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Straßenbenennungen

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat im Februar 2019 beschlossen, eine Straße nach der afro-amerikanischen Dichterin und Bürgerrechtlerin Audre Lorde zu benennen.

Die preisgekrönte Schwarze, lesbische US-amerikanische Dichterin Audre Lorde (1934-1992) hielt sich bis 1992 oft in Kreuzberg auf, wo sie sich für afro-deutsche Frauen und deren Sichtbarkeit engagierte und sich mit der feministischen Bewegung auseinandersetzte. Sie hatte somit einen wesentlichen Einfluss auf die Entstehung der Schwarzen Frauenbewegung in Deutschland. Gleichzeitig forderte sie Weiße Frauen immer wieder dazu auf, Differenzen zu akzeptieren und ihre Privilegien konstruktiv zu nutzen. Damit hinterließ sie auch einen nachhaltigen Einfluss auf akademische Diskussionen. Ihr Werk inspiriert bis heute feministische, queere, lesbische, Schwarze und Women-of-Color-Bewegungen in ihrer Arbeit gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie.

Mit der Benennung einer Straße nach Audre Lorde trägt das Bezirksamt zur Repräsentanz und Sichtbarkeit von LSBTTIQ*, Schwarzen Menschen und People of Color im öffentlichen Raum bei und setzt auch den Beschluss aus dem Jahr 2005 um, dass Straßen zunächst nur nach Frauen benannt werden.
In einem Beteiligungsprozess soll nun eine Straße zur Umbenennung in „Audre-Lorde-Straße“ gefunden werden.

Dazu gab es 2019 zwei Informationsveranstaltungen, bei denen Orte aus dem Leben und Wirken Lordes und Straßen in Kreuzberg für eine Umbenennung gesammelt wurden. Leider musste dieser Beteiligungsprozess aufgrund der COVID-19-Pandemie unterbrochen werden. Nun erfolgt eine öffentliche Abstimmung mit dieser Befragung und einer digitalen Veranstaltung. Die Ergebnisse werden der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) als Meinungsbild vorgelegt. Die BVV ist das Gremium, das final über die Straßenumbenennung entscheidet.

Wir möchten Sie dazu einladen, sich aktiv am Abstimmungsprozess der Umbenennungs-Vorschläge zu beteiligen. Zur Abstimmung stehen: Manteuffelstraße (nördlicher Teil, mit Bushaltestelle), Wrangelstraße, (Abschnitt Skalitzer Straße bis Mariannenplatz, mit Bushaltestelle), Adalbertstraße, Admiralstraße oder keine der genannten Optionen.

Am 4. Mai 2021 um 18 Uhr findet eine digitale Veranstaltung mit Beiträgen von u.a. Marion Kraft, Literaturwissenschaftlerin, und Dagmar Schulz, Verlegerin, statt, bei der auch eine Abstimmung dieser Vorschläge erfolgt. Informationen zur Veranstaltung werden auf dieser Website veröffentlicht.

Drucksache Benennung einer Straße nach Audre Lorde

PDF-Dokument (18.0 kB)

Drucksache Umbenennungen von Straßen, Plätzen, Wegen und Brücken

PDF-Dokument (51.6 kB)

Drucksache Benennung einer Straße LSBTI-Person II

PDF-Dokument (8.9 kB)

Fragen zur Beteiligung

Die Umfrage findet statt, um ein Meinungsbild der Anwohner*innen zu erhalten, welche Straße umbenannt werden soll.

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Die Anwohner*innen erhalten ab Mitte März einen Flyer in ihre Briefkästen. Mit der enthaltenen Postkarte können sie abstimmen. Einfach ausfüllen und kostenfrei zurücksenden.

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Nein, Sie können die ausgefüllte Postkarte ohne Briefmarke abschicken.

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Das Ergebnis wird nach Ende der Abstimmung über eine Pressemitteilung auf dem Presseportal des Bezirksamtes sowie auf www.berlin.de/strassennamen-xhain bekanntgegeben.

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Zum einen findet die Umfrage mit der Postkarte statt. Außerdem folgt eine digitale Veranstaltung mit einer weiteren Abstimmung.
Beide Abstimmungs-Ergebnisse werden addiert und dem Bezirksparlament vorgelegt. Die Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg (BVV) treffen mit dieser Information dann eine demokratische Entscheidung.

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Fragen zu Audre Lorde

Audre Lorde (1934-1992), die revolutionäre afro-amerikanische Dichterin und Aktivistin, inspiriert bis heute feministische, queere, lesbische, Schwarze und Women-of-Color-Bewegungen weltweit. Sie setzte sich für Bürger*innenrechte, die Friedensbewegung und die Vernetzung Schwarzer Menschen ein. In Deutschland hatte sie einen zentralen Einfluss auf die Entstehung der jüngeren Schwarzen Bewegung und besonders einer Schwarzen Frauenbewegung.

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Die Benennung einer Straße nach Audre Lorde, einer lesbischen, Schwarzen Frau wäre ein kleiner, jedoch wichtiger, Schritt hin zu mehr Repräsentanz von LSBTTIQ*, Schwarzer Menschen und People of Color im öffentlichen Raum. Die Benennung greift zudem ein Anliegen vieler ihrer Weggefährt*innen auf, eine Straße nach ihr zu benennen.

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Audre Lorde engagierte sich politisch im damaligen Bezirk Kreuzberg. Sie gab Lesungen im Frauenzentrum Schokofabrik und traf dort und im Café April Kolleginnen und Freundinnen. Im Kato am Schlesischen Tor trat sie 1989 zur dritten Jahresfeier der Initiative Schwarze Deutsche (ISD) auf, und sie traf sich dort mit den Frauen, die den Verein ADEFRA e.V. – Schwarze Frauen in Deutschland gründeten

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Für die Umbenennung stehen der nördliche Teil der Manteuffelstraße, der nördliche Teil der Wrangelstraße (ab Skalitzer Straße), der Kreuzberger Teil der Adalbertstraße (bis Bethaniendamm) sowie die Admiralstraße zur Auswahl.

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Am 04.05.2021 wird eine Online-Veranstaltung stattfinden, auf der es ebenfalls eine Abstimmung für alle Interessierten und Anwohner*innen sowie informative Vorträge der Initiator*innen geben wird. Diese wird auch auf der Website des Bezirks angekündigt: www.berlin.de/strassennamen-xhain.

Der Dokumentarfilm “Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992” von 2012 berichtet eindrücklich über die Berlin-Aufenthalte von Audre Lorde: audrelorde-theberlinyears.com ..

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Allgemeine Fragen

Die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg hat 2005 beschlossen bei der Benennung von Straßen, Wegen, Brücken etc., ausschließlich Frauen als Namensgeberinnen zu ehren, “bis mindestens 50 Prozent aller nach Personen benannten Friedrichshain-Kreuzberger Straßen nach Frauen benannt sind.” (DS/1497/II)

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Grundsätzlich fallen für Sie bei einer Straßenumbenennung keine Gebühren bei Behörden an.
Für die Adressänderung im privaten Bereich, wie in Ihren persönlichen Verträgen u.ä. können möglicherweise Gebühren anfallen, z.B. bei Versicherungen, Banken, Sportvereinen, etc. Dies können nur Sie mit den jeweiligen Institutionen besprechen.
Beachten Sie: Nach der Umbenennung der Straße gibt es für sechs Monate eine doppelte Beschilderung.

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Grundsätzlich fallen für Sie bei einer Straßenumbenennung keine Gebühren bei Behörden an.
Für die Adressänderungen im geschäftlichen Bereich fallen möglicherweise Gebühren an, die sie selbständig in Erfahrung bringen müssen.
Beachten Sie: Nach der Umbenennung der Straße gibt es für sechs Monate eine doppelte Beschilderung.

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Wenn Ihre Straße umbenannt wird, erfolgt die Ummeldung der Adresse für alle Anwohner*innen von Amts wegen (das heißt automatisch) im Melderegister.
Es gibt zwischen Behörden automatisierte Rückmeldungen. Einige Behörden, wie bspw. das Finanzamt, die Rentenversicherung und die Kfz-Stelle, haben die Möglichkeit selbständig eine Behördenauskunft einzuholen, sodass dort kein Handlungsbedarf für Sie besteht.
Weitere Institutionen, wie Schulen, Kitas, Arbeitgeber, Krankenkassen, Versicherungen, Banken und ähnliche Einrichtungen sowie alle privaten Kontakte müssen eigenständig informiert werden.

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Wer seine Adresse auf dem Personalausweis ändern lassen will, muss zum Bürgeramt gehen. Derzeit ist dies nur mit Termin möglich. Dann wird auf dem Ausweis ein Aufkleber mit der neuen Adresse angebracht. Das ist kostenfrei.

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Nach der Umbenennung der Straße gibt es für sechs Monate eine doppelte Beschilderung.
Der neue Straßenname ist in schwarzer Schrift auf dem Schild. Auf einem zweiten Schild darunter, ist dann der alte Straßenname mit einem roten Querstrich durchgestrichen.

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Der Prozess bis zur Umbenennung kann erfahrungsgemäß etwa zwölf Monate dauern.

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Nach erfolgtem Beschluss durch die Bezirksverordnetenversammlung und des Bezirksamtes wird es eine Ankündigung über das Presseportal des Bezirksamtes sowie auf www.berlin.de/strassennamen-xhain geben.

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Schreiben Sie uns gerne an strassennamen-xhain@posteo.de. Wir beantworten Ihre themenbezogenen Fragen.

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