Berliner Schule für Schauspiel: Jason und Medea – oder was ist Heimat

Textfassung, Regie: Karin Mikityla
Es spielen Absolvent*innen und Student*innen der berliner schule für schauspiel:
Delschad Numan Khorschid (Jason), Jeana Grzendek (Jason), Lydia Gruner (Medea), Lorina Haznedari (Medea), Flurina Giglia Holeiter (Medea), Judith Hollingshaus (Medea), Pablo Nina Toculescu (Amme), Saskia Crehl (Bote), Julius Lohse (König Kreon)

Premiere: 6. Juni 2019

Bildvergrößerung: Jason und Medea
Jason und Medea
Bild: Karin Mikityla

„von meinem Zorn verstehst du nichts – von meinem Leid erfährst du nichts“

Vom Drama des Menschen als Opfer ihrer Herkunft und Kultur. Was bedeutet der Verlust der Heimat, das Leben in fremder Kultur? Entwurzelung und Isolation? Anhand der Geschichte um Medea und Jason werden diese Fragen
untersucht.
Die Argonauten aus Griechen­land landen in Kolchis und fordern das goldene Vlies. Der König plant ihren Anführer Jason zu vergiften. Doch die Tochter des Königs, Medea, rettet den Fremden, in den sie sich verliebt und flieht mit ihm. Nach langer Irrfahrt, in Jasons Heimat Iolkos nicht willkommen geheißen, gelangen sie nach Korinth und bitten um Asyl. Kinder sind inzwischen geboren. Medea bleibt hier eine Fremde. Jason will eine neue Ehe mit der jungen Königs­tochter eingehen und verlässt Medea. Entwurzelt, den Verrat nicht verwindend, holt sie zur Rache aus und bekennt: „Man hat mich bös genannt, ich war es nicht: Allein ich fühle, dass man’s werden kann.“

Jason und Medea
Jason und Medea
Bild: Karin Mikityla