Jugendaustauschdelegation aus Kigali im Bezirksamt

15.08.2019

Jugendaustauschdelegation aus Kigali und Berlin im Bezirksamt
Bild: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Bezirksstadträtin Clara Herrmann und die” Koordinatorinnen für Kommunale Entwicklungspolitik(Kommunale Entwicklungspolitik)”:/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/koordinatorinnen-und-koordinatoren/entwicklungspolitik-und-nachhaltigkeit empfingen Anfang August eine 16-köpfige Gruppe von Jugendlichen aus Kigali (Ruanda) und Berlin im Rathaus Friedrichshain.

Ziel des Treffens war ein Austausch zur Umsetzung der von den UN-Mitgliedsstaaten beschlossenen Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs).

Clara Herrmann berichtete von den Maßnahmen, die der Bezirk aktuell für den Schutz des Klimas und der Umwelt umsetzt und lernte von den ruandischen Jugendlichen, wie die Regierung in Kigali ihre Zero-Waste-Politik realisiert. Seit 2008 dürfen Plastiktüten nicht ins Land, in Kigali gibt es kaum Müll auf den Straßen. In einer landesweiten „Umuganda“-Kampagne („Arbeit für die Gemeinde“) fegen die Bürger samstags die Straßen und legen Vorgärten an. Wochenmärkte sind schon heute weitgehend plastikfrei. Ein Thema, das wir auch hier im Bezirk angehen wollen.

Anschließend berichteten die Koordinatorinnen für Kommunale Entwicklungspolitik insbesondere von ihren Aktivitäten zur Umsetzung des SDG 12 „Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen“ und thematisierten hierbei die Rolle der öffentlichen Beschaffung zur Sicherung der Menschenrechte in der Produktions- und Lieferkette von Lebensmitteln, Natursteinen oder Textilien. Aus Sicht der Jugendlichen durchaus sinnvolle Maßnahmen, da sie unter anderem zur Sicherung von Frieden und Gerechtigkeit in den Herkunftsländern beitragen und damit auch einen Beitrag zur Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels 16 „Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern“ leisten. Zu diesem Ziel arbeiten insbesondere die Jugendlichen aus Kigali im Kontext des Vereins Never Again Rwanda, der 2002 als Antwort auf den Völkermord in Ruanda gegründet wurde.

Die Jugendbegegnungsreise findet im Rahmen des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Jugendaustauschprogramms „Weltwärts – Außerschulische Begegnungsprojekte im Kontext der Agenda 2030“ statt und wurde in enger Kooperation des Friedrichshainer Vereins Memos e.V. und der Partnerorganisation Never Again Rwanda organisiert.

Der Austausch wurde von allen Seiten als sehr wertvoll empfunden und ermöglichte einen Perspektivwechsel im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit den SDGs. Kontakte wurden geknüpft, um den Austausch auch in Zukunft aufrecht zu erhalten.