Gerhard Kettner: Beim Begehen des Grundes

Zeichnungen

Ausstellung vom 20.03. bis 19.05.2019

Kooperation mit dem Leonhardi Museum Dresden

Bildvergrößerung: Gerhard Kettner: Johannes Heisig, Grafit, 1984
Gerhard Kettner: Johannes Heisig, Grafit, 1984

Gerhard Kettner, der im vergangenen Jahr seinen neun­zigsten Geburtstag gefeiert hätte, war in seiner Tätigkeit als Lithograph und Zeichner aber auch als Rektor der Hoch­schule für Bildende Künste Dresden eine prägende Künstler­persönlichkeit, die nach­folgende Generationen von Künstler weit über den Wirkungs­kreis in Dresden hinaus­gehend nach­haltig beeinflusst hat.

Vor allem sein zeichnerisches Werk, das sowohl Portraits von Familien­angehörigen, Weg­gefährten und Bekannten aber auch eindringlicher Selbst­portraits umfasst steht im Mittel­punkt dieser Ausstellung und bietet die Möglich­keit den Künstler wieder bzw. neu zu entdecken. Gezeigt werden ca. 70 Zeichnungen aus allen Phasen von Kettners Schaffen und zudem etliche Skizzen. Die Leih­gaben stammen aus dem Nachlass, dem Branden­burgischen Landes­museum für moderne Kunst und aus Privatbesitz.

Anke Fröhlich-Schauseil, Co-Kurratorin der Ausstellung und Autorin eines ausführ­lichen Essays, der im gemeinsam mit dem Leonhardi-Museum-Dreseden heraus­gege­benen Katalogs erstmals veröffent­licht wurde über Kettner: »Unabhängig davon, was sein Schaffen für den Künstler selbst bedeutete und wie es im zeitlichen Kontext des halben Jahr­hunderts von 1943 bis 1992 verstanden wurde, lassen uns Gerhard Kettners Zeichnungen etwas von der Einmalig­keit des einzelnen Menschen und seiner Wahr­nehmung erfahren. Bis zum Schluss […] sind es die Körper und Gesichter von Menschen, die als Zeichen­anlass wie zur Betrachtung in doppeltem Sinn von anhaltendem Interesse sind.«

Ausstellung und Katalog wurden von Anke Fröhlich-Schauseil gemeinsam mit Bernd Heise für das Leonhardi-Museum Dresden einge­richtet und sind nun auch in der Galerie Pankow in Berlin zu sehen.

Gerhard Kettner wurde 1928 in Mumsdorf/Thüringen geboren. Nach einer Lehre als Litho­graf, nach Kriegsdienst und Kriegs­gefangen­schaft studierte er an der Hoch­schule für Baukunst und Bildende Künste Weimar und der HfBK Dresden u.a. bei Hans Grundig, Max Schwimmer und Hans Theo Richter. Von 1961 bis kurz vor seinem Tod 1993 lehrte er an der HfBK, deren Rektor er von 1970 bis 1974 sowie von 1979 bis 1981 war.

Bildvergrößerung: Gerhard Kettner: Selbstportrait, Grafit, 1989
Gerhard Kettner: Selbstportrait, Grafit, 1989

Dienstag, 19.03.2019, 19.00 Uhr
Eröffnung
Begrüßung: Annette Tietz, Galerieleiterin
Einführung: Frau Dr. Fröhlich-Schauseil

Donnerstag, 04.04.2019, 19.00 Uhr
Gespräch über den Künstler und Lehrer Gerhard Kettner
mit Heidi Vogel, Hanns Schimansky, Manfred Zoller und Johannes Heisig
Moderation: Annette Tietz