Kulturelle Teilhabe - Kulturelle Vielfalt

Die Vielfalt der Metropole Berlins kann in der Berliner Kulturlandschaft noch besser abgebildet werden. Im Sinne der kulturellen Teilhabe für alle setzt sich die Senatsverwaltung für Kultur und Europa deshalb dafür ein, Zugangsbarrieren auf allen Ebenen – vom Publikum über das Programm bis zum Personal – abzubauen. Dieses Ziel verfolgt die Senatsverwaltung für Kultur und Europa durch mehrere Initiativen:

Link zu: Projektfonds Kulturelle Bildung
Bild: Jule Sievert

Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung

Der Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung fördert seit fast zehn Jahren Tandemprojekte zwischen Kultureinrichtungen bzw. Kunstschaffenden und Bildungs- bzw. Jugendorganisationen. Mit den seit 2016 bereitstehenden Sondermitteln werden Projekte mit geflüchteten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gefördert. Die Kulturelle Bildungsarbeit über ästhetische Aneignungsprozesse ermöglicht dabei Zugänge, die formelle, sprachgebundene Bildungsarbeit nicht eröffnen kann. Zudem unternimmt der Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung seit 2016 eine diversitätsorientierte Weiterentwicklung, um die Vielfalt der Berliner Kulturellen Bildungsszene ebenfalls in seiner Förderpraxis widerzuspiegeln.

Link zu: DIVERSITY.ARTS.CULTURE - Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung
Bild: KPB

DIVERSITY.ARTS.CULTURE – Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung

Um strukturell und institutionell verankerte Formen von Diskriminierung im Berliner Kulturbereich abzubauen, hat die Senatsverwaltung für Kultur und Europa das Projektbüro für Diversitätsentwicklung unter dem Dach der Kulturprojekte Berlin GmbH eingerichtet.

Berlin Mondiale

Die „Berlin-Mondiale“ initiiert und begleitet Partnerschaften zwischen Kultureinrichtungen und Flüchtlingsunterkünften in Berlin. Das Netzwerk hat sich im Kontext des Flüchtlingszuzugs als strukturbildendes Projekt etabliert. Teilnehmende an den künstlerischen Projekten sind geflüchtete Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene. Ziel ist es, durch Tandems in allen Bezirken den stadtweiten Zugang von Geflüchteten zu kultureller Bildung zu ermöglichen und somit bald nach Ankunft das Recht auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe zu verwirklichen.

Gesamtkonzept zur Partizipation und Integration Geflüchteter

Die Berliner Kultureinrichtungen sehen die Zuwanderung von Geflüchteten als Impuls für ihre Arbeit und als Chance. Sie Viele von ihnen setzen sich inhaltlich mit Themen wie z.B. auch Fluchterfahrung, Ankommen und Fremdsein auseinander. Viele Einrichtungen, engagieren sich zivilgesellschaftlich, sie sammeln Spenden, stellen Räumlichkeiten zur Verfügung, bieten kostenfreien Eintritt, leisten beziehen integrative Impulse zugewanderter und geflüchteter Menschen in die künstlerische Arbeit und gestalten so die kulturelle Infrastruktur der Stadt mit.
Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa fördert im Rahmen des „Masterplans Integration und Sicherheit“ (Link) seit 2016 diverse Projekte zur kulturellen Teilhabe von Geflüchteten. Der Masterplan wurde im Mai 2016 beschlossen. Im Rahmen der ressortübergreifenden Zusammenarbeit wird dem Abgeordnetenhaus regelmäßig über die Fortschritte berichtet. Auf Grundlage des ersten ressortübergreifenden Umsetzungsberichts im Sommer 2017 Derzeit wird der Masterplan derzeit zu einem Gesamtkonzept für Integration und Partizipation Geflüchteter weiterentwickelt. Die Weiterentwicklung findetHierzu findet in einem ein partizipativern Dialog mit der Stadtgesellschaft statt, der u.a. durch die Veranstaltungsreihe „Integration im Dialog“ (Link) gewährleistet wird.

Das Exil Ensemble des Maxim Gorki Theater

Die öffentlich geförderten Theater in Berlin bieten besondere Möglichkeiten, einen Beitrag zum Ankommen und zur Integration von Flüchtlingen zu leisten. Beispiel dafür ist das Exil Ensemble des Maxim Gorki Theaters, das seit November 2016 besteht. Hier arbeiten sieben professionelle Schauspieler*innen aus Syrien, Palästina und Afghanistan zusammen, die gezwungen sind, im Exil zu leben.

Im Rahmen des Umsetzungsberichts zum Partizipations- und Integrationsgesetz berichtet die Senatsverwaltung für Kultur und Europa regelmäßig über ihre Aktivitäten zur Förderung von kultureller Vielfalt und zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung (Link). Dazu gehört beispielsweise das Förderprogramm „Interkulturelle Projekte“ zur Förderung von Projekten von Künstlerinnen und Künstlern mit Migrationshintergrund (Link).
Berlin ist Mitglied von „Kultur öffnet Welten“ (Link) – einer gemeinsamen Initiative von Bund, Ländern und Kommunen, künstlerischen Dachverbänden und Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft. Hier (Link) präsentiert u.a. die Kultusministerkonferenz der Länder Best-Practice-Vorhaben aus allen 16 Bundesländern.

Link zu: Programm Weltoffenes Berlin
Bild: Berlin

Weltoffenes Berlin

In vielen Ländern erfahren Menschen derzeit Einschränkungen ihrer kulturellen Entfaltung, die dazu führen, dass sie diese Länder verlassen müssen oder wollen. Der Senat hat sich vor diesem Hintergrund vorgenommen, die soziale und weltoffene Ausrichtung der Metropole Berlin zu stärken.
Mit dem Programm für Wirtschaftsfreiheit und kulturelle Freiheit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sollen professionelle Kunst-, Medien- und Kulturschaffende, die ihre bisherigen Aufenthaltsländer verlassen müssen oder wollen, unterstützt werden, eine berufliche Perspektive in der Kunst- und Kulturszene Berlins zu finden. Dadurch soll zugleich das Profil Berlins als tolerante, weltoffene Stadt gestärkt werden, die Menschen eine freie Entfaltung ihrer kulturellen Tätigkeit ermöglicht.

Vergangenes:

Zu den früheren Initiativen Berlins in Sachen kultureller Vielfalt zählt u.a. die Veranstatlungsreihe „Be Berlin – be diverse“ von 2009 bis 20013. Ziel war die Sensibilisierung von Akteuren und Institutionen im Kulturbereich für den kulturellen Reichtum Berlins und die immense (kulturelle) Ressource ab, die die über 820.000 Berlinerinnen und Berliner mit ihrer individuellen Zuwanderungsgeschichte in das Gemeinwesen einbringen.