Nachtgeschwister

nach Natascha Wodin und Wolfgang Hilbig

von Daniela Holtz und Anja Schneider

Regie: Anja Schneider | Dramaturgie: Alexander Krahnert
Dramatisierung, Bühnenfassung: Daniela Holtz, Anja Schneider
Schauspieler: Daniela Holtz, Gerd Diener, Stefan Schießleder
Bühne/Kostüm: Valerie von Stillfried | Fotografie: Gerhard Gäbler
Regieassistenz: Emel Aydogdu | Bühnenassistenz: Marlene Beer

Premiere: 8. März 2012

Nachtgeschwister
Bild: Gerhard Gäbler

Ein Ostschriftsteller und eine Westschriftstellerin begegnen sich auf einer Lesereise des Mannes im Westen. Eine obsessive Liebe beginnt zwischen den Beiden, fesselt sie an­ein­ander. Bald wird klar, nur einer kann diese Begegnung überleben, und beide wollen der Über­lebende sein. Ein Machtkampf entbrennt, immer gepaart mit dem Gefühl, der großen Liebe begegnet zu sein. Um das Paar herum bröckelt der Ostblock, die deutsch-deutsche Wende ermöglicht ihnen ein Zusammen­sein ohne äußere Grenzen, aber im Innern herrscht kalter Krieg. Nach Nächten im Suff, intensiven körperlichen Begegnungen und dem Versuch das Schreiben zum gemeinsamen Zentrum zu machen, versiegt die Phantasie für ein erträg­liches Zusammen­leben.

Ausgehend von den autobio­graphisch geprägten Romanen „Nachtgeschwister“ von Natascha Wodin und „Das Provisorium“ von Wolfgang Hilbig, adaptiert „nachtgeschwister“ für die Bühne die Geschichte von Hedda Rast und Jakob Stumm. Folie ist das Wendezeit-Berlin in Prenz­lauer Berg.

Das Projekt war gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin (Senats­kanzlei – Kulturelle Angelegenheiten), des Bezirksamtes Pankow von Berlin (Amt für Weiter­bildung und Kultur), des Hauptstadtkulturfonds und wurde unterstützt vom Maxim Gorki Theater Berlin.