Gedenken an die Novemberpogrome von 1938

10.11.2017

Novembergedenken 2017
Bild: Katrin Becker

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gedachte am 9. November mit mehreren Veranstaltungen der Opfer der Pogrome vor 79 Jahren.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten auf Anordnung des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland 1400 Synagogen und Bethäuser, über 7000 Geschäfte jüdischer Inhaber wurden zerstört und geplündert, zahlreiche Menschen fielen physischer Gewalt zum Opfer. Hetze, Boykottaufrufe, Verdrängung und auch die „Nürnberger Gesetze” hatte es schon in den Jahren zuvor gegeben. Die Pogrome dieser Nacht markieren aber den Übergang von der Diskriminierung hin zur systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung, die später in den Holocaust mündete.

Donnerstag, 9. November 2017

Stilles Gedenken

  • 14:00 Uhr:
    an der Synagoge Fraenkelufer, Fraenkelufer 10-14, 10999 Berlin-Kreuzberg
    (U-Bahnhof Kottbusser Tor oder Schönleinstraße)

Gedenkveranstaltung:

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Adalbertstraße 95A, 10999 Berlin-Kreuzberg
(U-Bahnhof Kottbusser Tor)

  • 15:00 Uhr:
    Führung durch die Ausstellung „Letters of Stone – Das Schicksal einer jüdischen Familie in Berlin“ mit Matthias Rosenthal, im Anschluss Stolperstein-Rundgang mit Christiana Hoppe.
    Treffpunkt: 2. Etage im FHXB Museum
  • 17:30 Uhr:
    Gedenkveranstaltung des Bezirksamtes und der Bezirksverordnetenversammlung
    anlässlich der Novemberpogrome
    von 1938 in der Ausstellung „Letters of Stone“

Es sprachen:
Clara Herrmann, Bezirksstadträtin für Finanzen, Umwelt, Kultur und Weiterbildung
Kristine Jaath, Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg

Musik:
Zhenja Oks (Odessa, Potsdam, Berlin) trug von ihm vertonte Lyrik der jüdischen Dichterinnen Gertrud Kolmar, Else Lasker-Schüler und Mascha Kaléko vor.