Ehemalige Schauspielschule wird größtes Produktions- und Probezentrum der Darstellenden Künste der Freien Szene in Berlin

Schnellerstrasse
Bild: Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Im Rahmen des Arbeitsraumprogramms der Senatsverwaltung für Kultur und Europa wird das Gebäude der ehemaligen Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ als größter Produktionsstandort für freischaffende darstellende Künstler*innen in Berlin entwickelt.

Die bisher ansässige Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch hat Ende 2018 ihren neuen Zentralstandort in der Chausseestraße bezogen. Mit der Fortführung der Funktion als Probenzentrum – künftig für die Darstellenden Künste der Freien Szene Berlins – kann in einem einzigen Objekt der größte Teil des akuten Bedarfs an Probenräumen unterschiedlicher Größe für die Freie Szene gedeckt werden. Mit der Inbetriebnahme des Probezentrums wird somit ein Meilenstein in der Bereitstellung von niedrigschwellig zugänglichen und finanzierbaren Arbeitsräumen für die Darstellenden Künste erreicht.

In Kooperation mit der „Kulturinitiative Förderband gGmbH“ als Betreiber des Standortes, soll das Haus professionellen Schauspieler*innen, Tänzer*innen, Sänger*innen, Regisseur*innen, Performer*innen und Nachwuchskünstle*innen an sieben Tage in der Woche eine angemessene Infrastruktur mit technisch flexiblen – für die jeweiligen Erfordernisse ausgestatteten Probenräumen und Studios bieten. Die Räumlichkeiten stehen vorwiegend für kurz- und mittelfristige Nutzung, ohne kuratierte Auswahl durch den Betreiber zur Verfügung.

Das Gebäude wird für die Inbetriebnahme umfänglich saniert. Dabei beziehen sich die Sanierungsarbeiten vor allem auf Schadstoffbeseitigung (Asbest) und Herstellung der nutzungsspezifischen Grundvoraussetzungen.

Der Tradition folgend, soll dieses Haus nach der Sanierung ein lebendiger Ort für interkulturelle Begegnung, professionelle Kunstproduktion und offen für lokale künstlerische Akteure und kulturelle Initiativen sein.