Bildung stehen im Fokus dieser Veranstaltung: So sollen einerseits die Chancen zur politischen Teilhabe bzw. Partizipation und andererseits Probleme der systematischen und kollektiven Manipulation durch Plattform-Schwachstellen, Algorithmen und KI beleuchtet werden. Teilnehmende erhalten mögliche Konzeptions- und Materialideen für den eigenen Unterricht, die Lernende im kritischen Umgang mit sozialen Medien unterstützen und aktuelle politische Perspektiven ins Blickfeld nehmen. Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich auch an Nicht-Nutzer/-innen sozialer Medien, die in das Thema einsteigen wollen.

Lehrkräfteführung durch die Sonderausstellung „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“ am 2. + 3. Juli
Nach 1945 taten sich die Deutschen schwer mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Die meisten verdrängten ihre Verantwortung und schwiegen über das Geschehene. Erst allmählich wandelte sich der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus in Ost- und Westdeutschland auf unterschiedliche Weise. Die Ausstellung des Schulmuseums der Universität Erlangen-Nürnberg wurde zusammen mit Schüler/-innen entwickelt und richtet sich insbesondere an junge Menschen. Für einen Einblick in die Ausstellung und das pädagogische Konzept werden Führungen für Lehrkräfte durch den Ausstellungskurator Dr. Mathias Rösch angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos.

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Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
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